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2006-04-27 

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SPIELTAG 27.04.2006

Eric Staal(CAR) feiert sein Siegtor mit Mark Recchi.

Carolina - Montreal 2-1 OT (0-0/0-1/1-0/1-0)
(Serie 1-2)
Eric Staal(64.pp) meldete die Carolina Hurricanes zurück in die Playoffs. Nachdem 3 1/2 Minuten in der Verlängerung absolviert waren, gelang Carolinas Topscorer aus einem Powerplay heraus das 2-1 Siegtor gegen die Montreal Canadiens, welche die ersten zwei Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnten.
Während der regulären Spielzeit hatten sich die Kontrahenten weitgehend neutralisiert. Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt mit nur wenigen richtig guten Einschussmöglichkeiten nutzte Richard Zednik(30.pp) die erst zweite Überzahlsituation der Frankokanadier zu deren zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten 1-0 Führung.
Diesen knappen Vorsprung verteidigten die Canadiens, unterstützt von über 21.000 Besuchern im Bell Centre der frankokanadischen Metropole, lange Zeit mit viel Geschick. Richtig brenzlige Situationen vor ihrem Schlussmann Cristobal Huet blieben Mangelware.
Zur Mitte des dritten Drittels musste sich der Franzose in Diensten der Canadiens aber doch noch bezwingen lassen. NHL-Veteran Rod Brind'Amour(52.) fand ein Mittel ihn zum 1-1 Gleichstand zu überwinden und damit die Hurricanes in die Verlängerung zu retten.

New Jersey - NY Rangers 3-0 (2-0/1-0/0-0)
(Serie 3-0)
Auch die überraschende Rückkehr des im ersten Spiel an der Schulter verletzten Jaromir Jagr, konnte nicht verhindern, dass der erste heimische Playoffauftritt der Rangers nach neun Jahren daneben ging und den Fans nicht einmal ein Treffer geschenkt wurde. Nach der 0-3 Niederlage stehen die Rangers mit einem 0-3 in der Serie mit dem Rücken zur Wand und es dürfte davon auszugehen sein, dass die Playoffs der Blueshirts schneller beendet sind, als gedacht.
Die Stimmung unter den Fans im Madison Square Garden, die nach dem Bekanntwerden des Mitwirkens von Jagr gut war, wurde schnell abgekühlt, denn die Devils zeigten rasch, wer den breiteren Rücken in der Serie hat. Schon nach 68 Sekunden musste Henrik Lundqvist den Puck erstmals aus dem Netz holen, als Jamie Langenbrunner(2.) die Vorarbeit von Patrik Elias verwerten konnte. Obwohl die Hausherren bemüht waren dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, wirkten die Devils sehr souverän. Allen voran Torhüter Martin Brodeur machte einen sehr ruhigen Eindruck und bestätigte diesen mit einem überzeugenden Auftritt. Die Rangers waren über die gesamte Spieldauer nicht in der Lage, ihn bei 25 Torschüssen zu überwinden, so dass der Kanadier seiner Karrierebilanz einen weiteren Shutout hinzufügen konnte.
Als dann Patrik Elias(10.) Mitte des ersten Drittel auf 2-0 und Zach Parise(23.) zu Beginn des Mittelabschnittes auf 3-0 erhöhte, war klar, dass die Rangers kaum noch in der Lage sein werden, das Spiel zu drehen. In gewohnter Manier spielten die Devils den Rest der Spielzeit herunter ohne etwas anbrennen zu lassen. Die Rangers müssen nun versuchen, sich für den nächsten Heimauftritt zu motivieren, um gegen den Lokalrivalen nicht einen Sweep zu erleben.

Buffalo - Philadelphia 2-4 (1-1/0-2/1-1)
(Serie 2-1)
Mit einer überzeugenden Leistung nach dem desaströsen 2-8 am Montag haben die Flyers den ersten Schritt getan, die Serie wieder spannend zu machen. Vor allem im zweiten Drittel dominierten die Hausherren ihre Gäste aus Buffalo und legten so den Grundstein zu ihrem Erfolg.
Doch zunächst begann alles, wie es zuletzt geendet hatte. Die Sabres gingen durch einen Treffer von Ales Kotalik(3.) früh mit 1-0 in Führung und weckten damit die Erinnerung von vielen an den letzten Montag, als die Sabres im ersten Drittel ein 5-0 vorlegten. Nach genau fünf Minuten musste Peter Forsberg in einem sehr körperbetonten Spiel auf die Strafbank. Doch anstatt Buffalo die Führung ausbauen konnte, gelang Brian Savage(7.sh) in Unterzahl mit dem Ausgleichstreffer die Initialzündung für die Flyers. Dieser Treffer befreite sichtlich. Es dauerte jedoch bis zum zweiten Abschnitt, ehe die Überlegenheit drückend wurde und Peter Forsberg(27./33.pp) mit einem Doppelpack für die erstmalige Führung der Flyers in der kompletten Serie sorgte.
Diesen Vorsprung konnte zwar Tim Conolly(45.) zu Beginn des Schlussdrittels noch einmal verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht mehr, denn der im letzten Spiel gescholtene Torhüter Robert Esche spielte heute sehr solide und ließ keinen weiteren Treffer mehr zu. Den Erfolg perfekt machte Simon Gagne(60.en) mit einem Schuss ins verlassene Tor 16 Sekunden vor dem Ende.

Dallas - Colorado 3-4 OT (1-2/2-0/0-1/0-1)
(Serie 0-3)
Analog den Ereignissen von vor zwei Tagen verschenkten die Dallas Stars wiederum in den Schlusssekunden der regulären Spielzeit einen Vorsprung und mussten sich am Ende zum dritten Mal gegen die Colorado Avalanche geschlagen geben. Alex Tanguay(19./62.) wurde nach nur 69 Sekunden in der Verlängerung das 4-3 Siegtor für die Avalanche nach einem Schuss von Ian Lapperiere zuerkannt.
Dass die Hausherren überhaupt die Gelegenheit bekamen in der Overtime zu gewinnen war das Verdienst von Andrew Brunette(60.pp) dem 57 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende das 3-3 Remis gelungen war. Zwei Minuten zuvor hatten die Gäste aus Dallas ein eigenes Überzahlspiel nicht nutzen können um ihre Führung vorentscheidend auszubauen.
Insgesamt taten sie im Schlussabschnitt der regulären Zeit viel zu wenig im Spiel nach vorne. Die Texaner verwalteten nur noch den von Ex-Avalanche Jon Klemm(29.) und Sergei Zubov(40.pp) im Mitteldrittel herausgeschossenen Vorsprung, was sich letztendlich als taktischer Fehler erwies.
Teamkapitän Joe Sakic(6.pp) und Tanguay hatten die Hausherren im ersten Durchgang zweimal in Front geschossen. Der zwischenzeitliche, keinesfalls unverdiente 1-1 Ausgleich war Stu Barnes(11.sh) bei Unterzahl gelungen.
Den Avalanche haben nun vier Matchbälle. Ihnen fehlt nur noch ein weiterer Sieg um in das Conference Halbfinale des Westens einzuziehen. Die Aussichten der Stars auf ein Weiterkommen sind nur noch minimal. Noch nie in ihrer Franchisegeschichte konnten sie einen 0-3 Rückstand in einer Playoffserie wettmachen.

 

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