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2006-03-20 

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SPIELTAG 20.03.2006

Mike Comrie(EDM) bringt Dustin Byfuglien(CHI) zu Fall.

Phoenix - Chicago 3-2 (1-1/2-0/0-1)
Die Phoenix Coyotes konnten sich bei ihrem erfahrenen Schlussmann Curtis Joseph bedanken, dass sie aus dem United Center von Chicago zwei Punkte entführen konnten. Joseph war mit 34 Rettungstaten der ganz große Rückhalt bei dem 3-2 Auswärtserfolg über die Chicago Blackhawks.
Vor allem in der Schlussphase der Partie, nachdem Mark Cullen(57.) den Rückstand der Hausherren auf ein Tor verkürzt hatte, schien das Ausgleichstor in der Luft zu liegen, doch Joseph ließ sich kein weiteres Mal überwinden.
Die letztendlich vorentscheidende Führung der Coyotes hatten Paul Mara(5.), Mike Comrie(30.pp) und Shane Doan(37.) herausgeschossen. Nach gut elf Spielminuten war Curtis Brown(12.) der Treffer zum 1-1 Remis gelungen. Den Blackhawks muss man hoch anrechnen, dass sie sich nie aufgaben und 100 Prozent gaben obwohl für sie die Saison bereits gelaufen ist.

N.Y. Islanders - Tampa Bay 2-5 (2-1/0-1/0-3)
Mit drei Toren in den letzten zehn Spielminuten kamen die Tampa Bay Lightning sogar noch zu einem relativ deutlichen 5-2 Heimsieg über die New York Islanders und machten damit einen großen Schritt Richtung Playoffteilnahme.
Ruslan Fedotenko(50.), Martin St. Louis(55.) und im Powerplay Fredrik Modin(58.pp) sorgten in der Schlussphase einer hochklassigen, unterhaltsamen Partie dafür, dass für die Hausherren wirklich nichts mehr anbrennen konnte.
Den besseren Start hatten die Gäste aus Long Island erwischt. Nach nur 106 Sekunden schoss sie Bruno Gervais(2.) mit seinem ersten NHL-Tor 1-0 in Front und nach dem Gegentreffer von Pavel Kubina(17.pp) dauerte es nur 94 Sekunden bis Alexei Yashin(18.) die Islanders wieder in Führung brachte.
Ihren 2-1 Vorsprung verteidigten die Islanders geschickt bis kurz vor dem zweiten Drittelende, dann läutete Vincent Lecavalier(40.) mit dem 2-2 Ausgleich die Spielwende ein.

Anaheim - Columbus 4-3 (1-2/2-1/1-0)
Die Chancen der Mighty Ducks of Anaheim auf das Erreichen eines Playoffplatzes in der Western Conference sind heute nach dem hart erkämpften 4-3 Auswärtserfolg in Columbus weiter gestiegen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann sie zumindest eines der vier vor ihnen platzierten Teams überholen.
Das heutige Aufeinandertreffen mit den Blue Jackets begann ganz im Sinne der Kalifornier. Nach knapp sechs Spielminuten brachte sie Ex-Blue Jacket Francois Beauchemin(6.) in Führung. Doch dann übernahmen die Hausherren das Kommando und spielten sich durchaus gefällig zahlreiche gute Torchancen heraus. Drei hiervon verwandelten Nikolai Zherdev(14.pp), Dan Fritsche(14.) und Rick Nash(22.) gegen einen nicht immer sehr sicher agierenden Ilya Bryzgalov im Tor der Ducks.
Die Ducks zeigten sich von dem 1-3 Rückstand kaum geschockt und konnten postwendend mit einem Doppelschlag von Travis Moen(25.) und Corey Perry(26.) zum 3-3 Remis antworten. Das Siegtor der Gäste erzielte Joffrey Lupul(52.pp) zur Mitte des Schlussdrittels aus einem Überzahlspiel heraus.

Calgary - Minnesota 3-2 (1-0/0-1/2-1)
Einen weiteren Schritt in Richtung Divisionstitelgewinn im Nordwesten machten die Calgary Flames mit einem 3-2 Sieg im Xcel Energy von St. Paul. Dabei ist es keine Frage, dass ihr heutiger doppelter Puntgewinn äußerst glücklich zustande kam.
Die Minnesota Wild hatten über die gesamten 60 Spielminuten die deutlich größeren Spielanteile und hätten sich schon in den ersten zwei Durchgängen einen deutlichen Vorsprung herausschießen müssen. Doch gegen einen herausragend aufgelegten Gästeschlussmann Miikka Kiprusoff reichte es trotz 25 Torschüssen in den ersten 40 Minuten nach Treffern von Flame Daymond Langkow(7.) und Marc Chouinard(39.pp) nur zu einem 1-1 Unentschieden.
Kurz nach der zweiten Pause nutzte Temakapitän Jarome Iginla(43.pp) ein Powerplay um seine Flames erneut in Front zu schießen. Mit einem solchen Ausnahmetorhüter wie Kiprusoff als Stütze konnten sich die Westkanadier auch im Schlussdrittel nun rein aufs Kontern verlegen. Nachdem Wes Walz(49.) noch einmal Hoffnung bei den Wild aufkeimen ließ, nutzte Kristian Huselius(55.) einen schnellen Gegenangriff der Flames zum 3-2 Siegtor. Dies bedeutete Calgarys ersten Auswärtserfolg seit über einem Monat.

Ottawa - New Jersey 4-0 (0-0/3-0/1-0)
Dank ihres heutigen 4-0 Triumphes in der Continental Airlines Arena von East Rutherford sind die Ottawa Senators mit zwei Punkten Vorsprung nun wieder alleiniger Tabellenführer in der Eastern Conference. Dabei konnte heute Nacht vor allem das Überzahlspiel der Kanadier überzeugen. Drei ihrer vier Tore, jene von Dany Heatley(25.pp), Patrick Eaves(34.pp) und Zdeno Chara(60.pp) erzielten die Senators wenn sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Den vorentscheidenden 3-0 Vorsprung hatte Antoine Vermette(40.) zum Ende des Mittelabschnitts besorgt.
Die gastgebenden New Jersey Devils fanden über die gesamten 60 Minuten nie zu ihrem Spiel und konnten sich sogar noch bei ihrem Schlussmann Martin Brodeur bedanken, dass sie zumindest 25 Minuten lang ein torloses Unentschieden halten konnten.
Keine Probleme mit der sehr laxen Spielweise der Devils hatte Gästeschlussmann Ray Emery, dem 22 Paraden zu seinem dritten Saison-Shutout genügten. Seine größte Rettungstat vollbrachte Emery gegen Patrick Elias 2 1/2 Minuten vor Spielende als die Partie längst zu Gunsten seiner Senators entschieden war.

Toronto - Pittsburgh 1-0 (0-0/0-0/1-0)
Selbst dem elektrischen System in der Mellon Arena wurde es zu Bunde, bei dem was die Toronto Maple Leafs und die gastgebenden Pittsburgh Penguins den gut 15.000 zahlenden Zuschauern boten. Verursacht von einem kleinen Feuer in einem Stromverteiler gingen während der ganz schwachen NHL-Partie gleich zwei Mal die Lichter im weiten Rund aus.
Recht viel zu sehen gab es auch nicht als es wieder hell wurde. Richtig gute Torszenen blieben Mangelware bei einem Aufeinandertreffen zweier Teams, die in den letzten Wochen nur selten von Erfolgen verwöhnt wurden. Warum, das wurde heute Nacht jedem klar.
Zumindest für die Toronto Maple Leafs gab es noch ein Happy End. Es musste ihnen aber schon eine strittige Schiedsrichterentscheidung zu ihrem Glück verhelfen. Die Referees entschieden knapp sieben Minuten vor Spielende auf Penalty und Chad Kilger(54.ps) verwandelte den Strafschuss gegen Marc-Andre Fleury zum einzigen Tor des Abends.
Gästeschlussmann Mikael Tellqvist musste gerade einmal 21 Torschüsse der Penguins abwehren um seinen Kasten sauber zu halten.

Evgeny Nabokov(SAN) holt sich die Scheibe aus der Luft.

Colorado - San Jose 5-6 (1-3/3-2/1-1)
Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die Besucher des HP Pavilion von San Jose heute Nacht wahrlich nicht beklagen. Gleich elf Tore bekamen sie von den Colorado Avalanche sowie ihren San Jose Sharks geboten und am Ende dieses 'wilden' Schlagabtausches sorgte Alyn McCauley(56.) für das Happy End der Kalifornier, die wieder einen Riesenschritt in Richtung Playoffteilnahme gemacht haben.
Schon nach gut 20 Spielminuten und einer von Tom Preissing(7.), Scott Hannan(15.), Jonathan Cheechoo(16.) und Patrick Marleau(22.pp) herausgeschossenen 4-1 Führung sah es nach einer eindeutigen Angelegenheit für die Sharks aus. Doch die Hausherren sollten die Nerven ihrer Fans noch einmal auf die Probe stellen. Das einzige Highlight der Gäste hatte bis zu diesem Zeitpunkt Pierre Turgeon(9.) gesetzt.
So leicht wollten sich die Avalanche, die momentan zwar noch den fünften Platz in der Western Conference inne haben, nicht geschlagen geben. Ihr Vorsprung auf die neuntplatzierten Mighty Ducks of Anaheim beträgt nur zwei Punkte und die Playoffs sind noch keineswegs sicher. Mit einem Zwischenspurt kamen die 'Avs' durch Tore von Milan Hejduk(31.) und Ian Laperriere(33./37.) bei nur einem Gegentreffer von erneut Patrick Marleau(34.pp) bis auf 4-5 heran. Zur Mitte des Schlussdrittels gelang Avalanches jungem Verteidiger John-Michael Liles(50.) sogar noch der 5-5 Ausgleichstreffer. Die Freude hierüber währte aber nur fünf Minuten.

Detroit - Vancouver 7-3 (3-0/2-3/2-0)
Eine Lehrstunde der besonderen Art bekamen die Vancouver Canucks heute Morgen in ihrer Heimpartie von den Detroit Red Wings erteilt. Die über 18.600 Zuschauer im General Motors Place konnten fast nicht glauben, was ihnen da von ihren Canucks geboten wurde.
Von der ersten Minute an hatte man den Eindruck, dass es die Red Wings wären, die es zwingend nötig hätten die zwei Punkte einzufahren, so engagiert wie sie um jeden Puckbesitz kämpften und die Hausherren an die Wand spielten. Dabei liegen die Gäste ganz komfortabel an der Tabellenspitze der Western Conference und die Canucks haben in den letzten Woche ihren Playoffplatz verspielt.
Leblos, ohne Mut und Spielwitz ergaben sich die Westkanadier den übermächtigen Gästen. Bereits nach 10 Spielminuten und Treffern von Tomas Holmstrom(7.), Jason Williams(7.) und Nicklas Lidstrom(11.pp) war die einseitige Begegnung zu Gunsten der Red Wings entschieden. Nach dem vierten Gegentor durch Pavel Datsyuk(22.) bedurfte es schon einer 5 gegen 3 Überzahlsituation, die erst Anson Carter(24.pp) und wenig später Markus Naslund(45.pp) nutzten, damit auch die Canucks einmal Grund zur Freude hatten.
In der Schlussminute des Mittelabschnitts tauschten noch einmal Jason Williams(40.) und Matt Cooke(40.) Tore aus. Nur 12 Sekunden dauerte es nach der zweiten Pause bis Brendan Shanahan(41.) zum sechsten Mal Alex Auld im Tor der Hausherren bezwang. Sein unglücklicher Arbeitseinsatz war 3 1/2 Minuten später, nachdem ihm auch noch Johan Franzen(44.) zum 7-3 Endstand das Nachsehen gab, beendet.

 

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