Jussi Markkanen am Boden und Michael Peca(beide EDM) dreht enttäuscht ab. Cory Stillman(CAR) hat soeben zum 2-1 getroffen.
Carolina - Edmonton 2-1 (1-1/1-0/0-0) (Serie 3-1)
Nach der knappen 1-2 Niederlage im dritten Playoffmatch sah Carolinas Headcoach Peter Laviolette noch keinen Grund sein Spielkonzept umzustellen. "Spiele, die so verlaufen sind wie am Samstag, haben wir auch schon gewonnen. Die Partie war doch äußerst knapp. Das Chancenverhältnis annähernd ausgeglichen. Warum sollten wir jetzt unsere Taktik umstellen? Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, vor allem mit unserem Überzahlspiel war ich keineswegs zufrieden. Sie können sicher sein, dass wir daran arbeiten unsere begangenen Fehler auszumerzen." Dementsprechend sah Laviolette auch gar keinen Grund, den bereits am Trainingsbetrieb teilnehmenden Erik Cole frühzeitig einzusetzen. "Die Ärzte haben uns vor drei Wochen schon gesagt, dass Erik in diesen Playoffs nicht mehr voll genesen wird. Ich sehe uns auch gar nicht unter Druck. Vor der letzten Niederlage haben wir fünf Mal gewonnen und nur einmal verloren. Dies wird zu oft leicht übersehen, da wir im Conference-Finale über sieben Partien gehen mussten." Auch Carolinas Teamkapitän Rod Brind'Amour strotzte voll Selbstvertrauen vor dem vierten Finalmatch: "Wir haben doch eindrucksvoll bewiesen, dass wir uns nicht von der Kulisse hier im Rexall Place beeindrucken lassen. So wird es auch heute Abend sein. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die Oilers vor heimischen Publikum agressiver agiert hätten, als in unserer Arena." Und sie behielten recht. Durch einen 2-1 Auswärtserfolg im Rexall Place zu Edmonton stehen die Carolina Hurricanes einen Sieg vor ihrem ersten Stanley Cup Triumph. Wie schon im Aufeinandertreffen 48 Stunden zuvor an gleicher Stelle, lieferten sich beide Finalisten einen harten Kampf ohne die ganz große spielerische Klasse.
Die Gastgeber erwischten dabei einen Start nach Maß. Sergei Samsonov(9.) konnte bereits in der 9. Minute einen schnellen Konter aus dem eigenen Spieldrittel erfolgreich für seine Farben abschließen. Doch der Jubel im weiten Rund sollte nicht allzu lange andauern. Die Hurricanes konnten postwendend den Spielstand egalisieren. Cory Stillman(10.pp) nutzte eine nummerische Überlegenheit seines Teams bereits nach wenigen Sekunden zum Ausgleich. Sein harter und platzierter Schuss von Höhe des Bullypunktes musste Jussi Markanen, der insgesamt erneut sicher und zuverlässig agierte, passieren lassen. Die kurzzeitige Führung der Kanadier dauerte somit am Ende ganze 29 Sekunden lang. Mit diesem Unentschieden ging es auch in die erste Drittelpause.
Der Mittelabschnitt der Begegnung gehörte überwiegend bereits den Gästen aus Carolina. Es gelang ihnen, erfolgreich Torschüsse der Oilers zu verhindern und gelegentlich gefährliche Gegenstöße zu setzen. Einen davon verwandelte Mark Recchi(36.), nach schönem Zuspiel von Jungsar Eric Staal, zur erstmaligen Gästeführung. Die zuvor noch vor Begeisterung brodelnde Arena verfiel kurzfristig in eisiges Schweigen. Als hätten die Fans der Oilers in diesen Momenten des Schweigens bereits erahnt, wie spielentscheidend dieser Rückstand für das Heimteam sein würde, erholten sich die Oilers von diesem Rückstand nicht mehr wieder. Zu sehr spielte die Führung der Taktik der Hurricanes in die Karten. Im gesamten Rest des Spiels konnte der Kasten von Cam Ward nicht mehr ernsthaft in Gefahr gebracht werden. Die Hurricanes vermochten es mit Ruhe und taktischem Geschick, den Schwung aus den Angriffsbemühungen zu nehmen. Bis zum Ende der Spielzeit konnten die Canes das Torschussverhältnis mit 20-21 ausgeglichen auf niedrigem Niveau halten.
Starke Defensivarbeit war so am Ende einmal mehr das Geheinmis des Erfolges. Die Amerikaner haben mit diesem Auswärtssieg ihren Vorteil in der Serie weiter ausbauen können und stehen nun einen weiteren Sieg entfernt vom größten Erfolg in der Franchisegeschichte. Bereits am Mittwoch können sie nun auf eigenem Eis die Serie beenden, während das Team aus Edmonton bereits drei Siege in Folge benötigen würde, um seinen großen Traum doch noch zu verwirklichen.