Marc-Andre Fleury (berücksichtigt sind die Spiele vom 29.01. bis 04.02.)
Der Vielbeschäftigte
Nach der fast einwöchigen All-Star Game Pause fiel es selten so leicht wie diesmal einen 'Spieler der Woche' auszuwählen. Ein junger Schlussmann bewies welches Talent in ihm steckt und bescherte mit herausragenden Vorstellungen den Pittsburgh Penguins sechs Punkte in drei Partien.
Dabei waren die Siege der 'Pens' keineswegs Selbstläufer. In allen drei Begegnungen, ein 3-0 gegen die Florida Panthers, ein 5-4 nach Penaltyschießen gegen die Montreal Canadiens und Samstag Nacht, ein 2-0 Sieg über die Washington Capitals, war Fleury der vielbeschäftigte Garant für die Erfolgserlebnisse.
Auf sagenhafte 102 Rettungstaten brachte es das Riesentorwarttalent der 'Pens' in den 185 eingesetzten Minuten. Soviele wie durchschnittlich pro Spiel kein anderer NHL-Goalie in der letzten Woche.
Am vergangenen Dienstag bissen sich die Florida Panthers die Zähne an Fleury aus, der alle 32 Torschüsse der Gäste aus dem sonnigen Süden abwehren konnte und fast allein im Schlussabschnitt, in dem sich die Panthers ein Torschussverhältnis von 13-4 herausarbeiten konnten, den Vorsprung über die Zeit rettete. Fleury kam zu seinem dritten Saison-Shutout gegen eine Mannschaft, die sich in den letzten Jahren zu einem Angstgegner der 'Pens' entwickelt hatte. Seit dem 5. März 2003, sieben Spiele in Folge, hatten die Penguins nicht mehr gegen die Panthers gewinnen können.
Noch mehr zu tun hatte der 22-jährige Schlussmann gegen das Traditionsteam aus seiner Heimat, die Montreal Canadiens. Gleich 44 Mal setzten ihn die Frankokandier auf die Probe. Dabei war der Druck der Gäste teilweise so groß, dass auch Fleury, trotz einer guten Leistung und einer Rettungsquote von über 90 Prozent vier Mal die schwarze Hartgummischeibe hinter sich aus dem Netz holen musste.
Ein Missgeschick, das ihm zwei Tage später, als sich die Washington Capitals in der Mellon Arena die Ehre gaben, nicht mehr passieren sollte. Alle 30 Schüsse der Gäste aus der US-Hauptstadt wurden seine Beute und am Ende konnte sich Fleury über seinen sechsten NHL-Shutout, den vierten in dieser Saison, freuen.
Eine Freude die er auch gerne mit seinen Teamkameraden teilt: "Die Jungs vor mir haben so viele Schüsse abgeblockt, Rebounds rechtzeitig geklärt und alles gegeben. Sie waren eine riesige Hilfe für mich.".
Gästecoach Chris Clark war schier entzückt von der Performance des jungen Torwarts: "Wir hatten ganz große Chancen, die wir nicht unterbringen konnten. Vor allem im letzten Drittel spielte Fleury unglaublich. Er ist einer der besten Torhüter, auf den wir in dieser Saison getroffen sind." Seine beste Rettungstat vollbrachte Fleury nach einem Pass von Alexander Ovechkin, als Eric Fehr beim Stande von 1-0 allein auf ihn zulaufen konnte und scheiterte.
NHL-Karrierestatistik
Saison Team SP S N U GAA SO
2003-04 Pit 22 4 14 2 3.64 1
2005-06 Pit 50 13 27 6 3.25 1
2006-07 Pit 42 24 12 6 2.75 4
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Total 114 41 53 14 6
Kurzbiographie:
Marc-Andre Fleury wurde am 28. November 1985 in Sorel in der kanadischen Provinz Quebec geboren. Bereits als 18-Jähriger wurde er von den Pittsburgh Penguins beim Entry Draft 2003 an insgesamt erster Stelle ausgewählt.
Bereits in der darauffolgenden Saison bekam Fleury Gelegenheit sich bei den 'Pens' auszuzeichnen. Für einen jungen Schlussmann nicht gerade eine leichte Aufgabe, bei einer Mannschaft, die seit 2001 die Playoffs nicht mehr erreicht hat und sich mitten in einem Umbau befand. Als Schießbude der Liga waren die Penguins in der Liga einfach nicht konkurrenzfähig.
Aus Sicht von Fleury kam der NHL-Lockout gerade zur rechten Zeit, bot dieser ihm doch die Gelegenheit sich in der American Hockey League bei Wilkes-Barrie/Scranton sich sportlich weiter zu entwickeln.
Auch die Spielzeit 2005/06 begann der Frankokanadier bei Pittsburghs Farmteam, wo er mit einer Rettungsquote von 93,9 Prozent und einem Gegentrefferschnitt von 1,57 auf sich aufmerksam machte. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass er in der selben Saison noch 50 Spiele für die Penguins bestreiten durfte.
Internationale Erfolge konnte Fleury mit dem kanadischen Juniorenteam im Jahre 2003 bei der Juniorenweltmeisterschaft feiern. Vier Siege und eine Niederlage mit einem Gegentrefferschnitt von 1,81 reichten zum Gewinn der Silbermedaille. (br)
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