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2006-04-04 

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SPIELTAG 04.04.2006

Matt Bradley(WAS) und Craig Adams(CAR) hatten die Sportart verwechselt.

Washington - Carolina 5-6 OT (2-1/0-3/3-1/0-1)
Ray Whitney(16./64.pp) bescherte nach 3 1/2 Minuten in der Verlängerung mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den Carolina Hurricanes einen 6-5 Heimerfolg im ersten von drei Aufeinandertreffen mit den Washington Capitals in Folge.
Die torreiche Partie war gekennzeichnet von vielen Nicklichkeiten auf beiden Seiten. Insgesamt mussten die Schiedsrichter 90 Strafminuten gegen die Kontrahenten verhängen. Neben Whitney konnten sich bei den Hurricanes auch noch der nach viermonatiger Verletzungspause wiedergenesene Josef Vasicek(27./50.) als zweifacher Torschütze auszeichnen.
Desweiteren hatten Rod Brind'Amour(21.) sowie Justin Williams(31.) Washingtons Schlussmann Olaf Kölzig in der ersten halben Stunde bezwingen können und den Hausherren eine 4-2 Führung besorgt. Zwischenzeitlich, nach Treffern von Dainius Zubrus(13.pp) und Chris Clark(18.), waren die 'Caps' sogar mit 2-1 in Front gelegen.
Zwei schnelle Tore von Rico Fata(41.) und Jeff Halpern(43.pp) unmittelbar nach der zweiten Pause sowie ein weiterer Überzahltreffer von Rico Fata(56.pp) knapp fünf Minuten vor Spielende brachten die im Abschluss sehr effektiven Gäste wieder zurück ins Spiel und sorgten für einen Ehrenpunkt des Tabellenvorletzten der Eastern Conference.

Buffalo - Toronto 3-2 SO (1-0/1-1/0-1/1-0)
Maxim Afinogenov(31.pp), der schon das Tor zur 2-0 Führung erzielt hatte, verwandelte als erster und einziger Schütze im 'Shootout' seinen Penalty und sicherte damit seinen Buffalo Sabres den Zusatzpunkt bei ihrem Gastauftritt im Air Canada Center von Toronto.
Ein Zähler, durch den die Sabres erstmals seit fünf Jahren einen Playoffplatz sicher haben. Von den Playoffs können dagegen die Maple Leafs nur noch Träumen. Ihr Rückstand auf die achtplatzierten Montreal Canadiens beträgt acht Punkte bei noch acht ausstehenden Partien.
Den Kanadiern muss man aber hoch anrechnen, dass sie sich auch durch den von Derek Roy(5.) und Afinogenov herausgeschossenen Rückstand nicht irritieren ließen und weiterhin bedingungslos nach vorne stürmten. Hierdurch entwickelte sich eine unterhaltsame NHL-Partie mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten.
Für ihren Einsatz etwas belohnt wurden die Leafs im Schlussabschnitt, in dem John Pohl(52.) und Matthew Stajan(53.) innerhalb von 43 Sekunden noch den 2-2 Ausgleich erzielen konnten.

Atlanta - Ottawa 4-6 (0-1/2-3/2-2)
Dany Heatley(17./32.pp) konnte beim 6-4 Heimerfolg seiner Ottawa Senators gegen die ehemaligen Teamkollegen aus Atlanta gleich zwei Mal treffen und Jason Spezza(25.pp) war mit einem Treffer und zwei Assists der punktbeste Akteur in einer kurzweiligen Partie.
Für die noch um einen Playoffplatz kämpfenden Thrashers war es fast schon eine Schicksalspartie. Zu Beginn des Mittelabschnitts konnten sie richtig auf eine Überraschung hoffen, nachdem innerhalb von 58 Sekunden Marian Hossa(22.pp) sowie Ilya Kovalchuk(23.pp) zwei Überzahlsituationen mit einem Torerfolg und einer 2-1 Führung abschließen konnten.
Die Freude der Gäste war aber nur von kurzer Dauer. Die folgenden Minuten standen die Senators mit zwei Mann mehr auf dem Eis und zwei Powerplaytore von Spezza und Patrick Eaves(26.pp) waren die Folge. Dany Heatley baute die Führung der Hausherren zur Mitte des Spielabschnitts auf 4-2 aus.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Kanadier besorgten Bryan Smolinski(42.) und Brian McGrattan(49.) im Schlussdrittel. Vier Tore konnten die weiterhin anstürmenden Thrashers in den letzten 12 Minuten nicht mehr ausgleichen. Immerhin gelang Jim Slater(53.pp) und Scott Mellanby(55.) noch eine Ergebniskosmetik.

Florida - Tampa Bay 1-4 (0-2/1-0/0-2)
Zur rechten Zeit hat Vincent Lecavalier(16./56.pp) seinen Torriecher wiedergefunden. Nach sechs Spielen ohne Erfolgserlebnis war Tampas Stürmer beim 4-1 Heimerfolg über die Florida Panthers mit zwei Treffern und einer Vorlage der Mann des Abends.
Die Lightning konnten sich durch den heutigen doppelten Punktgewinn wieder etwas Luft im Kampf um einen Playoffplatz verschaffen und rutschten auf Platz sieben vor die Montreal Canadiens in der Eastern Conference.
Fredrik Modin(10.) und Ruslan Fedotenko(59.en) mit einem 'Empty Net Goal' waren die weiteren Torschützen bei den Hausherren, die keineswegs so überlegen waren wie der Endstand vermuten lässt.
Die Panthers waren ein ebenbürdiger Gegner, der aber zu leichtfertig mit seinen durchwegs vorhandenen Torchancen umging. Nur Nathan Horton(36.) war bei insgesamt 30 Torschüssen der Gäste in der Lage Tampas Schlussmann Sean Burke zu bezwingen.

Columbus - Nashville 3-1 (1-1/1-0/1-0)
Der Höhenflug der Columbus Blue Jackets hielt auch im Gaylord Entertainment Center von Nashville an. Mit 3-1 Toren konnte die von den Playoffs schon eliminierte junge Franchise ihren sechsten Sieg in Folge einfahren und damit ihren Teamrekord weiter ausbauen.
Manny Malhotra(11.sh), Jason Chimera(36.) und Mark Hartigan(47.) erzielten schön verteilt auf die Spielabschnitte die drei Treffer der Blue Jackets gegen einen Gastgeber, dem jetzt zum Saisonende hin scheinbar die Luft ausgeht.
Die Predators, die bereits nach 69 Sekunden durch ein Powerplaytor von Dan Hamhuis(2.pp) mit 1-0 in Front gingen, war es die bereits fünfte Niederlage aus ihren letzten sechs Auftritten.
Nashvilles Headcoach Barry Trotz sah die Ursache für die Niederlage in der mangelnden Chancenverwertung im Powerplay: "Der Ausfall von Sullivan und Zidlicky war nicht zu kompensieren, was vor allem im Überzahlspiel deutlich wurde.". Gleich zehn Mal standen die Predators mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Marty Turco(DAL) ist machtlos bei Joe Thorntons(SAN) Schuss.

San Jose - Dallas 3-2 OT (0-1/1-0/1-1/1-0)
Nach drei Niederlagen in Folge konnten die San Jose Sharks im American Airlines Center von Dallas einen 3-2 Auswärtserfolg einfahren. Joe Thornton(65.) gelang 21 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende der Verlängerung das Siegtor für die Sharks, was ihre Chancen auf eine Playoffteilnahme noch einmal erhöht.
Die Sharks waren schon während der regulären Spielzeit gegen die sehr defensiv eingestellten Gastgeber das spielerisch bessere Team mit der größeren Anzahl an Torchancen gewesen.
Dennoch gingen die Stars durch ein Powerplaytor von Jere Lehtinen(11.pp) erstmals in Front. Belohnt für ihren Einsatz wurden die Kalifornier durch Tore von Patrick Marleau(26.pp) im Powerplay auf Vorarbeit von Bernier und dem deutschen Verteidiger Ehrhoff sowie durch ein Unterzahltor von Ville Nieminen(51.sh) zur Mitte des dritten Drittels.
Die Stars blieben aber bei Kontern gefährlich und 107 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit sollte Jason Arnott(59.) noch der Ausgleich gelingen.

Phoenix - Edmonton 1-7 (1-2/0-4/0-1)
Aus familiären Gründen konnte Phoenixs Headcoach Wayne Gretzky beim Gastauftritt seiner Coyotes im Rexall Place von Edmonton nicht anwesend sein und er konnte auch froh darüber sein, dass er sich das 'Gestochere' seiner mannschaft nicht mit ansehen musste.
Die Gäste wurden regelrecht von den Edmonton Oilers auseinandergenommen. Vor allem das Defensivverhalten der Coyotes war nicht konkurrenzfähig und so gab es ein Schützenfest für die Hausherren, die ihre Playoffchancen wieder etwas verbessern konnten.
Den Torreigen eröffnete Marc-Antoine Pouliot(4.) mit seinem ersten NHL-Tor und nur 23 Sekunden später erhöhte Shawn Horcoff(4.) auf 2-0. Nachdem Ex-Oiler Mike Comrie(19.) verkürzt hatte ging es mit 2-1 in die erste Drittelpause.
Im Mittelabschnitt bereiteten die Oilers durch Tore von Ethan Moreau(27.), Marc-Andre Bergeron(29.pp), Michael Peca(31.) und dem stets gefährlichen Sergei Samsonov(37.pp) ihren Gästen ein Debakel. Den Schlusspunkt hinter der einseitigen Partie setzte Radek Dvorak(56.) im letzten Durchgang.

Chicago - Colorado 3-4 (1-1/1-1/1-2)
Ein versöhnliches Ende bereiteten die Colorado Avalanche ihren über 18.000 Fans im Pepsi Center von Denver in der Begegnung gegen die Chicago Blackhawks. 51 Sekunden waren noch zu absolvieren und die Avalanche lagen mit 2-3 in Rückstand. Die Avalanche im Überzahlspiel hatten ihren Schlussmann Peter Budaj bereits für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen und Verteidiger Rob Blake(6./60.pp), der bereits das 1-0 erzielt hatte, gelang der vielumjubelte Ausgleich. Doch damit noch nicht genug. Nur 45 Sekunden später besorgte Dan Hinote(60.) noch den 4-3 Siegtreffer für die Hausherren. Das erste Überzahltor der Avalanche hatte Andrew Brunette(34.pp) im Mitteldrittel zum 2-2 Remis erzielt.
Die Blackhawks erwiesen sich als ebenbürdiger Gegner. Sowohl spielerisch wie auch physisch konnten sie lange Zeit mit ihren Gastgebern mithalten. Ihre zweimalige Führung schossen Patrick Sharp(8.), Rene Bourque(29.) und Curtis Brown(55.) heraus.

Detroit - Calgary 2-1 SO (0-1/1-0/0-0/0-0/1-0)
Pavel Datsyuk sowie Jason Williams verwandelten ihre Penaltys und die Detroit Red Wings, das auswärtsstärkste Team der Liga, konnten auch aus dem Saddledome von Calgary zwei Punkte mitnehmen.
In einer hauptsächlich von der Taktik bestimmten Partie, es waren merklich zwei Spitzenteams der Western Conference, die heute Morgen aufeinandertrafen, blieben Torszenen Mangelware. Beide Mannschaften standen sehr kompakt in der Defensive und hatten mit Miikka Kiprusoff und Chris Osgood zwei der Besten ihres Fachs im Tor stehen.
Die 1-0 Führung der Hausherren gelang Verteidiger Dion Phaneuf(20.) kurz vor dem Ertönen der Pausensirene. Auch die Red Wings versuchten ihr Glück hauptsächlich mit Distanzschüssen und dies mit stetiger Ausdauer. Insgesamt schossen die Gäste 42 Mal auf das Gehäuse von Kiprusoff. So gut der Finne auch hielt, irgendwann musste der Puck die Torlinie passieren. Detroits Teamkapitän Steve Yzerman(27.) war der glückliche Schütze des 1-1 Ausgleichs.

Vancouver - Los Angeles 0-1 (0-0/0-1/0-0)
Auf dem Papier haben die Vancover Canucks aktuell noch einen Playoffplatz inne, doch nach ihren beiden Auftritten im Süden Kaliforniens, gestern bei den Mighty Ducks of Anaheim und heute Morgen im Staples Center von Los Angeles, muss man feststellen, dass sie nicht nur spielerisch nicht gut genug sind daran teilzuhaben, sondern es ihnen auch am unbedingten Siegeswillen fehlt.
Den Los Angeles Kings durfte dies ganz recht sein. Sie verbesserten ihre Aussichten auf eine Playoffteilnahme durch einen hochverdienten 1-0 Heimerfolg. Das Goldene Tor des Abends erzielte Pavol Demitra(34.pp) zur Mitte des zweiten Durchgangs aus einem Powerplay heraus. Der Heimerfolg hätte aufgrund der Spielanteile sogar noch höher ausfallen müssen, doch Gästeschlussmann Alex Auld war einer der wenigen im Kader der Westkanadier, der sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmte.
Die Leistung der restlichen Canucks war nur im ersten Spielabschnitt einigermaßen zufriedenstellend. Von den insgesamt 23 Torschüssen, die sie auf Kings' Torhüter Mathieu Garon abgaben, waren nur eine handvoll wirklich gefährlich. Garon hatte so relativ wenig Mühe zum zweiten Mal in Folge, zum achten Mal in seiner NHL-Karriere, seinen Kasten sauber zu halten.

 

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