Ruslan Fedontenko(TAM) bringt die Scheibe nicht an Jamie McLennan(FLO) vorbei.
Tampa Bay - Florida 3-6 (0-0/2-1/1-5) In einer furiosen Schlussviertelstunde, in der die Florida Panthers gleich fünf Mal trafen, ließen sich die Tampa Bay Lightning, zu Besuch im BankAtlantic Center, noch die Butter vom Brot nehmen.
Man hatte fast den Eindruck als wären es die Panthers, welche dringend jeden Punkt für einen Playoffplatz bräuchten und nicht die amtierenden Stanley Cup Champions.
Zur zweiten Pause lagen die Hausherren nach Gegentreffern von Vaclav Prospal(36.pp) und Dan Boyle(40.pp), die jeweils eine Überzahlsituation genutzt hatten, noch unglücklich mit 1-2 in Rückstand, doch danach wurden auch sie für ihren Einsatz belohnt.
Olli Jokinen(31./46.) und Juraj Kolnik(55./60.pp) zeichneten sich als zweifache Torschützen aus. Desweiteren konnte noch Nathan Horton(47.) John Grahame im Tor der Lightning überwinden. Als Joe Nieuwendyk(59.en) 1 1/2 Minuten vor Spielende mit dem 5-3 Führungstreffer für die Vorentscheidung sorgte, hatte Grahame seinen Kasten schon zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen.
Das dritte Tor der Lightning, deren Vorsprung auf die neuntplatzierten Atlanta Thrashers sechs Zähler beträgt, diese aber noch zwei Spiele mehr als die Franchise aus Florida zu absolvieren haben, schoss Martin St. Louis(50.).
Edmonton - St. Louis 1-2 (0-0/0-1/1-1) Die St. Louis Blues beendeten mit einem 2-1 Heimerfolg über die Edmonton Oilers ihre Negativserie von 13(!) Niederlagen in Folge. Hauptsächlich zu verdanken hatten sie diesen Sieg ihrem Schlussmann Jason Bacashihua, der sich allein im letzten Drittel 23 Torschüssen der Westkanadier ausgesetzt sah, davon aber nur einen von Chris Pronger(60.pp), als die Gäste mit zwei Mann mehr auf dem Eis anstürmten, passieren ließ.
Zu spät waren die Oilers aus ihrer Lethargie erwacht. Sie hatten in den ersten zwei Durchgängen gegen das punktschlechteste Team der Liga einfach zu zurückhaltend agiert und Gegentreffer fängt man sich eben sehr schnell ein. Jeweils unmittelbar nach den Pausen waren es Jamal Mayers(22.) und Mark Rycroft(42.) die den ansonsten wenig beschäftigten Dwayne Roloson im Tor der Oilers überwanden.
Vor der Begegnung ehrten die Blues in einer 30-minütigen Zeremonie ihren langjährigen Kapitän Al MacInnis bei der seine Nummer '2' retired wurde.
N.Y. Rangers - New Jersey 2-3 (0-1/2-0/0-2) Eine sehr unterhaltsame Partie auf hohem spielerischen Niveau und mit viel Körpereinsatz geführt boten die New Jersey Devils und die New York Rangers in der Continental Airlines Arena von East Rutherford. Es lag schon so etwas wie Playoff-Feeling in der Luft bei dem Lokalderby. Am Ende hatten die Hausherren, Dank zwei späte Tore von Scott Gomez(52.) und Brian Gionta(54.pp), die innerhalb von 99 Sekunden trafen, die Nase knapp mit 3-2 vorne.
Die 1-0 Führung der Hausherren, die beim momentanen Stand in den verbleibenden vier Partien nur noch zwei Zähler brauchen um sich endgültig für die Playoffs zu qualifizieren, erzielte Sergei Brylin(14.pp) ebenfalls aus einem Powerplay heraus.
Der Mittelabschnitt gehörte den Gästen aus Manhattan. Zwischenzeitlich konnten sie sich durch Tore von Blair Betts(34.) und Sandis Ozolinsh(36.pp) mit einem Doppelschlag sogar eine 2-1 Führung verschaffen. Zur Mitte des Schlussdrittels hatten die 'Blueshirts' etwas Pech als Martin Straka mit einem Schuss nur das Torgestänge traf.
Dallas - San Jose 1-4 (0-1/1-3/0-0) Die San Jose Sharks müssen sich in ihrer momentanen Form vor keinen Gegner fürchten. Heute Nacht erledigten sie sich ihrer Hausaufgabe gegen den Spitzenreiter in der Pacific Division, die Dallas Stars, mit einem 4-1 Heimerfolg.
Die Texaner machten es ihren Gastgebern mit vielen unnötigen Strafzeiten auch relativ leicht das Spiel zu kontrollieren. Schon im ersten Durchgang hätten die Kalifornier alles klar machen müssen. Zwei Tore von Steve Bernier(7.) und Pat Rissmiller(25.pp), an beiden Treffern waren mit Marcel Goc und Christian Ehrhoff auch die beiden Deutschen in Diensten der Sharks beteiligt, waren angesichts der Dominanz der Sharks in der ersten halben Stunde fast noch zu wenig.
Etwas Hoffnung schöpften die Stars nach dem Anschlusstor von Sergei Zubov(33.pp) bei einem Überzahlspiel. Doch die Freude währte nicht lange. Keine zwei Minuten danach stellte Jonathan Cheechoo(35.) den alten 2-Tore Vorsprung wieder her und beim darauffolgenden Überzahlspiel der Sharks machte Patrick Marleau(36.pp) alles klar.
Im Schlussabschnitt konnten sich die Hausherren darauf konzentrieren ihren deutlichen Vorsprung zu verwalten und nichts mehr anbrennen zu lassen. Die Sharks machten durch ihren heutigen doppelten Punktgewinn einen Sprung von Rang neun auf Rang sieben in der Tabelle der Western Conference. Ihr Vorsprung auf die nun neuntplatzierten Vancouver Canucks, gegen die sie im Saisonendspurt noch zwei Mal antreten müssen, beträgt zwei Zähler.
Minnesota - Colorado 5-2 (2-0/1-0/2-2) Erst beendete Marian Gaborik(5./45.sh/49.) mit einem Tor und einem Assist beim 2-0 von Pascal Dupuis(6.) den Arbeitsabend von Colorados Schlussmann Petr Budaj, dessen Einsatz nur fünf Minuten dauerte, und verhalf Jose Theodore zu seinem ersten Einsatz bei den Avalanche, danach vermieste er mit zwei weiteren Toren auch dem lange Zeit verletzten Neuzugang aus Montreal sein Debut.
Die frühe Führung war dem Spiel der Gäste aus St. Paul sehr dienlich. Die Avalanche stürmten nach vorne, wenn auch viel zu oft planlos, und wurden nach allen Regeln der Kunst ausgekontert. Das erste Tor als Avalanche musste Theodore nach einer guten Viertelstunde durch Daniel Tjarnqvist(47.pp) hinnehmen.
In der letzten Viertelstunde des Schlussdrittels konnten John-Michael Liles(49.pp) und Cody McCormick(56.) noch etwas Ergebniskosmetik für die 'Avs' betreiben.
Deren Aussichten auf die Divisionsmeisterschaft sind durch diese Niederlage auf ein Minimum gesunken. Angesichts der heutigen Vorstellung müssen die Avalanche vielleicht sogar noch um einen Playoffplatz fürchten. Nach einem weiteren Heimspiel gegen Phoenix folgen noch drei schwere Auswärtspartien in Calgary, Vancouver und Edmonton.