NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2006-05-09 

ANZEIGE

SPIELTAG 09.05.2006

Drei Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende bringt Eric Staal(CAR) die Scheibe an Martin Brodeur(NJD) vorbei.

New Jersey - Carolina 2-3 OT (1-0/0-1/1-1/0-1)
(Serie 0-2)
Die Carolina Hurricanes sind nicht zu stoppen. Heute Nacht im heimischen RBC Center fuhren sie ihren sechsten Playoffsieg in Folge ein. Die Leidtragenden waren zum zweiten Mal die New Jersey Devils, die nun im Conference Halbfinale mit 0-2 Siegen im Rückstand liegen und bei ihren kommenden Heimaufgaben schon mächtig unter Druck stehen.
Vor allem das Zustandekommen des heutigen 3-2 Triumphes der Hurricanes könnte Spuren bei den Gästen aus East Rutherford hinterlassen haben. 21 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit war Scott Gomez(60.) das 2-1 Führungstor für die Devils gelungen, doch die Freude über den vermeintlichen Siegtreffer war kaum verklungen, als Eric Staal(60.) fast zeitgleich mit dem Ertönen der Schlusssirene die Scheibe nach einem Pass von Justin Williams zum 2-2 einschoss.
Die Entscheidung musste also in der Verlängerung fallen. Diese dauerte nur 183 Sekunden bis Niclas Wallin(64.) einen schnellvorgetragenen Angriff der Hausherren mit dem 3-2 abschloss. Von seinem Schlittschuh prallte der Puck ab und rutschte anschließend durch die Schoner von Gästegoalie Martin Brodeur.
An Brodeur war es aber keinesfalls gelegen, dass die Devils auch ihren zweiten Gastauftritt in Raleigh verloren. Vor allem in den letzten 50 Minuten der regulären Spielzeit, nachdem Jamie Langenbrunner(7.) seine Devils erstmals in Front gebracht hatte, war es Brodeur der mit einigen spektakulären Paraden und insgesamt 35 Rettungstaten die Devils im Spiel hielt.
Zum ersten Mal geschlagen geben musste sich New Jerseys Ausnahmetorhüter Ende des Mittelabschnitts durch ein Powerplaytor von Mark Recchi(39.pp).

Buffalo - Ottawa 2-1 (0-0/2-1/0-0)
(Serie 2-0)
Die Buffalo Sabres konnten mit Geschick, aber ebenfalls mit viel Glück, die zweite Partie in Ottawa für sich entscheiden und fahren mit einer 2-0 Führung in der Serie nach Hause. Die äußerst kampfbetonte und mit zahlreichen Checks angereicherte Begegnung forderte schon in der ersten Minute seinen Tribut, als Ottawas Peter Schaefer Sabres Center Tim Connolly aus vollem Lauf checkte und so einen der besten Gäste-Akteure aus dem Spiel nahm. Connolly wurde mit Verdacht auf schwere Gehirnerschütterung vom Eis gebracht. Das Spiel blieb über die ganze Dauer sehr intensiv und mit Anton Volchenko musste später auch ein Senator nach einem Check verletzt ausscheiden.
Während die Sabres den ersten Abschnitt noch ausgeglichen gestalten konnten, übernahmen die Hausherren ab der 21. Minute das Kommando. Doch die ansonsten ungemein treffsicheren Senators fanden immer wieder in Torhüter Ryan Miller ihren Meister. Anders auf der gegenüberliegenden Seite. Aus gerade einmal vier Torschüssen im Mitteldrittel machten die Gäste zwei Treffer. Beim Ersten leistete sich Wade Rhedden einen Puckverlust an der Bande, der zu einem 2 auf 1 Konter führte und den J.P. Dumont(24.) und Daniel Briere mit einem Doppelpass mustergültig abschlossen. Etwas mehr als zwei Minuten später erlief sich Jochen Hecht(26.) einen Fehlpass von Chris Phillips und überwand bei seinem Alleingang Schlussmann Ray Emery, der dabei nicht gut aussah, mit einem Ableger zwischen die Beine hindurch. Chris Phillips(28.) machte seinen Fehler kurz darauf wieder gut, als er von der blauen Linie abzog und der Puck seinen Weg zum 1-2 Anschluss ins Netz fand.
Was die Senators anschließend auch probierten, Miller war nicht mehr zu überwinden. Der Goalie schloss die Partie mit 43, teilweise spektakulären Saves ab. Er fand dabei aber auch die volle Unterstützung von seinen Mitspieler, die eigentlich fast nur noch darauf bedacht waren, den Vorsprung über die Zeit zu retten. So verteidigten die Sabres ihr Gehäuse mit Mann und Maus und als Dany Heatley knapp zwei Minuten vor dem Ende doch noch den Weg zum Tor fand, hatten die Gäste ebenso das Glück auf ihrer Seite, als der Puck wenige Zentimeter vor der Linie liegen blieb.
Jochen Hecht war nach dem Spiel mehr als zufrieden mit dem Ausgang: "Ich war heute froh, wieder dabei zu sein und der Mannschaft helfen zu können. Dass dabei noch das Siegtor heraussprang, war sehr erfreulich für mich. Wenn man alleine auf das Tor zugeht, läuft alles instinktiv ab und man hat nicht viel Zeit zum Denken. Ich habe den Schuss angetäuscht und den Platz zwischen den Schonern gesehen. Dort ging er dann rein." Der deutsche Verteidiger Christoph Schubert bei Ottawa und der österreichische Stürmer Thomas Vanek bei Buffalo waren dagegen heute nur Zuschauer.

Edmonton - San Jose 1-2 (0-1/1-1/0-0)
(Serie 0-2)
Die San Jose Sharks haben sich ihrer ersten beiden Hausaufgaben erledigt. Innerhalb von 24 Stunden gaben sie zweimal den Edmonton Oilers im heimischen HP Pavilion mit 2-1 Toren das Nachsehen.
Schon Ende des zweiten Durchgangs sorgte Sharks' Topstürmer Joe Thornton(38.pp) aus einem Powerplay heraus für das Siegtor der Hausherren, die sich ihren Erfolg hart erkämpfen mussten aber insgesamt gesehen verdient als Sieger das Eis verlassen durften.
Die kalifornischen Gastgeber hatten über weite Strecken die größeren Spielanteile als die Oilers. Häufig machten sie bereits in der neutralen Zone die Räume eng, spielten ein konsequentes Forechecking und ließen die schnellen Stürmer ihrer Gäste kaum zur Entfaltung kommen.
Bereits nach knapp fünf Minuten hatte Tom Preissing(5.) erstmals die Gästegoalie Dwayne Roloson überwinden können. Doch der Schlussmann der Oilers erwies sich in der Folgezeit als Fels in der Brandung und gab sich beim druckvollen Angriffsspiel der Sharks lange Zeit keine Blöse mehr.
Nach über einer halben Stunde hatten die Westkanadier erstmals ein Überzahlspiel. Fast zwei Minuten lang standen sie gleich mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Die drei noch verbliebenen Sharks, wovon über eine Minute nur noch einer einen Schläger in Händen hielt, verteidigten aber mit viel Engagement und aufopferungsvoll den knappen Vorsprung ihres Teams. Doch kaum waren wieder fünf Mann auf dem Eis gelang Sergei Samsonov(36.) das 1-1 Remis. Den Spielgleichstand konnten die Oilers aber nur zwei Minuten genießen, dann lagen sie auch schon wieder im Hintertreffen.

 

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH