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2006-04-26 

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SPIELTAG 26.04.2006

Zdeno Chara(OTT) war gegen Vincent Lecavalier(TAM) nicht gerade zimperlich.

Ottawa - Tampa Bay 8-4 (3-1/2-0/3-3)
(Serie 2-1)
Regelrecht überumpelt wurden die Tampa Bay Lightning in ihrer ersten Heimpartie gegen die Ottawa Senators. Die Gäste aus der US-Hauptstadt hatten ihre Lehren aus der letzten Niederlage gegen die amtierenden Stanley Cup Champions gezogen und die Konsequenzen bekamen die Lightning am eigenen Leib, teilweise wörtlich zu nehmen, zu spüren.
Von der ersten Spielminute an gingen die Senators für sie ungewohnt aggressiv zu Werke. Kämpften um jeden Zentimeter auf dem Eis des St. Pete Times Forums und verließen dabei auch des Öfteren den Rahmen des Erlaubten. Doch bei aller Physis die sie an den Tag legten vergaßen die Gäste auch nicht das Eishockeyspielen. Gerade einmal dreizehn Minuten waren absolviert da lagen die Senators nach Treffern von Martin Havlat(6.), Wade Redden(9.pp) und Patrick Eaves(13.) mit 3-0 in Front.
Anschließend übertrieben es die Senators etwas mit ihrem Körpereinsatz und als mit Wade Redden und Zdeno Chara gleich zwei von ihnen auf der Strafbank saßen nutzte Martin St. Louis(19.pp) die nummerische Überzahl zum Anschlusstor für die Hausherren.
Analog die Ereignisse im Mittelabschnitt. Zunächst übernahmen die Senators das Kommando auf dem Eis, spielten mit ihren Gastgebern Katz und Maus und bauten die Führung durch Martin Havlat(23.) sowie Antoine Vermette(30.) auf 5-1 aus. Die nächsten zehn Minuten, in denen sie meist mit einem Mann weniger auf dem Eis standen, konzentrierten sie sich aufs Penalty Killing.
Auch in den Schlussabschnitt starteten die Gäste in Unterzahl. Nach 20 Sekunden gelang Paul Ranger(41.pp) das zweite Powerplaytor der Lightning. Drei Minuten später erwies Chris Dingman seinen Lightning einen Bärendienst, als er gleich für sieben Minuten auf der Strafbank seinen Übermut abkühlen musste. Die Senators nahmen diese Einladung zum Tore schießen gerne an und erhöhten durch Powerplaytreffer von Dany Heatley(47.pp) sowie Zdeno Chara(51.pp) ihren Vorsprung auf 7-2. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Kanadier war damit gefallen, daran konnten auch die weiteren Tore von Paul Ranger(52.) und Pavel Kubina(54.pp) ändern. Das letzte zälbare Erfolgserlebnis hatten ohnehin wieder die Senators durch ein Tor von Antoine Vermette(57.).
2 1/2 Minuten vor Spielende lieferten sich die Kontrahenten noch eine 'Massenkeilerei', bei der von jedem Team fünf Spieler involviert haben. Insgesamt mussten die beiden Hauptschiedsrichter 139 Strafminuten verhängen, 79 gegen die Hausherren und 60 gegen die Senators.

Calgary - Anaheim 5-2 (1-1/2-1/2-0)
(Serie 2-1)
Mit einem relativ deutlichen 5-2 Erfolg im Pond of Anaheim holten sich die Calgary Flames ihren Heimvorteil wieder zurück, nachdem sie sich im letzten Aufeinadertreffen zuhause mit 3-4 geschlagen geben mussten. Aber auch die heutige Partie verlief keineswegs so eindeutig zu Gunsten der Westkanadier wie der Endstand vermuten lässt. Erst ein Doppelschlag von Darren McCarty(45.) und Robyn Regehr(46.pp) innerhalb von 34 Sekunden, nachdem fünf Minuten im Schlussabschnitt absolviert waren, sorgte für die Entscheidung.
Auf die Siegerstraße geschossen hatte die Flames Chuck Kobasew(36.) zum Ende des Mittelabschnitts. Schon zuvor waren sie zwei Mal nach Powerplaytoren von Daymond Langkow(15.pp) und Kristian Huselius(22.pp) in Front gegangen. Die Mighty Ducks kamen aber jeweils wieder zurück ins Spiel. Auch Francois Beauchemin(18.pp/29.pp) nutzte seine Chancen bei Überzahl um den Spielstand zweimal zu egalisieren. Damit wurde Beauchemin der erste Rookie in der Franchisegeschichte der Mighty Ducks der in einer Playoffpartie zwei Treffer erzielen konnte. Am Ende war aber auch dies ein Muster ohne Wert.

Nashville - San Jose 1-4 (1-0/0-2/0-2)
(Serie 1-2)
Zu einem hochverdienten 4-1 Triumph kamen die San Jose Sharks im heimischen HP Pavilion gegen die Nashville Predators. Die Sharks untermauerten mit ihrer sehr offensiven Gangart ihre schon während der regulären Saison gezeigte Heimstärke.
Aus deutscher Sicht besonders erfreulich war, dass Christian Ehrhoff an drei der vier Treffer seiner Sharks mit einem Assist beteiligt war. Dabei hatte die Begegnung zunächst gar nicht gut für die Kalifornier begonnen. Mit einem Mann mehr auf dem Eis liefen sie in einen Konter der Predators, den Kimmo Timonen(7.sh) mit deren 1-0 Führung abschloss.
Die Sharks erarbeiteten sich zwar danach Torchance nach Torchance, schafften es aber fast eine halbe Stunde lang nicht die schwarze Hartgummischeibe an Chris Mason vorbei ins Tor der Gäste unterzubringen.
Den Bann brach Patrick Marleau(33./57.) mit seinem ersten von zwei Treffern in dieser Partie. Anschließend konnte noch Steve Bernier(39.) vor der zweiten Pause die Sharks in Front bringen und San Joses Toptorjäger Jonathan Cheechoo(56.) sorgte in der Schlussphase der doch sehr einseitigen Partie dafür, dass wirklich nichts mehr anbrennen konnte.

Detroit - Edmonton 3-4 2. OT (1-2/0-1/2-0/0-0/0-1)
(Serie 1-2)
Ganz nah beisammen lagen wieder einmal Freud und Leid beim dritten Aufeinandertreffen der Detroit Red Wings und den Edmonton Oilers. Jarret Stoll(89.) beendete in der zweiten Verlängerung einen spektakulären Eishockeykrimi zu Gunsten der westkanadischen 'Underdogs'. Einen Spielabschnitt zuvor hatten sich schon die Gäste aus 'Hockeytown' über ihren Overtimesieg gefreut, da die Scheibe nach einem Schuss von Tomas Holmstrom bereits im Netz lag. Einige Zuschauer im ausverkauften Rexall Place hatten sich bereits enttäuscht aufgemacht das Stadion zu verlassen, doch der Videobeweis brachte zu Tage, dass der Puck seitlich unter dem Torgestänge hindurch seinen Weg in den Kasten gefunden hatte.
Die Oilers hatten nicht nur das glücklichere Ende sondern waren auch besser in die Partie gestartet als ihre favorisierten Gäste. In den ersten 25 Minuten hatten die Hausherren die hochkarätigeren Einschussmöglichkeiten und präsentierten sich auch vor dem gegnerischen Gehäuse kaltschnäuzig im Abschluss.
Jaroslav Spacek(5.), Ryan Smyth(17.) und Raffi Torres(23.pp) konnten in diesem Zeitraum gleich dreimal Gästeschlussmann Manny Legace bezwingen, während die Red Wings nur von einem Überzahlspiel, das Henrik Zetterberg(13.pp) erfolgreich abschloss, profitieren konnten.
Die letzte halbe Stunde der regulären Spielzeit, insbesonders das dritte Drittel gehörte eindeutig den Red Wings. Sie machten jetzt richtig Druck auf das von Dwayne Roloson sicher gehütete Gehäuse der Oilers, die sich nur noch in der Defensive befanden. Als sich die Partie dem Ende zuneigte konnten erneut Henrik Zetterberg(52.pp) sowie Mathieu Schneider(53.) mit zwei Treffern innerhalb von 18(!) Sekunden die Gäste doch noch in die Verlängerung schießen.

 

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