NHL - LESERREISE Frühjahr 2004
Was war los in Dallas und Denver?
von Robin Patzwaldt
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Alle zusammen vor dem Pepsi Center in Denver.
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Nein, nein! Keine Sorge! Hier soll es nicht um die beiden TV-Seifenopern aus den 80er Jahre gehen, sondern es handelt sich um den Reisebericht zur letzten Leserreise von Eishockey.com, die den Kollegen Stefan Herget und mich, zusammen mit 30 Eishockey.com-Lesern in eben genau diese beiden US-Metropolen führen sollte, um dort Spitzeneishockey aus der NHL und einige Sehenswürdigkeiten in Colorado und Texas erleben zu dürfen.
Alles begann am 15. März 2004, als sich 32 NHL-Begeisterte am Frankfurter Flughafen treffen wollten, um mit 'United Airways' über Chicago zunächst nach Dallas zu reisen.
Klingt zunächst recht einfach, war es aber nicht! Aufgrund der plötzlich noch einmal deutlich verschärften Sicherheitslage im Flugverkehr, nach den Anschlägen von Madrid kurz zuvor, erwies es sich als wesentlich schwieriger das Abfluggate in Frankfurt pünktlich zu erreichen als zunächst eingeplant.
Während ich selber es gerade noch geschafft habe, direkt nach mir wurde die Tür des Fliegers verriegelt, teilte mir Stefan umgehend mit, dass vier Teilnehmer der Gruppe nicht an Bord seien!
Frank und Andreas, mit denen ich gemeinsam in Düsseldorf aufgebrochen war, scheiterten dabei lediglich an einer in Düsseldorf nicht ausgestellten Boardkarte, während der Verbleib von Graziano und Oliver noch ungeklärt war.
Alle Vier sollten mit der nächstmöglichen Maschine nachkommen, wie sich am Abend im Hotel in Dallas herausstellen sollte. Was für ein Auftakt, dachte ich...
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Impressionen aus Dallas
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Nach kurzer Nacht machten wir uns voller Tatendrang auf Dallas zu entdecken! Zunächst ging es, dem eigentlichen Reiseziel der Gruppe folgend, zur Stadiontour ins 'American Airlines Center'. Die moderne Arena, die erst vor knapp drei Jahren eingeweiht wurde, präsentierte sich von ihrer Schokoladenseite. Im Sonnenschein und bei ca. 30 Grad zeigten sich die ersten Mitreisenden beeindruckt von der Größe und Modernität der Anlage.
Zum Ende der organisierten Führung erwartete uns das erste NHL-Highlight der Reise. Obwohl eigentlich nicht öffentlich zugänglich, durfte die Gruppe ausnahmsweise dem 'Morningskate', einem kurzen Aufwärmprogramm der Teams am Spieltag, der San Jose Sharks zusehen. Sichtlich nervös wurden erste Fotos am Spielfeldrand gemacht. Der erste Kontakt zur NHL war also hergestellt und sorgte für Vorfreude auf die Partie des Abends.
Zur Überraschung aller liefen uns gerade John Klemm und Bill Guerin in den Katakomben des AAC über den Weg, als sie versuchten die Stars-Kabine zu erreichen. Guerin war sichtlich beeindruckt vom unerwarteten Blitzlichtgewitter unserer Gruppe, das ihn in den Gängen erwartete und winkte uns freundlich zu.
So richtig in NHL-Stimmung ging es zum Mittagessen nun ins 'West End' von Dallas. Das Kneipenviertel der Stadt bot jedem etwas, so dass es am Nachmittag frisch gestärkt zum JFK-Museum gehen konnte. Eine Führung, diesmal sogar in deutscher Sprache, brachte den Mitreisenden die Geschehnisse rund um die Ermordung des früheren US-Präsidenten näher. Allerdings präsentiert das Museum 'nur' die Regierungswahrheit, wonach Lee Harvey Oswald als Einzeltäter gehandelt hatte. Verschwörungstheorien, wie sie noch heute weltweit in Erwägung gezogen werden, blieben hier unberücksichtigt, was zu einiger Erheiterung unter uns führte.
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Im AA Center wurde Stimmung gemacht.
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Am Abend stand dann die Partie der Dallas Stars gegen die San Jose Sharks auf dem Programm.
Im Kampf um die Divisionskrone war die Partie für beide Teams von hoher Bedeutung, was uns auf eine ansprechende Begegnung hoffen ließ.
Und wir wurden nicht enttäuscht. Die Stars hatten die Sache zunächst im Griff und gingen deutlich mit 3-0 in Führung. Doch die Gäste vom Pazifik, die leider komplett ohne ihre Deutschen im Kader angetreten waren, gaben sich nicht geschlagen und konnten die Partie kurz vor Ende wieder ausgleichen.
Nach der Begegnung ließ ein Großteil der Gruppe den gelungenen Reiseauftakt noch im 'West End' bei dem Ein oder Anderen kühlen Getränk ausklingen.
Der Mittwoch wurde dann überwiegend dem Shopping gewidmet. Mit den inzwischen geholten Mietautos ging es in einer der größten Shopping-Malls der Stadt, die 'Galeria'. NHL-Fanartikel und Jeanshosen, welche in den USA besonders preisgünstig sind, waren die Ziele der meisten Shoppingsüchtigen der Gruppe.
Am Abend ging es für 20 Teilnehmer zur NBA-Partie der 'Dallas Mavericks', mit Dirk Nowitzki, gegen die 'Atlanta Hawks'. Ein Teamoffizieller der 'Mavs' kam sogar zu uns in den Block und begrüßte unsere Gruppe in der Halle und erkundigte sich nach unserem Wohlergehen. Das nennt man wohl erstklassigen Kundenservice!
Die Mavericks erwischten allerdings nicht gerade einen Glanztag. Die zwischenzeitlich 29 Punkte Rückstand konnten zwar gegen Ende reduziert werden. An der 110-111 Niederlage änderte das aber nichts mehr.
Auf Wunsch von Christian und Daniel ging es am Donnerstag zunächst zum 'Texas Stadium', der Heimstätte der 'Dallas Cowboys' aus der Footballliga NFL.
Da Dallas in erster Linie eine Verwaltungsstadt ist, mit relativ wenigen Sehenswürdigkeiten, besuchten wir am Mittag die Nachbarstadt Fort Worth, welche als Viehhandelsplatz doch wesentlich mehr texanisches Flair zu bieten hat als Dallas.
Die schön restaurierte Altstadt bot uns dort eine ansprechende Kulisse für ein zünftiges Mittagessen und einige Einkäufe im 'Wilden Westen'.
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Beim Training der Sharks
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und das Warm Up der Red Wings.
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Auf dem Rückweg machten sich Daniel und Christian erneut bemerkbar, als sie einen Zwischenstopp am 'Arlington Ballpark', der Heimat des dortigen Baseballteams 'Texas Rangers' wünschten. Auch dort wurde der Fanshop gestürmt. Sehr zum Unwillen der einen oder anderen Kreditkarte.
Am Abend stand dann allerdings erneut NHL auf dem Programm. Zum Leidwesen der mitgereisten Canucks-Fans unterlagen die Gäste den Dallas Stars glatt mit 0-3. Dabei präsentierten sich die Kanadier relativ kampfschwach, was den Sieg der Stars ungefährdet werden ließ.
Reik, Wolfgang, Alexandra und Daniel hatten dabei allerdings Glück. Ein Ordner gab sich nachgiebig und erlaubte den kurzzeitigen Gang direkt an den Rand der Eisfläche, um ihnen attraktivere Spielerfotos von den Canucks zu ermöglichen. Dementsprechend waren auch sie nach Spielschluss trotz der mäßigen Leistung zufrieden.
Am Freitag stand ein Klassiker auf dem Programm! Zumindest für die Älteren in der Gruppe! Mit den angemieteten Vans ging es zum Schauplatz der 80er-TV-Serie 'Dallas', der 'Southfork Ranch', welche ca. eine Autostunde nördlich der Downtown Dallas liegt. Nach ausgiebigem Frühstücksbuffet, auf Einladung von Eishockey.com, fuhr die Gruppe mit einem extra hierfür umgebauten Treckergespann zum Drehort der Außenaufnahmen der Serie.
Der Fremdenführer, der uns freundlich auf dem Anwesen begrüßte, zeigte sich von unserem Hauptreiseziel NHL überrascht: "Für Hockey kommt ihr ausgerechnet hierher nach Texas?". Sein Unverständnis wuchs gleich weiter als er nachhakte: "Seid Ihr denn Profis?" wohl in der Annahme wir seien zum Hockey spielen angereist. Die Antwort aus der Gruppe "Ja, wir sind Profi-Zuschauer!" sorgte dann für Gelächter im weiten Rund.
Bei der anschließenden Besichtigung wurden Jugenderinnerungen bei einigen Teilnehmern wach, während gerade die Jüngeren unter uns die Serie nur dem Namen nach noch kannten und mit dem dort gelegenen Ranchhaus nichts anzufangen wussten. Einige der Teilnehmer hingegen simulierten die klassischen Familienszenen der Ewings an den Original Drehplätzen...
Für Erheiterung bei allen sorgte hier jedoch unser ‚Senior' Graziano, der bei dem Versuch ein Foto von seinem Freund Olli zu machen mehrfach scheiterte. Die moderne Technik der Digitalfotographie bereitete ihm zunächst Probleme. Wie sich jedoch bald herausstellen sollte, konnte dem rasch abgeholfen werden, hielt er die ihm in die Hand gedrückte Kamera doch zunächst einfach nur falsch herum!
Auf dem Rückweg von der Ranch wurden erneut einige Geschäfte angepeilt. Lag es doch im Interesse einiger Mitfahrer seltene McFarlane-Figuren in dortigen Spielzeuggeschäften einzukaufen, oder aber nur die Getränkevorräte für den geleerten Hotelkühlschrank wieder aufzufüllen.
Der Abend sollte dann wieder der NBA gewidmet sein. Mit den kompletten 32 Leuten ging es diesmal zur Partie der Mavericks gegen die 'Boston Celtics'. Die Partie begeisterte jedoch nicht alle NHL-Freunde. Einige waren so bereits zur Halbzeit in den Gängen des AAC anzutreffen, oder aber sie stöberten durch den ins Stadion integrierten Fanshop, der ein reichhaltiges Fanartikelangebot aller heimischen Sportteams anbot.
Der 120-104 Sieg der Mannen um Dirk Nowitzki geriet nie ernsthaft in Gefahr und so leerte sie die Halle auch, zur Verwunderung der meisten, bereits etliche Minuten vor Ende.
Im Kneipenviertel wurde dann später noch kräftig über den Unterhaltungswert der NBA im Vergleich zur NHL diskutiert.
Den freien Samstagvormittag nutzen dann viele, um zum ersten Mal etwas länger ausschlafen zu können, denn die angesetzte Partie der Stars gegen die St.Louis Blues begann diesmal bereits zur Mittagszeit.
Andreas war mit seiner Videokamera in der Downtown unterwegs und erweckte die Aufmerksamkeit eines einheimischen Passanten. Dieser schien an dem 'Filmprojekt' gefallen zu finden und stellte sich zur Videoaufnahmen zur Verfügung. Grundkenntnisse in Deutsch hatte der werte Herr anscheinend, schließlich sollte sein spontaner, mit starkem amerikanischen Akzent versehener Ausspruch "Was ist los in Dallas, Texas?" zum Leitspruch unserer ersten Reisewoche werden.
Der folgende 3-1 Sieg der Stars war die bisher hochklassigste Partie unserer Reise. Für beide Teams stand einiges auf dem Spiel, dementsprechend konzentriert ging man zur Sache.
Insgesamt präsentierten sich die Dallas Stars während unserer drei Spiele als äußerst stark. Abgesehen vom Schlussdrittel im Spiel gegen die Sharks, als man den 3-0-Vorsprung noch verspielte, beeindruckten die Disziplin und der Wille im Team. Mag das Spiel auch nicht immer attraktiv gewesen sein, viele der Reiseteilnehmer hielten das Team nach unserem Dallas-Aufenthalt für einen ernsthaften Titelanwärter in diesem Jahr.
Am frühen Abend ging es geschlossen ins 'Hard Rock Cafe', bei dem Stefan und ich zuvor eine Gruppenreservierung getätigt hatten. Gut gestärkt stürzte sich die Gruppe danch wieder ins Nachtleben von Dallas, um den letzten Abend in Texas noch etwas zu genießen.
Denn am Sonntag erfolgte der zweistündige Transferflug nach Denver/Colorado, wo wir die zweite Hälfte unserer Reise verbringen sollten.
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Die Blackhawks gaben in der Hotelaula bereitwillig, hier an Torsten, Autogramme und präsentierten sich kämpferisch auf dem Eis.
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Denver empfing uns ebenfalls wieder mit strahlendem Sonnenschein, allerdings war es dort etwas kühler und damit für viele wesentlich angenehmer als zuvor das doch recht 'schwüle' Dallas.
Kurz nach dem Einchecken im Hotel ging man geschlossen auf einen ersten Erkundungsgang. Vorbei am 'Coors Field', dem Baseballstadion, und der '16th Street Mall', der Haupteinkaufsstrasse von Denver, ging es dort ebenfalls direkt ohne große Umwege zum Eishockeytempel, dem 'Pepsi Center'. Für viele Teilnehmer war dies der herbeigesehnte Höhepunkt der Reise. Schließlich bestand der Großteil der Reisegruppe doch aus Fans der hier heimischen 'Colorado Avalanche'.
Direkt gegenüber gelegen befindet sich eine Sportsbar, die wir dann auch direkt zum Abendessen nutzten. Angenehmer Nebeneffekt: Dort wurden zwei NHL-Spiele zeitgleich gezeigt, was den Essensbesuch doch reichlich ausdehnen sollte. Leider schloss die Bar für viele dann doch zu früh, und wir machten uns auf den Rückweg ins Hotel.
Am Montag ging es mit den Mietvans zunächst zur zuvor reservierten Führung ins 'State Capitol' von Denver. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick über die Stadt bis hinaus in die Rocky Mountains.
Lutz aus Magdeburg tat sich hier etwas schwer beim Finden der Sehenswürdigkeiten. Fragte er eine Angestellte des Capitols doch im Brustton der Überzeugung nach "Where is Buffalo Bill on the horse?" (Wo finde ich denn Buffalo Bill auf dem Pferd?) Die Dame, schon sichtlich irritiert, zeigte sich endgültig etwas verwirrt, nachdem Lutz seiner Frage auch noch mit nachgeahmten Reitposen Nachdruck verliehen hatte. Schnell sollte sich das Rätsel jedoch aufklären lassen. Zeigte die von Lutz gesuchte Statue im Rathauspark von Denver doch nicht den angesprochenen Buffalo Bill, was allgemeine Erheiterung auslöste! Alle stellten sich die Frage, was die Dame im State Capitol sich bei Lutz Frage wohl gedacht hatte?
Vorbei am Rathaus, dort wo die Avs in der Vergangenheit ihre Stanley Cup Triumphe feierten, ging es erneut zum Pepsi Center. Dort erwartete uns die offizielle Besichtigungstour, zu der wir in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt wurden.
Höhepunkt des Rundganges war die Besichtigung der Umkleideräume in den Katakomben der Arena, wo wir erneut einen ersten Vorgeschmack auf die NHL bekommen sollten.
Am Nachmittag fuhr ich mit einem Großteil der Gruppe hinaus zum Trainingsgelände der Avs, während Stefan den mitgereisten Blackhawks-Anhängern Andreas und Thorsten einen Besuch im Hotel des Gästeteams des folgenden Tages ermöglichte. Nach vorheriger Absprache mit dem Teammanager waren dort die Spieler zu einem Treffen mit den weit angereisten Fans aus Europa bereit. Eine nette Geste der Hawks-Teamführung. Mit Autogrammen und Eindrücken gut versorgt machten sich die drei wieder auf den Rückweg ins Hotel. Unterdessen wartete der Großteil der Gruppe am Tor hinter dem Trainingsgelände der Avalanche auf Spieler, die an diesem freiwilligen Training teilgenommen hatten, um sich ebenfalls einige Autogramme zu organisieren.
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Nach dem Training nahmen sich die Avalanche Zeit. Björn mit Teemu Selanne (oben) und ein äußerst freundlicher und gut gelaunter David Aebischer (unten)
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Und auch wir sollten nicht enttäuscht werden. Ein gutes Dutzend Spieler nahm sich kurz Zeit und verzierte mitgebrachte Kappen, Trikots und Fotos mit ihrem Schriftzug. Spieler wie Salo, Barnaby, Hendrickson, Hinote, Selanne usw. oder auch Trainer Tony Granato ließen die Augen vieler mitgereister Autogrammsammler strahlen.
Nur mühsam gelang es mir nach einiger Zeit die Gruppe zur Rückeise zu bewegen, sollten wir aber doch am Mittwoch auch wieder die Gelegenheit bekommen einem offiziellen Training beizuwohnen.
Am Dienstag stand der geplante Tagesausflug in die Rocky Mountains auf dem Programm. Mit den Vans ging es auf einen Rundkurs durch die Berge, der von einem Stopp zur Mittagszeit im Skiort 'Vail' unterbrochen werden sollte. Vorbei am Grab von 'Buffalo Bill' in der Nähe von 'Golden' ging es zurück nach Denver, schließlich wollten wir doch die abendliche NHL-Partie der Avalanche gegen die Blackhawks keinesfalls versäumen.
Zwar waren die Blackhawks das einzige Team auf unserer Reise für das es eigentlich um nichts mehr ging, aber gerade diese Tatsache ließ uns doch auf eine attraktive Paarung hoffen, konnten die Mannes aus Chicago doch so völlig frei in Denver aufspielen. Und genau das taten sie auch! Zwar gingen die Gastgeber mit 2-0 in Führung, doch die mitspielenden Gäste gaben nicht auf und konnten zum 2-2 ausgleichen. Am Ende waren sie dem Sieg fast näher als der gastgebende Favorit aus Colorado.
Viele Mitreisende beendeten den erlebnisreichen Tag noch in der einen oder anderen Bar der Umgebung.
Der Mittwoch stand zunächst wieder eindeutig im Zeichen von Einkäufen. Dem Fanshop am Pepsi Center folgte ein von Wolfgang über Internet ausgemachter Memorabilien-Shop außerhalb der Stadt. Dort deckten sich viele mit seltenen Autogrammen oder Fotos aus längst vergangenen NHL-Tagen ein.
Im Outlettcenter 'Castle Rock' konnten auch an günstigen Textilien oder Schuhen interessierte Mitreisende ihre Kreditkarte zum Glühen bringen.
Auf dem Rückweg machten wir dann, wie versprochen, noch einmal Station beim Avs-Trainingscenter. Den etwas einstündigen Übungen der Aktiven auf dem Eis, folgten dann noch einmal deutlich längere Bemühungen unserer Teilnehmer um Autogramme. Zunächst trafen wir uns dabei mit dem jungen Schweizer Torhüter der Avalanche David Aebischer, mit dem ich zuvor ein kurzes Treffen abseits des öffentlichen Trubels vereinbaren konnte. Da jedoch nicht alle Leute die paar Meter zum Treffpunkt in den Vans zurücklegen konnten, machten sich einige zu Fuß auf den kurzen Weg zum vereinbarten Treffpunkt.
Dieses Unterfangen sollte jedoch nicht allzu lange andauern. Als David auf dem Weg zum Treffpunkt unsere 'Fußgänger' ausmachte, zögerte er keine Sekunde und transportierte diese kurzerhand selber als Chauffeur zum Treffpunkt.
Im Anschluss wurden alle Wünsche nach Autogrammen und gemeinsamen Fotos durch den jungen Schweizer sofort erfüllt. Björn, der kein passendes Foto mehr bereit hatte, ließ David kurzerhand auf einem Dollarschein unterschreiben. Auf Nachfrage aus der Gruppe was der Schein denn jetzt wohl wert sei, entgegnete der sympatische Schweizer: "Jetzt wohl gar nichts mehr!"
Beeindruckend wie umgänglich Aebischer auch in seiner veränderten Druck-Situation in Denver geblieben ist. Ausgestattet mit unseren besten Wünschen für die Zukunft machte sich der Goalie wieder auf den Heimweg.
Der Großteil unserer Gruppe wartete anschließend am Spielerausgang noch eine Weile auf Spieler und wurde erneut nicht enttäuscht. Die Autogrammtrikots füllten sich sichtlich. Lediglich die Topstars wie Sakic und Forsberg wurden dort nicht gesichtet. Spieler wie Selanne, Liles, Hinote oder auch Trainer Granato standen für gemeinsame Fotos bereit. Ein unvergessliches Erlebnis für viele Reiseteilnehmer.
Der Donnerstag startete für 24 Teilnehmer mit der Besichtigung des supermodernen Footballstadions 'Invesco Field at Mile High', der Denver Broncos, während die restlichen Teilnehmer versuchten am Hotel der Detroit Red Wings, die an diesem Abend in Denver zu Gast sein sollten, einige Autogramme zu ergattern.
Die sehr interessant gestaltete Stadionführung, in deren Verlauf die Umkleideräume der Footballteams und auch der Stadioninnenraum besichtigt werden konnten, endete ebenfalls wieder im inzwischen obligatorischen Fanshop.
Unsere Red Wings Fans Lutz, Björn, Nadine und Christian hatten zwischenzeitlich auch ein paar Erfolge zu verzeichnen. Immerhin eine handvoll Spieler ließen sich erweichen und gaben ein paar Autogramme. Adler-Fan Nadine hatte sogar besonderes Glück und bekam von Anders Myrvold, einem alten Bekanten aus Mannheimer Zeiten, einen Schläger geschenkt.
Den Nachmittag konnte dann jeder noch einmal frei gestalten. Viele gingen auch hier noch einmal ins 'Hard Rock Cafe', oder statteten kleineren Sportshops Besuche ab.
Für Erheiterung sorgte im Restaurant abermals Lutz, der mangels englischer Sprachkenntnisse auf die Frage:"How do you do?" (Wie geht es ihnen?) schlicht mit "Coke" (Cola) antwortete.
Am Abend waren jedoch alle wieder rechtzeitig versammelt um den erwarteten Höhepunkt der Reise, die Partie der Erzrivalen Colorado und Detroit im Pepsi Center zu genießen. Leider hielt die Partie den hohen Erwartungen nicht stand. Die Avalanche dominierte zwar von den Spielanteilen her das Geschehen, doch erwies sich ihre Offensive als durchschlagsschwach. So genügte den Red Wings eine ebenfalls mäßige Leistung, um am Ende klar mit 3-1 die Oberhand zu behalten.
Etwas getrübt ging es so für einen Großteil zurück zum Hotel, während unsere Red Wing-Fraktion den Sieg feierte.
Eine erlebnisreiche NHL-Lesereise neigte sich so dem Ende entgegen, denn am nächsten Morgen ging es bereits wieder auf den Rückweg nach Europa.
Wir bedanken uns bei unseren tollen Teilnehmern Alexandra (Ribbesbüttel), Nadine (Leimen), Yvonne (Leimen), Christian (Maikammer), Wolfgang (Renningen), Daniel (Hamburg), Uwe und Bernd (Creuzburg), Oliver (Ostfildern), Graziano (Aichwald), Christian, Sascha, Ingo und Boris (alle Oberhausen), Michael, Thomas, Matthias und Stefan (alle Wien), Stefan (Pulheim), Lutz (Leverkusen), Frank und Andreas (beide Essen), Lutz (Magdeburg), Steffen (Elsterwerda), unserem 'Holländer' Patrick, Franz (Weinböhla), Reik (Quickborn), Torsten (Klötze), Björn (Herne), Thorsten (Lübbecke) und natürlich erneut besonders herzlich bei Frau Bettina Stratmann, vom Reisebüro 'Centralflug' in Nürnberg, die erneut einen tollen Job bei der Vorbereitung der Reise geleistet hat.
Wir hoffen es hat Euch erneut gefallen und würden uns freuen, wenn Ihr auch das nächste Mal wieder dabei seid, wenn es heißt: "Eishockey.com goes North-America!"
Alle Fotos von Teilnehmern und der Redaktion.
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FORMULAR
Noch eine Information für alle, die durch diesen Bericht Lust bekommen haben: Wann es genau eine Fortsetzung gibt steht aufgrund der ungeklärten Vertragssituation, mit drohendem Streik, in der NHL noch nicht fest. Interessenten können sich schon jetzt hierfür vormerken lassen und werden informiert sobald es konkret wird. (sth)
Reisebedingungen
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