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2006-04-18 

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SPIELTAG 18.04.2006

Jeff Halpern(WAS) freut sich über das Powerplaytor von Brian Willsie.

Atlanta - Washington 4-6 (2-3/2-0/0-3)
Großes Aufatmen in Tampa und Montreal, hängende Köpfe in Atlanta. Ausgerechnet die Washington Capitals, das nach Punkten drittschlechteste Team der Liga stoppte die Jagd der Atlanta Thrashers nach einem Playoffplatz. Durch die heutige 4-6 Niederlage in der US-Hauptstadt sind die Thrashers aus dem Rennen. Rang sieben und acht in der Eastern Conference gehen an die Tampa Bay Lightning und die Montreal Canadiens.
Die Enttäuschung über die Niederlage war bei den Thrashers riesengroß. NHL-Veteran Bobby Holik(1.), der Schütze zum 1-0 nach elf Sekunden, konnte es nicht fassen: "So wie wir heute Abend darf man einfach nicht spielen wenn es um alles geht. Sechs Gegentore das ist unglaublich."
Die Capitals zeigten sich keinesfalls geschockt von dem frühen Rückstand und hatten gut drei Minuten später mit dem Doppelschlag von Brooks Laich(4.) und Matt Pettinger(5.) eine passende Antwort parat. Die Thrashers stürmten weiter nach vorne und noch vor der ersten Pause gelang Steve McCarthy(19.) der Ausgleich. Die Freude hierüber währte aber nur zehn Sekunden, dann war Rico Fata(19.) zur Stelle.
Der Mittelabschnitt gehörte ganz und gar den Gästen aus Atlanta. Sie setzten Olaf Kölzig im Tor der Hausherren unter Dauerdruck. Angesichts der spielerischen Überlegenheit der Thrashers waren Torerfolge nur eine Frage der Zeit. Garnet Exelby(27.) mit seinem ersten Saisontor und Peter Bondra(29.) gelang es schließlich ihre Thrashers mit 4-3 erneut in Front zu schießen.
Anstatt das Spiel nun zu beruhigen suchten die Gäste auch im letzten Drittel den offenen Schlagabtausch. Ein fataler Fehler, auch weil ihr Torhüter Mike Dunham, der zwischenzeitlich aus- und wieder eingewechselt wurde, einen unglücklichen Tag erwischt hatte. Rookie Alexander Ovechkin(43.) mit seinem 52. Saisontor, Brian Willsie(49.pp) und erneut Matt Pettinger(53.) beendeten den Traum der Thrashers von der ersten Playoffteilnahme in ihrer noch jungen Franchisegeschichte.

N.Y. Islanders - Pittsburgh 1-6 (0-2/1-2/0-2)
Zu einem versöhnlichen Saisonabschluss kamen die Pittsburgh Penguins gegen die New York Islanders in ihrer letzten Heimpartie. Deutlich mit 6-1 Toren gaben sie den Gästen aus Long Island, die nur wenig Widerstand boten, das Nachsehen.
Der Spieler des Abends war mit drei Assists Sidney Crosby. Der 18-jährige Stürmer erreichte damit die 100-Punkte Marke und geht als jüngster Spieler, dem dies jemals gelang in die NHL-Geschichtsbücher ein. Der bisherige Rekordinhaber war Dale Hawerchuk von den Winnipeg Jets, der aber gut drei Monate älter war, als jetzt Crosby.
Von Crosbys heutigen Vorlagen profitierten Andy Hilbert(2.), Tomas Surovy(36.) und der zweifache Torschütze Ryan Malone(11./36.). Ohne Beteiligung von Pittsburghs Jungstar erhöhten im Schlussdrittel Josef Melichar(52.sh) und Ryan Whitney(56.).
Von den Islanders war in den 60 Minuten nur wenig zu sehen. Immerhin sollte Miroslav Satan(24.) noch ein Ehrentor gelingen.

Dallas - Detroit 2-3 (1-0/0-0/1-3)
Die Positionen an der Spitze der Western Conference sind schon seit einiger Zeit bezogen, doch manchmal sieht man sich noch ein weiteres Mal und das nächste Mal könnte es zwischen den Dallas Stars und den Detroit Red Wings das Conference Finale sein.
So war verständlich, dass sich die beiden besten Teams im Westen auch heute Nacht nichts schenkten und kräftig zur Sache ging. Es galt schon einmal seinem Gegner Respekt einzuflösen. Zunächst gelang dies den Gästen aus Dallas in der ruppig geführten Partie. Jason Arnott(16.) erzielte nach einer Viertelstunde deren 1-0 Führung, die lange Zeit Bestand haben sollte.
Etwas weniger intensiv, mit optischen Vorteilen der Red Wings verlief der torlose Mittelabschnitt. Die Hausherren legten aber im Schlussdrittel, nachdem sie durch einen Powerplaytreffer von Jere Lehtinen(44.pp) gleich mit 0-2 in Rückstand geraten waren, noch einmal richtig los. In den letzten sieben Spielminuten konnten Johan Franzen(54.), Andreas Lilja(56.) sowie Tomas Holmstrom(60.pp) das Spiel noch zu Gunsten der nun seit acht Partien hintereinander siegreichen Hausherren wenden.

Colorado - Edmonton 2-4 (0-1/1-0/1-3)
Dallas oder Calgary, Platz sieben oder Platz sechs in der Western Conference. So schwach wie sich die Colorado Avalanche heute Nacht im Rexall Place von Edmonton präsentierten, konnte man fast den Eindruck haben, ihnen sind die Texaner in der ersten Playoffrunde lieber als die westkanadischen Nachbarn ihres heutigen Gastgebers.
Die heutige 2-4 Niederlage war Colorados vierte aus den letzten fünf Saisonspielen. Nicht gerade ein gutes Zeichen für die kommenden Playoffaufgaben gegen die Dallas Stars.
Die Avalanche versuchten aus einer kompakten Defensive heraus zu agieren. Doch beides sollte ihnen nur bedingt gelingen. Kompakt zeigte sich die Abwehr bei den Gegentreffern von Rem Murray(20.), Raffi Torres(41.), Jarret Stoll(55.sh) sowie Jaroslav Spacek(60.en) keineswegs und auch von einer Agitation war nur wenig zu sehen. Immerhin konnten Teamkapitän Joe Sakic(33.) und Patrice Brisebois(49.) zwei Mal den Spielstand egalisieren. So richtig verdient wäre aber ein Punktgewinn nicht gewesen.
Für die Oilers stand schon vor ihrer heutigen Aufgabe, unabhängig vom Ausgang der Partie fest, dass sie in der ersten Playoffrunde als krasser Außenseiter gegen die Detroit Red Wings anzutreten haben.

Los Angeles - San Jose 4-0 (1-0/1-0/2-0)
Nach anstrengenden letzten Wochen, in denen sie bis auf Platz fünf in der Western Conference empor geklommen waren, gönnten sich die San Jose Sharks in ihrer letzten Saisonpartie vor den kraftraubenden Playoffs eine Auszeit. Sie unterlagen im innerkalifornischen Duell den Los Angeles Kings mit 0-4 Toren. Erst zum neunten Mal blieben damit die Sharks im heimischen HP Pavilion ohne Punktgewinn.
Ein besonderer Abend war es für Kings' NHL-Veteran Luc Robitaille, der mit einem Sieg seine 19-jährige NHL-Karriere beendete. Für die Treffer der Südkalifornier waren aber andere zuständig. Pavol Demitra(16.sh), Mark Parrish(28.pp), Michael Cammalleri(42.) und Mattias Norstrom(56.pp) bezwangen jeweils Sharks' Schlussmann Evgeni Nabokov.
Die Hausherren boten kaum Gegenwehr und so hatte auch Gästegoalie Jason LaBarbera relativ wenig Mühe mit den 31 Schüssen bei seinem 'Shutout'.
Gespannt auf die morgige Partie der New York Rangers dürften Joe Thornton und Jonathan Cheechoo schauen. Jaromir Jagr könnte Cheechoo noch die Torjägerkrone abnehmen und Thornton den Titel des Topscorers streitig machen.

Calgary - Anaheim 3-4 (0-2/2-1/1-1)
Die Generalprobe für die kommendes Wochenende beginnende Playoffrunde gegen die Calgary Flames haben die Mighty Ducks of Anaheim heute Morgen erfolgreich bestanden. Gut neun Minuten vor Spielende gelang Teemu Selanne(51.pp) aus einem Powerplay heraus und hiervon gab es auf beiden Seiten zahlreiche Gelegenheiten das 4-3 Siegtor für die Südkalifornier.
Nimmt man das heutige Spiel zum Maßstab dann dürften uns noch heiße Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams in der ersten Playoffrunde bevorstehen. Nur äßerst selten saß nicht mindestens ein Aktiver auf der Strafbank um seinen Übermut abzukühlen. Die 'Special Teams' mussten über Sieg oder Niederlage entscheiden und die besseren hatten die Hausherren. Neben Selanne konnten bei den Ducks noch Corey Perry(15.pp) und Chris Kunitz(20.pp) von Überzahlsituationen profitieren, während bei den Westkanadiern nur Jarome Iginla(37.pp) zum 2-3 Zwischenstand ein Powerplaytreffer gelang.
Bei nummerischen Gleichgewicht auf dem Eis, was selten genug der Fall war, waren die Gäste gefährlicher. Byron Ritchie(27.) und Daymond Langkow(44.) sorgten für ein 3-3 Remis zu Beginn des Schlussabschnitts. Das einzige Tor der Ducks bei fünf gegen fünf gelang Andy McDonald(31.) nach einer halben Stunde.

 

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