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45. woche 2006 

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DER SPIELER DER WOCHE

Dominik Hasek
(berücksichtigt sind die Spiele vom 06.11. bis 12.11.)

'Wie ein guter Wein: Alt, aber trotzdem hervorragend'

Als Dominik Hasek vor der Saison 2003-04 sein Comeback ankündigte und erneut bei den Detroit Red Wings anheuerte, sprachen viele von einem Fehler, den der damals 38-jährige Tscheche begehen würde. Er sei doch mit dem Gewinn des Stanley Cups 2002 auf der Höhe seiner Karriere abgetreten, was kaum zu toppen wäre. Was folgte ist hinlänglich bekannt. Zunächst starke Auftritte, folgten mehrere Verletzungen an der Leiste, die Hasek ab Dezember zum Zuschauen zwangen und die Red Wings scheiterten ohne ihn in den Playoffs glatt am Außenseiter aus Calgary. Nichts wurde es mit dem zweiten Cupgewinn.
Auch der nächste Anlauf - Hasek entschloss sich bei den Ottawa Senators zu spielen - wurde zunächst vom Ausfall der kompletten Saison aufgrund des Lockouts und anschließend von einer bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin in der Partie gegen Deutschland erlittenen Verletzung jäh gestoppt.
Jetzt ist er zurück in Detroit, obwohl viele vermuteten, dass er in dieser Saison nicht mehr spielen würde. Doch der mittlerweile 41 Jahre alte Hasek hat immer noch nicht genug und den Ehrgeiz seiner alter Tage entdeckt. Er war noch nie einer, der das getan hat, was andere sagen. Schon immer gingen die Dinge um ihm herum nach seinem Kopf. Besonders die Motivation, den Ehrgeiz jedes Spiel gewinnen zu wollen, diese Flamme brennt in Dominik Hasek immer noch lichterloh. Das hat gerade die letzte Woche wieder einmal bewiesen.

In den Heimspielen gegen die Edmonton Oilers am Mittwoch und gegen die Nashville Predators am Freitag siegten die Detroit Red Wings jeweils mit 3-0 und beide Male blieb die Nummer 39 ohne Gegentor. Das bedeutete Shutout Nummer 70 und 71 seiner NHL-Karriere. Die Partie gegen Columbus am vorherigen Samstag mitgerechnet, blieb Hasek seit 153 Minuten und 28 Sekunden ohne Gegentor. Er ist ohne Zweifel ein Phänomen, dieser leichte und wendige Torhüter.
Gegen die Oilers hielt Hasek 16 Torschüsse, was nicht gerade viele sind und er spielte die Situation im anschließenden Interview auch herunter: "Ich musste nicht einmal einen einzigen Save machen. Ich habe den Puck gestoppt und gepasst, aber ich musste keinen Save machen." Trotzdem muss man in der NHL erst einmal zu Null spielen und seinen Kasten sauber halten, auch wenn man als Torhüter von der guten Abwehrarbeit seiner Vorderleute natürlich profitieren kann.
Die Predators forderten den 1,85 Meter großen und nur 75 Kilogramm leichten Hasek etwas mehr. In dieser Begegnung musste er 21 Torschüsse abwehren, aber erneut leisteten seiner Vorfderleute exzellente Arbeit, die ihm den Job wesentlich erleichterten. "Ich fühle mich sehr gut, wie ich zur Zeit spiele. Aber es ist eine lange Saison und ein oder zwei Wochen gutes Arbeiten bedeuten für mich gar nichts", sagte Hasek nach dem Spiel. Die Lehren der vergangenen drei Jahre haben ihm gezeigt, dass es mit der Herrlichkeit schnell vorbei sein kann, wenn eine Verletzung hinzukommt. Vielleicht auch deswegen ist er wesentlich zurückhaltender in seinen Statements geworden.

NHL-Karrierestatistik

 Saison  Team     SP  SO  GAA    W   L  T   SV%

 1990-91 Chi       5   0  2.46   3   0  1  91,4
 1991-92 Chi      20   1  2.60  10   4  1  89,3
 1992-93 Buf      28   0  3.15  11  10  4  89,6
 1993-94 Buf      58   7  1.95  30  20  6  93,0
 1994-95 Buf      41   5  2.11  19  14  7  93,0
 1995-96 Buf      59   2  2.83  22  30  6  92,0
 1996-97 Buf      67   5  2.27  37  20 10  93,0
 1997-98 Buf      72  13  2.09  33  23 13  93,2
 1998-99 Buf      64   9  1.87  30  18 14  93,7
 1999-00 Buf      35   3  2.21  15  11  6  91,9
 2000-01 Buf      67  11  2.11  37  24  4  92,1
 2001-02 Det      65   5  2.17  41  15  8  91,5
 2003-04 Det      14   2  2.21   8   3  2  90,7
 2005-06 Ott      43   5  2.09  28  10  4  92,5
 2006-07 Det      12   3  1.74   8   3  1  91,1

Für seinen Gegenüber Tomas Vokoun - ein tschechischer Landsmann - dürfte es erneut ein besonderer Abend gewesen sein, auch wenn er das Duell gegen sein Idol verlor. Dabei hatte der Schlussmann der Predators wesentlich mehr zu tun. "Ich bin aufgewachsen und habe Dominik Hasek in der tschechischen Eliteliga spielen sehen", bemerkte der elf Jahre jüngere Vokoun einst in einem Interview. "Er war die Nummer 1 in unserem Nationalteam und war wirklich der erste tschechische Torhüter, der in die NHL kam und sich durchsetzte. Dominik hat den Standart für alle anderen so hoch gesetzt, dass es nahezu unglaublich ist. Er ist einer der Besten, wenn nicht der Beste, der jemals dieses Spiel gespielt hat."

Ohne Zweifel ist Dominik Hasek immer noch eine Bereicherung für die NHL. Das hat die letzte Woche wieder eindrucksvoll bewiesen. Es ist nur zu hoffen, dass seine doch sehr stark strapazierten Muskeln in dieser Saison nicht erneut ihren Dienst verweigern. Aufgrund seines Stiles mit blitzschnellen Reaktionen die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung zu bringen, ist er natürlich überaus anfällig für Verletzungen, gerade im Bereich der Leiste. Er ist halt keine 25 Jahre mehr, dieser Dominik Hasek. Seiner allgemeinen Beweglichkeit hat es aber keinen Abbruch getan und so kann nur das Fazit gezogen werden, dass es mit Hasek wie mit einem guten Wein ist: Alt, aber trotzdem hervorragend. (sth)

 

Bisherige Spieler der Woche

13.11. Dominik Hasek, Detroit Red Wings
06.11. Marc Savard, Boston Bruins
30.10. Tomas Kaberle, Toronto Maple Leafs
23.10. Maxim Afinogenov, Buffalo Sabres
16.10. Ryan Smyth, Edmonton Oilers

 

 

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