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2006-04-12 

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SPIELTAG 12.04.2006

Michal Rozsival(NYR) bringt Sean Bergenheim(NYI) zu Fall.

N.Y. Islanders - N.Y. Rangers 3-2 (1-0/2-0/0-2)
Die New York Islanders überraschten im Madison Square Garden von Manhattan mit einem 3-2 Erfolg über ihren Erzrivalen den New York Rangers. Nach einer kurzen Einführungszeremonie, bei der Jaromir Jagr als neuer Franchiserekordhalter für den Spieler mit den meisten Toren und Punkten in einer Saison bei den Rangers geehrt wurde, legten die Hausherren stürmisch los. Gleich in der ersten Spielminute schossen sie drei Mal auf das von Rick DiPietro gehütete Gästegehäuse. Danach war es aber auch schon vorerst aus mit der Herrlichkeit der Rangers. Bis zum Ende des zweiten Drittels konnten sie kaum noch DiPietro gefährden.
Die Islanders übernahmen das Kommando und erarbeiteten sich durch Tore von Miroslav Satan(6./33.pp) und Chris Campoli(27.) eine nicht unverdiente 3-0 Führung. Im letzten Spieldurchgang sollte sich aber das Blatt noch einmal wenden. Wie verwandelt kamen die Rangers aus der Kabine und machten 20 Minuten lang kräftig Druck. Im Minutentakt kamen die Hausherren zu Torchancen. Von den 24 Schüssen die auf seinen Kasten kamen musste DiPietro zwei von Michael Nylander(44.) und Petr Prucha(53.pp) passieren lassen. Am Ende fehlte aber den Rangers das Quentchen Glück sich bei ihrem Streben nach dem Divisionstitel zumindest noch einen Punkt zu ergattern.

Pittsburgh - Philadelphia 3-4 (0-0/1-3/2-1)
Für die Philadelphia Flyers, die ihre Ambitionen auf die Meisterschaft in der Atlantic Division noch keinesfalls aufgegeben haben, waren zwei Punkte in der Heimpartie gegen die Pittsburgh Penguins Pflicht. Das Tabellenschlusslicht der Eastern Conference bereitete den Flyers aber mehr Mühe als ihnen lieb war. Erst 6 1/2 Minuten vor Spielende gelang Jeff Carter(54.) das 4-3 Siegtor, wodurch sie ihren Rückstand gegenüber den erstplatzierten Rangers auf drei Punkte verkürzen konnten.
Nach einem ereignisarmen und torlosen ersten Spielabschnitt machten die Hausherren ernst und kamen innerhalb von knapp zehn Minuten durch Tore von Simon Gagne(25.), Brian Savage(31.) und Joni Pitkanen(34.) zu einer scheinbar sicheren 3-0 Führung.
Der Schein trügte jedoch. Die Penguins gaben sich noch keinesfalls geschlagen, bewiesen Moral und nutzten eiskalt die Abwehrschwächen ihrer Gastgeber aus. Die Fans im Wachovia Center trauten ihren Augen nicht. Nach Treffern von Michel Ouellet(35.pp), Ryan Whitney(42.) und Sidney Crosby(49.) stand es plötzlich 3-3 Remis. Wie schon so oft in dieser Saison zogen die 'Pens' am Ende dann doch wieder den Kürzeren und mussten ohne Punkte die Heimreise antreten.

New Jersey - Carolina 4-3 OT (1-1/1-0/1-2/1-0)
Nun steht es auch hochoffiziell fest. An den Playoffs 2006 werden auch wieder die New Jersey Devils mitwirken. Mit einem 4-3 Overtimeerfolg konnten die Stanley Cup Champions von 2003 zwei Punkte aus Raleigh mitnehmen und ihre Erfolgsserie auf neun Siege in Folge ausbauen. Nur 28 Sekunden währte die Verlängerung, in der die Devils mit einem Mann mehr auf dem Eis beginnen konnten. Brian Gionta(61.) beendete die hochklassige Partie mit seinem 45. Saisontor.
In den 60 Minuten zuvor schenkten sich die Kontrahenten nichts. Um jeden Zentimeter auf dem Eis wurde gekämpft, kein Puck verloren gegeben und auch an Toren sollte es nicht fehlen. In schöner Regelmäßigkeit wechselten sich in der regulären Spielzeit Freud und Leid ab. Drei Mal gingen die Gäste dabei in Führung. Grant Marshall(2.), John Madden(38.) und Jamie Langenbrunner(56.pp) waren ihre Torschützen.
Doch die Hurricanes gaben nie auf und hatten immer wieder eine Antwort parat. Als Letzter ihr Topscorer Eric Staal(60.sh), dem in der Schlussminute des dritten Durchgangs bei Unterzahl das 3-3 Unentschieden gelang. Zuvor hatten Craig Adams(9.) und Mark Recchi(49.) jeweils den Spielstand egalisieren können.

Florida - Toronto 5-6 OT (2-1/1-2/2-2/0-1)
Die Toronto Maple Leafs konnten ihre theoretische Chance auf eine Playoffteilnahme mit einem 6-5 Heimerfolg über die Florida Panthers erhalten. Praktisch wird es aber weitaus schwieriger. Bei nur noch vier ausstehenden Partien beträgt der Rückstand des kanadischen Traditionsteams noch fünf Punkte auf die achtplatzierten Tampa Bay Lightning und leichter als die heutige Partie werden die kommenden Aufgaben wohl auch nicht werden.
Der Einsatz stimmte bei den Hausherren, doch das Defensivverhalten gegen die sehr zurückhaltend agierenden Panthers ließ doch noch einige Wünsche offen. Die Leafs machten von der ersten Minute an das Spiel und liefen dabei immer wieder in schnell vorgetragenen Konter ihrer Gäste. Die Quittung waren fünf Gegentreffer von Olli Jokinen(8.), Joe Nieuwendyk(9./25.pp/42.) und Jay Bouwmeester(57.).
NHL-Veteran Joe Nieuwendyk hätte mit seinem Hattrick der Mann des Abends werden können, doch seine herausragende Leistung wurde noch getoppt. Torontos Teamkapitän Mats Sundin(18.pp/21.pp/44.pp/52.) trieb seine Mannschaft nach vorne und hatte auch noch ausreichend Zielwasser getrunken. Gleich vier Mal traf er ins Schwarze und brachte damit das Air Canada Center zum Kochen. Den dritten Treffer der Maple Leafs in der regulären Spielzeit erzielte Nik Antropov(39.pp).
Das vielleicht am Saisonende noch ganz wichtige Siegtor für die Hausherren gelang Tomas Kaberle(65.) elf Sekunden vor dem vermeintlichen Ende der Verlängerung.

Boston - Ottawa 3-4 OT (0-2/2-0/1-1/0-1)
Mit den wiedergenesenen Zdeno Chara(16.pp/61.) und Wade Redden in den Reihen konnten die Ottawa Senators im heimischen Corel Centre nach vier Niederlagen in Folge wieder doppelt punkten. Verteidiger Chara entpuppte sich dabei mit seinen Treffern zum 2-0 und dem Siegtor in der Verlängerung zum Matchwinner.
Die Senators begannen stark und entfachten sehr viel Druck auf Bruins Schlussmann Tim Thomas, während Boston seinen Gegenüber Michael Morrison kaum prüfte. Folgerichtig lagen die Hausherren nach 20 Minuten mit 2-0 in Front. Neben Chara hatte Antoine Vermette(7.) getroffen. Marco Sturm hatte kurz nach dem 1-0 die große Chance zum Ausgleich, scheiterte jedoch mit seinem Penalty an der Latte.
Doch obwohl die Senators nie vergaßen ihr Offensivspiel weiter zu forcieren, kamen die Gäste besser in die Partie und konnten im Mittelabschnitt durch Travis Green(31.sh) und Patrice Bergeron(40.) ausgleichen. Für die erneute Führung der Gastgeber, für die es in den letzten Spielen um die beste Position im Osten geht, sorgte Chris Kelly(47.). Nachdem die Kanadier trotz Druckphasen kein weiteres Tor erzielten, konnte Brad Stuart(60.) 18 Sekunden vor der Schlusssirene doch noch ausgleichen und die Verlängerung erzwingen, die ganze 40 Sekunden dauerte, ehe Chara mit seinem 16. Saisontreffer die Partie entschieden hatte.

Zwischendurch konnte Sean Burke(TAM) auch einmal einen Schuss, wie den von Scott Mellanby(NYR) abwehren.

Atlanta - Tampa Bay 6-2 (2-1/4-0/0-1)
Die Atlanta Thrashers klammerten sich an ihren letzten Strohhalm, verließen das St. Pete Times Forum von Tampa mit einem eindrucksvollen 6-2 Sieg und sind nun nach dem doppelten Punktgewinn gegen die vor ihnen auf dem achten Platz rangierenden Lightning zuversichtlich, dass sie die Playoffs doch noch erreichen können. "Wir haben noch ein Spiel mehr als Tampa und wenn wir dieses am Donnerstag gegen Washington gewinnen, dann ist alles möglich," wagte Atlantas Coach Bob Hartley einen Blick in die nahe Zukunft.
Heute Nacht ließen sich die Thrashers auch von einem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen. Nach 5 1/2 Minuten brachte Dmitry Afanasenkov(6.) die Hausherren mit 1-0 in Front.
Die folgende halbe Stunde bis zur zweiten Pause gehörte aber ganz und gar den Thrashers. Schnelle Kombinationen und Treffsicherheit im Abschluss zeichneten ihr Spiel aus. Zu ihrem Glück hatten auch die beiden Schlussleute der Hausherren, vor allem Sean Burke, nicht gerade ihren besten Tag erwischt.
Je zwei Mal Andy Sutton(10./22.) und Bobby Holik(15./24.) sowie Steve McCarthy(31.pp) konnten Burke bis zu seiner Auswechslung bezwingen. Der anschließend eingewechselte John Grahame konnte auch nur knapp 4 1/2 Minuten seinen Kasten sauber halten, ehe er von Marian Hossa(35.sh) bei Unterzahl bezwungen wurde.
Mit dem 5-Tore Vorsprung im Rücken war die Partie für die Thrashers gelaufen. So konnten sie auch das zweite Gegentor von Martin St. Louis(49.pp) unter der Rubrik Schönheitsfehler ablegen.

Edmonton - Detroit 0-2 (0-1/0-0/0-1)
Mit einem 2-0 Erfolg gegen Edmonton haben die Detroit Red Wings zum fünften Mal in den letzten elf Jahren die Presidents Trophy für das punktbeste Team während der regulären Saison geholt. Damit haben die Red Wings in allen Playoffrunden das Heimrecht gesichert. Torhüter Manny Legace holte seinen siebten Shutout der Saison. Seit 1965-66 hatte kein Detroiter Goalie diese Marke mehr erreicht.
Für deren Gegner die Edmonton Oilers wird dagegen der Kampf um den Einzug in die Playoffs immer enger. Sie befinden sich nur zwei Punkte vor Vancouver bei noch zwei ausstehenden Partien, während die kanadischen Kontrahenten noch drei Spiele zu absolvieren haben.
Die Punkte gegen Detroit hatten die Oilers nicht unbedingt einplanen können, doch gerade im Schlussabschnitt versuchten die Hausherren noch einmal alles den 0-2 Rückstand nach Treffern von Donald MacLean(10.pp) und Kris Draper(41.) zu drehen. Legace zeigte aber, warum er zurecht Chris Osgood als Nummer 1 der Red Wings verdrängt hat. Mit seinen Paraden brachte er die Fans in der Joe Louis Arena mehrfach zum Jubeln.

Nashville - St. Louis 2-0 (0-0/0-0/2-0)
Zwei späte Tore von Mike Sillinger(53.) und Adam Hall(60.en) sowie ein hervorragend agierender Ersatztorwart Chris Mason führten die Nashville Predators zu einem 2-0 Arbeitssieg im Savvis Center von St. Louis. Die Predators, zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte erreichten sie die 100 Punkte Marke, untermauerten damit ihren Anspruch auf das Heimrecht in der ersten Playoffrunde. Ohne ihren verletzten Stammtorwart Tomas Vokoun, wird es für die Predators ohnehin schwer in den Playoffs bestehen zu können.
Heute Nacht war Mason, der mit 27 Rettungstaten seinen dritten Shutout feiern konnte, ein mehr als adäquater Ersatz für Vokoun. Der Gegner hieß aber auch St. Louis Blues, die von ihren letzten 15 Partien nur eine gewinnen konnten, und nicht Anaheim.
Die Predators konnten mit dem heutigen Triumph alle acht Saisonpartien gegen die Blues für sich entscheiden.

Chicago - Minnesota 0-2 (0-0/0-0/0-2)
Nur noch um die Ehre ging es beim Aufeinandertreffen zwischen den Chicago Blackhawks und den Minnesota Wild im Xcel Energy Center von St. Paul. Beide Teams haben die Playoffs schon seit geraumer Zeit verpasst, was sie aber nicht daran hinderte richtig zur Sache zu gehen. Am Ende setzte sich aber dann doch die bessere Spielqualität der Hausherren durch. Stephane Veilleux(51.) und Pierre-Marc Bouchard(59.en) konnten in den letzten zehn Spielminuten die Partie zu Gunsten der Wild entscheiden.
Richtig viel Spaß am Ausgang seiner erst zweiten NHL-Partie hatte Minnesotas junger Schlussmann Josh Harding, der seinem erfahrenen Gegenüber und Stanley Cup Champion Nikolai Khabibulin die Show stahl. Mit 27 Paraden hielt Harding seinen Kasten sauber und verdiente sich seinen ersten NHL-Shutout. "Das ist eine super Geschichte. Mein erstes Spiel habe ich im 'Shootout' gewonnen und das zweite nun mit einem 'Shutout'. So darf es weitergehen. Schade, dass die Saison schon in einigen Tagen vorüber sein wird."

Columbus - Dallas 2-3 (0-1/0-2/2-0)
Erst als die Dallas Stars etwas die Zügel schleifen ließen, angesichts einer deutlichen Führung kurz vor Schluss mit der Konzentration nachließen, konnten auch die Columbus Blue Jackets zwei Stiche machen. Duvie Westcott(58.) und Sergei Fedorov(59.) sorgten mit ihren zwei Treffern in den letzten 2 1/2 Minuten noch für etwas Aufregung in der American Airlines Center von Dallas.
Ein 3-3 Ausgleichstor wäre aber zuviel des Guten gewesen, nachdem die Hausherren weite Strecken der Partie dominiert hatten. Gleich das erste Überzahlspiel hatten die Texaner durch Jason Arnott(4.pp) zur 1-0 Führung genutzt. Bei den noch folgenden Powerplays bis zum Drittelende zeigten sich die Hausherren weniger effektiv im Abschluss und so ging es auch mit dem knappen Vorsprung in die Pause.
Im Mittelabschnitt spielte sich das Spielgeschehen hauptsächlich im Drittel der Blue Jackets ab. Die Stars machten mächtig Druck und konnten mit den Treffern von Janne Niinimaa(29.pp) und Jaroslav Svoboda(40.) zur Vorentscheidung auch Zählbares vorweisen.

Phoenix - Colorado 4-6 (0-3/1-3/3-0)
Bis zur 39. Spielminute lief alles perfekt für die Colorado Avalanche in ihrem letzten Heimspiel der regulären Saison. Torhüter Jose Theodore war der große Rückhalt der Mannschaft und hielt das Team auch bei zwei Mann Unterzahl im Spiel. Außerdem zeigte sich die Offensivabteilung äußerst torhungrig. Nach Treffern des wiedergenesenen Alex Tanguay(2.), Brett Clark(12.pp) und Milan Hejduk(19.pp) im ersten Drittel, sowie Ian Laperriere(21.), Andrew Brunette(28.pp) und Pierre Turgeon(29.) im zweiten Durchgang führten die Hausherren so mit 6-0. Ein Wenig störte es noch, dass Mike Ricci(40.) kurz vor dem zweiten Wechsel das 1-6 erzielen konnte.
Trainer Joel Quenneville dürfte es aber kaum gefallen haben, dass die Avalanche sich im Schlussabschnitt zu stark auf ihren Lorbeeren ausruhten und so den Gegner wieder stark machten. Derek Morris(53.), Mike Comrie(54.) und Josh Gratton(59.) konnten deshalb den Spielstand noch auf 4-6 verkürzen, was zwar nichts an der Tabellensituation ändert, aber nicht gerade für eine Souveränität der Truppe aus Denver spricht. Bei den folgenden Auswärtspartien gegen die direkten Kontrahenten aus Calgary, Edmonton und Vancouver wird schon etwas mehr Konzentration nötig sein als heute Nacht.
Coyotes Trainer Wayne Gretzky war trotz des Schlussspurtes ziemlich enttäuscht von seiner Mannschaft und begab sich wortlos zum Teambus.

Anaheim - Calgary 0-3 (0-0/0-1/0-2)
Elf Jahre ist es schon her, dass die Calgary Flames zum letzten Mal ihre Division gewannen. Heute Nacht machten sie mit einem eindrucksvollen 3-0 Heimerfolg im Saddledome über die zuletzt so starken Mighty Ducks of Anaheim einen großen Schritt in Richtung Divisionsmeisterschaft.
Aus einer kompakten Defensive heraus mit einem wieder einmal überzeugenden Miikka Kiprusoff im Tor sicherten sich die Westkanadier beide Punkte. Kiprusoff wehrte alle 32 Torschüsse der Gäste mit Bravour ab und konnte damit zum neunten Mal, so oft wie kein anderer Schlussmann in der Liga, seinen Kasten sauber halten.
Weniger Erfolg mit seinen Abwehraktionen hatte Gästetorwart Ilya Bryzgalov, der sich nach einem torlosen ersten Spielabschnitt noch von Chris Simon(25.), Daymond Langkow(41.pp) und Kristian Huselius(41.) geschlagen geben musste.
Die Flames konnten in jeder ihrer letzten acht Partien punkten und erreichten zum ersten Mal seit der Spielzeit 1990/91 100 Saisonzähler.

 

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