Cam Ward(CAR) gerät unter Druck von Brian Gionta(NJD).
Carolina - New Jersey 1-5 (0-3/1-2/0-0) (Serie 3-1)
Nach zuletzt sieben Playoffsiegen in Folge, vier gegen die Montreal Canadiens und drei in den ersten Auftritten gegen die Devils mussten sich die Carolina Hurricanes bei ihrem zweiten Auftritt in East Rutherford deutlich mit 1-5 Toren geschlagen geben.
Die New Jersey Devils wußten, was die Stunde geschlagen hat. Ein Sieg war zwingend notwendig um nicht schon heute Nachmittag vorzeitig den Sommerurlaub antreten zu müssen. Dementsprechend motiviert und engagiert starteten die Hausherren in ihre zweiten Heimpartie gegen die Carolina Hurricanes. Behilflich war den Devils eine frühe Strafzeit gegen Nicklas Wallin. Der Schwede in Diensten der Hurricanes hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, als Scott Gomez(2.pp) von der Seite den Puck vor das Tor der Gäste schoss und Aaron Ward unglücklich mit dem Schlittschuh die Scheibe ins eigene Netz beförderte.
Weniger geschickt präsentierte sich Carolina bei seinen eigenen Überzahlsituationen. Im Verteidigungsdrittel der Devils passten sie den Puck leichtfertig zu John Madden und der Unterzahlspezialist der Gastgeber leitete zusammen mit Jay Pandolfo(12.sh) einen Konter der zum 2-0 führen sollte ein.
Doch damit noch nicht genug. Noch vor der ersten Pause schloss Scott Gomez(20.pp) mit seinem zweiten Überzahltreffer an diesem Nachmittag, der Schlagschuss von Jamie Langenbrunner landete an seinem Knie, das wohl beste Drittel der Devils in ihrer Playoffserie gegen die Hurricanes ab.
Die Pause störte den Spielfluss der Gastgeber in keiner Weise. 44 Sekunden waren im Mittelabschnitt absolviert als Sergei Brylin(21.) Gästegoalie Cam Ward zum vierten Mal bezwang. Fortan durfte der Schweizer Martin Gerber sein Glück im Tor der Hurricanes versuchen. Doch gleich der zweite Torschuss der auf sein Gehäuse kam landete im Netz. John Madden(25.) sorgte für die frühe Vorentscheidung. Trotz des deutlichen Spielstandes verlor die Partie nicht an Intensität und auch die Gäste erarbeiteten sich in diesem Durchgang noch gute Einschussmöglichkeiten gegen einen gut aufgelegten Martin Brodeur. Eine hiervon nutzte Mark Recchi(32.) mit seinem Schuss ins kurze Toreck zum 5-1 Endstand.
Buffalo - Ottawa 3-2 OT (1-1/1-1/0-0/1-0) (Serie 4-1)
Mit einem Unterzahltreffer nach genau zwei Minuten und 26 Sekunden in der Verlängerung schockte Sabres-Akteur Jason Pominville(63.sh) ganz Ottawa. Mit diesem Erfolgserlebnis beendete er die bislang so erfolgreiche Saison der Ottawa Senators, die als punktbestes Team des Ostens in die Playoffs gestartet waren. Doch erneut kamen die Kanadier nicht bis zum Stanley Cup Finale und mussten sich dieses Mal einem cleveren Team aus Buffalo geschlagen geben. Die Sabres treffen im Conference Finale auf den Sieger der Partie Carolina gegen New Jersey und müssen dabei wieder zunächst auswärts antreten.
Ottawa merkte man von Beginn deutlich an, was heute auf dem Spiel stand. Die Fans im ScotiaBank Place feuerten ihr Team lautstark an, doch bereits nach 33 Sekunden jubelten die Gäste das erste Mal. Henrik Tallinder(1.) hatte Torhüter Ray Emery mit einem Schlagschuss überwunden. Von diesem Rückschlag erholten sich die Hausherren nur langsam, denn sie benötigten nahezu fünf Minuten bis ihr erster Torschuss fiel. Gleich das erste Überzahlspiel sollte dann den Ausgleich bringen. Weil neben Tallinder auch Rory Fitzpatrick in die Kühlbox wanderte, konnte Daniel Alfredsson(11.pp) diese Situation problemlos nutzen. Die Senators fanden nun besser ins Spiel und kamen zu mehr Möglichkeiten, während die Sabres sehr kompakt standen. Im Mittelpunkt immer wieder Buffalo Schlussmann Ryan Miller.
In Führung gingen aber erneut die Gäste. Chris Drury(28.pp) nutzte das erste Powerplay des Mitteldrittels zum 2-1. Eine weitere 5 gegen 3 Unterzahl überstanden die Sabres anschließend, doch als gerade bei einer 4 gegen 3 Überzahl der Hausherren die Zeit abgelaufen war, erzielte Brian Pothier(34.) doch noch den verdienten Ausgleich.
Weil anschließend sowohl Miller als auch Emery nicht mehr zu überwinden waren, musste die Verlängerung entscheiden. Zuvor hatte Ottawa sechs Minuten vor dem Ende Pech, dass Martin Havlat nur den Pfosten traf. Als in der Zusatzschicht Buffalos Jay McKee wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, dachten viele, dass Ottawa jetzt die Entscheidung schaffen könnte. Doch das bittere Gegenteil war der Fall.