Corey Perry(ANA) beim Versuch Dwayne Roloson(EDM) mit einem Bauerntrick zu bezwingen.
Anaheim - Edmonton 6-3 (3-0/2-3/1-0) (Serie 1-3)
Die Mighty Ducks of Anaheim konnten heute Nacht den ersten Matchball der Edmonton Oilers abwehren und verhinderten damit die Höchststrafe, sich ohne Sieg aus dem Western Conference Finale zu verabschieden. Mit 6-3 Toren verließen die Kalifornier den Rexall Place von Edmonton als Sieger.
Den Grundstein für den am Ende deutlichen Auswärtstriumph legten die Ducks vor allem im ersten Spielabschnitt. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und erarbeiteten sich in diesem Durchgang im Sekundentakt gute Einschussmöglichkeiten, auch weil sich die Oilers viel zu häufig richtig dumme Strafzeiten einhandelten und vor allem zum Ende des Spielabschnitts minutenlang nur mit drei Mann auf dem Eis standen. Sie verschlissen dabei Kräfte, die sie zum Spielende hin noch dringend benötigt hätten.
Den Torreigen in der kurzweiligen Playoffpartie eröffnete Dustin Penner(8./16.) und als dann auch noch vor der ersten Pause Ryan Getzlaf(20.pp) eine 5 gegen 3 Überzahlsituation genutzt hatte, schien die Partie zu Gunsten der Kalifornier gelaufen.
Angefeuert von ihren über 17.000 frenetischen Fans meldeten sich die Oilers aber noch einmal zurück ins Spiel. Während sie im ersten Durchgang nur dreimal Gästeschlussmann Jean-Sebastien Giguere, der den Vorzug gegenüber Ilya Bryzgalov bekam, prüfen konnten, brachten sie ihn nun richtig ins Schwitzen. Die Hausherren stürmten mit dem Mute der Verzweiflung nach vorne und ließen sich auch von einem weiteren Gegentor durch Ruslan Salei(26.) nicht beeindrucken. Belohnt für ihren Einsatz wurden die Oilers durch Treffer von Marc-Andre Bergeron(24.pp), Ryan Smyth(28.) und Georges Laraque(31.).
Nachdem die Hausherren bis auf 3-4 heran gekommen waren, hatte man den Eindruck als wäre der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit. Die Mighty Ducks standen in dieser Phase der Partie mit dem Rücken zur Wand. Zwei Strafen kurz hintereinander gegen Ryan Smyth und Steve Staios störten jedoch den Spielfluss der Oilers und nahmen den Druck von den Mighty Ducks. Ein weiterer Torerfolg blieb den Gästen zunächst noch verwehrt, doch kaum standen ihre Gastgeber wieder mit fünf Mann auf dem Eis gelang Joffrey Lupul(39.) mit seinem Schuss vom Bullypunkt weg das 5-3.
Deutlich weniger furios verlief der Schlussabschnitt, in dem den Oilers sichtlich die Kräfte ausgingen. Den Schlusspunkt setzte wiederum Joffrey Lupul(59.en), diesmal mit einem 'Empty Net Goal'.