Alexander Ovechkin(WAS) freut sich über sein Siegtor.
Washington - Boston 2-1 OT (0-0/1-0/0-1/1-0) Als sechster Rookie in der NHL-Geschichte erreichte Alexander Ovechkin(64.) in seiner Debutsaison die 100-Punkte Marke. Zuletzt gelang dieses Kunststück vor 13 Jahren Teemu Selanne und Joe Juneau in der Spielzeit 1992/93.
Ovechkin erzielte nach 3 1/2 Minuten in der Verlängerung das 2-1 Siegtor für die Washington Capitals bei ihrem Gastauftritt im TD BankNorth Garden von Boston. Neben dem jungen Russen konnte auch Washingtons deutscher Schlussmann Olaf Kölzig auf der ganzen Linie überzeugen. Er wehrte 37 von 38 Torschüsse der Boston Bruins mit Bravour ab. Einmal stand Kölzig auch mit dem Glück im Bunde als Brad Boyes im torlosen ersten Spielabschnitt nur das Quergestänge seines Gehäuses traf.
Die Führung der Gäste aus der US-Hauptstadt erzielte im Mittelabschnitt Dainius Zubrus(36.) mit einem präzisen Handgelenksschuss nach einer schönen Einzelaktion. Der nicht unverdiente Ausgleich für die Hausherren gelang zur Mitte des Schlussabschnitts Mark Stuart(51.). Für ihn war es das erste NHL-Tor für die Bruins in seiner noch jungen Karriere.
Ottawa - Montreal 2-3 (2-1/0-1/0-1) Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen gewannen die Montreal Canadiens gegen ihre Nachbarn aus der kanadischen Hauptstadt, die Ottawa Senators. Das für die Frankokanadier im Kampf um einen Playoffplatz so wichtige 3-2 Siegtor erzielte im Schlussdrittel Richard Zednik(50.), der zuletzt 14 Partien lang ohne persönliches Erfolgserlebnis geblieben war.
Die Canadiens boten ihren Fans eine mannschaftlich geschlossene, engagierte Vorstellung, bei der sie sich auch nicht von Rückschlägen beeindrucken ließen.
Auf das frühe Führungstor von Christopher Higgins(3.) antworteten die Senators, die ja noch um den ersten Platz in der Eastern Conference kämpfen, mit zwei Treffern von Verteidiger Andrej Meszaros(6.pp) und Dany Heatley(12.).
Der nicht unverdiente Ausgleich für die Canadiens gelang Sheldon Souray(27.). Aus spitzem Winkel feuerte er einen Onetimer an Ray Emery vorbei ins Netz. Auch in der noch verbleibenden halben Stunde hatte Montreals Schweizer Schlussmann David Aebischer, dem erneut das Vertrauen von seinem Trainer geschenkt wurde, mehrere Male Gelegenheit sich auszuzeichnen.
Insgesamt wehrte Aebischer 35 Torschüsse, davon 15 im Schlussabschnitt, der wild aber ungewohnt konzeptionslos anstürmenden Senators ab und verdiente sich seinen dritten Sieg in Folge. Für die Gäste endete der heutige Auftritt mit der vierten Niederlage hintereinander.
San Jose - Phoenix 3-2 (1-0/2-1/0-1) Die San Jose Sharks konnten sich heute Morgen mit einem 3-2 Auswärtserfolg in der Glendale Arena von Phoenix so gut wie sicher ihre Playoffteilnahme in der Western Conference sichern. Vorausgesetzt die nun hinter ihnen platzierten Teams aus Colorado, Edmonton und Vancouver patzen nicht mehr, benötigen die Kalifornier nur noch einen Sieg, um die Playofftickets fest in der Hand zu haben.
Der heutige doppelte Punktgewinn in der Wüste von Arizona war keineswegs ein Spaziergang. Die Coyotes verlangten ihren Gästen einiges an Arbeit ab und gaben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen.
Die letztendlich für den Spielausgang vorentscheidenden Treffer gelangen Jonathan Cheechoo(32.pp/33.pp) zur Mitte der Partie. Innerhalb von 44 Sekunden nutzte Sharks' Toptorjäger eine 5 gegen 3 Überlegenheit um eine 3-1 Führung herauszuschießen. Kurz zuvor hatte Mike Comrie(31.) für die Hausherren das 1-0 von Nils Ekman(10.) aus dem ersten Spielabschnitt ausgleichen können.
Für eine spannende Schlussphase, in der die Sharks noch einmal das Zittern bekamen, sorgte Steve Reinprecht(52.) mit seinem Anschlusstor. Doch mit viel Geschick retteten die Kalifornier ihren knappen Vorsprung über die Zeit.
Anaheim - Vancouver 4-2 (3-0/1-1/0-1) An den Playoffs 2006 werden auch wieder die Mighty Ducks of Anaheim mitwirken. Mit einem 4-2 Sieg im General Motors Place von Vancouver sicherten sie sich ihre Playoffteilnahme.
Ihre kanadischen Gastgeber können dagegen aus eigener Kraft die Playoffs nicht mehr erreichen. Bei noch drei ausstehenden Spielen, zwei gegen San Jose und gegen die Colorado Avalanche, müssen sie, selbst bei voller Punktausbeute, auf die Mithilfe anderer Teams hoffen.
Die Vancouver Canucks wurden eiskalt von den Südkaliforniern erwischt. Bereits nach 35 Sekunden brachte diese Scott Niedermayer(1.) mit 1-0 in Front und noch keine Viertelstunde war absolviert, als Rob Niedermayer(11.) sowie Andy McDonald(15.pp) den Vorsprung sogar auf 3-0 ausbauen konnte.
Mit dem Mute der Verzweiflung nahmen die Canucks danach das von Jean-Sebastien Giguere gehütete Gehäuse unter Dauerbeschuss. Zunächst gingen aber ihre Offensivbemühungen nach hinten los, als Teemu Selanne(48.) einen Konter mit dem vierten Treffer der Ducks abschließen konnte.
Zwei Powerplaytreffer von Ryan Kesler(34.pp) und Anson Carter(47.pp) ließen die Canucks noch einmal auf ein Wunder hoffen, doch auch ihre weiteren Angriffsbemühungen endeten immer wieder an Giguere, der sich in den 60 Minuten insgesamt 41 Torschüsse der Westkanadier ausgesetzt sah.