Brian Leetch(BOS) enteilt mit dem Puck Jaromir Jagr(NYR).
Boston - N.Y. Rangers 2-5 (0-1/1-2/1-2) Für Bostons Verteidiger Brian Leetch war es schon irgendwie ein eigenartiges Gefühl zum ersten Mal in jener Sportstätte als Gegner aufzulaufen, in der er 16 Jahre lang von 1988-2004 zuhause war. Nach einem freundlichen Willkommen, auch von den Rangers-Fans im Madison Square Garden, verlief die Partie aber keineswegs im Sinne des erfahrenen Blueliners. Die Bruins unterlagen den New York Rangers deutlich mit 2-5 Toren und die Geschichte des Spiels schrieb ein anderer Verteidiger.
Ranger Michal Roszival(13.pp) erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere, jene von Blair Betts(25.sh) zum 2-0 sowie den 5-2 Endstand von Dominic Moore(55.) mit vor.
Die Gäste aus 'Beantown' fanden nie richtig ins Spiel und ehe sie zu ihrem ersten Treffer durch Hal Gill(29.) kamen, hatte kurz zuvor schon Martin Straka(29.) das vorentscheidende 3-0 für die Rangers erzielt.
Analog der Verlauf zu Beginn des Schlussdrittels. Michael Nylander(47.) hatte kurz bevor Brad Boyes(47.) zu seinem Erfolgserlebnis kam den alten drei Tore Vorsprung der Hausherren wieder hergestellt.
Montreal - Washington 4-2 (1-1/3-0/0-1) Zwei ganz wichtige Punkte zur Verteidigung ihrer Playoffplatzierung fuhren die achtplatzierten Montreal Canadiens nach drei Niederlagen in Folge beim Vorletzten der Eastern Conference, den Washington Capitals, ein.
In der US-Hauptstadt gewannen die Frankokanadier mit 4-2 Toren. Die spielentscheidenden Treffer fielen dabei zur Mitte des zweiten Durchgangs beim Stande von 1-1. Innerhalb von gut zwei Minuten waren Michael Ryder(28.pp), Alexander Perezhogin(30.) und Mathieu Dandenault(30.) gleich drei Mal in der Lage Washingtons Schlussmann Olaf Kölzig zu bezwingen. Das erste Tor der Gäste hatte Verteidiger Mike Komisarek(6.), für ihn war es überhaupt der erste NHL-Treffer, erzielt.
Von den gastgebenden Capitals war in den ersten 40 Spielminuten nur wenig in der Offensive zu sehen. Selbst der Ausgleichstreffer von Brian Sutherby(17.) im ersten Spielabschnitt war eher glücklich. Washingtons Coach Glen Hanlon war überhaupt nicht einverstanden mit der Ein- und Vorstellung seines Teams und griff dabei zu einer außergewöhnlichen Maßnahme. Fast 20 Minuten lang verzichtete er auf den Einsatz seines Jungstars und Torjägers Alexander Ovechkin(60.pp), dem aber dennoch, vielleicht auch mit etwas Frust im Bauch, in der Schlussminute noch ein Powerplaytreffer gelang.
Buffalo - Atlanta 0-5 (0-2/0-3/0-0) Die Atlanta Thrashers, der ärgste Verfolger der Montreal Canadiens im Kampf um einen Playoffplatz, kamen heute Nacht zu einem nicht unbedingt zu erwartenden deutlichen 5-0 Heimerfolg über die Buffalo Sabres und stellten mit ihrem 19. Heimsieg einen neuen Rekord in ihrer noch jungen Franchisegeschichte auf.
Für die Sabres, die in der ersten halben Stunde förmlich von ihren Gastgebern überrannt wurden, bedeutete es die höchste Niederlage seit dem 2. Dezember letzten Jahres, als sie den San Jose Sharks ebenfalls mit 0-5 unterlagen.
Die Thrashers boten den zahlenden Zuschauern in der Philips Arena eine ihrer besten Saisonvorstellungen. Sie nutzten äußerst konsequent die sich ihnen bietenden Einschussmöglichkeiten aus und ließen den Sabres zwei Drittel lang nicht den Hauch einer Chance.
Erst nachdem Ilya Kovalchuk(16.), Peter Bondra(20.), Slava Kozlov(28.), Steve McCarthy(32.pp) und Jaroslav Modry(34.pp) vorzeitig für die Entscheidung gesorgt hatten, ließen es die Hausherren etwas ruhiger angehen und waren hauptsächlich darauf bedacht ihrem Schlussmann Kari Lehtonen zu einem 'Shutout' zu verhelfen.
Auch dieses Vorhaben klappte. Lehtonen musste nur 20 Mal rettend eingreifen und konnte zum zweiten Mal in dieser Saison seinen Kasten sauber halten.
Tampa Bay - Florida 5-6 OT (0-1/1-4/4-0/0-1) Nach gut drei Spielminuten in der Verlängerung bereitete Olli Jokinen(64.) mit dem 6-5 Siegtreffer den Florida Panthers doch noch ein Happy End in ihrer Heimpartie gegen die Tampa Bay Lightning.
In dem verrückten Spiel hatten die Hausherren nach 40 Spielminuten und einer 5-1 Führung schon wie die sicheren Sieger ausgesehen. Die amtierenden Stanley Cup Champions aus Tampa nahmen sich jedoch die Pausenpredigt ihres Trainers John Tortorella zu Herzen und starteten wie verwandelt in den Schlussabschnitt.
Zwei Treffer von Martin St. Louis(42.pp/47.), Ryan Craig(48.) sowie Brad Richards(52.) machten das unmöglich scheinende noch möglich und bescherten den Gästen mit dem 5-5 Remis nach der regulären Spielzeit zumindest einen Zähler. Das erste Tor der Lightning, die in den ersten zwei Dritteln völlig neben sich standen, hatte Ruslan Fedotenko(21.) erzielt.
Auf Seiten der Panthers trafen neben den Matchwinner Jokinen noch Ric Jackman(14.), Jozef Stumpel(25./40.), Steve Montador(36.) und Juraj Kolnik(39.pp).
St. Louis - Nashville 2-4 (0-1/1-3/1-0) Die Nashville Predators bleiben nach ihrem vierten Heimerfolg in Serie weiter auf der Erfolgsspur. Heute Nacht bezwangen sie im Gaylord Entertainment Center die St. Louis Blues hochverdient mit 4-2 Toren.
Erst nachdem Scott Nichol(13./25.sh), Paul Kariya(26.pp) und Kimmo Timonen(35.pp) mit ihren Treffern für eine 4-0 Führung gesorgt hatten, wurden die Hausherren etwas unachtsamer und leichtsinniger. Trotz der zwei Gegentore von Scott Young(40.) und Jay McClement(60.), als die Gastgeber mit ihren Gedanken schon in der Kabine waren, blieb die Vorstellung aller Mannschaftsteile der Predators beeindruckend.
Die Blues bleiben nach ihrer dritten Niederlage in Folge weiterhin, punktgleich mit den Chicago Blackhawks, im Tabellenkeller der Western Conference.
Jon Klemm und Marty Turco(DAL) können es nicht fassen, während die Ducks das Siegtor feiern.
Anaheim - Dallas 2-1 (0-0/0-1/2-0) Samuel Pahlsson(57.) nutzte gut drei Minuten vor Spielende einen Fehlpass von Dallas' Verteidiger Janne Niinimaa eiskalt aus sorgte mit dem 2-1 Siegtreffer dafür, dass die Mighty Ducks of Anaheim einen Riesensprung auf Platz 6 in der Western Conference machen konnten. "Ich bekam völlig unerwartet die Scheibe, war alleine vorne und so blieb mir nichts anderes übrig als zu schießen," beschrieb ein überglücklicher Pahlsson anschließend seinen Siegtreffer. Den 1-1 Ausgleichstreffer der Kalifornier hatte gut zehn Minuten zuvor Andy McDonald(46.) erzielt.
Für die Dallas Stars bedeutete es die erste Heimniederlage nach zuletzt acht Siegen in Folge im American Airlines Center. Ihr einziger Treffer zur 1-0 Führung war Antti Miettinen(24.pp) zu Beginn des Mittelabschnitts aus einem Überzahlspiel heraus gelungen.
Colorado - Los Angeles 5-0 (2-0/2-0/1-0) 24 Stunden nach ihrer bitteren Niederlage bei den San Jose Sharks konnten die Colorado Avalanche mit einem 5-0 Auswärtserfolg im Staples Center von Los Angeles gegen die Kings, einer Mannschaft gegen die sie alle bisherigen drei Saisonspiele verloren hatten, Wiedergutmachung betreiben.
Auch angesichts der engen Situation in der Western Conference, in der sich noch sechs Mannschaften um vier Playoffplätze streiten, waren es zwei ganz wichtige Zähler für die Avalanche gegen einen direkten Konkurrenten.
Der Mann des Abends war für die Gäste aus Colorado, die vor allem durch das konsequente Ausnutzen ihrer Torchancen überzeugen konnten, Joe Sakic(10./15.). Der Teamkapitän der Avalanche erzielte nicht nur die ersten zwei Tore zur 2-0 Führung im ersten Drittel sondern bereitete auch noch die Treffer von Ian Laperriere(29.pp) und Andrew Brunette(32.) im Mittelabschnitt vor.
Bereits damit war die Partie zu Gunsten der Avalanche gelaufen. Den Schlusspunkt setzte Antti Laaksonen(51.) mit seinem 15. Saisontreffer.
Die Los Angeles Kings, die durch diese Niederlage auf Platz 7 in der Western Conference abrutschten, enttäuschten auf der ganzen Linie. Mit ihren 21 Torschüssen konnten sie nur selten Gästegoalie Peter Budaj, der seinen zweiten Shutout feiern konnte, in Verlegenheit bringen.