J-S Aubin(TOR) blieb auch gegen Simon Gagne(PHI) der Sieger.
Toronto - Philadelphia 3-2 (1-1/0-0/2-1) Mit einem 3-2 Erfolg in Philadelphia, ihrem zweiten Auswärtssieg in Folge, erhielten sich die Toronto Maple Leafs einen kleinen Funken Hoffnung, die Playoffs zum ersten Mal seit acht Jahren doch nicht zu verpassen. Ihr Rückstand auf den achten Platz in der Eastern Conference beträgt aber immer noch bei zehn ausstehenden Partien sieben Zähler.
Heute Nacht konnte das kanadische Traditionsteam einen frühen Rückstand, nachdem Joni Pitkanen(4.pp) gleich das erste Überzahlspiel der Flyers zum 1-0 genutzt hatte, gut verkraften. Die folgende Viertelstunde gehörte voll und ganz den Leafs. Aufgrund der Spielanteile war auch das Ausgleichstor ihres Teamkapitäns Mats Sundin(15.) hochverdient.
Im torlosen Mittelabschnitt kamen die Hausherren wieder etwas besser ins Spiel und hatten auch die hochkarätigeren Torchancen, nur ein Treffer wollte ihnen gegen den erst seine zweite Saisonpartie absolvierenden Jean-Sebastien Aubin im Tor der Leafs nicht gelingen.
Besser machten es Alexei Ponikarovsky(41.) und Alexander Steen(43.) gleich zu Beginn des Schlussabschnitts. Innerhalb von 104 Sekunden sorgten sie für den letztendlich vorentscheidenden 2-Tore Vorsprung der kanadischen Gäste. In der noch verbleibenden Zeit bis zum Ertönen der Schlusssirene setzten die Hausherren mit 16 Torschüssen noch einmal alles daran ihre elfte Heimniederlage abzuwehren, kamen aber nur noch durch R.J. Umberger(56.) zu einer kleinen Ergebniskorrektur.
San Jose - Columbus 1-4 (1-0/0-1/0-3) Ein Lob muss man den Columbus Blue Jackets nach ihrem unerwarteten 4-1 Heimerfolg über die San Jose Sharks aussprechen. Abgeschlagen auf dem drittletzten Platz in der Western Conference ohne Chancen auf eine Playoffteilnahme boten sie in der heimischen Nationwide Arena den favorisierten San Jose Sharks Paroli und gewannen letztendlich verdient mit 4-1 Toren.
Die noch um einen Playoffplatz kämpfenden Kalifornier versäumten es dadurch nach Punkten mit den achtplatzierten Vancouver Canucks gleichzuziehen. Dabei hatte die Begegnung ganz im Sinne der Gäste begonnen. Steve Bernier(9.) hatte sie nach knapp neun Minuten mit 1-0 in Front gebracht. Völlig unverständlich war es, dass sie danach nur noch selten zu ihrem Spiel fanden und dadurch ihre Gastgeber stark machten.
Lange Zeit 'plätscherte' die Partie vor sich hin, bis Rick Nash(39./46.) mit einem Doppelschlag die Sharks aus ihren Träumen riss. Nur 60 Sekunden nach der 2-1 Führung erhöhte Mark Hartigan(47.) den Spielstand auf 3-1. Den Schlusspunkt setzte für die Blue Jackets, die mit ihrem 29. Sieg ihren bisherigen Franchiserekord einstellen konnten, Manny Malhotra(60.en) mit einem 'Empty Net Goal'.
N.Y. Islanders - Montreal 0-2 (0-1/0-0/0-1) Cristobal Huet war der gefeierte Held im bis auf den letzten Platz besetzten Bell Centre von Montreal. Mit 36 Rettungstaten bei seinem sechsten Shutout bescherte er den Montreal Canadiens zwei ganz wichtige Zähler in ihrer Heimpartie gegen die New York Islanders. Die Gäste aus Long Island versteckten sich keineswegs, wurden aber im Abschluss ihrer zahlreichen Torchancen von Huet zur Verzweiflung gebracht.
Auch Islanders Schlussmann Rick DiPietro bot eine herausragende Vorstellung. Der kleine Unterschied war jedoch, dass er sich von Montreals Rookie Christopher Higgins(8.), seinem dritten Tor in den letzten zwei Partien, zur Mitte des Eröffnungsdrittels bezwingen lassen musste.
Für die endgültige Entscheidung, in der zwar torarmen aber keineswegs langweiligen Begegnung, sorgte Radek Bonk(60.sh,en) mit einem 'Empty Net Goal' bei Unterzahl in der Schlusssekunde.
Die Canadiens konnten durch den heutigen Heimerfolg ihren Vorsprung gegenüber den neuntplatzierten Atlanta Thrashers auf fünf Punkte ausbauen. Vorsicht ist dennoch geboten, da das Team aus Georgia noch zwei Spiele mehr als die Frankokanadier zu absolvieren hat.
New Jersey - Ottawa 3-2 SO (1-0/0-0/1-2/0-0/1-0) Schon ein Hauch von Playoff-Feeling wehte durch das weite Rund des ScotiaBank Place der kanadischen Hauptstadt beim Aufeinandertreffen zwischen den Ottawa Senators und ihren Gästen, den New Jersey Devils.
Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste sollte schließlich erst im Penaltyschießen fallen, in dem Scott Gomez als einziger Schütze seinen Penalty verwandeln konnte. Zwar war auch nach seinem Schuss der Puck nicht einwandfrei im Tor zu sehen, doch der Videobeweis brachte zu Tage, dass er sich dort irgendwo zwischen den Torwartschienen befinden müsste.
Die Kontrahenten boten den zahlenden Besuchern von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch auf ganz hohem Niveau. Zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten ließen die beiden Schlussleute Ray Emery bei den Hausherren und Martin Brodeur zu Höchstform auflaufen.
Ein 'Shorthander' von Devils' John Madden(14.sh) zur Mitte des ersten Drittels war lange Zeit die einzige Torausbeute in der hart umkämpften Partie. Erst im Schlussdrittel hatten auch die Hausherren zwei Mal Grund zur Freude. Dany Heatley(44.pp/60.) gelang es nach gleichem Muster, mit zwei wunderbaren Schüssen von der blauen Linie, Brodeur zu bezwingen und den Senators zumindest einen Punkt zu retten.
Die 2-1 Führung der Devils hatte Brian Gionta(47.pp) aus einem Powerplay heraus erzielt. Er profitierte hierbei von einem Fehler durch Andrej Meszaros, der ihm die Scheibe direkt vor den Schläger spielte, anstatt sie aus der Gefahrenzone zu schlagen.
Anaheim - Colorado 3-4 (1-1/0-1/2-2) Andrew Brunette(48./54.) avancierte mit zwei Toren im Schlussdrittel und einem Assist beim 2-1 Führungstreffer von Brett Clark(22.) zu Beginn des Mittelabschnitts zum Matchwinner für die Colorado Avalanche bei ihrer Hausaufgabe gegen die Mighty Ducks of Anaheim.
Durch ihren heutigen hart umkämpften doppelten Punktgewinn konnten sich die 'Avs' vorerst wieder die Tabellenführung in der Northwest Division von den Calgary Flames zurückerobern.
Das erste Tor der Hausherren, die sich nun schon einen relativ komfortablen Vorsprung von sechs Punkten auf den neunten Tabellenplatz verschaffen konnten, schoss Brett McLean(16.).
Die Mighty Ducks erwiesen sich sowohl spielerisch wie auch physisch als ebenbürdiger Gegner. Unbeeindruckt von Rückschlägen erarbeiteten sie sich viele gute Einschussmöglichkeiten. Drei hiervon schlossen Sean O'Donnell(8.), Teemu Selanne(45.) und Ryan Getzlaf(49.) mit einem Torerfolg ab. In der Schlussphase der spannenden Begegnung konnte sich Avalanches Schlussmann Peter Budaj, der insgesamt 28 Schüsse parierte, noch einige Male auszeichnen.
Minnesota - Edmonton 3-2 (0-0/1-2/2-0) Angesichts der sehr engen Situation in der Western Conference im Kampf um die Playoffplätze, mussten die Edmonton Oilers heute Morgen auf eigenem Eis einen ganz herben Rückschlag hinnehmen. Sie unterlagen den Minnesota Wild im heimischen Rexall Place mit 2-3 Toren.
Pierre-Marc Bouchard(45.) und Brian Rolston(52.) schossen mit ihren Treffern im Schlussabschnitt die Oilers in die Depression. Die Wild waren von Beginn an rein aufs Spielzerstören sowie Kontern ausgelegt und hatten damit auch Erfolg. Nicht von ungefähr erzielte Wes Walz(23.sh) ihre 1-0 Führung, als sie mit einem Mann weniger auf dem Eis standen.
Von diesem Schock konnten sich die Hausherren noch einmal erholen. Ihnen gelang es bei den folgenden Powerplays soviel Druck auf das von Manny Fernandez gehütete Gehäuse auszuüben, dass notgedrungen auch Zählbares herausspringen musste. Sergei Samsonov(36.pp) und Jarret Stoll(38.pp) schossen die Oilers innerhalb von 165 Sekunden mit 2-1 in Front.
Damit hatte es sich aber auch schon mit der Herrlichkeit der Westkanadier, zu deren Unglück auch ihr kaum geprüfter Torhüter Dwayne Roloson nicht gerade seinen besten Abend erwischt hatte.
Nashville - Phoenix 3-5 (1-1/1-2/1-2) Wunderbar anzusehendes Offensiveishockey boten die Phoenix Coyotes ihren Fans in der Glendale Arena von Phoenix. Hierbei profitierten die Hausherren auch von der teilweise sehr überharten Gangart ihrer Gäste aus Nashville. Zwei ihrer fünf Tore, darunter das 'Game Winning Goal' von Mike Comrie(53.pp), erzielten die Coyotes wenn sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Mit Phoenixs erstem Powerplaytreffer hatte Derek Morris(20.pp) das Führungstor der Predators von Mike Sillinger(13.) egalisiert.
Shane Doan(23.) und Keith Ballard(38.sh) gelang es im Mittelabschnitt zwei Mal die Hausherren in Front zu schießen. Den Schlusspunkt zum 5-3 Endstand setzte Oleg Kvasha(56.).
Die Predators blieben dagegen unter den Erwartungen und es wurde wieder einmal deutlich, dass es in ihrem Spiel einen himmelweiten Unterschied gibt, ob sie nun Zuhause oder in der Fremde antreten müssen. Ihre dritte Niederlage in Folge konnten auch zwei weitere Tore von Dan Hamhuis(30.) und Martin Erat(45.) nicht verhindern.