Eishockey-Reise 2016 nach New York

von Uwe Werkmeister

Am 11. Februar 2016 haben sich, inklusive der Reiseleiter Stefan Herget und Bernd Rösch, 22 Eishockeybegeisterte in Frankfurt am Flughafen getroffen, um gemeinsam nach New York zu fliegen. Singapore Airlines hatte einen modernen A 380 für diesen Linienflug bereitgestellt. Selbst einige Vielflieger unter den Reisenden konnten sich nicht an ein so leeres Flugzeug in die USA erinnern, insofern hatte jeder ausreichend Platz und wir konnten einen entspannten Flug genießen.

Schon gegen 11.00 Uhr Ortszeit war das Ziel erreicht. Die Einreise klappte perfekt und zügig, am Terminal stand ein Bus nebst einer netten Reiseleitung bereit und schon ging es quer durch Queens in Richtung Manhattan. Die Busbegleitung gab uns gleich viele wichtige Informationen zur Nutzung der U-Bahn, zu Sehenswürdigkeiten der Stadt und nicht zuletzt zu diversen Shoppingmöglichkeiten.

Das Hotel hatte eine ideale Lage im Financial District im Süden von Manhattan in unmittelbarer Nähe zum Battery Park oder zur weltberühmten Wallstreet. Auch die U-Bahnlinien waren schnell zu erreichen.

Für die kommenden 8 Tage waren für alle Teilnehmer 6 NHL-Spiele vorgesehen, 2 Spiele konnten im Vorfeld noch zugebucht werden. Während der Großteil der Gruppe zum ersten Zusatzspiel der New York Islanders gegen die Los Angeles Kings nach Brooklyn in das Barclay Center, der neuen Spielstätte der Islanders, pilgerte und dort in einem guten Spiel einen 5:2 Sieg der Gastgeber verfolgten, nutzten andere Mitreisende die Zeit für einen ersten Orientierungsspaziergang rund um das Hotel.

Der 2. Tag empfing die Gruppe mit herrlichem Sonnenschein und kalten Temperaturen. Ein Großteil der Reisenden schloss sich Stefan an, dieser hatte einen kleinen Stadtbummel geplant. Da auch das neue World Trade Center fußläufig zu erreichen war, führte uns der erste Weg dorthin. Während am Mahnmal 9/11 noch dem ein oder anderen ein kalter Schauer über den Rücken lief, wurden wir alle im Observatorium des One World Trade Center äußerst positiv überrascht. Das mit 541m höchste Gebäude des amerikanischen Kontinents bietet von der  in 404m Höhe gelegenen Besucherplattform einen atemberaubenden Ausblick. Allein die Fahrt mit einem der 73! Fahrstühle ist ein Erlebnis für sich.

Brooklyn Bridge und Woolworth-Building waren weitere sehenswerte Objekte auf dieser Tour. Andere Teilnehmer nutzten die Gelegenheit um beispielsweise der „Highline“, eine zu einem Park umgebaute ehemalige Güterzug-Hochstrecke zu besichtigen.

Abends ging es dann geschlossen zum restaurierten Madisons Square Garden, um das Spiel der New York Rangers gegen die Los Angeles Kings zu besuchen. In einem guten und spannenden Spiel bei wechselnden Führungen gewannen die Gäste aus Kalifornien mit 5:4, dem Slowenen Anze Kopitar gelang dabei ein Hattrick.

Der nächste Tag war „Hockeyfrei“. Stefan machte den Vorschlag mit Bahn und Bus nach New Jersey in einen typischen amerikanischen Outlet-Center zu fahren, die Mehrzahl der Mitreisenden folgte dem Vorschlag, zumal sich bei gefühlten minus 27 (real minus 18) Grad die Bestrebungen nach Aktivitäten im Freien durchaus in Grenzen hielten. Im New Jersey Garden glühten dann die Kreditkarten.

Der folgende Sonntag war immer noch sehr kalt und hielt für die Teilnehmer ein  Novum bereit. Auf der bereits 13 Hockey-Reise von eishockey.com bot sich die Möglichkeit, gleich 2 NHL-Spiele an einem Tag zu verfolgen. 9  Hockeybegeisterte pilgerten schon zum Mittagsspiel nach New Jersey um ein 1:0 der Gastgeber gegen die LA Kings zu sehen, abends ging es dann für alle wieder in den Madison Square Garden zum Spiel der gastgebenden Rangers gegen die Philadelphia Flyers. In einem mittelmäßigen NHL-Spiel gab es zwei der mittlerweile doch recht selten gewordenen Fights zu bestaunen, erst 9 Sekunden vor dem Ende der Spielzeit wurde der Publikumsliebling Hendrik Lundquist im Tor der Rangers zum ersten Mal bezwungen, der 3:1 Sieg der Gastgeber stand zu diesem Zeitpunkt aber längst fest.

Am Montag feierten die Amerikaner ihren „Presidents Day“. Für die Gruppe ging es schon am späten Vormittag nach Brooklyn, um 1 Uhr am Mittag fiel bereits der erste Puck auf das Eis des Barclay Centers und das Spiel der gastgebenden New York Islanders gegen die Detroit Red Wings begann. Ein gutes Hockey-Spiel endete für die Einheimischen mit einem 4:1 Erfolg.

Der folgende Tag bescherte uns „Schmuddelwetter“, bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt regnete es den ganzen Tag. Aber New York wäre ja nicht New York, wenn sich nicht auch reichlich „Indoor-Aktivitäten“ anbieten würden und so wurden Museen besucht, im Macys eingekauft oder Stadtrundfahrten durchgeführt. Das Spiel der New Jersey Devils gegen die Philadelphia Flyers endete unter den Augen der Gruppe mit einem 6:3 für die Gäste aus der Stadt der brüderlichen Liebe.

Der Mittwoch sollte für die Reisenden gleich 2 Highlights bereithalten. Für die Mittagszeit hatten Stefan und Bernd einen Besuch im NHL-Büro organisiert. Dieses liegt direkt in Midtown in unmittelbarer Nähe zum Rockefeller Center. Dort wurden wir von Lynn, diese betreut eishockey.com schon seit vielen Jahren, ebenso erwartet wie von Kevin Westgarth, einem ehemaligen NHL-Spieler und Stanley-Cup-Gewinner mit den Los Angeles Kings 2012.

Lynn, Abteilungsleiterin für internationale Aktivitäten der NHL, berichtete vor allem über den bevorstehenden „World Cup of Hockey“, über vergangene Saisoneröffnungen in Europa und erklärte kurz die Struktur des Büros in New York, immerhin sind hier rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Fragen der Besucher wurden anschließend bereitwillig beantwortet, Kevin „outete“ sich dabei beispielsweise als großer Fan von deutschem und belgischem Bier. Der Besuch des NHL-Shops im Erdgeschoss des Gebäudes, wurde durch die NHL-Verantwortlichen noch mit einem 30% Einkaufsrabatt für die Bürobesucher versüßt.

Am Abend kam es zwischen den New York Rangers und den Chicago Blackhawks zu einem Duell zweier „Original Six Teams“. Hatten sich alle Hockeyfans schon im Vorfeld insbesondere auf dieses Spiel gefreut, wurden sie nicht enttäuscht. In einem hochklassigen NHL-Spiel gewannen die derzeit in bestechender Form aufspielenden Gäste vom Michigan See mit 5:3, dem jungen Russen Artemi Panarin gelang dabei sein erster Hattrick in der besten Hockey-Liga der Welt.

Auch am letzten kompletten Tag der Reise stand ein Hockey-Highlight auf dem Programm, waren doch die Washington Capitals mit ihrem Superstar und derzeitigem Leader in der Torschützenliste, Alexander Ovetchkin, bei den Islanders zu Gast. Auch wenn das Spiel nicht ganz mit dem vom Vorabend mithalten konnte, gelangen dem russischen Ausnahmekönner seine Saisontore 36 und 37 und die Hauptstädter verließen das Eis mit einem 3:2 Sieg nach Overtime.

Von Stefan organisiert stand der gesamten Gruppe nach dem Spiel noch Thomas Greiss zur Verfügung. Er hielt im Tor der Islanders was zu halten war, die knappe Niederlage ging ganz bestimmt nicht auf seine Kappe. Geduldig beantwortete er Fragen, ließ sich für das ein oder andere Foto ablichten und beglückte die Autogrammjäger mit seiner Unterschrift auf Trikots, Pucks oder Eintrittskarten.

Am Freitag hieß es Abschied nehmen, von der Stadt die angeblich niemals schläft. Zurück bleiben viele positive Eindrücke von einer Weltmetropole, die sich immer weiter entwickelt und welche unermesslich viel zu bieten hat. In Erinnerung bleiben aber auch gute und sehr gute Hockey-Spiele.
Wie schon bei der Anreise klappten alle Transfers wie am Schnürchen und auch der A380 war ähnlich leer wie auf dem Hinflug. Nach 6,5 Stunden Flugzeit setzte diese Riesenmaschine auf dem Frankfurter Flughafen auf. Beim Verabschieden am Gepäckband war man sich einig: wir sehen uns wieder, spätestens bei der nächsten Hockey-Reise von eishockey.com.

Unser aller Dank gilt an dieser Stelle den beiden Begleitern Stefan und Bernd, die in ihrer gewohnt unaufgeregten und immer sympathischen Art für eine perfekte Organisation gesorgt haben und die mit vielen Tipps und Hinweisen die Reise bereichert haben.
Ein ebenso großer Dank gilt aber auch Frau Stratmann vom Reisebüro Centralflug, welche wie bei jeder bisherigen Reise dieser Art im Vorfeld dafür gesorgt hat, dass vor Ort alles prima klappt.

Ein Gedanke zu „Eishockey-Reise 2016 nach New York

  1. Wir können uns dem Bericht nur anschließen. Wieder mal eine perfekte Reise in allen Belangen. Kommen gerne wieder mit. Grüße aus Ratingen. Martina & Peter.

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