Maxim Afinogenov (berücksichtigt sind die Spiele vom 16.10. bis 22.10.)
'Konkurrenz nur im eigenen Kader'
Die letzte Woche gehörte ganz und gar den Buffalo Sabres. So sehr man auch auf Ausgeglichenheit Rücksicht nimmt, sie stellten nicht nur das beste Team als Kollektiv, sondern hatten auch gleich zwei Individualisten in den NHL-Scorerlisten der vergangenen sieben Tage ganz vorne stehen.
Zum einen war da der junge Österreicher Thomas Vanek, der sich mit beeindruckenden vier Treffern und fünf Assists in die Schlagzeilen schoss und damit zum besten NHL-Spieler aller Zeiten aus der Alpenrepublik avancierte, zum anderen Maxim Afinogenov, ein begnadeter Techniker, dem zuzuschauen das Herz eines jeden Eishockeyfans höher schlagen lässt.
Drei Tore und gleich sieben Vorlagen gingen auf das Konto des 27-jährigen Rechtsaußen.
Den erfolgreichsten Abend seiner noch relativ kurzen NHL-Laufbahn absolvierte Afinogenov zum Wochenauftakt, am 17. Oktober gegen die Philadelphia Flyers. Dem 9-1 Kantersieg steuerte der russische Außenstürmer vier Assists und ein Tor bei, ein Tor bei dem man mit der Zunge schnalzen musste.
Bei Überzahl nahm Afinogenov die Scheibe im eigenen Drittel auf, durchkreuzte unbehindert die neutrale Zone, ließ in der Angriffszone Flyers' Verteidiger Derian Hatcher wie einen Anfänger aussehen, umspielte spielend leicht den erfahrenen 'Blueliner' und ließ dann auch Schlussmann Robert Esche mit einem wunderschönen Move keine Abwehrchance. Seine alte Bestmarke von einem Tor und drei Assists hatte Afinogenov am 5. April 2006 in einer Partie gegen die Ottawa Senators aufgestellt.
Damit war der Torhunger des Russen noch keineswegs gestillt. Zwei Tage später gegen die amtierenden Stanley Cup Champions konnte er zum 2-2 Zwischenstand erneut ins Schwarze treffen und bereitete zwei weitere Treffer vor und nur 24 Stunden danach bekamen die Boston Bruins auf heimischen Eis eine Lehrstunde erteilt. Maxim Afinogenov erzielte ein Tor, sein 100. in der NHL und gab eine Vorlage. Das sich scheinbar blind verstehende Duo Afinogenov - Vanek gehört momentan zur Creme de la Creme der Liga und Afinogenov ist drauf und dran erneut, wie schon im Vorjahr, so er vom Verletzungspech verschont bleibt, als bester Scorer seiner Mannschaft die aktuelle Spielzeit abzuschließen.
Kurzbiographie: Maxim Afinogenov wurde am 4. September 1979 in Moskau geboren.
Gedrafted wurde Afinogenov beim Entry Draft in 1997 erst in der dritten Runde an 67. Stelle von den Buffalo Sabres. Noch weitere zwei Jahre blieb Afinogenov in der russischen Hauptstadt, wo er für Dynamo Moskau die Schlittschuhe schnürte, ehe er in der Spielzeit 1999/2000 über das Farmteam der Sabres, die Rochester Americans, Gelegenheit bekam in der NHL Fuß zu fassen.
Mit knapp um die 40 Punkte pro Saison wurde Afinogenov, den in ihn gesetzten Erwartungen schon gerecht. Dann kam es zur Leistungsexplosion in der vergangenen Spielzeit. Headcoach Lindy Ruff hatte das richtige Gespür bei der Zusammenstellung seiner Sturmreihen und stellte Afinogenov Partner an die Seite, mit denen er seine Technik voll ausspielen konnte.
International Erfolge konnte Maxim Afinogenov vor allem mit dem rusischem Juniorenteam erreichen. Im Endspiel der Juniorenweltmeisterschaft 1997 erzielte er in der Verlängerung das Siegtor zum Goldmedaillengewinn. Zwei Jahre später bei der Junioren-WM 1999 wurde er sogar als bester Stürmer des Turniers gekürt. (br)
(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH Diese Seite ist Teil des nhl.com Network. Betreiber dieser Site ist nicht die NHL Enterprises, L.P.