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2006-04-07 

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SPIELTAG 07.04.2006

Mats Sundin(TOR) scheitert im Penaltyschießen an Tim Thomas(BOS).

Toronto - Boston 2-3 SO (0-1/1-1/1-0/0-0/0-1)
Freud und Leid lag bei den Toronto Maple Leafs in ihrer Partie im TD BankNorth Garden von Boston sehr nahe. 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schoss Maple Leafs Kapitän Mats Sundin(60.) den 2-2 Ausgleich für die auf jeden Zähler angewiesenen Leafs. Doch gut fünf Minuten später, nach einer torlosen Verlängerung, versagten den Leafs die Nerven im Penaltyschießen. Keiner ihrer drei Schützen konnte seinen Penalty verwandeln und die Bruins sicherten sich Dank des Treffers von Brad Boyes den Zusatzpunkt.
Die Bruins waren schon stark in die Partie gestartet und hatten den ersten Durchgang dominiert. Kurz vor der ersten Drittelpause gelang Mariusz Czerkawski(20.) die verdiente 1-0 Führung. Der zweite Durchgang gehörte dann den Gästen. Nach 60 Sekunden erzielte Alexei Ponikarovsky(22.) das 1-1 Remis und in der Folgezeit erarbeiteten sich die Leafs eine Torchance nach der anderen. Während sie aber immer wieder an Bostons Schlussmann Tim Thomas scheiterten, erwies Glen Murray(36.) beim 2-1 für die Bruins mehr Vollstreckerqualitäten gegen Jean-Sebastien Aubin.
Für die Leafs, die nach fünf Siegen in Folge wieder Hoffnung auf eine Playoffteilnahme geschöpft hatten, scheint wohl der Playoffzug abgefahren zu sein, da auch die drei vor ihnen platzierten Mannschaften jeweils punkten konnten. Bei noch sechs ausstehenden Spielen beträgt ihr Rückstand auf die achtplatzierten Tampa Bay Lightning nun sieben Zähler.

N.Y. Islanders - N.Y. Rangers 1-3 (1-0/0-2/0-1)
Die New York Rangers kamen im heimischen Madison Square Garden im Lokalderby gegen die New York Islanders zu einem ungefährdeten 3-1 Erfolg, wodurch sie, auf dem ersten Platz in der Atlantic Division rangierend, ihren Vorsprung gegenüber den Philadelphia Flyers auf fünf Zähler ausbauen konnten.
Jarkko Immonen(21.) mit seinem ersten NHL-Tor unmittelbar nach der ersten Pause und der zweifache Torschütze Martin Straka(40./49.) bescherten den schon für die Playoffs qualifizierten Rangers einen weiteren doppelten Punktgewinn.
Das erste Tor von Straka wurde zunächst Jaromir Jagr zugeschrieben, der damit, seinem 53. Saisontor, den Franchiserekord von Adam Graves gebrochen hätte. Doch Jagr wollte sich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken, ging zum Hauptschiedsrichter und teilte ihm mit, dass er den Puck nicht mehr berührt hat. Die Fans im Madison Square Garden bekamen hiervon zunächst nichts mit und feierten ihren tschechischen Topscorer ausgiebig als 'MVP'.
Das einzige Tor der Gäste erzielte Miroslav Satan(11.) Mitte des ersten Durchgangs zum 1-0.

Montreal - Ottawa 5-3 (1-1/2-1/2-1)
Die Montreal Canadiens sind auf ihrem Weg in die Playoffs nicht zu stoppen. Heute Nacht zu Besuch in der kanadischen Hauptstadt bezwangen sie die Ottawa Senators mit 5-3 Toren und fuhren damit ihren achten Sieg in Folge ein. Eine Erfolgsserie, die das Traditionsteam letztmals vor 13 Jahren erreichte.
Die Canadiens boten gegen das punktbeste Team der Eastern Conference eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung, ließen sich auch von einem Rückstand nicht irritieren und kämpften um jeden Punkt. Im Tor der Frankokanadier stand ihr Schweizer Schlussmann David Aebischer und der Neuzugang aus Colorado machte seine Sache gut. Insgesamt konnte er 43 Torschüsse der Hausherren parieren. Nur gegen Andrej Meszaros(7.) und Dany Heatley(26.pp/53.) war Aebischer machtlos.
Die Tor der Canadiens, die keineswegs, zumindest nicht offensichtlich, Nachbarschaftshilfe von den Senators bekamen, schossen Mathieu Dandenault(2.), Mike Ribeiro(27.), Christopher Higgins(33.pp), Saku Koivu(41.) und Jan Bulis(46.pp).

Atlanta - Tampa Bay 2-3 SO (0-1/1-1/1-0/0-0/0-1)
Vincent Lecavallier und Brad Richards verwandelten ihre Penaltys im 'Shootout' und sicherten damit den Tampa Bay Lightning den so wichtigen Zusatzpunkt in ihrer Partie gegen die Atlanta Thrashers, ihren härtesten Verfolger im Kampf um den achten Tabellenplatz in der Eastern Conference. Bei nur noch einem mehr zu absolvierenden Spiel in der Hinterhand beträgt der Rückstand der Thrashers auf ihre heutigen Gastgeber nun wieder sechs Punkte.
Dass die Thrashers überhaupt noch zu einem Zähler kamen war das Verdienst von Ilya Kovalchuk(60.), dem noch in der regulären Spielzeit, zeitgleich mit dem Ertönen der Schlusssirene, der 2-2 Ausgleichstreffer gelungen war. Die drei Tore zuvor resultierten jeweils aus Überzahlsituationen. Ryan Craig(8.pp) sowie Martin St. Louis(40.pp) nutzten jeweils eine nummerische Überlegenheit um die Gastgeber in Führung zu bringen und Slava Kozlov(32.pp) egalisierte im Powerplay den Spielstand zum 1-1.

Nashville - St. Louis 3-0 (1-0/1-0/1-0)
Die Nashville Predators erwiesen sich zuletzt außer Form, doch zum Glück befinden sich die St. Louis Blues in ihrer Division. Von ihren letzten acht Partien verloren die Predators sechs. Nur gegen die Blues konnten sie zwei Siege einfahren und heute Nacht kam der dritte hinzu.
Mit 3-0 Toren entführten sie beide Zähler aus dem Savvis Center von St. Louis. Alle drei Treffer Gäste, schön gleichmäßig verteilt auf die Spielabschnitte, fielen im Powerplay. Kimmo Timonen(9.pp), Shea Weber(36.pp), für ihn war es das erste NHL-Tor seiner Karriere, und Paul Kariya(46.pp) erwiesen sich dabei als Vollstrecker. Hinten dicht hielt bei den Predators Chris Mason, der bei dem ungleichen Duell für seinen ersten Saison-Shutout, dem zweiten in seiner NHL-Karriere, nur 18 Mal rettend eingreifen musste.

Edmonton - Minnesota 1-2 SO (0-1/1-0/0-0/0-0/0-1)
So richtig glücklich wirkten die Edmonton Oilers nicht nach ihrem Gastauftritt im Xcel Energy Center von St. Paul über ihren Punktgewinn. Im Penaltyschießen zogen die Westkanadier den Kürzeren gegen die Minnesota Wild.
Die Hausherren ohne Aussicht auf einen Playoffplatz spielten mit viel Engagement um die Ehre und hatten mit Mikko Koivu und Brian Rolston die besseren Penaltyschützen als die Oilers aufgestellt.
Die 65 Minuten zuvor incl. Overtime verliefen zwar torarm waren aber keineswegs unansehnlich oder kurzweilig. Wobei den Oilers doch etwas Nervosität, vor allem im Abschluss, anzumerken war. Nach einer Viertelstunde hatte Stephane Veilleux(15.) die Wild mit 1-0 in Front geschossen und die Oilers wirkten bis zur ersten Pause etwas konsterniert. Zu Beginn des Mittelabschnitts, Chris Pronger saß noch auf der Strafbank, schloss Ryan Smyth(21.sh) bei Unterzahl einen Konter zum 1-1 Ausgleich ab.
Dieses Remis hielt eine Dreiviertelstunde lang stand, wobei jede Mannschaft mehrmals das Siegtor auf dem Schläger hatte.

San Jose - Los Angeles 5-0 (1-0/1-0/3-0)
Einen Riesensprung von Platz neun auf Platz sieben in der Tabelle der Western Conference machten die San Jose Sharks Dank ihrer eindrucksvollen Vorstellung im Staples Center von Los Angeles.
Mit 5-0 Toren fügten sie den Los Angeles Kings, deren Playoffaussichten nach zwei punktlosen Spielen in Folge, nur noch minimal sind, eine ganz bittere Heimniederlage zu. Die Sharks legten los wie die Feuerwehr und nahmen das von Mathieu Garon gehütete Gehäuse unter Dauerbeschuss. Die 1-0 Führung der Sharks von Jonathan Cheechoo(4./40.) war so nur eine Frage der Zeit. Gerade einmal 3 1/2 Minuten hatte es gedauert dann war Garon zum ersten Mal bezwungen gewesen. Bei 13-3 Torschüssen zu Gunsten der Sharks allein im ersten Durchgang wäre ein größerer Vorsprung durchaus verdient gewesen. Cheechoo holte aber mit seinem bereist 48. Saisontor zum Ende des Mittelabschnitts Versäumtes nach.
Im letzten Durchgang brachen die Kings völlig auseinander und Scott Thornton(50.), Joe Thornton(51.pp) sowie Steve Bernier(58.pp) ließen keine Zweifel mehr über den Sieger aufkommen.
Gästeschlussmann Vesa Toskala benötigte nur 14 Paraden um das 'Zu Null' zu halten.

Dallas - Anaheim 5-3 (1-2/3-1/1-1)
Die Mighty Ducks of Anaheim wurden auf ihrem Weg nach oben in der Tabelle der Western Conference von den Dallas Stars gestoppt. Vor drei Wochen lagen die Südkalifornier noch außerhalb der Playoffränge und jetzt schnupperten sie sogar schon an dem in der ersten Playoffrunde Heimrecht garantierenden vierten Tabellenplatz.
Nach drei Siegen in Folge unterlagen die Mighty Ducks auf heimischen Eis den Stars mit 5-3 Toren, die sich durch diesen doppelten Punktgewinn ihren Titel in der Pacific Division endgültig sichern konnten.
Den Grundstein für den Auswärtserfolg der Texaner in der hart umkämpften Partie legten im Mittelabschnitt Jussi Jokinen(24.pp), Antti Miettinen(25.pp) und Niko Kapanen(29./60.en) mit drei Treffern innerhalb von fünf Minuten. Zwar kamen die Hausherren durch Joffrey Lupul(39.) noch einmal auf 3-4 heran, doch mit einem 'Empty Net Goal' in der Schlussminute besiegelte Kapanen deren Niederlage.
Das erste Tor der Stars zum 1-1 Ausgleich hatte Niklas Hagman(13.sh) bei Unterzahl erzielt. Die Ducks brachten Rob Niedermayer(9.) und Andy McDonald(20.pp) im Eröffnungsdrittel zwei Mal in Führung.

 

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