NHL - LESERREISE Herbst 2007
Enten und Könige gaben sich in London die Ehre Da durften wir nicht fehlen
von Robin Patzwaldt
Wenn sich die NHL schon mal die Ehre gibt und erstmalig Europa für offizielle Ligaspiele besucht, dann darf Eishockey.com mit seinen Lesern dabei natürlich auch nicht fehlen.
So ergriffen wir die günstige Gelegenheit eine, mit nur 5 Tagen Länge, ungewöhnlich kurze, aber auch ungewöhnlich unkomplizierte Leserreise zu organisieren, die uns und 25 Lesern von Eishockey.com aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die seltene Gelegenheit bieten sollte, einen Saisonauftakt in der NHL live im Stadion mitzuerleben.
Am 29. und 30. September 2007 sollten die beiden kalifornischen Rivalen aus Los Angeles und Anaheim auf Wunsch der Ligaleitung die NHL in Europa 'bewerben' und sich bei zwei direkt aufeinander folgenden Kräftemessen zwischen Kings und Ducks in London gegenüberstehen.
Zentraler Treffpunkt für uns war diesmal, das bot sich bei den diversen angebotenen Kurzstreckenflügen aus Deutschland zum Spartarif an, das von uns gebuchte, direkt an der Themse gelegene, Tower Hotel in der Britischen Hauptstadt.
Alle 28 Teilnehmer der Reise schafften es ohne größere Probleme pünktlich am Treffpunkt vor Ort zu sein.
Das erste Kennenlernen der Gruppe fand diesmal somit zwangsläufig also erst in der Millionenmetropole im Südosten Englands, statt wie sonst bei uns eigentlich bisher immer üblich bereits am zentral gelegenen Frankfurter Flughafen, statt.
Am Freitagmorgen ging es dann nach einer kurzen Begrüßung durch die Reiseleitung im Hotel direkt gemeinsam zu einem von der NHL ermöglichten Trainingsbesuch in die supermoderne O2-Arena in Nord Greenwich.
Mit der U-Bahn und einem Regionalzug war die Anreise dorthin kein größeres Problem.
Dort angekommen bestaunten die mitgereisten NHL-Freunde die ersten Aklimatisierungsversuche des Titelverteidigers aus Anaheim, der im Gegensatz zu den Kings, die bereits einige Tage länger in Europa waren, erst zwei Tage zuvor britischen Boden betreten und dementsprechend noch mit Zeitumstellungsproblemen zu kämpfen hatte.
Eigentlich war das Training nicht öffentlich zugänglich, doch die Liga machte bei uns freundlicherweise erneut eine Ausnahme und wir durften zusammen mit 200 aus Kalifornien angereisten 'Hardcore-Enten-Fans' exklusiv Chris Pronger & Co. auf dem Eis bestaunen.
Eine nette Gelegenheit für uns alle die neue Hockeysaison somit recht entspannt anzugehen.
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Anschließend hatten wir einen besonders schönen und seltenen Termin vor der Brust: Der extra aus Übersee eingeflogene Stanley Cup erwartete uns, samt des dazugehörigen 'Cupkeepers' im Logenbereich der O2-Arena.
Zur Überraschung mancher der Gruppe durfte, wer mochte, den Cup ausführlich umarmen und fotografieren. Nur davontragen durfte man ihn natürlich nicht, das machte uns der Sicherheitsbeauftragte mit einem Schmunzeln im Gesicht klar.
Schier unzählige Fotos wurden mit 'Lord Stanley' gemacht und unsere eingeplante Besuchszeit daher deutlich überschritten. Das lag aber auch nicht zuletzt daran, dass ein Fernsehteam aus Montreal, das nach Europa angereist war, um aus London von der Saisonpremiere der NHL zu berichten, die Gelegenheit ergriff und mit einigen Eishockey.com-Lesern ein paar kurze Interviews zu führen, die dann in Kanada ausgestrahlt werden sollten.
Der folgende Nachmittag war überwiegend dem Sightseeing und Shopping gewidmet und die Gruppe teilte sich, wie auch bei vergleichbaren Gelegenheiten in den nächsten Tagen, in kleinere Grüppchen auf, um die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt besser nach den jeweils eigenen Interessen zu erkunden.
Nächster gemeinsamer Termin für alle war die Auftaktpartie in die neue Spielzeit am Samstag Nachmittag. Gemeinsam ging es vom Hotel erneut in die provisorische NHL-Spielstätte im Osten der Stadt, die erst zur Jahrtausendwende als 'Millenium Dome' feierlich eröffnet wurde, und technisch und optisch auch höchsten NHL-Ansprüchen genügen konnte.
Vor der Arena merkte man nun aber recht rasch, dass es sich nicht um ein 'normales' NHL-Spiel handelte. Eine besonders bunte Mischung an Nationalitäten bei den zusammenströmenden Fans, leicht zu erkennen auch an den bunten Fantrikots aus aller Welt war präsent. Ein Sprachengewirr, dass man sonst wohl nur sehr selten so zu sehen und zu hören bekommt. Entsprechend gut war auch die Atmosphäre in der Halle, wo Sprechchöre in unterschiedlichen Sprachen zu hören waren. Eine Atmosphäre, von der sich anschließend auch die Trainer beeindruckt zeigten. Besonders Kings-Coach Marc Crawford genoss die ungewöhnliche Mischung im Publikum, jedoch zunächst eher gezwungener maßen, hatte er doch sein eigenes Team bei der Abreise am Hotel verpasst und musste mit der 'Tube' (U-Bahn von London) gemeinsam mit vielen Fans zur Arena reisen. Er äußerte sich daher auf der Pressekonferenz nach dem Spiel besonders angetan über die Fans.
Bei dieser durchweg positiven Atmosphäre störte es daher nur wenig, dass die Partie aufgrund von Problemen mit der Lichtanlage in der Halle, erst mit ca. 30 Minuten Verspätung begann.
Die Kings präsentierten sich Ihren Fans an diesem Nachmittag ihrem Gegner in Punkto Frische überlegen und bezwangen die Ducks deutlich mit 4-1 Toren.
Nach der Begegnung ging die gemeinsame Partie aller Fans vor der Halle noch bis tief in die Samstag-Nacht.
Wer mochte konnte am Sonntag Vormittag zunächst noch ausschlafen, bevor es dann erneut am Nachmittag zum direkten 'Rematch' an gleicher Stelle kommen sollte.
Wer diesmal in die Runde schaute, stellte allerdings bei näherem Hinsehen leicht enttäuscht fest, dass die ganz große Euphorie an diesem zweiten Spieltag nicht ganz so aufzukommen mochte.
Ein Teil des noch am Vortag so bunten Publikums aus ganz Europa war offenbar auch schon wieder aus London abgereist, um am Montag nicht noch einen Urlaubstag nehmen zu müssen.
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vom Hotel der Blick auf die Tower Bridge
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Beim Training der Ducks.
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Am Samstag startete die NHL-Saison 2007/08.
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Marc Crawford war angetan von der Stimmung beim Spiel
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Voll war die Halle mit über 17.300 Besuchern natürlich zwar erneut, allerdings ging es auf den Rängen nicht mehr ganz so ausgelassen und stimmungsvoll zu wie noch am Tag zuvor.
Sportlich präsentierte sich den Betrachtern dann auch ein ganz anderes Bild. Die Ducks hatten die Zeitumstellung nun offenbar bereits deutlich besser verkraftet und waren den Kings spielerisch ebenso klar überlegen, wie es am Vortag noch umgekehrt der Fall war.
Folglich gewannen Sie diesmal ebenso eindeutig mit 4-1 gegen ihren US-Lokalrivalen. Besonders positiv fiel der junge Schweizer Torhüter Jonas Hiller den Betrachtern auf. Der erst aufgrund einer Verletzung von Stammkeeper J.S. Giguere in den Kader gerutschte junge Schweizer Nationaltorhüter beeindruckte in seiner Ligapremiere die Fans beider Lager.
Am Ende des Wochenendes waren so eigentlich alle beteiligten Protagonisten irgendwie zufrieden.
Auch unsere Leser hatten in der 8-Millionen-Metropole wieder für jeden Geschmack etwas geboten bekommen. Egal auf welcher Seite der beiden NHL-Teams man stand, etwas Positives gab es auch hier für jeden.
Je ein Sieg pro Team, und insgesamt 10 Tore sorgten in beiden Spielen für einen ordentlichen Saisonstart der Liga, der Lust auf mehr gemacht hat. Selbst ein ordentlicher Fight zwischen George Parros und Scott Thornton war im Kräftemessen der Westküsten-Franchises beinhaltet.
Auch die Offiziellen der NHL zogen am Ende ein zufriedenes Fazit der Europapremiere: "Die Stimmung war hier in London einfach toll. Die Atmosphäre erinnerte mich fast schon an ein Playoffspiel. Viel Stimmung auf den Rängen, da konnte man den Stellenwert der NHL bei vielen Fans in Europa erkennen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das bald an anderer Stelle in Europa wiederholen., sagte beispielsweise NHL-Vizepräsident Ken Yaffe zu den versammelten Medienvertretern.
War es, wie in London nicht anders zu erwarten, wettertechnisch auch nicht durchgehend komplett trocken, so hatten wir vor Ort doch insgesamt doch einen recht freundlichen Wettermix, der die Stadtbesichtigung durchaus überwiegend trockenen Fußes ermöglichte.
Jeder der Mitreisenden hatte an den gut vier Tagen vor Ort wohl auch genügend Zeit sich die für ihn persönlich besonders interessanten Sehenswürdigkeiten der Metropole anzuschauen, und so ging es am folgenden Montag für alle 28 Teilnehmer dann wieder auf den Weg zurück nach Hause.
Wir würden uns freuen, wenn es Euch auch diesmal wieder gefallen hat.
Die nächste Eishockey.com-Leserreise geht bereits im Frühjahr 2008 wieder über den großen Teich (Die Ausschreibung auf Eishockey.com erfolgt in Kürze.).
Vielleicht sehen wir einige von Euch ja dann auch wieder. Wir würden uns freuen.
Auch diesmal gilt erneut ein besonders herzliches Dankeschön an Frau Bettina Stratmann vom Reisebüro 'Centralflug' in Nürnberg/Erlangen für die erneut tolle Unterstützung bei der Umsetzung unserer Leserreise.
Bis 2008. (rp)
Alle Fotos von Teilnehmern und der Redaktion.
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FORMULAR
Noch eine Information für alle, die durch diesen Bericht Lust bekommen haben an einer NHL-Reise mit uns teilzunehmen. Interessenten können sich mit unten stehendem Formular in einen Newsletter eintragen und werden dann vorab darüber informiert. (sth)
Reisebedingungen
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