Michael Peca und Fernando Pisani(EDM) feiern den 2-2 Ausgleich.
Edmonton - Detroit 4-2 (1-1/2-1/1-0) (Serie 1-1)
Der erste Warnschuss verhallte noch, aber der Zweite fand sein Ziel. Nach der unglücklichen Niederlage in der zweiten Overtime am Freitag machten es die Edmonton Oilers heute besser und besiegten den klaren Favoriten aus Detroit mit 4-2 Toren. Damit geht die Serie mit einem 1-1 nach Kanada.
Obwohl die Red Wings weit mehr Spielanteile hatten, agierten die Oilers sehr geschickt und nutzten ihre Chancen konsequent. Zunächst brachte Chris Pronger(13.) die Gäste mit 1-0 in Front. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn knapp zwei Minuten später glich Justin Williams(15.) zum Jubel der 20.066 Zuschauer in der ausverkauften Joe Louis Arena aus.
Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild, indem beide Mannschaften sehr vorsichtig zu Werke gingen. Während die Oilers ein Überzahlspiel ungenutzt ließen, kamen die Red Wings nach einer Strafzeit gegen Steve Staios zum 2-1. Henrik Zetterberg(28.pp) war der Torschütze. Doch Edmonton ließ sich davon nicht einschüchtern und spielte weiter munter mit. Dennoch neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Etwas überraschend dann der Doppelschlag zur erneuten Führung der Oilers noch vor der zweiten Pause. Fernando Pisani(38.) und der junge Rookie Brad Winchester(39.) sorgten für das 3-2.
Im Schlussabschnitt stand dann besonders Gäste-Torhüter Dwayne Roloson im Mittelpunkt des Geschehens, der es aber mit Glück und Geschick verstand, seinen Kasten für die restliche Zeit sauber zu halten. Endgültig erlöste Jason Stoll(60.en) die Oilers, als er mit einem Schuss ins von Manny Legace zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassene Tor zum 4-2 einschoss.
San Jose - Nashville 3-0 (3-0/0-0/0-0) (Serie 1-1)
Die San Jose Sharks haben mit einem ungefährdeten 3-0 Erfolg im Gaylord Entertainement Center zu Nashville die Serie ausgeglichen und den Predators den Heimvorteil genommen. Anders als bei der 4-3 Niederlage am Freitag wirkten die Sharks äußerst konzentriert und gingen besonders in der Defensive sehr engagiert zu Werke. Das erschwerte den Gastgebern ihre Aufgabe, Vesa Toskala im Tor der Sharks zu überwinden. So konnte der 28-jährige Finne mit insgesamt 25 Saves einen Shutout feiern.
Das Team von Nashville muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu ungestüm zur Sache gegangen zu sein, denn alleine fünf Strafzeiten im ersten Drittel waren zu viel. Drei davon nutzten die Gäste aus Kalifornien konsequent zur deutlichen 3-0 Führung. Jonathan Cheechoo(6.pp), Patrick Marleau(17.pp) bei 5 gegen 3 und Mark Smith(18.pp) verbreiteten etwas Frust unter den 16.707 Zuschauern im weiten Rund der Arena.
Auch im Mittelabschnitt folgten weitere vier Strafzeiten gegen die Hausherren, doch nun verstanden es die Predators sich schadlos zu halten. In der Offensive lief weiterhin nicht viel zusammen, das änderte sich auch nicht, als in den letzten 20 Minuten verstärkt Sharks-Spieler die Kühlbox belagerten. Selbst eine 5 gegen 3 Überzahl für gute 90 Sekunden ab der 51. Spielminute verstrich ohne Torerfolg, so dass die Sharks die Führung gut über die Zeit brachten.
Tampa Bay - Ottawa 4-3 (1-1/1-1/2-1) (Serie 1-1)
Ein Doppelschlag von Dan Boyle(46.) und Martin St. Louis(15./47.) innerhalb von 55 Sekunden im Schlussabschnitt unmittelbar nachdem Peter Schaefer(44.) die gastgebenden Ottawa Senators zum zweiten Mal in Front geschossen hatte, brachte die Kanadier um ihren Heimvorteil.
Mit einem hochverdienten 4-3 Erfolg glichen die Tampa Bay Lightning die Playoffserie wieder aus, bevor sie in den nächsten Tagen zwei Mal im St.Pete TImes Forum Heimrecht genießen dürfen.
Von diesem Schock konnten sich die Hausherren nicht mehr erholen und blieben in der letzten knappen Viertelstunde ein Schatten ihrer selbst. Insgesamt nur zwei Mal konnten sie im dritten Drittel Gästegoalie John Grahame prüfen.
Dabei hatte die Partie gar nicht einmal schlecht für die Senators begonnen. Bryan Smolinski(5.) gelang früh deren 1-0 Führung. Daraufhin entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. Erfolgreich im Abschluss waren zunächst aber nur die Gäste aus Florida. St. Louis, mit einem Onetimer über die Schulter von Senators' Schlussmann Ray Emery, glich die Partie noch vor der ersten Pause aus und Brad Richards(28.) brachte im folgenden, kaum weniger unterhaltsamen Spielabschnitt bei vier gegen vier die Lightning erstmals in Front.
Die Antwort der Senators kam zehn Minuten später im Powerplay. Martin Havlat(38.pp) nutzte eine von vier Überzahlsituationen zum 2-2 Gleichstand. Am Ende sollte es aber wieder nicht für eine 2-0 Playoffführung der Senators reichen. Noch nie in ihrer Franchisegeschichte konnten die Senators in eine Playoffserie mit zwei Siegen zum Auftakt starten.
Anaheim - Calgary 4-3 (2-0/1-2/1-1) (Serie 1-1)
Die Spiele in denen die Calgary Flames während der regulären Saison auf heimischen Eis gleich vier Gegentreffer hinnehmen mussten, sind an zwei Händen abzuzählen. Den Mighty Ducks of Anaheim sollte dieses Kunststück heute Morgen gelingen.
Am Ende einer von beiden Seiten sehr intensiv geführten Partie behielten die Südkalifornier mit 4-3 Toren die Oberhand und glichen die Playoffserie 1-1 aus. Mit schnell vorgetragenen Kontern brachten die Mighty Ducks ihre Gastgeber immer wieder in die Bretouille. Bezeichnenderweise gelang Scott Niedermayer(14.sh) das 2-0 für die Gäste sogar bei Unterzahl. Die 1-0 Führung hatte zuvor Chris Kunitz(10.) erzielt.
Viel zu halten bekam Calgarys Schlussmann Miikka Kiprusoff in der ersten halben Stunde nicht. Auch Joffrey Lupul(26.) gab dem Finnen im Tor der Hausherren zum 3-0 das Nachsehen. Wieder Leben ins Spiel der Westkanadier brachten kurz darauf Jarome Iginla(30.sh) mit einem Unterzahl- sowie Kristian Huselius(32.pp) mit einem Überzahltreffer.
Die Defensivabteilung der Mighty Ducks fing sich aber nach den zwei Gegentreffern wieder und machte den anstürmenden Hausherren das Leben schwer, wenn gleich nicht immer mit fairen Mitteln. Ein Gewaltschuss von Samuel Pahlsson(48.) bei einem 2 gegen 1 Konter brachte schließlich die vorentscheidende 4-2 Führung zu Gunsten der Gäste.
Richtig spannend gestalteten sich die letzten zehn Spielminuten, in denen sich die Mighty Ducks eine Strafzeit nach der anderen einhandelten und Flames Verteidiger Dion Phaneuf(56.pp) den Rückstand noch einmal verkürzen konnte. Kurz drauf hatte Byron Ritchie vor dem freien Tor den Ausgleich auf dem Schläger wurde aber von Jonathan Hedstrom unfair von den Beinen geholt. Das folgende Powerplay der Westkanadier blieb aber ohne Folgen für die Ducks. Etwas unverständlich war, dass Flames Headcoach Darryl Sutter bei diesem letzten Powerplay nicht alles auf eine Karte setzte und darauf verzichtete seinen Schlussmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen, um eine 6 gegen 4 Überzahlsituation herbeizuführen.