Brad Boyes(BOS) scheitert aus kurzer Distanz an Kari Lehtonen(ATL).
Atlanta - Boston 5-4 SO (0-2/1-1/3-1/0-0/1-0) Die Atlanta Thrashers haben zur Zeit einen Lauf. Auch zu Gast bei den Boston Bruins konnten die Thrashers beide Punkte entführen und übernahmen nach dem heutigen 5-4 Erfolg durch Penaltyschießen den achten Platz in der Eastern Conference. Jim Slater verwandelte als siebter Schütze den entscheidenden Penalty für die Gäste, welche von ihren letzten zehn Partien acht für sich entscheiden konnten.
Dass es überhaupt zu einem 'Shootout' kam war das Verdienst von Bobby Holik(53.) und Steve McCarthy(59.), die in den letzten gut sieben Minuten der regulären Spielzeit noch einen 2-Tore Rückstand der Thrashers egalisieren konnten.
Die Bruins hatten vor allem im ersten Drittel das Spiel bestimmt und sich durch Tore von Patrice Bergeron(3.) und Marco Sturm(18.pp) eine 2-0 Führung herausgeschossen.
In der folgenden halben Stunde entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Erfolgserlebnissen auf beiden Seiten. Brad Larsen(36.sh) und Marc Savard(43.pp) trafen hierbei für die Gäste aus Georgia, während bei den Bruins Glen Murray(37.pp) sowie Mariusz Czerkawski(50.) Zählbares zustande brachten.
Montreal - N.Y. Islanders 1-3 (1-1/0-1/0-1) Nach drei Niederlagen in Folge hatten die New York Islanders heute Nacht wieder einmal Grund zum Feiern. Mit 3-1 Toren bezwangen sie auf heimischen Eis die Montreal Canadiens, die von ihren letzten vier Partien ebenfalls nur eine gewinnen konnten und dadurch ihren Playoffplatz vorerst an die Atlanta Thrashers abgeben mussten.
Der Mann des Abends war Islanders' Schlussmann Rick DiPietro, der insgesamt 36 Torschüsse der frankokanadischen Gäste abwehren konnte und sich nur einmal von dem Schweizer Rookie in Diensten der Canadiens Mark Streit(12.pp) zum 1-1 Zwischenstand bezwingen lassen musste.
Deutlich effektiver im Abschluss präsentierten sich die Hausherren, welche ihr Glück aus einer kompakt stehenden Defensive heraus suchten. Sean Bergenheim(10.), Robert Nilson(35.) und Jason Blake(52.) waren in der Lage Cristobal Huet im Tor der Gäste das Nachsehen zu geben.
New Jersey - Philadelphia 1-2 (0-1/0-1/1-0) Das Wachovia Center von Philadelphia ist kein gutes Pflaster für die New Jersey Devils. Heute Nacht musste sich das Team aus East Rutherford zum fünften Mal in Folge bei den Philadelphia Flyers geschlagen geben. New Jerseys letzter Sieg in Pennsylvania datiert vom 13. Dezember 2003.
Auch heute Nacht hatten die Flyers einen Traumstart erwischt. Nach nur 109 Sekunden bugsierte Simon Gagne(2.) die Scheibe an Martin Brodeur vorbei ins Netz. Von den Devils war in den ersten 20 Minuten nur wenig zu sehen. Selbst bei zwei Überzahlsituationen zur Mitte des Drittels konnten sie keine Gefahr auf das von Antero Niittymaki gehütete Tor ihrer Gastgeber ausüben.
Besser machte es Peter Forsberg(27.pp) im Mittelabschnitt bei seinem Powerplaytreffer zur 2-0 Führung. Notgedrungen mussten jetzt die Devils mehr für die Offensive tun und erspielten sich auch gute Einschussmöglichkeiten, bei denen sich aber Niittymaki zunächst als Spielverderber erwies. Als einziger Devil fand Brian Gionta(44.) ein Mittel den Finnen im Tor der Flyers zu bezwingen.
Phoenix - Columbus 5-2 (1-2/2-0/2-0) Die Columbus Blue Jackets können einfach nicht mehr gewinnen. Heute Nacht handelten sie sich trotz einer 2-0 Führung noch eine deutliche 2-5 Niederlage gegen die Phoenix Coyotes und den Unmut ihrer Fans, die sie mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedeten, ein.
Nachdem Adam Foote(8.pp) und Sergei Fedorov(11.) schnell eine 2-0 Führung besorgt hatten, stellten die Hausherren das Eishockeyspielen mehr oder weniger ein und wurden hierfür abgestraft.
Keine Antwort fanden die Blue Jackets auf die fünf Gegentreffer von Mike Johnson(20.), Steve Reinprecht(27.), Shane Doan(30.pp), Fredrik Sjostrom(45.) und als Pascal Leclaire seinen Kasten zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte von Mike Comrie(60.en).
Wenn die Hausherren wirklich noch einmal gefährlich vor dem Gehäuse der Coyotes auftauchten, dann war deren erfahrener Schlussmann Curtis Joseph zur Stelle. Für Joseph war es bereits der 423. NHL-Sieg, wodurch er in der NHL-Ewigkeitsliste mit Tony Esposito auf Platz 6 gleichzog.
Carolina - Toronto 2-3 (0-1/0-0/2-2) Dank ihres überragenden Überzahlspiels konnten die Toronto Maple Leafs auf heimischen Eis die favorisierten Carolina Hurricanes mit 3-2 Toren bezwingen. Alle drei Treffer der Leafs fielen als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen.
Alexander Steen(8.pp), Alexander Khavanov(43.pp) und Jason Allison(56.pp) hielten mit ihren drei Überzahltoren die Hoffnungen der Maple Leafs auf eine erneute Playoffteilnahme am Leben. Ihr Rückstand auf die nun achtplatzierten Atlanta Thrashers beträgt vier Zähler. Eine Vorentscheidung zu Ungunsten der Leafs könnten schon ihre zwei nächsten Auftritte gegen die Montreal Canadiens, einem weiteren Konkurrenten um den achten Rang im Osten, bringen.
Die Carolina Hurricanes, bei denen Mike Commodore(44.) und Eric Staal(47.pp) zum 2-2 Zwischenstand ausglichen, können mit ihrer komfortablen Führung in der Southeast Division die heutigen Punktverluste noch verkraften. Dennoch befinden sie sich nach der fünften Niederlage aus ihren letzten sieben Partien in einem Zwischentief.
Pittsburgh - Ottawa 2-5 (0-1/1-2/1-2) Die Ottawa Senators erreichten durch einen 5-2 Heimerfolg über die nicht wettbewerbsfähigen Pittsburgh Penguins als erstes Team in dieser Saison die 100 Punktemarke. Dabei erwiesen sich die in allen Belangen unterlegenen Penguins mit ihrer überharten Gangart auch noch als schlechte Verlierer. Besonders negativ fiel hierbei Eric Cairns Ende des zweiten Durchgangs mit einem Stockstich gegen Zdeno Chara auf.
Die Strafe der Hausherren folgte aber auf dem Fuß. Bei drei ihrer fünf Treffer nutzten die Senators durch Daniel Alfredsson(3.pp), Andrej Meszaros(28.pp) und Chris Neil(44.pp) ihre nummerische Überlegenheit aus. Die beiden weiteren Tore bei dem Schützenfest, das aufgrund der Dominanz der Kanadier auch noch höher hätte ausfallen können, erzielten Chris Kelly(33.) und Antoine Vermette(56.sh).
Für eine Ergebniskosmetik zu Gunsten der Penguins sorgten Colby Armstrong(7.sh) mit einem Unterzahltor sowie Tomas Surovy(49.).
Nashville - Detroit 3-2 SO (2-2/0-0/0-0/0-0/1-0) Einen faszinierenden Schlagabtausch lieferten sich die Detroit Red Wings und ihre Gäste aus Nashville heute Nacht in der Joe Louis Arena. Beide Mannschaften suchten von der ersten Minute an ihr Glück in der Offensive und boten den zahlenden Fans 100 Prozent Eishockeyspaß pur.
Nachdem Scott Hartnell(6.) und Steve Sullivan(15.pp) für die Predators und Robert Lang(10.pp) sowie Brendan Shanahan(11.pp) für die Hausherren getroffen hatten, ging es mit einem leistungsgerechten 2-2 Remis in die erste Pause. Kaum weniger unterhaltsam gestalteten sich die folgenden 45 Minuten incl. 5-minütiger Overtime. Zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten ließen auch ohne weitere Treffer keine Langeweile aufkommen.
Zuvor Versäumtes holten die Proagonisten im Penaltyschießen nach, in dem von zwölf Schützen gleich sieben trafen. Den entscheidenden Penalty, der den Predators den Zusatzpunkt bescherte, verwandelte Martin Erat.
San Jose - St. Louis 6-0 (1-0/2-0/3-0) Nicht den Hauch einer Chance ließen die San Jose Sharks zum Auftakt ihrer Auswärtstour ihren heutigen Gastgebern, den St. Louis Blues. Gleich mit 6-0 Toren gaben sie den Hausherren das Nachsehen und verbesserten dadurch ihre Chancen auf eine Playoffteilnahme weiter.
Jonathan Cheechoo(5.), zwei Mal Steve Bernier(22.727.), Alyn McCauley(52.sh) bei Unterzahl, Mark Smith(54.) und Nils Ekman(58.) gaben gleich sechsmal Blues' österreichischen Schlussmann Reinhard Divis, der zum ersten Mal seit dem 21. Dezember letzten Jahres von Beginn an zum Einsatz kam, das Nachsehen.
Deutlich mehr Spass an der doch sehr einseitigen Partie hatte Gästeschlussmann Vesa Toskala, der mit 33 Rettungstaten einen 'Shutout' feiern konnte. "Über die wichtigen zwei Punkte freue ich mich mehr als über den Shutout. Für uns ist jetzt jede der noch verbleibenden Partien ein Endspiel."
Calgary - Minnesota 1-3 (0-0/1-2/0-1) Ohne den Druck, dass die Playoffs in Reichweite sind, spielten die Minnesota Wild gegen die Calgary Flames unbefreit auf und kamen auch zu einem hochverdienten 3-1 Heimerfolg über den Divisionsleader. Zwei Tore von Marian Gaborik(29.pp/60.en) und ein Unterzahltreffer von Brian Rolston(40.sh) brachten die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren, die über weite Strecken das Aufeinandertreffen dominierten.
Dabei hatte es zu Beginn des Mitteldrittels nicht gut für die Wild ausgesehen. Nach knapp sieben Spielminuten hatte Byron Ritchie(27.) die Westkanadier mit 1-0 in Front gebracht. Die Flames konnten aber nichts mehr zulegen, standen viel zu tief in ihrem Drittel und konnten nur noch reagieren anstatt selbst zu agieren. Ihre Auswärtsschwäche wurde überdeutlich.
Von allen sechs Divisionstabellenführern weisen die Flames als einzige Mannschaft auswärts eine negative Bilanz aus.
Vancouver - Edmonton 4-1 (2-0/1-1/1-0) Westkanadische Derbys birgen in sich schon einiges an Brisanz, wenn es dann auch noch um eine Playoffplatzierung zwischen zwei direkte Konkurrenten um selbige geht, dann ist die Spannung kaum noch zu überbieten.
Beide Teams wussten um was es geht, kämpften von der ersten Spielminute an um jeden Puckbesitz und verließen bei dem an den Tag gelegten Engagement einige Male den Rahmen des Erlaubten. So war es auch ein Powerplaytreffer von Daniel Sedin(10.pp/59.en), der früh den letztendlich vorentscheidenden 2-Tore Vorsprung für die zuletzt arg gebeutelten Vancouver Canucks bescherte. Zuvor hatte NHL-Veteran Trevor Linden(6.) mit seinem erst siebten Saisontor die Gäste in Front gebracht.
Die Edmonton Oilers brachten sich auch anschließend durch zu viele Strafen immer wieder in brenzlige Situationen und konnten bei eigenem Überzahlspiel nicht gerade überzeugen. Nach nur 70 Sekunden im Mittelabschnitt gelang Raffi Torres(22.) das Anschlusstor für die Hausherren und in den Minuten danach lag der Ausgleich in der Luft. Doch mit Ryan Kesler(33.) war es wiederum ein Canuck, der als Nächster traf.
Im Schlussdrittel, in dem die Oilers aus allen möglichen und unmöglichen Positionen auf das Gehäuse der Canucks schossen, erwies sich Gästegoalie Alex Auld als großer Rückhalt.