Jim Slater(ATL) im Zweikampf mit Brad Lukowich(NJD).
New Jersey - Atlanta 5-6 OT (1-0/2-1/2-4/0-1) Peter Bondra(62.) beendete nach 63 Sekunden in der Overtime mit dem 6-5 Siegtreffer einen faszinierenden Schlagabtausch zwischen den New Jersey Devils und den Atlanta Thrashers zu Gunsten der Hausherren.
Die Thrashers konnten somit alle vier Aufeinandertreffen mit den Devils für sich entscheiden. Ihr Rückstand auf die in der Eastern Conference auf Platz 7 rangierenden Devils beträgt nun nur noch einen Zähler.
Über zwei Drittel lang hatten die New Jersey Devils das Spiel völlig unter Kontrolle und nach den Toren von Patrik Elias(16.pp), Jamie Langenbrunner(31.pp), Brad Lukowich(37.) sowie Zach Parise(43.), bei nur einem Gegentreffer durch Marian Hossa(33.pp), sahen die Gäste zu Beginn des Schlussabschnitts schon wie die sicheren Sieger aus.
Der Schein trügte aber gewaltig. Die Thrashers gaben sich noch lange nicht geschlagen und Ex-Devil Bobby Holik(46.pp) läutete mit dem 2-4 Anschlusstor die Aufholjagd ein, die Ilya Kovalchuk(50.), Slava Kozlov(57.) und Patrik Stefan(58.) fortführten.
Doch auch die Führung der Hausherren währte nur 59 Sekunden. Patrik Elias hatte gerade seine Strafzeit abgesessen als Brian Gionta(59.pp) das folgende Überzahlspiel der Devils zum 5-5 Ausgleich nutzte.
Toronto - Montreal 1-5 (0-4/1-1/0-0) Für die Toronto Maple Leafs ist das Erreichen der Playoffs in weite Ferne gerückt. Sie verloren die von ihnen selbst als 'Endspiel' ausgewiesene Partie bei den Montreal Canadiens deutlich mit 1-5 Toren und ihr Rückstand auf den achten Platz im Osten beträgt nun schon sechs Zähler. Kaum weniger leicht werden die folgenden Aufgaben der Maple Leafs werden. Bereits am Samstag haben sie erneut bei den Canadiens anzutreten, dann folgen zwei Auftritte in New Jersey und Philadelphia, ehe die Buffalo Sabres sich zwei Mal die Ehre in Toronto geben.
Heute Nacht erwischten die Canadiens einen Traumstart. Ehe die Maple Leafs richtig registrierten wie ihnen geschah, lagen die Frankokanadier auch schon nach Toren von Christopher Higgins(5.), Mathieu Dandenault(5.) und Sheldon Souray(10.pp) mit 3-0 in Front. Als dann auch noch Alexei Kovalev(18.pp) vor der ersten Pause ein weiteres Powerplay der Canadiens mit einem Treffer abschloss, war die Partie entschieden.
Die Hausherren konnten sich in den folgenden Spielabschnitten völlig darauf konzentrieren ihren komfortablen Vorsprung zu verteidigen. Bis auf ein Gegentor von Jeff O'Neill(26.pp) als sie aufgrund eines Wechselfehlers mit einem Mann weniger auf dem Eis standen, gelang dies den Canadiens ohne Fehl und Tadel.
Alexander Perezhogin(51.) konnte anschließend sogar den alten 4-Tore Vorsprung wieder herstellen.
Washington - Tampa Bay 3-4 OT (1-1/0-0/2-2/0-1) Pavel Kubina(61.) gelang nachdem 37 Sekunden in der Verlängerung absolviert waren das 'Game Winning Goal' für die Tampa Bay Lightning bei ihrem 4-3 Pflichtsieg auf heimischen Eis gegen die in der Eastern Conference vorletzten Washington Capitals.
Die Capitals erwiesen sich durchaus als ebenbürdig mit den amtierenden Stanley Cup Champions. Angeführt von ihrem russischen Topstürmer Alexander Ovechkin(6./51.), der selbst zwei Tore erzielte und den Powerplaytreffer von Matt Pettinger(45.pp) mit vorbereitete, konnten die Capitals drei Mal in Führung gehen. Ovechkin konnte sich mit seinen Saisontreffern 45 und 46 in die Geschichtsbücher der NHL als punktbester russischer Rookie, eintragen. Er überholte damit Sergei Makarov (1989/90).
Mannschaftlich geschlossener als ihre Gäste agierten die Tampa Bay Lightning, die sich vor allem im Schlussabschnitt deutliche Vorteile erarbeiten konnten. Ruslan Fedotenko(46.) und Ryan Craig(53.pp) retteten sie mit ihren Treffern in die Overtime. Das erste Tor der Hausherren hatte Dan Boyle(12.pp) zur Mitte des ersten Spielabschnitts aus einem Powerplay heraus erzielt.
San Jose - Detroit 0-4 (0-0/0-1/0-3) Ein Doppelschlag von Jason Williams(42.) und Steve Yzerman(43.), die zu Beginn des Schlussabschnitts innerhalb von 109 Sekunden gleich zwei Mal Evgeni Nabokov bezwangen, brachte die Vorentscheidung zu Gunsten der gastgebenden Detroit Red Wings, die sich erst anschließend ihres 48. Saisonsieges sicher sein konnten. Den Treffer zum 4-0 Endstand erzielte Mikael Samuelsson(54.).
Zwei Drittel lang hatten die in der Defensive kompakt stehenden San Jose Sharks die Partie offen halten können. Nur Tomas Holmstrom(22.) fand in diesem Zeitraum ein Mittel die Abwehrreihen der Kalifornier zu knacken.
Im Spiel nach vorne konnten die Gäste nur wenig Akzente setzen und so hatte Detroits Schlussmann Manny Legace auch kaum Schwierigkeiten mit 28 Rettungstaten, die meisten nach Verlegenheitsschüssen der Sharks, zu seinem sechsten Saison-Shutout zu kommen.
Calgary - St. Louis 7-2 (1-0/4-0/2-2) Einen weiteren großen Schritt in Richtung Divisionstitel machten die Calgary Flames mit einem 7-2 Kantersieg im Savvis Center der St. Louis Blues. Nach einer halben Stunde und drei Toren von Darren McCarty(13.), Shean Donovan(24.) und Jordan Leopold(31.pp), dem ersten Saisontreffer des Verteidigers, war die doch sehr einseitige Begegnung zu Gunsten der westkanadischen Gäste entschieden.
Blues' Schlussmann Patrick Lalime wurde anschließend durch Reinhard Divis ersetzt, doch auch der Österreicher in Diensten der Blues wurde von seinen Vorderleuten völlig in Stich gelassen. Noch vor der zweiten Pause musste er sich zwei Mal von Roman Hamrlik(36.) sowie Robyn Regehr(39.) geschlagen geben und auch im Schlussabschnitt hatte er bei den Schüssen von Chuck Kobasew(45.pp) und Roman Hamrlik(49.sh) das Nachsehen.
Für die völlig überforderten Blues reichte es nur noch zu einer kleinen Ergebniskosmetik durch die Treffer von Mike Glumac(43.) und Keith Tkachuk(55.pp). Über ihre desolate Vorstellung konnten aber auch diese beiden Erfolgserlenisse nicht hinwegtäuschen.
Chicago - Phoenix 3-4 (2-2/0-1/1-1) Die Playoffplätze in weite Ferne gerückt konnten die Chicago Blackhawks und die gastgebenden Phoenix Coyotes ohne Druck unbefreit aufspielen. So entwickelte sich ein doch recht unterhaltsamer Schlagabtausch mit sieben Toren und dem besseren Ende für die Hausherren. Dem neutralen Beobachter bleibt jedoch unverständlich warum die Kontrahenten eine zeitweise so überharte Gangart einlegten.
Dem Spielfluss des ersten Drittels tat dies jedoch keinen Abbruch. Gleich vier Mal gab es Grund zum Torjubel. Paul Mara(12.) und Shane Doan(14.) schossen zwei Mal die Hausherren in Front und James Wisniewski(12.) mit seinem ersten Saisontor sowie Mikael Holmqvist(16.) gaben die Antwort der Blackhawks darauf.
Weniger turbulent, mit Ausnahme der Boxeinlage von Wisniewski und Nash, ging es im Mitteldrittel zu. Nur Steve Reinprecht(37.pp) nutzte ein Überzahlspiel um die Coyotes erneut in Front zu bringen.
Im Schlussabschnitt suchten beide Mannschaften die Entscheidung und es kam zu zahlreichen Torchancen auf jeder Seite. Zwei hiervon schlossen Geoff Sanderson(55.) und Kyle Calder(59.pp) mit den Treffern zum 4-3 Endstand ab.
Edmonton - Vancouver 3-4 SO (0-1/3-1/0-1/0-0/0-1) Einen Eishockykrimi bis hin zum Penaltyschießen lieferten sich die Vancouver Canucks und ihre direkten Konkurrenten um einen Playoffplatz, die Edmonton Oilers, heute Morgen im General Motors Place von Vancouver. Am Ende hatten die Hausherren, Dank ihrer drei Schützen, die alle ihre Penaltys verwandeln konnten, das glücklichere Ende für sich.
Herausragender Akteur auf Seiten der Canucks war überraschenderweise Todd Bertuzzi(10.), der nicht nur den entscheidenden Penalty verwandeln konnte, sondern im ersten Drittel die 1-0 Führung besorgt und 8 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit das erlösende 3-3 Ausgleichstor von Canucks Teamkapitän Markus Naslund(52.) mit aufgelegt hatte.
Die Hausherren verloren nach der 2-0 Führung von Henrik Sedin(25.) völlig die Kontrolle über das Spiel. In der folgenden Viertelstunde sahen sie kaum noch einen Puck. Jetzt hatten die Oilers das Ruder übernommen und spielten die Canucks nach Strich und Faden aus. Völlig verdient kamen die Gäste auch zu Zählbarem. Zweimal Raffi Torres(29./39.), jeweils auf Vorarbeit von Sergei Samsonov, und Fernando Pisani(39.) nach einem folgenschweren Fehler von Anson Carter brachten die Oilers bis zur zweiten Pause mit 3-2 in Front.