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2006-04-22 

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SPIELTAG 22.04.2006

John Grahame(TAM) mit einer Rettungstat gegen Daniel Alfredsson(OTT).

Tampa Bay - Ottawa 1-4 (1-0/0-0/0-4)
(Serie 0-1)
Mehr Mühe als den Ottawa Senators lieb war, bereiteten ihnen die Tampa Bay Lightning, die sich als amtierender Stanley Cup Champion als achtplatzierter in der Eastern Conference für die Playoffs qualifiziert hatten.
Bis eine Viertelstunde vor Spielende lagen die Gäste aus Florida im Scotiabank Place der kanadischen Hauptstadt mit 1-0 in Front. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels hatte Vincent Lecavalier(20.pp) eine 5 gegen 3 Überzahlsituation, während Zdeno Chara und Peter Schaefer auf der Strafbank saßen, zur 1-0 Führung genutzt.
Auch im folgenden Durchgang versteckten sich die Lightning keineswegs sondern spielten munter mit. Auf beiden Seiten kam es zu guten Einschussmöglichkeiten, doch die beiden Schlussleute, John Grahame auf Seiten der Gäste sowie Playoffdebütant Ray Emery bei den Senators, behielten die Übersicht. Das Glück auf seiner Seite hatte Emery als er erneut von Lecavalier bezwungen wurde, dieser aber mit seinem Schuss nur das Torgestänge traf.
Die Wende zu Gunsten der Kanadier läuteten Martin Havlat(46.pp) und Jason Spezza(47.pp) mit zwei Überzahltreffern ein. Nur drei Minuten später schloss Mike Fisher(50.sh) einen Konter der Senators bei Unterzahl mit der 3-1 Führung ab. Als dann die Lightning in der vorletzten Spielminute alles auf eine Karte setzten und ihren Goalie aus dem Kasten für einen weiteren Feldspieler nahmen, nutzte Senators Teamkapitän Daniel Alfredsson(59.en) diesen Freiraum zu einem 'Empty Net Goal'.

Edmonton - Detroit 2-3 2.OT (1-1/1-0/0-1/0-0/0-1)
(Serie 0-1)
Kirk Maltby(54./82.) avancierte mit zwei ganz wichtigen Toren zum Matchwinner für die Detroit Red Wings zum Auftakt ihrer Playoffserie gegen die Edmonton Oilers. Gut sechs Minuten vor dem Ende des dritten Drittels staubte Maltby eine präzise Vorlage von Mathieu Schneider zum 2-2 Ausgleich ab und rettete damit seine Red Wings ebenso wie Schlussmann Manny Legace, der 20 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einer Großtat eine Riesenchance von Oiler Fernando Pisani vereitelte, in die Overtime.
In den ersten 20 Minuten der Verlängerung neutralisierten sich die Kontrahenten weitgehend, wobei die Red Wings wiederum mehr Spielanteile hatten. Doch kurz nach Wiederanpfiff nahm sich Maltby erneut ein Herz, zog aus Höhe des rechten Bullykreises ab und die schwarze Hartgummischeibe landete nach dem eigentlich nicht besonders gefährlich wirkenden Schuss hinter Gästegoalie Dwayne Roloson im Netz. Zum ersten Mal bezwingen lassen musste sich Roloson, der es auf insgesamt 53(!) Rettungstaten brachte, nach vier Spielminuten von Robert Lang(5.pp) beim ersten Überzahlspiel der Hausherren.
Doch auch die ansonsten sehr kompakt in der Defensive stehenden Oilers sollten noch ihre Powerplaychancen bekommen und diese nutzten sie konsequent. Sergei Samsonov(12.pp) im ersten sowie Chris Pronger(29.pp) im zweiten Durchgang konnten aus zwei nummerischen Überlegenheiten Kapital schlagen und die Oilers mit 2-1 in Führung bringen. Geschickt verteidigten die Oilers ihren knappen Vorsprung. Am Ende wurde dann aber doch der Druck ihrer Gastgeber zu groß.

San Jose - Nashville 3-4 (1-3/1-0/1-1)
(Serie 0-1)
Glück und Leid liegen gerade in den Playoffs besonders nahe und können für den Unglücklichen sehr schmerzlich sein. Nur 95 Sekunden nachdem Scott Thornton(51.) eine erfolgreiche Aufholjagd der San Jose Sharks mit dem 3-3 Ausgleich abgeschlossen hatte, nutzte Adam Hall(53.pp) eine weitere Überzahlsituation der Nashville Predators zum Siegtor.
Die bessere Powerplayeffizienz und Paul Kariya machten den entscheidenden Unterschied zu Gunsten der Predators aus. Über 50 Prozent ihrer Überzahlsituationen schlossen die Hausherren, mit nur neun Niederlagen im Gaylord Entertainment Center waren sie schon während der regulären Spielzeit das heimstärkste Team der Liga gewesen, mit einem Treffer ab. Bei allen vier Powerplaytoren von Mike Sillinger(9.pp), Martin Erat(11.pp), Shea Weber(20.pp) und Hall assistierte Kariya, der Mann des Abends.
Dabei hatte es zunächst gar nicht schlecht für die kalifornischen Gäste ausgesehen. Mark Smith(5.) hatte sie nach gut vier Spielminuten mit 1-0 in Front gebracht. Einige undisziplinierte Aktionen, die mit Strafen belegt wurden, brachten sie aber letztendlich um einen besseren Playoffeinstand.
Das zweite Tor der Sharks, die im Gegensatz zu ihren Gastgebern bei sechs Powerplays nur einmal erfolgreich waren, erzielte Nils Ekman(29.pp) im zweiten Spielabschnitt.

Anaheim - Calgary 1-2 OT (0-0/0-1/1-0/0-1)
(Serie 0-1)
Eine knappe Angelegenheit wurde es auch beim ersten Playoff-Aufeinandertreffen zwischen den Calgary Flames und Mighty Ducks of Anaheim im Pengrowth Saddledome von Calgary. Nach 60 Spielminuten stand es 1-1 Remis und die Entscheidung über Sieg oder Niederlage musste in der Verlängerung fallen, in der Darren McCarty(70.) nach zehn Minuten der überglückliche Schütze zum 2-1 Heimerfolg war und den Saddledome zum Kochen brachte.
Während der regulären Spielzeit hatten die kanadischen Gastgeber lange Zeit das Spielgeschehen unter Kontrolle. Sie ließen nicht viele Torchancen der Mighty Ducks zu und waren darauf bedacht, dass sie bei den wenigen Schüssen, die ihr Schlussmann Miikka Kiprusoff nicht sicher hatte sondern abprallen ließ, schneller an der Scheibe waren als ihre Gäste.
Nach einem torlosen, wenig spektakulärem ersten Spielabschnitt bugsierte Tony Amonte(27.) aus kurzer Distanz den Puck an Gästeschlussmann Ilya Bryzgalov, der überraschenderweise den Vorzug gegenüber Jean-Sebastien Giguere bekam, vorbei ins Netz. Auch danach fanden die Kalifornier kaum ein Mittel das physisch starke Abwehrbollwerk ihrer Gastgeber zu knacken.
So war es nicht weiter verwunderlich, dass das Glück beim Ausgleich mithelfen musste. Scott Niedermayer schoss nach 45 Minuten die Scheibe einfach Richtung gegnerisches Tor, Flame Roman Hamrlik fälschte den Schuss ab und auch Jeff Friesen(46.) brachte seinen Schläger noch daran, so dass Kiprusoff einfach keine Abwehrchance mehr hatte.
Die ersten Minuten der Overtime gehörten den Mighty Ducks. Sie machten kräftig Dampf und Joffrey Lupul traf sogar einmal den Pfosten. Die Flames fingen sich aber wieder und hatten am Ende das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite.

 

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