Dany Heatley (berücksichtigt sind die Spiele vom 19.02. bis 25.02.)
Schießt aus allen Lagen
Dany Heatley war von seinem ersten NHL-Spiel an in der Liga angekommen. Vor fünf Jahren gab er in der besten Eishockeyliga der Welt bei den Atlanta Thrashers sein Debut und hatte keinerlei Schwierigkeiten mit den Besten der Besten mitzuhalten.
Sein hohes spielerisches Niveau und seinen ungeheueren Torriecher, der ihm in seinem Debutjahr die Calder Trophy als bester Rookie bescherte, beweist er seitdem, mittlerweile für die Ottawa Senators, Woche für Woche, Spiel für Spiel.
In den vergangenen sieben Tagen übertrumpfte er mit vier Toren in drei Partien alle anderen Protagonisten der Liga und war damit neben Michael Ryder, dem ebenso vier Treffer aber in vier Spielen gelangen, der erfolgreichste Torschütze. Insgesamt schoss Heatley 22 Mal auf das gegnerische Gehäuse, mit Abstand so oft wie kein anderer Spieler.
Absolut nach Scorerpunkten, Heatley assistierte bei drei weiteren Treffern seiner Senators, wurde er nur noch von Bostons Marc Savard, Montreals Kapitän Saku Koivu mit je neun Scorerpunkten und Colorados Duo 'Brunette-Stastny' mit jeweils acht Zählern überboten. Alle vier benötigten hierfür jedoch vier Spiele und blieben mit ihrer Ausbeute, relativ nach Punkten pro Spiel, hinter Heatley.
Die Ottawa Senators sind mit mittlerweile 215 Treffern hinter den Buffalo Sabres und neben den Nashville Predators das torhungrigste Team der Liga. Auch das Verdienst von Dany Heatley, der an insgesamt 79 Toren seiner Mannschaft beteiligt war, in den letzten drei Partien sogar an 46 2/3 Prozent von Ottawas Erfolgserlebnissen.
Dabei warteten mit den Edmonton Oilers und Buffalo Sabres nicht gerade defensivschwache Gegner auf die Franchise aus der kanadischen Hauptstadt. Beim Besuch der Westkanadier im Scotiabank Place gelang Dany Heatley der Treffer zur 1-0 Führung. Entschieden wurde das innerkanadische Duell jedoch erst im Penaltyschießen zu Gunsten der Senators.
Wesentlich emotionaler ging es am vergangenen Donnerstag beim Aufeinandertreffen mit den Sabres in deren HSBC Arena zu. Auch diese Partie wurde erst im 'Shootout' entschieden, diesmal verließen die Senators knapp als Verlierer das Eis, konnten ihren Gastgebern aber in der regulären Spielzeit fünf Buden besorgen. Dabei gelang der Nummer '15' der Senators das 2-0 Führungstor sowie der Treffer zum 3-3 Zwischenstand. Beim 4-5 Anschlusstor von Jason Spezza war Heatley mit einem Assist beteiligt. Im Mitteldrittel lieferten sich die Rivalen eine Massenkeilerei, bei der die beiden Hauptschiedsrichter insgesamt 100 Strafminuten verhängen mussten.
Dany Heatley sah das ganze nicht so schlimm: "Es macht doch Spass gegen die Sabres zu spielen. Es sind doch faszinierende, sehr emotionale Spiele. Die Sabres haben halt Spieler in ihren Reihen, die wir nicht besonders mögen und ich bin mir sicher auch die Sabres mögen einige unserer Jungs nicht."
Chance zur Revanche hatte Heatley zwei Tage später als die Sabres zu Besuch nach Ottawa kamen. Unter Aufsicht der Liga, um Eskaltionen zu vermeiden, wurde die Begegnung angepfiffen. Die Maßnahme verfehlte nicht ihre Wirkung. Die Partie wurde zwar wieder hart geführt, blieb aber im Rahmen und auch Heatley durfte sich beim 6-5 Heimerfolg weitere dreimal in die Scorerlisten eintragen.
NHL-Karrierestatistik
Saison Team SP T A Pkt PIM
2001-02 Atl 82 26 41 67 56
2002-03 Atl 77 41 48 89 58
2003-04 Atl 31 13 12 25 18
2005-06 Ott 82 50 53 103 86
2006-07 Ott 62 36 43 79 54
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Gesamt 334 166 197 363 272
Kurzbiographie:
Dany Heatley wurde am 21. Januar 1981 im deutschen Freiburg geboren. Sein Vater Murray ging Anfang der 80er Jahre von 1980 bis 1984 für den Freiburger ERC mit Erfolg auf Torejagd. In den 225 Spielen die Heatley Sr. für den SC Riessersee und Freiburger ERC in der ersten und zweiten Deutschen Bundesliga bestritt gelangen ihm 228 Tore und 187 Vorlagen. Seinem Sohn Dany wurde der Torinstinkt also schon mit in die Wiege gelegt.
Gedraftet wurde Dany Heatley beim Entry Draft 2000 von den Atlanta Thrashers in der ersten Runde als Nummer 2 hinter Ilya Kovalchuk. Drei Jahre lang spielte er bei der noch jungen Franchise aus Georgia, dann kam der NHL-Lockout. Mit Gastauftritten in Bern sowie im russischen Kazan Ak-Bars hielt sich der junge Kanadier in Form und überbrückte die Spielzeit 2004/05.
Im Sommer 2005, am 23. August 2005, wurde das Sturmtalent im Austausch gegen Marian Hossa und Greg de Vries, von den Ottawa Senators verpflichtet, wo er sofort Fuß fasste und am Ende der Spielzeit mit 50 Toren sowie 103 Punkten in der teaminternen Wertung ganz vorne lag.
Internationale Erfolge durfte Dany Heatley mit der kanadischen Nationalmannschaft feiern. Bei den Junioren gewann er 2000 und 2001 zweimal Bronze und mit dem Seniorenteam bei den IIHF-Weltmeisterschaften von 2002 bis 2006 zweimal Gold sowie einmal Silber. Bei den Olympischen Winterspielen im letzten Jahr in Turin blieb ihm der Gewinn einer Medaille versagt. (br)
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