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2006-05-28 

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SPIELTAG 28.05.2006

Ethan Moreau(EDM) kurz vor dem Ausgleich gegen J-S Giguere(ANA).

Edmonton - Anaheim 2-1 (0-1/2-0/0-0)
(Serie 4-1)
Die Edmonton Oilers machten heute Nacht die Sensation perfekt. Dank eines 2-1 Auswärtserfolges im Pond of Anaheim gewannen die Westkanadier die Clarence Campbell Trophy als Western Conference Champion und ziehen als achtplatziertes Team nach der regulären Saison in das Stanley Cup Finale ein. Ein Kunststück, das seit Einführung des jetzigen Playoffmodi in der Spielzeit 1992/93 noch keinem Team gelungen war.
Für die Edmonton Oilers ist es die erste Finalteilnahme seit 1990, als sie zum letzten Mal die begehrteste Eishockeytrophäe der Welt gewinnen konnten. Heute Nacht sah es zunächst danach aus als könnten die kalifornischen Gastgeber ein sechstes Spiel erzwingen. Die Mighty Ducks machten recht viel Druck und konnten auch gleich ihre zweite Überzalsituation durch Francois Beauchemin(8.pp) zur 1-0 Führung nutzen. Zu diesem Zeitpunkt schien die Welt der Ducks noch in Ordnung. Doch gerade die mangelnde Powerplayverwertung sollte ihnen in der Folgezeit bis zum Ertönen der Schlusssirene noch zum Verhängnis werden.
Im Mittelabschnitt genügten den Oilers fünf Minuten um durch Tore von Ethan Moreau(24.) und Raffi Torres(29.) das Spiel zu ihren Gunsten zu wenden. Erst einmal in Führung gegangen konnten sie sich ganz auf ihre Defensivarbeit konzentrieren und verteidigten mit viel Körpereinsatz ihren knappen Vorsprung. Ob bei fünf gegen fünf, mit einem oder sogar zwei Mann weniger auf dem Eis, die Westkanadier kämpften um jeden Puck und blockten zahlreiche Schüsse ihrer Gastgeber. Sollte einmal die Scheibe bis zu ihrem Gehäuse vordringen, dann war Dwayne Roloson, der insgesamt 32 Schüsse parieren konnte, auf dem Posten.
Richtig brenzlig wurde es für die Kanadier in den letzten vier Spielminuten als zunächst wegen eines Wechselfehlers Radek Dvorak auf der Strafbank Platz nehmen musste, die Mighty Ducks Jean-Sebastien Giguere aus dem Tor nahmen und kurz darauf auch noch Chris Pronger, der den Puck über das Plexiglas befördert hatte, wegen Spielverzögerung geahndet wurde. Mit sechs gegen drei Feldspielern schafften es die Hausherren jedoch nicht auch nur einmal auf das Tor der Oilers zu schießen und scheiterten letztendlich an ihrer mangelnden Powerplayverwertung.

 

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