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2006-06-06 

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SPIELTAG 06.06.2006

Fernando Pisani(EDM) überwindet Cam Ward(CAR).

Edmonton - Carolina 4-5 (1-0/2-1/1-4)
(Serie 0-1)
Die Stadt Raleigh und ihre Einwohner waren bereit die Carolina Hurricanes, beim Versuch zum ersten Mal in deren Franchisegeschichte den Stanley Cup nach North Carolina zu entführen, zu unterstützen. Schon am Morgen gab es rund um das RBC Center 'Stanley Cup Breakfast' und auch das bei den us-amerikanischen Sportfans so beliebte 'Event-BBQ' auf dem Arenaparkplatz durfte nicht fehlen.

So gestärkt konnten die über 18.500 Besucher lautstark, im dreistelligen Dezibelbereich, ihr Team anfeuern. Gespannt durfte man darauf sein, ob die für die Gäste aus Edmonton doch relativ lange Spielpause von acht Tagen Auswirkungen auf ihr Spiel zeigen würde. Oilers Headcoach Craig McTavish zeigte sich kurz vor Spielbeginn noch zuversichtlich, dass seine Mannschaft von der ersten Minute an voll konzentriert auf dem Eis stehen wird. McTavish sollte recht behalten: Die Startphase der ersten Finalbegegnung sollte tatsächlich den Westkanadiern gehören und nach gut zwei Minuten musste auch gleich mit Mike Commodore der erste Hurricane auf der Strafbank Platz nehmen. Die Oilers konnten jedoch ihre erste nummerische Überlegenheit nicht nutzen. Die Dominanz der Westkanadier hielt aber auch in den folgenden fünf Minuten an und so war auch die 1-0 Führung von Fernando Pisani(9.), der bei einem Abpraller von Hurricanes' Schlussmann Cam Ward am Schnellsten reagierte, hochverdient.
Unverständlich war es dagegen, dass sich die Gäste in der Folgezeit noch zwei unnötige Strafen einhandelten und somit den Hurricanes Gelegenheiten gaben zumindest optisch ins Spiel zu finden. Solche Geschenke nahmen die Hausherren aber nicht an, sondern brachten sich durch eigene Strafen im Minutentakt selbst in die Bretouille. Es sollte aber beim aus Sicht der Hausherren schmeichelhaftem 0-1 Rückstand bis zur ersten Pause bleiben.

Die ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts konnten die Hurricanes etwas ausgeglichener gestalten, wobei ihre Gäste erneut die hochkaraätigeren Einschussmöglichkeiten verbuchen konnten. Richtig turbulent wurde es vor dem Tor von Ward in der 30. Spielminute. Mit fünf Mann im eigenen Torraum verteidigend, hatte Niclas Wallin nur noch die Möglichkeit mit dem Handschuh den Puck abzudecken und aus der Gefahrenzone zu schieben. Den daraus resultierenden Strafschuss verwandelte Chris Pronger(31.ps) eiskalt zum 2-0. Es war der erste Penalty Shot in der langen NHL-Karriere des Topverteidigers. Für die Gastgeber kam es kurz darauf noch schlimmer. Beim Schuss von Ethan Moreau(37.) von der blauen Linie kam auch noch Pech hinzu. Aaron Ward fälschte diesen unhaltbar für Ward ins eigene Netz ab. Hoffnung schöpften die Hurricanes wieder als ihr Teamkapitän Rod Brind'Amour(38.) mit einem Rebound keine Mühe hatte ihn einzunetzen. In den furiosen 60 Sekunden vor Drittelende hatten beide Teams noch je zwei 100%ige Einschussmöglichkeiten zu verbuchen.

Einen Traumstart in den Schlussabschnitt erwischten die Hausherren indem Ray Whitney(42.) mit einem Schlagschuss in das kurze Toreck G&aml;stegoalie Dwayne Roloson alt aussehen ließ. So richtig laut wurde es im weiten Rund nachdem erneut Ray Whitney(46.pp) eine gegen Ethan Moreau verhängte Strafe ausnutzte um den Spielstand zu egalisieren. Die Kanadier zeigten sich hiervon aber kaum geschockt und nahmen den offenen Schlagabtausch an. In Überzahl erarbeiteten sie sich einige gute Chancen um erneut in Führung zu gehen, doch dann war ihr Mann an der blauen Linie unachtsam und verlor die Scheibe an Justin Williams(51.sh), der nach seinem Alleingang erstmals die 'Canes' in Front brachte.
Die Parade des Spiels machte Cam Ward acht Minuten vor Partieende, als er bei einem Schuss von Shawn Horcoff aus kurzer Distanz mit einem Hechtsprung den Puck noch abwehren konnte. Beim Powerplaytreffer von Ales Hemsky(54.pp) kurz darauf war Ward dann wiederum machtlos. Zu seinem ersten Playoffeinsatz 2006 kam Ty Conklin in der 55. Spielminute, nachdem Roloson verletzungsbedingt das Eis verlassen musste.
Der Ersatzgoalie der Oilers sollte auch die tragische Rolle des Spiels übernehmen. 23 Sekunden vor Drittelende, als sich wohl schon viele auf eine Verlängerung eingestellt hatten, spielte er hinter dem Tor stehend die Scheibe völlig blind zu dem hinter ihm wartenden Ryan Smyth, dass sie dieser nicht kontrollieren konnte und Rod Brind'Amour(60.) bedankte sich mit dem 5-4 Siegtor in der überaus kurzweiligen und 60 Minuten bannenden Partie.

 

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