Tim Thomas(BOS) wehrt einen Schuss von Chris Gratton(FLO) ab.
Florida - Boston 4-3 SO (0-1/2-1/1-1/0-0/1-0) Die Florida Panthers sind zur Zeit nicht zu stoppen. Heute Nacht fuhren sie im TD BankNorth Garden von Boston ihren sechsten Sieg in Folge ein. Olli Jokinen verwandelte nach einem 3-3 Remis im 'Shootout' als einziger von insgesamt sechs Schützen seinen Penalty und sicherte damit seinen Panthers den Zusatzpunkt.
Trotz ihrer beeindruckenden Bilanz von 19 Punkten aus den letzten elf Partien beträgt der Rückstand der Panthers auf den achten und letzten Playoffplatz noch sechs Zähler bei elf zu absolvierenden Partien.
In den 65 Minuten incl. Verlängerung boten die Kontrahenten den zahlenden Besuchern einen offenen bis zum Schluss spannenden Schlagabtausch. Brad Boyes(14.) brachte die Bruins zur Mitte des ersten Durchgangs mit 1-0 in Front. Danach übernahmen die Panthers das Kommando und spielten sehr engagiert nach vorne. Ein Powerplaytreffer von Jozef Stumpel(27.pp) war der erste Lohn ihrer Mühen und auch von dem erneuten Rückstand durch Patrice Bergeron(32.) ließen sich die Gäste aus Florida nicht beeindrucken. Weiterhin lief der Puck hauptsächlich in eine Richtung, in die auf das von Tim Thomas gehütete Gehäuse der Hausherren. Kurz vor dem Ende des Mitteldrittels egalisierte Panthers Verteidiger Jay Bouwmeester(40.) mit seinem erst dritten Saisontor erneut den Spielstand.
Gary Roberts(52.pp) gelang im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit aus einem Powerplay heraus die erstmalige Führung der Gäste. Die letzten knapp zehn Spielminuten gehörten wieder den Bruins. So leicht wollten sie sich nicht die Punkte entführen lassen und in der Schlussminute, Sekunden bevor die Strafe gegen Mike VanRyn abgelaufen gewesen wäre, nutzte Patrice Bergeron(60.pp) die nummerische Überlegenheit der Bruins zum 3-3.
Buffalo - N.Y. Rangers 4-5 SO (1-2/3-0/0-2/0-0/0-1) Petr Sykora verwandelte als erster Schütze der New York Rangers seinen Penalty und Rangers' Schlussmann Henrik Lundqvist wehrte alle drei Schüsse der Buffalo Sabres ab. Dies sollte den 'Blueshirts' genügen, um eine nach zwei Dritteln schon verloren geglaubte Partie doch noch für sich zu entscheiden.
Die Sabres hatten beim Stande von 1-2 zur ersten Pause furios im Mittelabschnitt aufgespielt. J.P. Dumont(22.), Jason Pominville(26.pp) und Daniel Briere(33.) hatten gegen Kevin Weekes , der zu diesem Zeitpunkt noch das Tor der Hausherren hütete, eine 4-2 Führung herausgeschossen.
Doch das Blatt soltte sich in der kurzweiligen Partie noch einmal wenden. Zunächst profitierte Petr Sykora(44.pp) bei einem der wenigen Überzahlspiele der Rangers und wie sollte es anders sein auch der Topscorer der Liga, Jaromir Jagr(51.), hatte noch einen Trumpf in der Hand und rettete mit seinem Ausgleichstreffer die Rangers in die Verlängerung.
Die drei ersten Treffer der Partie hatten im Eröffnungsdrittel Chris Drury(11.pp) für Buffalo und Martin Straka(16.pp) sowie Sandis Ozolinsh(18.) für die Gastgeber erzielt.
Tampa Bay - Carolina 1-2 (0-1/1-1/0-0) Ihr erstes Ziel haben die Carolina Hurricanes mit der nun schon sicheren Qualifikation für die Playoffs erreicht, ihr nächstes ist nach Aussage ihres Headcoaches Peter Laviolette der Gewinn des Stanley Cups und er mahnte an, dass sie schon allein deswegen nicht die Zügel schleifen lassen dürfen.
Heute Nacht erkämpften sich die Carolina Hurricanes, als heimstärkstes Team der Liga, gegen den amtierenden Stanley Cup Champion, die Tampa Bay Lightning, mit 2-1 Toren ihren 28. Heimerfolg.
Dabei gelang Carolinas Neuzugang Mark Recchi(29.) bereits zur Mitte des zweiten Durchgangs das Siegtor für die Hurricanes. Zuvor hatten Cory Stillman(5.) und Martin St. Louis(21.pp) mit einem Powerplaytreffer für die Gäste den Spielstand ausgeglichen gestaltet.
In der letzten torlosen halben Stunde neutralisierten sich beide Teams weitgehend, wobei Carolinas Schweizer Schlussmann Martin Gerber seine größte Rettungstat in der Schlussminute gegen Ruslan Fedotenko vollbrachte.
Detroit - St. Louis 4-1 (1-0/2-0/1-1) Zu einem standesgemäßen 4-1 Erfolg im Savvis Center von St. Louis kamen die Detroit Red Wings als punktbestes Team der Western Conference beim Tabellenschlusslicht, den St. Louis Blues.
Durch den heutigen zu keinem Zeitpunkt der Partie gefährdeten doppelten Punktgewinn konnten sich die Red Wings als erstes Team im Westen für die Playoffs qualifizieren. Die Gäste aus 'Hockeytown' kontrollierten von der ersten Spielminute an die Partie und sorgten auch schnell durch Kirk Maltby(3.) dafür, dass die Hoffnungen der Blues auf eine Überraschung zunichte gemacht wurden.
Ein Doppelschlag von Teamkapitän Steve Yzerman(30.) und Johan Franzen(31.), die innerhalb von 47 Sekunden zur Mitte des zweiten Durchgangs Patrick Lalime im Tor der Hausherren bezwingen konnten, brachte schließlich die Vorentscheidung. Kurz nach der zweiten Pause sollte Tomas Holmstrom(41.) sogar noch das 4-0 gelingen.
58 Sekunden vor dem Ende der recht einseitigen Begegnung schafften es die Blues doch noch durch Petr Cajanek(60.) Gästegoalie Manny Legace zu überwinden und ihm seinen Shutout zu verderben.
Los Angeles - Vancouver 4-7 (1-2/2-3/1-2) Ihren ganzen Frust der letzten Wochen, in denen es bei den Vancouver Canucks gar nicht gut lief, spielten sich die Westkanadier im heimischen General Motors Place gegen ihre direkten Konkurrenten um einen Playoffplatz, die Los Angeles Kings herunter. Deutlich mit 7-4 Toren gewannen die Westkanadier das 4-Punkte Spiel gegen die Kings.
Nach einem relativ schwachen, von vielen Fehlpässen gekennzeichneten Start in die Partie, bei dem auf beiden Seiten die Nervosität spübar war, konnten die Gäste als erste ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen. Doch die 1-0 Führung von Tom Kostopoulos(18.) war nur von kurzer Dauer. Zwei ganz dumme Strafzeiten der Kings konnten Daniel Sedin(19.pp) und Anson Carter(20.pp) postwendend nutzen, um ihre Canucks noch vor der Pause mit 2-1 in Front zu schießen.
Die ersten Minuten des Mittelabschnitts gehörten voll und ganz den Kings, die ihre Gastgeber kaum noch aus deren Verteidigungsdrittel kommen ließen. Die Folge der drückenden Überlegenheit waren zwei Tore von Mark Parrish(22./24.) zum 3-2.
Die Canucks, nun mit dem Rücken zur Wand stehend, schafften es aber noch einmal den Hebel umzulegen und angeführt von ihrem jungen Stürmer Alex Burrows(35./38./53.), der in der Folgezeit noch zu seinem ersten NHL-Hattrick kommen sollte, ließen sie ihren kalifornischen Gästen nicht mehr den Hauch einer Chance. Neben Burrows, dessen drittes Tor man wohl eher Ryan Kessler hätte zusprechen müssen, konnte sich auch noch Richard Park(42.) an der Toreflut beteiligen.
Zum Abschluss gelang Michael Cammalleri(58.pp) im Powerplay noch eine kleine Ergebniskosmetik zu Gunsten der Kings.