NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2006-03-30 

ANZEIGE

SPIELTAG 30.03.2006

Martin Straka(NYR) war neben Jaromir Jagr der Mann des Abends.

N.Y. Rangers - N.Y. Islanders 5-1 (3-0/1-1/1-0)
Gegen Jaromir Jagr und den Rest der New York Rangers hatten die New York Islanders heute Nacht nicht den Hauch einer Chance. Dieses Mal zeichnete sich Rangers' tschechischer Topscorer als exzellenter Vorbereiter aus. Bei den ersten vier Toren der Gäste von Petr Prucha(8.pp) und Martin Straka(9./14./33.) war Jagr jeweils mit einem Assist beteiligt. Für Straka war es der erste NHL-Hattrick als Ranger.
Das fünfte Tor der haushoch überlegenen Gäste erzielte Blair Betts(55.) ohne Beteiligung von Jagr. Die Islanders, welche von den bisherigen sechs Aufeinandertreffen mit ihren Lokalrivalen nur die ersten zwei gewinnen konnten, kamen nur noch zu einem Ehrentreffer durch ihren Teamkapitän Alexei Yashin(40.pp). Ansonsten waren ihre Angriffsversuche häufig schon im Keim erstickt worden. In den gesamten 60 Minuten konnten die Hausherren nur 19 Mal auf das Gehäuse der Rangers schießen.

Boston - Buffalo 3-4 (1-1/1-1/1-2)
Mit einem 4-3 Heimerfolg über die Boston Bruins beendeten die Buffalo Sabres ihre Negativserie von sechs Niederlagen in Folge. Doch auch heute Nacht lief bei den Sabres nicht alles rund. Erst im letzten Spielabschnitt konnten die Hausherren einigermaßen überzeugen und zehn Minuten vor Spielende war es J.P Dumont(19./51.pp), der mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den doppelten Punkterfolg sicherte. Schon zu Beginn des Durchgangs hatte Chris Drury(42.pp) eine Überzahlsituation zur Führung der Hausherren genutzt.
Die Bruins, welche in den ersten zwei Durchgängen durchaus überzeugen konnten, gingen nach einem Fehler von Henrik Tallinder durch David Tanabe(7.) früh mit 1-0 in Front. Doch Dumont und Maxim Afinogenov(22.) stellten mit den folgenden Toren für Buffalo den Spielverlauf mehr oder weniger auf den Kopf. Noch im Mittelabschnitt gelang Brad Stuart(34.) gegen den nicht besonders überzeugenden Schlussmann der Gastgeber, Ryan Miller, das 2-2 Remis.
Das dritte Tor der Gäste, bei denen der Deutsche Marco Sturm wegen einer Grippe fehlte, schoss Marty Reasoner(30.). In der Schlussphase der Partie gingen den Bruins, die in den letzten zehn Minuten kein einziges Mal mehr Miller prüfen konnten, die Ideen und die Luft aus.

Washington - Carolina 5-1 (2-0/2-1/1-0)
Erfolge in der Fremde waren für die Washington Capitals im bisherigen Saisonverlauf eine Rarität. Umso verwunderlicher war es, dass sie ausgerechnet beim heimstärksten Team der Liga, den Carolina Hurricanes, bestehen konnten. Gleich mit 5-1 Toren fügten sie dem Tabellenführer der Southeast Division eine Heimniederlage zu. Erst zum siebten Mal in dieser Saison blieben die Hurricanes im RBC Center ohne jeglichen Zähler.
Neben den Torschützen Brian Willsie(3.), Matt Bradley(10./23.), Alexander Ovechkin(30.pp) und Chris Clark(59.sh) war vor allem Washingtons Schlussmann Brent Johnson der Matchwinner. Johnson, der heute Nacht den Vorzug gegenüber Olaf Kölzig bekam, wehrte insgesamt 49(!) Torschüsse der wild anstürmenden Hurricanes ab. Nur einmal, von Rod Brind'Amour(29.pp) im Powerplay, musste sich Johnson bezwingen lassen.

Florida - Pittsburgh 5-3 (2-0/2-1/1-2)
Die Florida Panthers konnten bei ihrem Streben nach einem Playoffplatz auch von den Pittsburgh Penguins nicht gestoppt werden. Die Panthers, die vor drei Wochen auf Platz 12 in der Eastern Conference rangierend kaum noch Aussichten auf eine Playoffteilnahme hatten, gewannen seitdem sieben Partien in Folge.
Heute Nacht verkürzten sie mit einem 5-3 Triumph ihren Rückstand gegenüber den Montreal Canadiens auf fünf Punkte. Die Gäste begannen sehr druckvoll und zeigten sich im Abschluss voll konzentriert. Bis zur ersten Pause hatten Chris Gratton(3.) und Nathan Horton(17.) schon eine 2-0 Führung herausgeschossen. Noch schlimmer kam es für die Penguins und ihren heute wenig überzeugenden jungen Schlussmann Marc-Andre Fleury in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts, als Gary Roberts(21.) und Rostislav Olesz(31.) die Führung vorentscheidend auf 4-0 ausbauen konnten.
Für Fleury war dadurch die Begegnung vorzeitig beendet. Er wurde durch Sebastien Caron ersetzt. Ab sofort lief es für Pittsburgh besser. Die Panthers ruhten sich auf ihrem komfortablen Vorsprung aus und die Penguins kamen durch Treffer von John LeClair(37.pp) und Andy Hilbert(51.) noch einmal zurück ins Spiel.
Erst 71 Sekunden vor Spielende konnte Juraj Kolnik(59.en) mit einem 'Empty Net Goal' den Auswärtserfolg der Panthers endgültig sichern. Anschließend gelang Konstantin Koltsov(60.) noch eine Ergebniskosmetik zu Gunsten der Hausherren.

St. Louis - Chicago 2-3 OT (0-2/0-0/2-0/0-1)
Eine durchaus unterhaltsame und ansehnliche NHL-Partie lieferten sich die Chicago Blackhawks und St. Louis Blues im United Center von Chicago. Die Entscheidung zwischen den beiden punktschlechtesten Mannschaften der Western Conference sollte dabei erst in der Verlängerung fallen. Kyle Calder(64.) gelang nach knapp vier Minuten in der Overtime das 3-2 Siegtor für die Hausherren, die bei einer Niederlage die Rote Laterne als Tabellenschlusslicht im Westen von ihren heutigen Gästen übernommen hätten.
Die Blues spielten von Beginn an engagiert nach vorne zeigten jedoch im Abschluss zunächst eklatante Schwächen. Anders ihre Gastgeber, die im ersten Durchgang konsequent ihre Torchancen durch Milan Bartovic(7.) und Duncan Keith(13.) ausnutzen konnten.
Nach der ersten Pause nahm die Feldüberlegenheit der Blues sogar noch einmal zu. Mit Nikolai Khabibulin haben die Blackhawks jedoch einen Meister seines Faches im Tor stehen. Chicagos Schlussmann wehrte allein im Mitteldrittel 16 Torschüsse der G6auml;ste ab. Bezwungen werden konnte Khabibulin erst im letzten Drittel der regulären Spielzeit von Kevin Dallman(43.) und Trent Whitfield(47.) zum 2-2 Gleichstand.

Anaheim - Dallas 1-2 (0-0/1-2/0-0)
In einer hauptsächlich von den Defensivkräften beider Teams bestimmten Begegnung konnte die Dallas Stars im heimischen American Airlines Center die Mighty Ducks of Anaheim mit 2-1 bezwingen. Zwei Powerplaytore im Mitteldrittel von Sergei Zubov(28.pp) und Niko Kapanen(38.pp), jeweils auf Vorarbeit von Teamkapitän Mike Modano, sowie eine grundsolide Defensivarbeit bescherten den Texanern ihren 26. Heimsieg und einen komfortablen 15 Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze der Pacific Division.
Ihre Verfolger, die zweitplatzierten Mighty Ducks, müssen nach der heutigen Niederlage, ihre zweite innerhalb von 24 Stunden, auch die Folge von zu vieler Strafzeiten, sogar noch um ihren Playoffeinzug fürchten. Ihr einziges Tor erzielte Ryan Getzlaf(29.) zum 1-1 Zwischenstand. Insesamt konnten die Kalifornier nur 16 Mal auf das Tor ihrer kompakt stehenden Gastgeber schießen.

Los Angeles - Calgary 1-2 (0-1/0-1/1-0)
So sehr sich auch die Los Angeles Kings mühten, es nutzte ihnen nichts. Sie unterlagen nach der herben Niederlage in Vancouver, bei der sie sieben Gegentreffer einstecken mussten, auch den Calgary Flames.
Mit 1-2 Toren zogen sie gegen ihre westkanadischen Gastgeber den Kürzeren. Von ihren letzten acht Partien konnten die Kings nur zwei für sich entscheiden. Angesichts der knappen Tabellensituation in der Western Conference um den Einzug in die Playoffs könnte sich dies am Saisonende noch rächen.
Der Rückstand der zehntplatzierten Kings auf die Edmonton Oilers beträgt drei Punkte.
Die heimstarken Flames konnten Dank der Treffer von Jamie Lundmark(8.) und Jarome Iginla(37.sh) wieder mit den Colorado Avalanche, ihrem nächsten Gegner im Saddledome und Tabellenführer in der Northwest Division gleichziehen. Ihr Schlussmann Miikka Kiprusoff bot eine grundsolide Vorstellung und musste sich nur einmal, in der Schlussphase der Partie, von Craig Conroy(56.) bezwingen lassen.

Minnesota - Vancouver 1-2 (0-0/1-1/0-1)
6,4 Sekunden vor dem Spielende, viele Besucher im General Motors Place hatten sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, bescherte Anson Carter(60.pp) mit seinem Überzahltreffer den Vancouver Canucks doch noch einen überaus glücklichen 2-1 Heimerfolg gegen die Minnesota Wild.
Lange Zeit schien es fast so als wäre den Canucks noch immer nicht richtig bewusst, was die Stunde geschlagen hat. Anders ist ihre insgesamt doch sehr dürftige Leistung in der Heimvorstellung gegen die Minnesota Wild nicht zu erklären. In einer Saisonphase, in der man auf jeden Zähler angewiesen ist, vermisste man bei den Westkanadiern den unbedingten Siegeswillen.
Sicherlich gibt es Abende an denen spielerisch nur wenig zusammenläuft, doch etwas mehr Engagement wäre schon zu erwarten gewesen. Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt, in dem sich die Kontrahenten weitgehend neutralisierten, konnten die Canucks durch Daniel Sedin(28.) sogar mit 1-0 in Front gehen, doch postwendend wurden sie von Brian Rolston(28.) wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Am Ende zählt jedoch nur das Ergebnis und mit dem Ausgang der Partie konnten die Hausherren durchaus zufrieden sein. Durch die zwei gewonnenen Punkte bauten sie ihren Vorsprung gegenüber den neuntplatzierten San Jose Sharks auf vier Zähler aus - wobei aber zu beachten ist, dass die Kalifornier noch drei mehr zu absolvierende Spiele in der Hinterhand haben.

 

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH