Die New York Islanders haben das erste ihrer zwei Endspiele um den letzten zu vergebenden Playoffplatz in der Eastern Conference gewonnen und müssen nun hoffen, dass heute Nacht die Montreal Canadiens den Toronto Maple Leafs unterliegen.
Vor allem das Überzahlspiel der Mannen aus Long Island konnte beim Tabellenletzten überzeugen. Drei ihrer vier Tore erzielten die Gäste als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen.
Für die Flyers, bei denen die ganze Saison hindurch so gut wie nicht zusammen lief, war es die fünfte Niederlage hintereinander.
Zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte schlossen die Flyers eine Saison als punktschlechtestes Team der Liga ab.
Doch damit nicht genug. Philadelphia wird diese Spielzeit mit der niedrigsten Punktausbeute ihrer Franchisehistorie abschließen. Ihr alter Negativrekord von 58 Zählern stammt aus der Saison 1969-70.
Zumindest Simon Gagne konnte bei ihnen heute persönliche Erfolgserlebnisse feiern. Er schoss zum 1-3 Zwischenstand sein 40. Saisontor, das 200. in seiner NHL-Karriere.
Die Torschützen: 1-0 Miroslav Satan(4.pp), 2-0 Alexei Yashin(22.pp), 3-0 Richard Park(30.), 3-1 Simon Gagne(36.pp), 3-2 Mike Richards(59.sh), 4-2 Tom Poti(60.pp,en)
Buffalo - Washington 2-0 (2-0/0-0/0-0)
Zehn Minuten genügten den Buffalo Sabres bei ihrem Gastauftritt in der US-Hauptstadt um den Grundstein für den Gewinn der Presidents Trophy als punktbestes Team der Liga zu legen.
Tim Connolly brachte mit seinem ersten Saisontor im letzten Saisonspiel der Sabres vor den wartenden Playoffaufgaben die Gäste vorentscheidend 2-0 in Front.
Den Rest erledigten die Defensivkräfte der Sabres, allen voran Schlussmann Ryan Miller, der keinen Gegentreffer mehr zuließ.
Insgesamt 28 Mal wurde Miller von den Capitals geprüft, ehe er seinen Shutout unter Dach und Fach hatte.
Mit 53 Saisonsiegen haben die Buffalo Sabres eine neue Franchisebestmarke aufgestellt.
Washingtons Stürmerstar Alexander Ovechkin blieb trotz acht Torschüssen torlos. Er beendet die Saison 2006-07 mit 46 Toren und 46 Assists.
Die Torschützen: 1-0 Derek Roy(2.), 2-0 Tim Connolly(10.)
Chicago - Detroit 2-7 (0-3/1-4/1-0)
Die Detroit Red Wings nahmen eindrucksvoll Revanche für ihre letzte Niederlage gegen die Chicago Blackhawks. Mit 7-2 Toren schossen sie die Erzrivalen regelrecht aus der Joe Louis Arena.
Denoch bleibt den Red Wings der Wermutstropfen, dass sie aufgrund der geringeren Anzahl von Siegen gegenüber den Buffalo Sabres knapp an dem Gewinn der Presidents Trophy vorbeigeschrammt sind.
Eine persönliche Bestmarke stellte Mikael Samuelsson mit zwei Toren und insgesamt fünf Scorerpunkten auf.
Tomas Holmstrom, der Schütze zum 4-0, erreichte zum ersten Mal in seiner NHL-Karriere 30 Saisontore.
Die Chicago Blackhawks können sich nach ihrer morgigen Partie in die Sommerpause verabschieden. In den letzten neun Jahren verfehlten sie acht Mal die Playoffs.
Die Torschützen: 0-1 Danny Markov(5.), 0-2 Mikael Samuelsson(6.), 0-3 Kyle Calder(12.pp), 0-4 Tomas Holmstrom(24.), 0-5 Kyle Calder(26.), 0-6 Mikael Samuelsson(33.pp), 1-6 Radim Vrbata(39.), 1-7 Kyle Quincey(39.), 2-7 Jeff Hamilton(48.)
Phoenix - Los Angeles 2-3 (1-0/1-2/0-1)
Nach sechs Niederlagen in Folge konnten die Kalifornier erstmals wieder einen Erfolg verbuchen.
Obwohl es bei dieser Begegnung eigentlich um nichts mehr ging, agierten die Teams äußerst intensiv. Die Schiedsrichter mussten nicht nur zahlreiche gewöhnliche Fouls ahnden, sondern auch drei Faustkämpfe 'leiten'.
40 Sekunden vor dem Ende eskalierte es dann unten auf dem Eis. Zehn Akteure, inklusive der beiden Torhüter, lieferten sich sehr unsportliche Szenen.
Die Kings verbesserten durch diesen Sieg ihr Punktekonto auf 68 und liegen für die Coyotes jetzt uneinholbar auf den vorletzten Platz der Western Conference.
Die Mannen aus Arizona bestreiten heute Abend ihre letzte Begegnung dieser Saison. Der Ausgang spielt für sie dabei keine Rolle, können sie doch den letzten Platz im Westen nicht mehr verlassen.
Die Torschützen: 1-0 Mike Zigomanis(18.), 2-0 Nick Boynton(28.pp), 2-1 Scott Thornton(32.sh), 2-2 Michael Cammalleri(35.), 2-3 Anze Kopitar(60.pp)
Vancouver - San Jose 4-3 OT (2-0/0-2/1-1/1-0)
Nur 33 Sekunden vor dem eigentlichen Ende schoss Jonathan Cheechoo sein Team in die Overtime. Sein Kollege Joe Thornton leistete sich dort allerdings gleich zu Beginn eine folgenschwere Strafe wegen 'Beinstellens'. Diese Überzahl nutzte Mattias Ohlund kurz darauf zum Sieg.
Die Gäste beendeten damit eine seit fünf Spielen andauernde Siegesserie der Kalifornier.
Während die Canucks mit diesem Sieg den Divisionstitel im Nordwesten sicher behalten und in der ersten Runde gegen die Dallas Stars antreten müssen, beenden die Sharks diese Spielzeit definitiv auf Rang fünf und bekommen es mit den Nashville Predators zu tun.
Dass diese Partie sehr knapp verlief, beweist nicht nur das Ergebnis, sondern auch folgende Zahlen: Die Torschussstatistik endete 30-30 und die Teams nutzten von deren sechs Powerplays zwei Mal den nummerischen Vorteil.
San Joses Bill Guerin, der immer noch Probleme mit seiner Leiste hat, wurde erneut geschont.
Die Torschützen: 1-0 Matt Cooke(2.), 2-0 Taylor Pyatt(5.), 2-1 Milan Michalek(21.pp), 2-2 Joe Thornton(36.pp), 3-2 Kevin Bieksa(48.pp), 3-3 Jonathan Cheechoo(60.), 4-3 Mattias Ohlund(61.pp)
Ottawa - Boston 6-3 (2-2/2-0/2-1)
Durch einen deutlichen 6-3 Auswärtserfolg gegen die Boston Bruins haben sich die Ottawea Senators das Heimrecht in ihrer nun anstehenden
Playoffauseinandersetzung gegen die Pittsburgh Penguins gesichert .
Boston dagegen beendete die ohnehin enttäuschende Saison nun auch noch mit einem negativen Heimrekord. 18 Heimsiegen stehen in dieser Saison 19
Niederlagen nach regulärer Spielzeit gegenüber.
Der Deutsche Nationalstürmer Marco Sturm feierte mit seinem 27. Saisontor für Boston zumindest einen für ihn persönlich halbwegs versöhnlichen Saisonanbschluss. Ob er bei der WM für Deutschland spielt hat er noch nicht entschieden.
Ottawas Stürmer Dany Heatley erreichte zum zweiten Mal in Folge die 50 Tore-Marke mit den Senators.
Die Torschützen: 0-1 Marco Sturm(2.), 1-1 Mike Comrie(4.), 1-2 Petr Kalus(6.), 2-2 Jason Spezza(7.), 3-2 Dany Heatley(26.), 4-2
Jason Spezza(29.), 4-3 Petr Tenkrat(44.pp), 5-3 Daniel Alfredsson(47.pp), 6-3 Patrick Eaves(50.).
Symbolische Szene: Christobal Huet von den Habs am Boden.
Montreal - Toronto 5-6 (1-2/4-2/0-2)
Mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von knapp sechs Minuten hätte Michael Ryder fast für die Playoffteilnahme der Canadiens gesorgt, doch die Leafs kamen wieder zurück.
Die Zuschauer im Stadion und am Fernseher sahen ein packendes Spiel, in dem beide Teams ihre Chancen suchten. Die Leafs drehten letztendlich das Spiel mit zwei Powerplaytoren im letzten Drittel, nachdem sie nach einer 3-1 Führung schon mit 5-3 zurücklagen.
Montreal ist damit ausgeschieden, während Toronto nun hoffen muss, dass die Islanders am Sonntag nicht in New Jersey gewinnen. Ansonsten müssen sich die Kanadier mit dem undankbaren 9. Platz zufrieden geben.
Sollte die Qualifikation glücken, wäre in der ersten Runde der Playoffs ein Derby gegen Buffalo die Folge.
Die Torschützen: 0-1 Bates Battaglia(8.), 1-1 Chris Higgins(13.), 1-2 Nik Antropov(17.), 1-3 Alex Steen(22.), 2-3 Michael Ryder(22.), 3-3 Michael Ryder(25.pp), 4-3 Michael Ryder(28.), 5-3 Chris Higgins(35.pp), 5-4 Carlo Colaiacovo(38.), 5-5 Bryan McCabe(41.pp), 5-6 Kyle Wellwood(44.pp)
Florida - Carolina 4-5 OT (2-0/2-1/0-3/0-1)
Der Titelverteidiger aus North Carolina, der diesmal die Endrunde in der NHL verpasst hat, sorgte vor heimischem Publikum mit einem hart erkämpften 5-4 Overtimeerfolg über die Florida Panthers zumindest noch für einen halbwegs versönlichen Saisonabschluss.
Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht gut um die Hurricanes aus. Vor Beginn des Schlussabschnitts lagen die Gastgeber noch mit 1-4 zurück.
Carolina gab 53 Torschüsse auf Craig Anderson im Tor der Gäste ab. Ein neuer Franchiserekord seit dem Umzug des Teams aus Hartford 1996.
Florida wartet somit weiter vergeblich auf den ersten Sieg im RBC Center seit 2002.
Die Torschützen: 1-0 Ville Peltonen(6.pp), 2-0 Olli Jokinen(9.), 2-1 David Tanabe(26.), 3-1 Jay Bouwmeester(28.), 4-1 Martin Gelinas(33.), 4-2 David Tanabe(46.pp), 4-3 Eric Cole(53.), 4-4 Eric Staal (57.pp), 4-5 Rod Brind'Amour(65.).
Tampa Bay - Atlanta 2-3 SO (1-0/1-1/0-1/0-0/0-1)
Die Lightning gewannen fünf Mal in dieser Saison gegen die Thrashers, wobei sie zwei Erfolge erst in Overtime und einen im Shootout für sich entschieden. Die Südstaatler behielten drei Mal die Oberhand.
Bei dieser Partie kamen alle Zuschauer auf ihre Kosten. Beide Seiten agierten sehr offensiv, was zu zahlreichen Torszenen und schnellen Kombinationen führte.
Während die Mannen aus Atlanta als Divisonserste in der ersten Runde auf die an Rang sechs platzierten New York Rangers treffen, bekommen es die Lightning mit den New Jersey Devils zu tun.
Atlantas Marian Hossa assistierte bei beiden Treffern seiner Farben, wodurch er zum ersten Mal in seiner Karriere das 100-Punkte-Plateau erreicht.
Die Fans der Thrashers nehmen normalerweise ihre Plätze erst kurz vor Spielbeginn ein. Bei diesem Spiel waren die Ränge schon 30 Minuten vor dem ersten Bully gut besetzt. Sie sind heiß auf die Playoffs.
Die Torschützen: 1-0 Vaclav Prospal(2.), 2-0 Filip Kuba(33.), 2-1 Ilya Kovalchuk(38.pp), 2-2 Slava Kozlov(41.)
Anaheim - Columbus 4-3 (2-1/2-0/0-2)
Zum ersten Mal in der Franchisegeschichte erreichten die Ducks den ersten Platz ihrer Division. Sie bekommen es in den Playoffs zunächst mit den an Rang drei liegenden Minnesota Wild zu tun.
Als erfolgreichster Spieler der Ducks erhöhte Teemu Selanne sein Konto noch um zwei Powerplaytore auf jetzt 94 Punkte.
Die 18. Minute des ersten Durchgangs war wegen zahlreicher Unsportlichkeiten mehrfach unterbrochen. Neben Columbus Manny Malhotra, Rick Nash und Ron Hainsey waren auch Scott und Rob Niedermayer beteiligt.
Obwohl die Hausherren verloren, schnitten sie mit einen Vorteil von 45-25 bei der Torschussstatistik klar besser ab als ihre Gegner.
Die Blue Jackets beenden diese Spielzeit immerhin auf Rang elf. Sie ließen nicht nur die Vorjahresfinalisten aus Edmonton hinter sich, sondern auch die Chicago Blackhawks, die Los Angeles Kings und die Phoenix Coyotes.
Die Torschützen: 0-1 Rick Nash(4.), 1-1 Teemu Selanne(14.pp), 2-1 Dustin Penner(17.), 3-1 Teemu Selanne(28.pp), 4-1 Ryan Getzlaf(40.), 4-2 Gilbert Brule(49.), 4-3 Jason Chimera(53.)
N.Y. Rangers - Pittsburgh 1-2 (0-0/0-2/1-0)
Auch der 2-1 Sieg der Pittsburgh Penguins über die New York Rangers heute Nacht nutzte ihnen nichts mehr. Das Heimrecht in der nun folgenden
Playoff-Auseinandersetzung mit den Ottawa Senators war durch deren Sieg gegen Boston bereits verloren.
Auch die Rangers blickten während des Spiels oft auf den Viodeowürfel, treffen sie doch nun auf die Tampa Bay Lightning, und vermieden trotz der
Niederlage so ein Rematch mit dem Lokalkonkurrenten aus New Jersey, gegen den man im Vorjahr völlig chancenlos wärend der Endrunde war.
Für die Penguins endete damit eine tolle Vorrunde, in der man eine der deutlichsten Punktverbesserungen in einer Saison durch ein NHL-Team
ablieferte.
Jaromir Jagr von den Rangers nahm die Niederlage anschließend auch entsprechend gelassen. "Natürlich willst du jedes Spiel gewinnen, aber für
uns geht es nächste Woche wieder richtig los."
Die Torschützen: 0-1 Gary Roberts(21.pp), 0-2 Mark Recchi(36.pp), 1-2 Petr Prucha(42.).
St. Louis - Minnesota 1-5 (0-2/1-1/0-2)
Direkt nach dem deutlichen 5-1 Erfolg gegen die St. Louis Blues richteten sich die Blicke der Wild auf ihren ersten Playoffgegner in diesem
Jahr, die Ducks aus Anaheim.
Für Minnesota wird es der zweite Auftritt in der KO-Runde, und der erste seit 2003 werden.
Für St. Louis endete damit eine insgesamt enttäuschende Saison, die jedoch auf bessere Zeiten hoffen lässt. Unter dem neuen Coach Andy Murray
erarbeitete man sich imnmerhin eine Bilanz von 27 Siegen bei nur 18 Niederlagen nach regulärer Spielzeit.
Nach 169 Minuten ohne Gegentor musste Wild-Goalie Nicklas Backstrom mal wieder hinter sich greifen.
Die Torschützen: 0-1 Pierre-Marc Bouchard(9.), 0-2 Brank Radivojevic(17.), 1-2 Peter Sejna(23.), 1-3 Wes Walz(27.), 1-4 Wyatt
Smith(43.), 1-5 Wyatt Smith(59.pp).
Symbolische Szene: Tyler Arnason von den Avs am Boden.
Nashville - Colorado 4-2 (1-1/0-1/3-0)
So lange haben sie um die eine letzte Chance, am Sonntag gegen Calgary es selbst in der Hand zu haben, gekämpft. Doch die überraschende Heimniederlage der Flames gegen Edmonton geriet zur Nebensache, weil die Avs ihren 2-1 Vorsprung nach zwei Dritteln nicht über die Zeit brachten. Die Playoffs finden erstmalig seit 1994 ohne Colorado statt.
Die Rückkehr von Peter Forsberg, der erstmalig als Gast in Denver spielte, wurde so zur Trauerfeier, obwohl er extra mit einer Sequenz am Videowürfel geehrt wurde.
Nashville sicherte sich durch den Sieg das Heimrecht in der ersten Runde und trifft auf San Jose.
Colorado verabschiedet sich mit einer Serie von 14 Spielen aus den letzten 18 Spielen, doch die Versäumnisse zuvor leichtfertig viele Punkte verspielt zu haben, ließen sich nicht mehr kompensieren.
Die Torschützen: 0-1 Milan Hejduk(6.), 1-1 Jean-Pierre Dumont(13.), 1-2 Andrew Brunette(25.), 2-2 David Legwand(49.), 3-2 Paul Kariya(51.), 4-2 Jean-Pierre Dumont(60.en)
Edmonton - Calgary 3-2 (0-0/2-2/1-0)
Calgary ist trotz einer Heimniederlage gegen Edmonton in den Playoffs. Zum Zeitpunkt, als in der 52. Spielminute das 3-2 der Oilers fiel, war die Nachricht von der 4-2 Niederlage der Avs schon im Saddledome verbreitet.
Die Flames können damit relaxt zum direkten Duell am Sonntag nach Denver reisen. In der ersten Playoffrunde treffen die Kanadier allerdings auf den Primus des Westens, Detroit. Beides sehr heimstarke Mannschaften.
Bis zur Mitte des Spieles lief alles nach Plan und Calgary führte 2-0, doch die Oilers ließen ihr Kämpferherz nicht zu Hause und drehten die Partie.
Trotz des Sieges war es für Edmonton die schlechteste Saison seit 1995-96. So stehen 18 Niederlagen aus den letzten 20 Begegnungen zu Buche.
Die Torschützen: 0-1 Marcus Nilson(21.), 0-2 Tony Amonte(29.), 1-2 Ales Hemsky(35.pp), 2-2 Ladislav Smid(40.), 3-2 Patrick Thoresen(52.)