Sean Burke(TAM) schaut beim Tor von Chris Neil(OTT) in die falsche Richtung.
Ottawa - Tampa Bay 5-2 (1-2/3-0/1-0) (Serie 3-1)
Den amtierenden Stanley Cup Champions droht das frühe Aus in den Playoffs 2006. Auch in ihrer zweiten Heimpartie im St. Pete Times Forum mussten sich die Tampa Bay Lightning den Ottawa Senators geschlagen geben und liegen nun mit 1-3 Siegen gegen die Kanadier im Hintertreffen. Nun wären für die Lightning schon drei Erfolge hintereinander gegen ein Team notwendig, das sie in den letzten fünf Jahren bei 24 Aufeinandertreffen insgesamt nur dreimal bezwungen haben.
In der heutigen Partie konnten sich die Hausherren nur kurzfristig Hoffnungen auf einen für sie positiven Spielausgang machen. Nach dem frühen Gegentor durch Jason Spezza(7.) sorgten Martin St. Louis(12.) und Brad Richards(17.) noch vor der ersten Pause für Stimmung unter den Lightning-Fans im weiten Rund.
Im Mittelabschnitt wurde dann das größte Manko der Lightning, die Torhüterposition deutlich. Gleich drei Mal musste sich John Grahame, bei nur 10 Torschüssen die im zweiten Drittel auf sein Gehäuse kamen, von Chris Phillips(26.), Dany Heatley(38.pp) und Martin Havlat(38.) geschlagen geben. Im letzten Durchgang durfte sich dann Sean Burke im Tor der Lightning versuchen.
Endgültig der Zahn gezogen wurde den Lightning von Chris Neil(42.) der gleich zu Beginn des Schlussabschnitts mit dem Treffer zum 5-2 Endstand die Vorentscheidung gelang. In den noch verbleibenden 18 Minuten ließen die Hausherren jegliches Aufbäumen gegen die drohende Niederlage vermissen.
Detroit - Edmonton 4-2 (2-1/0-1/2-0) (Serie 2-2)
Mit einem 4-2 Auswärtserfolg im Rexall Place von Edmonton glichen die Detroit Red Wings nach zuletzt zwei Niederlagen ihre Serie gegen die Edmonton Oilers aus und meldeten sich wieder zurück in den Playoffs.
Letztendlich war es die Cleverness der Red Wings im Abschluss, die den Ausschlag zu ihren Gunsten gab. Wie schon in den Aufeinandertreffen zuvor war es auch heute Nacht eine sehr knappe Partie. Erst vier Minuten vor Spielende konnten die Gäste durch Henrik Zetterberg(56.pp), mit dem schönsten Tor in der sehr intensiv geführten Partie, die Entscheidung herbeiführen.
Bezeichnenderweise fielen fünf der insgesamt sechs Treffer aus Überzahlsituationen heraus. Nur bei dem 2-1 Führungstor der Wings von Robert Lang(20.) herrschte nummerisches Gleichgewicht auf dem Eis. Zuvor hatte Fernando Pisani(8.pp) gleich das erste Powerplay der Oilers zur 1-0 Führung genutzt und Tomas Holmstrom(14.pp) war der Ausgleich gelungen.
Der Mittelabschnitt begann ganz im Sinne der Hausherren. Kaum hatten sie geschickt ein Unterzahlspiel überstanden, musste mit Kirk Maltby ein Red Wing auf der Strafbank Platz nehmen und Jaroslav Spacek(25.pp) erzielte bei diesem Powerplay das 2-2 Remis, wobei erneut Gästeschlussmann Manny Legace die Scheibe durch die Schoner rutschen ließ. Auch in der folgenden Viertelstunde kontrollierten die Westkanadier die Partie, gingen aber bei zwei 5 gegen 3 Überzahlsituationen zu leichtfertig mit ihren Torchancen um - was sich im Schlussdrittel rächen sollte.
Wie man es besser macht zeigte den Oilers Nicklas Lidstrom(47.pp), der die Gäste, diesmal standen sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis, mit einem Gewaltschuss aus Höhe des rechten Bullykreises auf die Siegerstraße schoss.
Calgary - Anaheim 2-3 OT (0-0/0-2/2-0/0-1) (Serie 2-2)
Verteidiger Sean O'Donnell(62.) avancierte nach 91 Sekunden in der Verlängerung zum Matchwinner für die Mighty Ducks of Anaheim, die durch ihren heutigen 3-2 Heimerfolg die Playoffserie gegen die Calgary Flames wieder ausgleichen konnten. Während Gästegoalie Miikka Kiprusoff die Sicht verstellt war zog O'Donnell aus Höhe des linken Bullykreises ab und die Scheibe fand zum vielumjubelten Siegtor den Weg ins Netz.
Im noch torlosen ersten Spielabschnitt hatten sich die Kontrahenten weitgehend neutralisiert. Die Flames kamen kaum zu richtig guten Torszenen und das obwohl sie gleich drei Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren durften. Bei fünf gegen fünf hatten die Mighty Ducks eindeutig mehr vom Spiel.
Diese nicht nur optische sondern auch spielerische Überlegenheit nutzten die Kalifornier im Mittelabschnitt konsequenter aus. Ryan Getzlaf(24.) und Teemu Selanne(28.pp) bescherten ihnen einen komfortablen 2-0 Vorsprung. Die Flames darf man aber nie in einer Partie abschreiben, was sich schon zu Beginn des Schlussabschnitts bewahrheitete. Ein Doppelschlag ihres Teamkapitäns Jarome Iginla(41./44.), der binnen gut drei Minuten gleich zweimal Jean-Sebastien Giguere bezwingen konnte, brachte die Westkanadier zurück ins Spiel.
In der letzten Viertelstunde der regulären Spielzeit zeigten die Teams viel Respekt voreinander und beschränkten sich darauf die Räume des Gegners eng zu machen, so dass es kaum noch zu echten, 100%igen Torchancen kam.
Nashville - San Jose 4-5 (1-1/1-3/2-1) (Serie 1-3)
Die San Jose Sharks stehen nach ihrem heutigen 5-4 Erfolg über die Nashville Predators mit mehr als einem Bein im Halbfinale der Western Conference. Sie liegen nun in der Playoffserie mit 3-1 in Front und brauchen nur noch einen Sieg um dieses Nahziel zu erreichen. Ihren ersten 'Matchball' haben sie am kommenden Sonntag im Gaylord Entertainment Center von Nashville.
Bevor es aber soweit war hatten die Sharks ein kräftiges Stückchen Arbeit zu verrichten und mussten trotz einer deutlichen 5-2 Führung, die Pat Rissmiller(8.), Mark Smith(33.) und Patrick Marleau(28.pp/32.pp/45.), dem ein Hattrick gegen Chris Mason im Tor der Gäste gelungen war, herausgeschossen hatten, noch um ihren Sieg zittern.
In der letzten Viertelstunde war es ein Spiel auf ein Tor, auf das von Vesa Toskala gehütete der Sharks. Die Predators griffen mit dem Mute der Verzweiflung an und konnten sich durch Treffer von Mike Sillinger(51.) sowie Scott Hartnell(56.) noch einmal Hoffnungen auf eine Spielwende machen. Mit viel Geschick retteten die Hausherren, bei denen aus deutscher Sicht erfreulicherweise auch Christian Ehrhoff und Marcel Goc punkten konnten, ihren knappen Vorsprung über die Zeit.
Die zwischenzeitliche 2-1 Führung der Predators hatten Paul Kariya(9.pp) und Shea Weber(26.) besorgt.