Martin Gelinas(FLO) bringt aus kurzer Distanz die Scheibe nicht an Martin Gerber(CAR) vorbei.
Florida - Carolina 2-3 (1-1/1-1/0-1) Das RBC Center ist für die Florida Panthers kein gutes Pflaster. Heute Nacht unterlagen sie erneut den Carolina Hurricanes in deren Arena und blieben damit auch im achten Auftritt hintereinander in Raleigh, seit dem 2. Dezember 2002, ohne doppelten Punktgewinn.
Den Hurricanes ist mit dem heutigen 3-2 Heimsieg auch theoretisch der Divisionstitel im Südosten, ihr erster seit der Spielzeit 2000/01, nicht mehr zu nehmen. Craig Adams(42.sh) gelang zu Beginn des Schlussabschnitts bei Unterzahl das Siegtor für die Hausherren.
Die Panthers, mit der Empfehlung von sieben Siegen in Folge angetreten, versuchten danach zwar noch einmal mit aller Macht zum Ausgleich zu kommen, doch Carolinas Schweizer Schlussmann Martin Gerber war bei den zehn folgenden Torschüssen der Gäste auf dem Posten.
In den ersten zwei Durchgängen hatten mit ihren Treffern Chris Gratton(5.) und Mike Van Ryn(29.) bei den Panthers und Ray Whitney(20.pp) sowie Mark Recchi(24.) die Partie ausgeglichen gestaltet.
Pittsburgh - N.Y. Islanders 4-0 (0-0/3-0/1-0) Nach drei Niederlagen in Folge gab es für das Tabellenschlusslicht der Eastern Conference, die Pittsburgh Penguins wieder einmal einen Grund zum Feiern. Im Nassau Coliseum von Long Island bezwangen sie die New York Islanders deutlich mit 4-0 Toren.
Mann des Abends war neben Jungstar Sidney Crosby(39.), der an drei Treffern beteiligt war, vor allem Gästeschlussmann Sebastien Caron, der mit 29 Rettungstaten zum ersten Mal in dieser Saison seinen Kasten sauber halten konnte und damit zum vierten 'Shutout' seiner NHL-Karriere kam.
Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt sorgten zur Mitte des zweiten Durchgangs Sergei Gonchar(32.) und John LeClair(34.) mit zwei Toren innerhalb von 71 Sekunden für die Vorentscheidung der von Erfolgserlebnissen in dieser Saison nicht gerade verwöhnten Penguins. Als dann gut fünf Minuten später auch noch Crosby getroffen hatte, war der Widerstand der Islanders völlig gebrochen.
Die Islanders trugen nur noch Alibi-Angriffe vor und bereiteten damit Caron keinerlei Schwierigkeiten. Den Schlusspunkt setzte Pittsburghs Verteidiger Sergei Gonchar(59.pp) 64 Sekunden vor Spielende mit seinem zweiten Tor an diesem Abend.
Chicago - Detroit 3-2 OT (0-1/1-0/1-1/1-0) Nur 89 Sekunden währte die Verlängerung dann erzielte Patrick Sharp(62.) das Siegtor für die Chicago Blackhawks bei ihrem 3-2 Achtungserfolg in der Joe Louis Arena von Detroit.
Für die Blackhawks, bei denen der Playoffzug schon seit einiger Zeit ohne sie abgefahren ist, war es nach fünf Niederlagen in Folge, der zweite doppelte Punktgewinn hintereinander.
In dem äußerst unterhaltsamen Aufeinandertreffen der beiden Rivalen hatte Steve Yzerman(11.) die Hausherren mit seinem 691. NHL-Tor 1-0 in Front gebracht. Detroits Teamkapitän überholte damit Mario Lemieux auf Platz Acht in der ewigen Torjägerliste der NHL. Danach boten sich den Red Wings noch einige gute Einschussmöglichkeiten um ihre Führung weiter auszubauen.
Doch auch die Blackhawks versteckten sich keineswegs und so entwickelte sich eine schön anzusehende NHL-Partie. Zum Ende des Mittelabschnitts hin kamen auch die Gäste durch Mark Cullen(37.) zu einem Erfolgserlebnis und als dann auch noch Martin Lapointe(55.) 5 1/2 Minuten vor Spielende in der Lage war Chris Osgood zu bezwingen, lag die Überraschung in der Luft.
Die Hausherren konnten aber noch einmal das Tempo erhöhen und in der Schlussminute der regulären Spielzeit, nachdem sie ihren Schlussmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers herausgenommen hatten, gelang Pavel Datsyuk(60.) doch noch der 2-2 Ausgleichstreffer gegen einen herausragenden Nikolai Khabibulin.
Columbus - St. Louis 4-2 (1-1/2-0/1-1) Die Columbus Blue Jackets untermauerten ihre momentane Topform mit einem 4-2 Auswärtserfolg bei den St. Louis Blues, die bereits zum neunten Mal in Folge den Kürzeren zogen.
Dabei hatten die Hausherren einen Traumstart erwischt. Nach nur 73 Sekunden brachte sie Keith Tkachuk(2.) mit 1-0 in Front. Die Blue Jackets ließen sich davon aber gar nicht aus der Ruhe bringen und trugen aus einer kompakt stehenden Defensive heraus immer wieder schnelle, gefährliche Angriffe vor.
Vor allem die deutlich konsequentere Chancenverwertung der Gäste aus Ohio, machte den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Tabellenkindern der Western Conference aus. Jaroslav Balastik(13.), Jason Chimera(25.) und zwei Mal Rick Nash(37./43.pp) bezwangen den nicht immer sehr sicher agierenden Schlussmann der Hausherren, Patrick Lalime, zur vorentscheidenden 4-1 Führung der Blue Jackets, die mit ihrem 30 Saisonsieg einen neuen Franchiserekord aufstellen konnten.
Nur noch statistischen Wert hatte das zweite Tor der Blues von Jamal Mayers(51.) knapp zehn Minuten vor Spielende.
Colorado - Calgary 3-6 (2-1/0-3/1-2) Das direkte Duell um die Tabellenführung in der Northwest Division zwischen den punktgleichen Colorado Avalanche und den Calgary Flames entschieden die Westkanadier am Ende recht deutlich mit 6-3 Toren.
Den Besuchern im bis auf den letzten Platz besetzten Saddledome von Calgary sahen eine kurzweilige Partie mit einem Happy End für die Hausherren. Nach dem frühen Powerplaytreffer von Chuck Kobasew(4.pp) kamen die Avalanche immer besser ins Spiel und ihr Teamkapitän Joe Sakic(15./15.) konnte sie mit seinen zwei Toren innerhalb von 25 Sekunden 2-1 in Führung schießen.
Nach der ersten Pause spielten nur noch die Hausherren. Sie machten kräftig Druck auf das zu diesem Zeitpunkt noch von Petr Budaj gehütete Gehäuse der Gäste aus Denver. Die Avalanche konnten nur reagieren anstatt selbst zu agieren. Die Folge waren drei Gegentreffer von Chris Simon(24.), Craig MacDonald(33.) und Daymond Langkow(39.), wobei Budaj bei den Toren keinen besonders sicheren Eindruck machte.
Zu Beginn des Schlussdrittels bekamen die 'Avs' wieder etwas mehr vom Spiel mit und Cody McCormick(46.) ließ bei ihnen mit dem Anschlusstor wieder etwas Hoffnung auf eine Spielwende aufkeimen. Eine wunderschöne Einzelleistung von Shean Donovan(50.) sowie ein gegen die Avalanche verhängter Strafschuss, den Matthew Lombardi(52.ps) verwandeln konnte, brachte schließlich die Entscheidung.
Minnesota - Vancouver 2-1 SO (0-0/1-1/0-0/0-0/1-0) Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden hatten es die Vancouver Canucks im General Motors Place mit den Minnesota Wild zu tun und erneut boten die Gäste aus St. Paul für die sich die Frage nach einer Playoffteilnahme nicht mehr stellt, mehr Widerstand als den Westkanadiern lieb war.
Nach einem hart umkämpften 1-1 Remis nach 65 Spielminuten incl. Verlängerung musste die Entscheidung um den zweiten zu vergebenden Zähler im Penaltyschießen fallen. Dabei gelang Mikko Koivu als erstem Schützen der Wild das entscheidende Tor für die Gäste, während bei den Canucks keiner Wilds Schlussmann Manny Fernandez bezwingen konnte.
Schon während der regulären Spielzeit hatte Fernandez mehrmals seine Klasse unter Beweis stellen können. Mit Ausnahme des Treffers von Anson Carter(35.) zum 1-1 Ausgleich im Mitteldrittel wurden alle weiteren 26 Schüsse der Hausherren seine Beute. Carter übernahm durch sein 30. Saisontor die Führung in der teaminternen Torjägerliste der Canucks. Die 1-0 Führung der Wild hatte fünf Minuten zuvor Marc Chouinard(30.pp) aus einem Überzahlspiel heraus erzielt.
Ob es sich für die Canucks um einen gewonnenen oder verlorenen Punkt handelt, das wird sich wohl erst in der Endabrechnung feststellen lassen.
Dallas - Anaheim 4-5 SO (2-2/1-1/1-1/0-0/0-1) Die Dallas Stars sind also doch auch im Penaltyschießen zu bezwingen. Das einzige Team der Liga, das bisher alle 'Shootouts' für sich entscheiden konnte, unterlag heute Morgen im Pond of Anaheim den Mighty Ducks mit 4-5 Toren. Im Penaltyschießen vermissten die Texaner schmerzlich ihren sichersten Schützen Sergei Zubov. Seiner Statt trat Antti Miettinen als erster an und scheiterte ebenso wie Jussi Jokinen. Dagegen verwandelten bei den Hausherren Rob Niedermayer und Jonathan Hedstrom ihre Penaltys sicher.
Ein ganz wichtiger Zusatzpunkt für die Kalifornier im Kampf um einen Playoffplatz. Ihr Vorsprung auf die neuntplatzierten San Jose Sharks beträgt nun schon sechs Zähler.
Mann des Abends war bei den Mighty Ducks aber Andy McDonald(58.), der mit seinem späten 4-4 Ausgleichstor erst den Sieg möglich machte. Den spannenden Schlagabtausch auf ganz hohem spielerischen Niveau mit wechselnden Führungen hatte Chris Kunitz() nach 31 Sekunden eröffnet. Nach dem 1-1 von Jeremy Stevenson(12.) dauerte es nur 77 Sekunden bis die Ducks durch Samuel Pahlsson(14.sh) erneut in Front gingen. Diesmal währte die Freude sogar nur 52 Sekunden. Noch im gleichen Überzahlspiel egalisierte Stephane Robidas(14.pp) den Spielstand.
Zwar etwas weniger torreich, aber ebenso ausgeglichen ging es auch in den folgenden 45 Minuten incl. Overtime zu. Dabei konnten die Stars zwei Mal durch Tore von Jason Arnott(27.) und Brenden Morrow(42.pp) in Führung gehen. Ihnen gelang es aber nicht diese jeweils weiter auszubauen. Im Gegenteil Todd Fedoruk(38.) und last but not least McDonald retteten die Mighty Ducks in die Overtime.