NY Rangers - New Jersey 1-6 (1-1/0-2/0-3) (Serie 0-1)
Aufeinandertreffen zwischen den New York Rangers und den New Jersey Devils sind schon während der regulären Saison etwas ganz Besonderes, noch umso mehr wenn die Lokalrivalen in den Playoffs aufeinandertreffen.
Enttäuscht wurde von den über 19.000 Besuchern in der ausverkauften Continental Airlines Arena keiner. Die Kontrahenten lieferten sich von der ersten Minute an ein herzerfrischendes Eishockeyspiel mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Gleich nach 3 1/2 Minuten handelte sich Moore eine strittige Strafzeit ein und die Hausherren fackelten nicht lange. Patrik Elias(4.pp) schloss eine schöne Kombination mit einem präzisen Schuss zum 1-0 ab. Überhaupt sollten in der Folgezeit die 'Special Teams' eine entscheidende Rolle spielen. Auch die Rangers nutzten gleich ihre erstes Powerplay auf Vorarbeit von Jaromir Jagr durch Petr Prucha(11.) zum 1-1.
Wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis starteten die Hausherren in den Mittelabschnitt konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Nachdem in den folgenden fünf Minuten die Gäste aus Manhattan die größeren Spielanteile hatten, jedoch im Abschluss, auch mit einem Pfostenschuss, erfolglos blieben, erteilten ihnen die Devils eine Lehrstunde.
Sowohl die erneute Führung der Devils durch Scott Gomez(28.pp) zum 2-1 wie auch das 3-1 von Ken Klee(38.) war die Folge einer nummerischen Überlegenheit.
Für die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren sorgten, wie sollte es anders sein im Powerplay, Brian Rafalski(41.pp), Jamie Langenbrunner(49.pp) und erneut Patrik Elias(56.pp).
Colorado - Dallas 5-2 (1-2/3-0/1-0) (Serie 1-0)
Die Colorado Avalanche starten mit einer Überraschung in die Playoffs und bezwingen die heimischen Dallas Stars in dieser Höhe auch verdient mit 5-2. Von Beginn an dominierten die Gäste die Partie, doch zunächst wenig erfolgreich, denn die Hausherren gingen durch Brendan Morrow(14.) und Bill Guerin(16.) mit 2-0 in Führung, obwohl sie nicht gerade häufig Jose Theodore im Gehäuse der Avs prüfen konnten. Die Gäste aus Denver ließen sich davon aber nicht beirren und konnten nur kurz darauf durch Milan Hejduk(17.) verkürzen. So ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel blieb Colorado am Drücker und traf nun auch zielsicher. Zunächst glich Wojtek Wolski(26.) den Spielstand aus, dann brachte Rob Blake(30.pp) die Avalanche erstmals in Front. In der nächsten Überzahl erhöhte John-Michael Liles(32.pp) sogar auf 4-2. Die Stars brachten nach vorne wenig zu Stande und konnten Theodore im Mittelabschnitt nur vier Mal prüfen.
Wer dachte, dass die Stars nach der zweiten Pause aufdrehen würden, sah sich getäuscht, denn die Avs brachten den Vorsprung sicher über die Zeit. Im Gegenteil, denn Brett Clark(43.) erhöhte frühzeitig auf 5-2. Der Pole Wolski wurde erst vor ein paar Tagen in den Kader geholt und war in seinem ersten Playoffspiel und der zehnten NHL-Begegnung seiner Laufbahn mit drei Scorerpunkten der effektivste Avs-Akteur.
Montreal - Carolina 6-1 (2-1/2-0/2-0) (Serie 1-0)
Mit einem eindeutig zu hoch ausgefallenen 6-1 konnten die Canadiens überraschend die erste Partie gegen das zweitbeste Team der Eastern Conference für sich entscheiden. Ausschlaggebend für das Resultat war die Position des Torhüters, auf der die Gäste in diesem Duell klare Vorteile besitzen. Der kanadische Goalie Cristobal Huet begann jedoch nervös, musste er schon nach 50 Sekunden, als er von Matt Cullen(1.) geprüft wurde, zum ersten Mal hinter sich greifen. Er konnte seine Leistung im weiteren Spielverlauf jedoch stabilisieren und war wie schon oft in der vergangenen Saison der Garant für den Sieg.
Trotz drückender Überlegenheit der Hurricanes in den ersten beiden Dritteln gelang ihnen kein weiterer Treffer. Anders die Gäste: Sie nutzten nahezu jede Möglichkeit zu einem Erfolgserlebnis, wobei Carolinas Schlussmann Martin Gerber nicht die beste Figur machte. Nachdem Francis Bouillon(9.pp) das erste Powerplay der Serie nutzte und somit ausglich, brachte sein Kollege Radek Bonk(17.) Montreal in Führung.
Zwei weitere Tore fielen im Mittelabschnitt, als sich zunächst Alexei Kovalev(23./52.pp) und dann Christopher Higgins(37.) entscheidend durchsetzen konnten. Dem Russen gelang während einer Überzahlsituation - Carolinas bester Mann, Eric Staal, saß gerade wegen 'Beinstellens' auf der Strafbank - ein weiterer Treffer und Sheldon Souray(59.) setzte den Schlusspunkt hinter die unterhaltsame Playoffpartie mit äußerst überraschendem Ende.
Philadelphia - Buffalo 2-3 2.OT (0-1/1-1/1-0/0-0/0-1) (Serie 0-1)
Obwohl die Sabres über klare Feldvorteile verfügten, waren sie nicht in der Lage, die erste Playoffpartie in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Letztendlich konnte in der zweiten Overtime, nach über 87 Minuten Daniel Briere(87.) den Siegtreffer erzielen und somit der besseren Mannschaft am vergangenen Abend in der HSBC Arena zu einem verdienten Sieg verhelfen.
Ungewöhnlich für ein Playoffbegegnung leisteten sich die Akteure zahlreiche Strafen, so dass sich oft weniger als zehn Spieler auf dem Eis befanden. Mit dieser Situation konnten die Hausherren offenbar besser umgehen, dominierten sie doch von Beginn an. Ihre Überlegenheit setzten sie zwei Mal jeweils zu Beginn der ersten beiden Abschnitte auch in Tore um, als erst Tim Connolly(6.) und dann Jay McKee(25.) trafen.
Philadelphias Anschluss fiel durch Mike Knuble(37.), der den abprallenden Puck nach einem Schuss von Denis Gauthier über die Linie tippte, ehe knapp zwei Minuten vor dem eigentlichen Ende Simon Gagne(59.pp) im Powerplay traf. Trotz des psychologischen Vorteils, aus einem 0-2 Rückstand ein Remis gemacht zu haben, konnten die Flyers keine Akzente im folgenden Drittel setzen. Die Sabres drückten auf den Siegtreffer und wurden durch Brieres Tor in der zweiten Overtime für ihre Anstrengungen auch belohnt.