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2006-04-25 

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SPIELTAG 25.04.2006

Conference Viertelfinale

Richard Zednik(MON) gewinnt den Zweikampf gegen Matt Cullen(CAR).

Montreal - Carolina 6-5 2.OT (3-0/0-2/2-3/0-0/1-0)
(Serie 2-0)
Mit einem schönen Schlagschuss beendete Michael Ryder(14.pp/83.) auf Vorlage von Christopher Higgins nach gut 2 1/2 Minuten in der zweiten Overtime einen wilden Schlagabtausch zwischen den Montreal Canadiens und Carolina Hurricanes zu Gunsten der frankokanadischen Gäste. Für die Candiens war es bereits der zweite Sieg im RBC Center von Raleigh. Die nächsten zwei Partien, in denen sie die Playoffserie für sich entscheiden können, dürfen sie im heimischen Bell Centre antreten.
Die Gäste erwischten auch heute Nacht einen traumhaften Start. Es war noch keine Viertelstunde gespielt, da lagen sie nach Treffern von Jan Bulis(5.), Ryder und Radek Bonk(15.) schon mit 3-0 in Front. Für den Schweizer Schlussmann Martin Gerber in Diensten der Hurricanes war der Arbeitstag damit vorab beendet. Er wurde von Coach Peter Laviolette durch Cam Ward ersetzt.
Die folgende halbe Stunde gehörte ganz und gar den Hausherren. Kurz nach der Pause lätete Matt Cullen(22.) die Aufholjagd der Hurricanes ein, die Rod Brind'Amour(30.pp/42.pp) und Ray Whitney(41.pp) mit drei Überzahltoren fortsetzten. Die Canadiens wirkten nun angeschlagen, zeigten aber noch Moral. Nur vier Minuten nach dem Rückstand schossen sie Alexei Kovalev(46.) und Richard Zednik(46.) binnen 36 Sekunden wieder in Front. So mussten die Hausherren in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit alles auf eine Karte setzen, Schlussmann Cam Ward für einen weiteren Feldspieler vom Eis nehmen, und hatten damit Erfolg. Cory Stillman(59.) rettete die Hurricanes mit einem platzierten Schuss neben dem rechten Pfosten in die Verlängerung.

NY Rangers - New Jersey 1-4 (0-2/0-1/1-1)
(Serie 0-2)
Ohne ihre verletzten erfahrenen Stützen Jaromir Jagr in der Offensive und Darius Kasparaitis in der Verteidigung hatten die New York Rangers auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Continental Airlines Arena von East Rutherford erst recht keine Chance gegen die New Jersey Devils.
Erneut waren es die 'Special Teams' der Hausherren, welche die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeiführten. Nach sechs Powerplaytoren im ersten Aufeinandertreffen konnten die Devils heute Nacht zwar nur einmal aus einer nummerischen Überlegenheit heraus durch Brian Gionta(15.pp) profitieren, dafür präsentierte sich John Madden(8.sh/40.sh/53.) bei Unterzahl äußerst torgefährlich.
Gleich zwei Mal gab er Gästegoalie Kevin Weekes das Nachsehen als die Hausherren mit einem Mann weniger auf dem Eis standen. Doch damit war der Torhunger von Madden noch nicht gestillt. Nachdem Blair Betts(46.) das Ehrentor für die 'Blueshirts' gelungen war, setzte der Unterzahlspezialist der Devils noch einen drauf und komplettierte mit dem Treffer zum 4-1 Endstand seinen ersten Playoff-Hattrick.
New Jersey liegt nun in der Playoffserie gegen ihre Lokalrivalen aus Manhattan mit 2-0 in Front. Aus statistischer Sicht ein gutes Vorzeichen für ihr Weiterkommen. Noch nie in ihrer Franchisegeschichte sind die Devils in den Playoffs nach einer solchen Führung noch gescheitert.

Philadelphia - Buffalo 2-8 (0-5/1-1/1-2)
(Serie 0-2)
In einer völlig desolaten Verfassung präsentierten sich die Philadelphia Flyers bei ihrem zweiten Gastauftritt in der HSBC Arena von Buffalo. Nachdem sie die erste Partie gegen die Buffalo Sabres erst in der zweiten Verlängerung mit 2-3 verloren hatten, gingen sie heute Nacht sang- und klanglos mit 2-8 unter.
Einen rabenschwarzen Abend erwischte dabei nicht nur Robert Esche im Tor der Gäste, der während seines 20-minütigen Kurzeinsatzes gleich fünf Mal nach den Treffern von J.P. Dumont(2./20.pp), Chris Drury(4.pp), Ales Kotalik(13.) und Jason Pominville(20.pp) die Scheibe hinter sich aus dem Netz holen musste.
Nach einer Viertelstunde war die Partie für die Hausherren entschieden. Die Flyers versuchten nun mit völlig übertriebener Härte zu reagieren und brachten sich dadurch erst recht in die Bretouille. Sabres' Headcoach fasste es hart aber passend zusammen: "Sie (die Flyers) haben wie Idioten gespielt und umso mehr sie das taten, desto mehr Freude hatten wir am Spiel."
Die Zeiten, in denen man wie die legendären 'Broadstreet Bullys' zum Erfolg kommen kann sind eben vorbei. Spielwitz und -freude ist angesagt und beides hatten die Sabres. Im Mittelabschnitt komplettierte J.P. Dumont(30.pp) seinen Hattrick und im Schlussabschnitt machte es Jason Pominville(49./59.) mit den Treffern zum 8-2 Endstand seinem Sturmkollegen nach.
Auf Seiten der völlig überforderten und disziplinlosen Flyers konnten Simon Gagne(21.) und Petr Nedved(46.) etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Colorado - Dallas 5-4 OT (3-0/0-4/1-0/1-0)
(Serie 2-0)
In der Eastern Conference sorgten die Montreal Canadiens mit zwei Auswärtserfolgen für die große Überraschung, im Westen machen es ihnen die ebenfalls siebtplatzierten Colorado Avalanche nach.
Auch den zweiten Auftritt im American Airlines Center von Dallas konnten die Avalanche für sich entscheiden. Nachdem knapp fünf Minuten in der Verlängerung absolviert waren, gelang 'Avs' Teamkapitän Joe Sakic(65.) das 5-4 Siegtor für die Gäste aus Denver.
Der Mann des Abends war aber ein anderer. Milan Hejduk(13.) war an vier Toren der Avalanche beteiligt. Bei drei assistierte der tschechische Stürmer und den Treffer zur 3-0 Führung erzielte er selbst. Zuvor hatten Rob Blake(8.pp) und Andrew Brunette(10.) Dallas' Schlussmann Marty Turco bezwungen.
Nach 20 Spielminuten sahen die Gäste bereits wie die sicheren Sieger aus, doch nicht nur Turco hatte einen schlechten Tag, auch sein Gegenüber Jose Theodore machte nicht immer den sichersten Eindruck. Nachdem die Stars den ersten Spielabschnitt völlig verschlafen hatten, machten sie im Mitteldrittel richtig Druck auf das Gehäuse der Avalanche. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Binnen sieben Minuten egalisierten Jussi Jokinen(23.) und Jere Lehtinen(26.pp/27.) den Spielstand. Doch damit nicht genug. Fast zeitgleich mit dem Ertönen der Pausensirene konnte Mike Modano(40.pp) eine Überzahlsituation mit der Führung der Texaner abschließen.
Den Schlussabschnitt der regulären Spielzeit kontrollierten die Stars über lange Zeit. Die Avalanche konnte nur noch selten vor Turco gefährlich auftauchen. Als dann kurz vor Spielende auch noch Dan Hinote neben Andrew Brunette auf der Strafbank Platz nehmen musste, schien die Partie zu Gunsten der Hausherren entschieden. Doch weit gefehlt: Bei Unterzahl sollte Brett Clark(58.sh) noch der erlösende 4-4 Ausgleich für die 'Avs' gelingen.

 

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