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2006-04-19 

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SPIELTAG 19.04.2006

Garth Snow(NYI) hat die Scheibe sicher und Brian Savage(PHI) wartet vergeblich auf den Rebound.

Philadelphia - N.Y. Islanders 4-1 (0-1/0-0/4-0)
Die Philadelphia Flyers gewannen wie erwartet ihre letzte Partie der regulären Saison im Nassau Coliseum von Long Island mit 4-1 Toren und warteten gespannt auf die Ergebnisse aus Manhattan und Montreal. Abhängig vom Ausgang der Auftritte der New York Rangers und New Jersey Devils, hätten die Flyers sogar noch den ersten Platz in der Atlantic Division erreichen können. Die Devils spielten aber nicht mit und so wurde es Rang zwei in der Division und Platz fünf in der Eastern Conference. In der ersten Playoffrunde werden es die Flyers mit den Buffalo Sabres zu tun haben.
Heute Nacht bereiteten ihne die New York Islanders zwei Drittel lang einige Mühe. Bruno Gervais(19.) hatte die Hausherren mit 1-0 in Front geschossen und sie verteidigten geschickt ihren knappen Vorsprung. So richtig gute Torchancen konnten sich die Flyers bis zur zweiten Pause nur selten herausspielen.
Das Blatt sollte sich jedoch schnell im Schlussdrittel wenden. Gerade einmal 60 Sekunden waren absolviert als R.J. Umberger(42.) zum 1-1 ausgleichen konnte und zehn Minuten später setzte Jeff Carter(52.) den Grundstein für den Auswärtserfolg. Richtig brenzlig wurde es für die Gäste 70 Sekunden vor Spielende als Eric Desjardins auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Islanders nahmen ihren Schlussmann Garth Snow vom Eis um auf den Ausgleich zu drängen. Die Maßnahme ging aber nach hinten los. Zwei 'Empty Net Goals' von Simon Gagne(60.sh,en) und Michal Handzus(60.sh,en) besiegelten ihre Niederlage.

Ottawa - N.Y. Rangers 5-1 (0-0/2-1/3-0)
Zum Saisonabschluss verfehlten die New York Rangers gleich drei Ziele. Durch ihre heutige 1-5 Heimpleite gegen die Ottawa Senators mussten sie ihre Führung in der Atlantic Division noch an die New Jersey Devils abgeben und Jaromir Jagr, der lange Zeit die NHL-Scorerliste angeführt hatte, kam nur zu einem Assist bei Martin Straka(36.)s Ehrentreffer. Zu wenig um sich wieder vor Joe Thornton (125 Punkte) zu schieben oder Jonathan Cheechoo (56 Tore) die Torjägerkrone wieder abzunehmen. Jagr bleibt der Trost mit 123 Punkten, davon 55 Tore, zumindest neue Franchiserekorde der Rangers aufgestellt zu haben.
In der heutigen Partie dominierten die 'Blueshirts' nur ein Drittel lang das Spielgeschehen. Die Gäste aus der kanadischen Hauptstadt hielten sich zunächst zurück, konnten sich aber auf die Dienste ihres Schlussmanns Ray Emery verlassen und hielten somit das torlose Remis bis zur ersten Drittelpause.
Wie verwandelt kamen die Kanadier aus der Kabine. Jetzt konnten auch sie etwas mehr Druck nach vorne ausüben und kamen durch Patrick Eaves(29.) sowie Teamkapitän Daniel Alfredsson(36.pp) zu ihren ersten zwei Erfolgserlebnissen. Im Schlussdrittel konnten die Senators, die mit einem Sieg ihre Aussichten auf den ersten Platz in der Eastern Conference erhalten konnten, noch einmal einen Zahn zulegen. Ihre Torgefährlichkeit stellten dabei Verteidiger Andrej Meszaros(42.), Mike Fisher(48.sh) bei Unterzahl und Dany Heatley(54.) mit seinem 50. Saisontor unter Beweis.
Als punktbestes Team des Ostens werden die Senators in der ersten Playoffrunde auf die Tampa Bay Lightning, dem noch amtierenden Stanley Cup Champion, treffen. Die New York Rangers rutschten durch die Niederlage auf Platz sechs und müssen zuerst gegen die New Jersey Devils antreten.

Buffalo - Carolina 4-0 (2-0/0-0/2-0)
Die Buffalo Sabres schossen mit 4-0 Toren die Carolina Hurricanes von der Tabellenspitze der Eastern Conference und können nach der heute gezeigten Vorstellung frohen Mutes den Spielen gegen die Philadelphia Flyers in der ersten Playoffrunde entgegen sehen.
Anstatt sich zu schonen, ihr vierter Tabellenrang war schon gefestigt, spielten die Sabres munter nach vorne und hatten mit der für sie ungewohnt offensiven Einstellung Erfolg. J.P. Dumont(5.pp/58.pp) zeichnete sich als zweifacher Torschütze aus, Brian Campbell(18.) erhöhte noch im ersten Durchgang auf 2-0 und Chris Drury(45.) gelang sein 30. Saisontor.
Einen sicheren Rückhalt bot Gästeschlussmann Martin Biron, der mit 33 Rettungstaten in der letzten Saisonpartie zu seinem ersten 'Shutout' kam.
Die Hurricanes, die von ihren letzten fünf Partien vier verloren, starten nun als zweitplatzierte gegen die siebtplatzierten Montreal Canadiens in die Playoffs. Die Buffalo Sabres haben zunächst Heimrecht gegen die fünftplatzierten Philadelphia Flyers.

Atlanta - Florida 1-2 OT (1-0/0-1/0-0/0-1)
Sowohl die Atlanta Thrashers als auch die Florida Panthers hatten ihr Saisonziel, das Erreichen der Playoffs verfehlt, so galt es für beide Teams sich anständig aus der Spielzeit 2005/06 zu verabschieden. Sie boten den den zahlenden Besuchern im BankAtlantic Center von Sunrise einen offenen Schlagabtausch, bei dem beide Torhüter mehrfach Gelegenheit hatten sich auszuzeichnen.
Für das 'Happy End' der Hausherren sorgte nach 94 Sekunden in der Verlängerung Mike Van Ryn(25./62.pp). Der keineswegs als Torjäger bekannte Stürmer der Panthers hatte bereits im Mittelabschnitt den 1-1 Ausgleich erzielt.
Das Führungstor der Thrashers war Steve McCarthy(19.) gelungen. Einen Blick auf die Tabelle der Eastern Conference sollten die Thrashers aber nicht mehr werfen. Durch zwei Niederlagen gegen vermeintlich leichtere Gegner, Washington und Florida, haben sie sich selbst um einen besseren Saisonausgang gebracht.

Dallas - Columbus 4-5 OT (0-0/1-3/3-1/0-1)
Ein schönes Spielchen für die Galerie lieferten sich die Dallas Stars und die Columbus Blue Jackets in der Nationwide Arena von Columbus. Am Ende der torreichen Partie hatten die Hausherren, Dank eines Overtimetreffers von Sergei Fedorov(61.pp) die Nase knapp mit 5-4 vorne. Mit diesem, seinem 14. Treffer in der Verlängerung, konnte der russische Stürmer zwar mit dem NHL-Rekordinhaber Mats Sundin gleichziehen, insgesamt blieb er aber mit nur zwölf Saisontoren weit unter den in ihn gesetzten Erwartungen.
Nicht nur der letzte sondern auch der erste Durchgang in der heutigen Partie hatte den Blue Jackets gehört. Dennoch ging es mit einem torlosen Remis in die erste Pause. Im Mittelabschnitt kam dann auch noch Salz in die Suppe. Tore von David Vyborny(21.), Trevor Letowski(31.) und Jamie Pushor(40.), bei nur einem Gegentreffer durch Bill Guerin(30.), bescherten den Hausherren eine 3-1 Führung.
Zu Beginn des Schlussdrittels machten dann die Texaner ernst. Innerhalb von gut 3 1/2 Minuten schossen sie Niko Kapanen(46.pp), Steve Ott(48.) und Niklas Hagman(50.) mit 4-3 in Front. Doch auch Columbus hatte noch einen Trumpf im Ärmel. 57 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende rettete sie Mark Hartigan(60.pp) noch in die Verlängerung.
Während sich die Columbus Blue Jackets mit 74 Punkten, einem neuen Franchiserekord in die Sommerpause verabschiedeten, geht es für die Dallas Stars am kommenden Wochenende in der ersten Playoffrunde gegen die Colorado Avalanche weiter.

Pittsburgh - Toronto 3-5 (0-2/1-3/2-0)
Ihren ganzen Frust über das Verfehlen der Playoffs schossen sich die Toronto Maple Leafs in der ersten halben Stunde ihrer heutigen Heimpartie gegen die Pittsburgh Penguins vom Leib.
Angeführt von ihrem schwedischen Teamkapitän Mats Sundin(16./24.), der die Treffer von John Pohl(9.) und Darcy Tucker(28.pp) vorbereitete und selbst zweimal traf, gingen die Leafs innerhalb von 27 Spielminuten mit 4-0 in Führung. Als dann nur 57 Sekunden später auch noch Jeremy Williams(29.) sein erstes NHL-Tor feiern konnte, war die Partie für Gästegoalie Sebastien Caron vorzeitig beendet. Seiner statt durfte Marc-Andre Fleury sein Glück versuchen und dies mit Erfolg. Von den noch folgenden elf Torschüssen der Hausherren wurden alle seine Beute.
Mit dem neuen Mann im Rücken wurde auch das Spiel der Penguins besser. Gerade einmal 27 Sekunden stand Fleury im Kasten als Sidney Crosby(29.) das Anschlusstor gelang. Richtig spannend wurde es noch einmal zu Beginn des Schlussabschnitts. Mit einem Doppelschlag brachten Colby Armstrong(43.pp) und Ryan Malone(44.) die Gäste bis auf zwei Tore heran. In der letzten Viertelstunde gaben sich die kanadischen Hausherren aber keine Blöße mehr.

Die Devils freuen sich über ihren Sieg in Montreal.

New Jersey - Montreal 4-3 (0-2/1-1/3-0)
Rechtzeitig zu Playoffbeginn befinden sich die New Jersey Devils in Topform. Heute Nacht gewann das Team aus East Rutherford seine elfte Partie in Folge und eroberte mit dem 4-3 Auswärtserfolg bei den Montreal Canadiens die Tabellenführung in der Atlantic Division.
Dabei hatte es zunächst gar nicht danach ausgesehen. Die Devils zeigten sich in der Defensive ungewohnt anfällig und mussten so einem 0-3 Rückstand nach Gegentreffern von Craig Rivet(6.), Tomas Plekanec(12.) und Alexei Kovalev(35.) hinnehmen. Mit dem vermeintlich sicheren Vorsprung im Rücken schleichten sich aber auch bei den Frankokanadiern Fehler im Abwehrverhalten ein und die Devils konnten noch einmal zu einer furiosen Aufholjagd ansetzen. Brian Gionta(38./52.pp) läutete diese mit seinem ersten von zwei Toren zum Ende des Mittelabschnitts ein und Patrik Elias(55.) sowie Jamie Langenbrunner(58.) vollendeten sie in den letzten Spielminuten.
Leicht verschmerzen konnten die Canadiens diese Niederlage zum Abschluss der regulären Saison. Sie haben ihr Hauptziel, die Playoffs 2006, erreicht und dürfen als Tabellensiebter gegen die Carolina Hurricanes antreten. Auf die New Jersey Devils warten in der ersten Runde Lokalderbys gegen die New York Rangers.

Washington - Tampa Bay 4-1 (1-0/2-1/1-0)
Platz acht oder sieben, das war die Frage, die sich die Tampa Bay Lightning vor dem heutigen Heimauftritt gegen die Washington Capitals stellten. Am Ende, nach einer enttäuschenden Vorstellung im St. Pete Times Forum, wurde es Platz acht. Bei den amtierenden Stanley Cup Champions traten wiederum zwei Makel zum Vorschein, die sie schon die ganze Saison über begleitet haben. Einerseits ihre Abschlussschwäche, sie benötigen einfach viel zu viele Einschussmöglichkeiten bis sie zum Erfolg kommen, andererseits das Torwartproblem. John Grahame musste bis zu seiner Auswechslung drei von 17 Schüssen, jene von Jeff Halpern(10.pp/21.) sowie Ben Clymer(26.) passieren lassen und auch Sean Burke hatte nur wenig Gelegenheit sich auszuzeichnen, wurde aber einmal von Steve Eminger(55.) zum 4-1 Endstand bezwungen.
Das einzige Highlight aus Sicht der Hausherren gelang Ruslan Fedotenko(25.pp) mit dem 1-2 Anschlusstreffer. Insgesamt schossen die Lightning 43 Mal auf das von Brent Johnson gehütete Gehäuse der Capitals.
Washingtons Jungstar Alexander Ovechkin steuerte dem Auswärtssieg einen Assist bei, erhöhte damit sein Punktekonto auf 106 Zähler und schließt die Spielzeit 2005/06 als drittbester Rookie in der Geschichte der NHL ab.
Für die Lightning geht es kommendes Wochenende in der ersten Playoffrunde gegen die Ottawa Senators weiter.

Detroit - Nashville 3-6 (1-0/0-4/2-2)
Jede noch soschöne Serie findet einmal ihr Ende. Heute Nacht im Gaylord Entertainment Center von Nashville waren es für die Detroit Red Wings gleich deren zwei. Seit elf Spielen in fremden Stadien ungeschlagen, insgesamt acht Siegen in Folge und seit Anfang März mit mindestens einem Punktgewinn in jeder Partie, hatten die Überflieger aus Detroit heute Nacht mit 3-6 Toren das Nachsehen gegen die Nashville Predators.
Dabei hatte es zunächst gar nicht schlecht ausgesehen für die Mannen aus Hockeytown. Kris Draper(14.) brachte sie nach einer knappen Viertelstunde, nachdem sie drei Unterzahlsituationen schadlos überstanden hatten, mit 1-0 in Front.
Der Schein trügte jedoch. Nach der Drittelpause übernahmen die Nashville Predators das Kommando mit sechs Toren in Folge auf welche die Red Wings keine Antwort fanden. Paul Kariya(25./30.pp/42.) bewies mit einem Hattrick seine Torjägerqualitäten und Martin Erat(25.), David Legwand(37.) sowie Mike Sillinger(44.) taten es ihm gleich.
Zwei Powerplaytreffer von Mikael Samuelsson(55.pp) und Jason Williams(58.pp) in den Schlussminuten sorgten aus Sicht der Gäste zumindest noch für etwas Ergebniskosmetik.
So richtig ernst wird es für die Kontrahenten, die ihre Plätze eins und vier im Westen schon vor geraumer Zeit bezogen haben, wieder am kommenden Wochenende, wenn die Playoffs beginnen. Die Detroit Red Wings treffen auf die achtplatzierten Edmonton Oilers und die Nashville Predators haben Heimrecht gegen die San Jose Sharks.

St. Louis - Chicago 2-3 OT (1-1/1-1/0-0/0-1)
Das Kellerduell der Western Conference zwischen den St. Louis Blues und den Chicago Blackhawks entschied der Vorletzte, Dank eines Treffers von Kyle Calder(64.) nach 200 Sekunden in der Overtime, mit 3-2 für sich.
Während der regulären Spielzeit konnten sich die Gäste aus St. Louis durch Tore von Timofei Shishkanov(13.) und Scott Young(25.) zweimal eine Führung verschaffen, am Ende standen sie aber wieder einmal mit nur einem Pünktchen da. Von ihren letzten 19 Partien konnten die Blues, die seit 1979 in diesem Jahr zum ersten Mal die Playoffs verpassten, nur eine gewinnen. Nur einer von ihren zahlreichen Negativerlebnissen und -rekorden, die sie in der Spielzeit 2005/06 aufstellten.
Dass sich die Blues heute Nacht ü,berhaupt in die Verlängerung retten konnten, hatten sie hauptsächlich ihrem Schlussmann Jason Bacashihua zu verdanken, der insgesamt 50(!) Torschüsse abwehren konnte, bei den Ausgleichstreffern von Radim Vrbata(15.) und Dustin Byfuglien(33.) ziemlich machtlos war.

 

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