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2006-04-02 

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SPIELTAG 02.04.2006

Antero Niittymaki(PHI) streckt sich vergeblich nach dem Schuss von Brian Gionta(NJD).

New Jersey - Philadelphia 4-1 (1-0/2-0/1-1)
Mit einer beeindruckenden Vorstellung im Wachovia Center bezwangen die New Jersey Devils die gastgebenden Philadelphia Flyers mit 4-1 Toren. Bereits nach gut vier Minuten schloss John Madden(5.) einen präzisen Pass von Grant Marshall bei einem Konter mit der 1-0 Führung der Gäste ab. Die Devils kontrollierten auch danach das Spielgeschehen und sollten die Flyers wirklich einmal gefährlich vor ihrem Gehäuse auftauchen, dann war ihr Schlussmann Martin Brodeur auf dem Posten.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Devils in der kurzweiligen Partie gelang Scott Gomez(35.) und Jason Wiemer(36.) mit einem Doppelschlag zur Mitte des zweiten Durchgangs.
Zwar kamen die Hausherren durch einen Powerplaytreffer ihres Topscorers Simon Gagne(44.pp) auch noch zu einem Erfolgserlebnis, richtig in Gefahr konnten sie den Auswärtserfolg der Devils jedoch nicht mehr bringen. Den Schlusspunkt zum 4-1 Endstand setzte Sergei Brylin(57.).

Buffalo - Toronto 0-7 (0-5/0-0/0-2)
Ihren ganzen Frust über den so enttäuschenden Saisonverlauf und ihren nur noch theoretischen Chancen auf eine Playoffteilnahme schossen sich die Toronto Maple Leafs in ihrer heutigen Heimpartie gegen die Buffalo Sabres vom Herzen.
Die Leafs legten los wie die Feuerwehr und ehe ihre Gäste bemerkten wie ihnen geschah, lagen sie auch schon nach Toren von Jeff O'Neill(3.), Ian White(5.), Tie Domi(6.) und Nik Antropov(7./16.) mit 0-4 im Hintertreffen. Als dann neun Minuten später noch einmal Antropov Gästeschlussmann Martin Biron, er war nach dem dritten Tor der Leafs für Ryan Miller ins Spiel gekommen - zur Pause aber wieder ausgewechselt worden, bezwingen konnte, war die Entscheidung in der einseitigen Partie gefallen.
In den folgenden Spielabschnitten nahmen die Leafs etwas das Tempo heraus und auch die Sabres waren nur noch auf Schadensbegrenzung aus. Ein Vorhaben, das ihnen nur im zweiten torlosen Durchgang gelingen sollte. Im Schlussabschnitt setzten Alexei Ponikarovsky(45.) und Matthew Stajan(51.pp) das Schützenfest der Leafs mit zwei Toren zum 7-0 Endstand fest.
Leafs' Torhüter Jean-Sebastien Aubin erlebte einen ruhigen Abend und musste nur 24 Mal rettend eingreifen, um zu seinem ersten Saison-Shutout, den siebten seiner NHL-Karriere, zu kommen.

Boston - Montreal 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Einen weiteren Schritt in Richtung Playoffteilnahme unternahmen die Montreal Canadiens bei ihrem Heimauftritt im Bell Centre gegen die Boston Bruins und erneut, bereits zum dritten Mal in dieser Saison, hielt Cristobal Huet seinen Kasten gegen die Bruins sauber.
Dabei versteckten sich die Gäste keineswegs und erarbeiteten sich auch, vor allem im ersten Durchgang, gute Einschussmöglichkeiten. Doch Huet wehrte alle 32 Torschüsse der Bruins ab und verdiente sich seinen siebten Saison-Shutout.
Hinten machten die Canadiens dicht und im Spiel nach vorne hatten sie mit Garth Murray(37./48.), der eine seiner besten Saisonleistungen absolvierte, einen ungewohnten Vollstrecker. Für Murray war es das erste NHL-Spiel, in dem er zwei Mal im Abschluss erfolgreich war.
Die Canadiens liegen nach ihrem sechsten doppelten Punktgewinn in Folge weiterhin punktgleich mit den New Jersey Devils auf Platz 6 in der Eastern Conference.

Washington - Ottawa 1-0 (0-0/1-0/0-0)
Die Ottawa Senators hatten sich ihre Hausaufgabe gegen das zweitschlechteste Team der Eastern Conference, den Washington Capitals, sicher leichter vorgestellt. Sie unterlagen auf heimischen Eis den Capitals mit dem knappesten aller möglichen Ergebnisse 0-1. Dainius Zubrus(20.pp) erzielte aus einem Powerplay heraus zum Ende des zweiten Durchgangs das Goldene Tor des Abends. Der Mann des Abends war jedoch Brent Johnson. Der Schlussmann der Capitals war ein Fels in der Brandung beim Sturmlauf der kanadischen Hausherren, die insgesamt 46 Mal auf das Gehäse ihrer Gäste schossen.
Vor allem im letzten Spielabschnitt wehrte Johnson, der zu seinem ersten Shutout in dieser Saison, dem 13. seiner Karriere, kam, einige 100% Torchancen der Senators ab. Mit dem Glück im Bunde war Johnson bei drei Schüssen von Daniel Alfredsson und Dany Heatley, die jeweils am Torgestänge landeten.

Carolina - Atlanta 2-5 (0-2/2-3/0-0)
Die Tharshers konnten durch einen Sieg über die Hurricanes ihre Hoffnungen auf einen Playoffplatz am Leben halten. Sie verkürzten mit diesem Erfolg und den erreichten zwei Punkten den Vorsprung der Tampa Bay Lightning auf fünf Zähler, bei zwei Partien weniger auf dem Konto. Die Gäste aus Raleigh können die restliche Saison hingegen ruhig angehen lassen, sie haben ja schon im Laufe dieser Woche die sichere Qualifikation geschafft.
Die Partie zwischen den Divisionskontrahenten verlief rein optisch in den ersten beiden Dritteln ausgeglichen. Die Nase vorn hatten die Hausherren allerdings in der Chancenverwertung, denn sie konnten im Gegensatz zu ihren Gegnern in diesem Zeitraum fünf Mal ins Schwarze treffen, die Hurricanes hingegen nur zwei Mal. Der erste Grund zum Feiern stand in der zwölften Minute an, als Marc Savard(12.ps) einen Penaltyschuss verwandelte. Sein Kollege Jim Slater(14.) erhöhte kurz darauf auf 2-0, so dass die Thrashers relativ beruhigt in die erste Pause gehen konnten.
Das Bild änderte sich auch im zweiten Drittel zunächst nicht. Diesmal überwand Atlantas Topscorer Ilya Kovalchuk(25./34.) Goalie Cam Ward zum 3-0. Den Bann der Gäste brach schließlich Matt Cullen(33.) nach etwas mehr als der Spielhälfte, als er die Vorarbeit von Chad LaRose zum Anschlusstreffer nutzte. Nur eine Minute später hatte Kovalchuk allerdings den alten Abstand wieder hergestellt. Slava Kozlov(35.) baute diesen sogar noch aus, ehe Rod Brind'Amour(40.sh) in Unterzahl auf 2-5 verkürzte.
Die Gäste verstärkten im letzten Abschnitt ihre Bemühungen merklich, waren aber weder in der Lage das Ruder noch herum zu reißen noch das Endergebnis etwas angenehmer zu gestalten.

Chicago - Columbus 2-5 (0-0/1-1/1-4)
Die Columbus Blue Jackets konnten auch gegen die Chicago Blackhawks ihren Aufwärtstrend fortsetzen und verließen in der letzten Nacht bereits zum fünften Mal in Folge als Sieger das Eis. Vielleicht gerade weil es für die Hausherren in dieser Saison um Nichts mehr geht - sie werden erneut die Playoffs verfehlen - blühen sie auf und können wegen ihrer aussichtslosen Position befreit aufspielen.
Trotz der niedrigen Brisanz zwischen den beiden Teams kam ein unterhaltsames Spiel zu Stande, in dem es weder an Toren noch an Intensität mangelte. Nach einem ereignisarmen ersten Drittel lösten die Mannschaften die Handbremse, wobei zuerst die Gäste in Person von Brandon Bochenski(24.) in Führung gingen. Den Ausgleich besorgte Nikolai Zherdev(40.) allerdings noch im gleichen Durchgang, als dieser 20 Sekunden vor der Pause den Puck geschickt an Goalie Craig Anderson vorbei brachte.
Nachdem Kyle Calder(45.pp) eine der zahlreichen Powerplays zur erneuten Führung ausgenutzt hatte, wendete sich das Blatt rapide. Zuerst stellte Mark Hartigan(45./56.pp) das erneute Remis her, ehe Jaroslav Balastik(48.) seine Farben zum ersten Mal in Front bringen konnte. Hartigan erhöhte mit seinem zweiten Treffer des Abends noch auf 4-2 und David Vyborny(60.en,sh) stellte das Endergebnis kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene her und das obwohl sein Team zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann weniger auf dem Eis agierte.

Tampa Bay - Florida 2-4 (1-2/0-2/1-0)
Die Florida Panthers gewannen das erste von drei 'Endspielen' innerhalb einer Woche gegen die Tampa Bay Lightning. Nach ihrem heutigen 4-2 Heimerfolg über die Lokalrivalen beträgt ihr Rückstand gegenüber den auf den achten Platz in der Tabelle gerutschten amtierenden Stanley Cup Champions noch sechs Zähler.
Die Panthers dominierten vor allem im ersten Durchgang und gingen auch mit einer nicht unverdienten 2-1 Führung nach Toren von Nathan Horton(1.) und Joe Nieuwendyk(19.pp) sowie einem Gegentreffer durch Martin St. Louis(7.pp) in die erste Pause.
Der zweite Durchgang verlief ausgeglichener, doch die Hausherren erwiesen sich effektiver im Abschluss. Während die Gäste aus Tampa torlos blieben, bauten Olli Jokinen(29.) und Joe Nieuwendyk(36.) die Führung der Panthers auf 4-1 aus.
Im Schlussdrittel spielte nur noch ein Team - die Lightning. In einem wahren Offensivfeuerwerk nahmen sie Floridas Torwart Roberto Luongo unter Dauerbeschuss. Allein in den letzten 20 Spielminuten zielten die Gäste 25(!) Mal auf das Gehäuse ihrer Gastgeber. Luongo ließ sich aber nur noch einmal von Darryl Sydor(44.pp) bezwingen und hielt die zwei so wichtigen Punkte fest in seiner Fanghand.

St. Louis - Nashville 1-2 (1-0/0-0/0-2)
Ex-Blues Mike Sillinger(41.pp), der seine 900. NHL-Partie bestritt, und Martin Erat(44.) verhinderten mit ihren Treffern zu Beginn des Schlussdrittels eine blamable Heimniederlage der Nashville Predators gegen die St. Louis Blues, dem Tabellenletzten in der Western Conference.
Mit ihrem heutigen Pflichtsieg gegen die spielerisch überraschend ebenbürdigen Blues beendeten die Predators eine Negativserie von vier Niederlagen in Folge. Sie bauten damit ihren Vorsprung auf dem vierten, Heimrecht bescherenden Playoffplatz wieder um zwei Zähler aus.
Das einzige Tor, der seit nun schon zehn Spielen auf einen doppelten Punktgewinn wartenden Blues, erzielte Mike Glumac(12.pp) zur Mitte des ersten Durchgangs aus einem Powerplay heraus.

Calgary - Edmonton 4-1 (1-0/2-1/1-0)
Das Duell zwischen den beiden Erzfeinden aus der kanadischen Provinz Alberta konnten die Calgary Flames mit 4-1 Toren für sich entscheiden und bestätigten damit nicht nur ihre Vormachtstellung in der Northwest Division, sondern vergrößerten auch noch den Abstand zu den auf Rang Acht im Westen liegenden Edmonton Oilers auf sechs Punkte.
Die Hausherren müssen dagegen noch richtig um die Playoffteilnahme bangen, gewannen die Los Angeles Kings doch gegen Dallas, wodurch sich die Kings nur noch zwei Zähler hinter den Kanadiern befinden.
Die Partie verlief, wie bei einem Aufeinandertreffen von zwei kanadischen Teams erwartet, sehr körperbetont. Da es sich zusätzlich noch um ein Lokalderby handelte, leisteten sich die Kontrahenten zahlreiche Nicklichkeiten, die oft den Rahmen des Erlaubten überstiegen. Infolgedessen befanden sich häufig weniger als zehn Feldspieler auf dem Eis, was den Unterhaltungswert aber durchaus steigerte. Eine der wenigen Situationen, in denen die Reihen vollzählig waren, nutzte Calgarys Daymond Langkow(11.) nach knapp der Hälfte des ersten Drittels zum 1-0 aus.
Selbstbewusst, mit der knappen Führung im Rücken, gelang Kristian Huselius(22./25.pp) zu Beginn des Mittelabschnitts ein Doppelschlag zum 3-0, ehe Shawn Horcoff(25.) kurz darauf den Rückstand verkürzen konnte. Nach Wiederaufnahme des Spiels entlud sich die angestaute Aggression bei Chris Simon und Georges Laraque in einem Faustkampf, was aber zur Beruhigung beider Mannschaften beitrug. Im weiteren Spielverlauf wurden deutlich weniger Strafzeiten verhängt.
Den Schlusspunkt hinter der spannenden und ereignisreichen Begegnung setzte schließlich Andrew Ference(43.pp) mit seinem vierten Saisontreffer zum 4-1 Endstand.

Dallas - Los Angeles 0-1 (0-1/0-0/0-0)
Die Los Angeles Kings mögen schon auch noch ein Wörtchen bei der Vergabe der hart umkämpften Playoffplätze im Westen mitreden. Heute Morgen bezwangen sie mit einer Energieleistung im heimischen Staples Center die Dallas Stars mit 1-0. Das einzige Tor der vor allem von der Spannung lebenden Partie erzielte nach knapp 10 1/2 Minuten NHL-Veteran Jeremy Roenick(11.).
Die Kings schafften es der spielerischen Überlegenheit ihrer Gäste viel Kampfkraft entgegenzusetzen. Mit Erfolg! Bis zum Ende hielt die knappe Führung der Kings, die sich vor allem in der Schlussphase bei ihrem Torhüter Mathieu Garon für die zwei gewonnenen Punkte bedanken konnten. Garon wehrte insgesamt 27 Torschüsse der Texaner ab und verdiente sich damit seinen dritten 'Shutout' in der laufenden Saison.
Durch den heutigen Heimerfolg konnten die Los Angeles Kings ihren Rückstand auf die achtplatzierten Edmonton Oilers auf drei Zähler verkürzen und auch die Vancouver Canucks auf Rang sieben sind mit nur drei Punkten mehr auf dem Konto noch in ihrer Reichweite.

Phoenix - San Jose 4-3 OT (1-0/2-0/0-3/1-0)
Die San Jose Sharks konnten mit einer Overtime-Niederlage zumindest einen Punkt auf die an Rang Acht der Western Conference platzierten Edmonton Oilers gut machen und haben jetzt nur noch drei Zähler weniger als die Kanadier auf ihrem Konto. Trotzdem mussten die Sharks wegen des Heimerfolgs der Los Angeles Kings einen Platz einbüßen.
Die Hausherren präsentierten sich in den ersten beiden Dritteln vollkommen überfordert. Die Phoenix Coyotes agierten dagegen überaus druckvoll, was zunächst nur durch unfaire Aktionen der Sharks eingedämmt werden konnte. Infolgedessen mussten sie sechs Unterzahlsituationen bestreiten, überstanden diese aber ohne dabei Schaden zu nehmen. Schaden nahmen sie dafür zwei Mal bei gleicher Stärke auf dem Eis, als sich erst Steve Reinprecht(15./34.sh/64.) und dann Geoff Sanderson(23.) in die Scorerlisten eintrugen. Ein weiteres Erfolgserlebnis durch Reinprecht, der in Unterzahl Goalie Vesa Toskala überwinden konnten, bescherte den Gästen dann sogar noch eine 3-0 Führung.
Dass ein Drei-Tore-Vorsprung im Eishockey aber noch lang keine Vorentscheidung sein muss, bewiesen die Sharks im noch folgenden Drittel. Wie verwandelt kamen sie von der zweiten Pause zurück aufs Eis und schafften tatsächlich noch die Wende in der kurzweiligen Partie. Von den 18 abgegebenen Schüssen landeten drei - abgegeben von Matt Carle(43.pp), Jonathan Cheechoo(52.) und Scott Hannan(57.pp) - im gegnerischen Netz.
Zu einem Sieg sollte es dann für die Sharks aber dennoch nicht reichen. Seine bemerkenswerte Leistung während der gesamten knapp 64 Minuten krönte Reinprecht mit seinem dritten Treffer zum 5-4 Endstand in der Overtime.

 

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