Michael Peca(EDM) scheitert, bedrängt von Mike Commodore, an Cam Ward(beide CAR).
Carolina - Edmonton 1-2 (0-1/0-0/1-1) (Serie 2-1)
Carolinas Headcoach Peter Laviolette gab an seine Jungs die Devise aus, sich nicht von der Kulisse im Rexall Place beeindrucken zu lassen: "Wir müssen einfach unser Spiel spielen und dürfen uns keinesfalls nur hinten reinstellen. Wir müssen agieren statt reagieren." Ein Vorhaben, das den Carolina Hurricanes angesichts des brodelnden Hexenkessels im Norden Albertas nicht leicht fallen sollte. Schon beim Warmlaufen, eine halbe Stunde vor Spielbeginn, wurden die Gäste aus Raleigh in der erst halb vollen Arena, mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßt.
'Get Electric' lautet das Motto der Hausherren und im wahrsten Sinne des Wortes elektrisierend war tatsächlich die Stimmung beim Einlauf der Protagonisten. Diese Atmosphäre hielt auch zunächst an, nachdem die Hausherren sehr schwungvoll in die Partie starteten und bereits in der 3. Minute in Führung gingen. Shawn Horcoff(3.) konnte einen strammen Schuss von Jaroslav Spacek von der Blauen Linie erfolgreich abfälschen. Danach entwickelte sich ein munteres Spiel mit offenem Schlagabtausch, ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Die Oilers versäumten vor allem in Überzahl, selbst bei einem 5 gegen 3 Powerplay über 87 Sekunden, den Spielstand weiter auszubauen. Enttäuschend war dazu, dass sie dabei kaum Torschüsse produzieren konnten. Dies drückte die Stimmung und die Begegnung selbst verflachte zunehmend.
Aus der mitreißenden Partie wurde immer mehr ein Kampfspiel, indem beide Kontrahenten gelegentlich gefährlich vor den Toren auftauchten, sich aber weitgehend im Offensivdrang neutralisierten. Die beste Chance hatte im zweiten Abschnitt noch der Oiler Michael Peca, der in der 27. Minute alleine vor Cam Ward scheiterte. Gut fünf Minuten vor Ende des Mittelabschnittes hätten die Canes dann fast den Ausgleich erzielt, als beim Nachschuss zwei Akteure frei vor Jussi Markkanen nachsetzten, jedoch den guten Oilers Schlussmann nicht bezwingen konnten. Die Gastgeber jubelten anschließend zwar ein weiteres Mal, doch der Schiedsrichter hatte zuvor die Partie bereits unterbrochen, als der Puck bei Ward eigentlich noch spielbar zwischen den Beinen lag und konnte daher den Treffer nicht anerkennen.
Das Spiel blieb dadurch offen und spannend, ein Leckerbissen wurde es indes aber nicht mehr. Wie es häufig so kommt, schafften die Gäste dann doch den Ausgleich. Oilers Stürmer Fernando Pisani verlor einen Zweikampf an der Bande im eigenen Drittel. Der Puck kam zu Cory Stillman, der wiederum seinen Kapitän Rod Brind'Amour(50.) vor dem Tor bedienen konnte. Während der erste Versuch noch am vor ihm stehenden Oilers Verteidiger hängen blieb, fand der zweite Schuss sein Ziel im kurzen Eck zum 1-1 Ausgleich. Der Schock saß tief im Rexall Place, doch der Kämpfer Ryan Smyth(58.) sorgte wieder für, wie zu Beginn, ausgelassene Stimmung, als er zwei Minuten und 15 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer markieren konnte. Einen Schlenzer von Ales Hemsky drückte der Kanadier mit viel Willen und Glück vorbei an Ward über die Linie.
Die Oilers konnten damit in der Serie auf 1-2 verkürzen, stehen jedoch auch im Heimspiel am Montag unter Druck ein weiteres Erfolgserlebnis folgen zu lassen.