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2006-03-08 

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SPIELTAG 08.03.2006

Tim Thomas(BOS) mit einer spektakulären Rettungstat gegen Chris Drury(BUF).

Boston - Buffalo 2-3 (1-1/1-2/0-0)
Gegen die Buffalo Sabres gibt es in dieser Saison für die Boston Bruins, die im Kampf um einen Playoffplatz auf jeden Zähler angewiesen wären, nichts zu holen. Auch heute Nacht, im fünften Aufeinandertreffen mit dem Divisionskonkurrenten, gingen die Bruins mit 2-3 Toren leer aus.
Der Deutsche Jochen Hecht(37.) erzielte bereits vier Minuten vor dem Ende des Mittelabschnitts das Siegtor für die Hausherren, die zuvor zwei Mal in Rückstand geraten waren. Rookie Jason Pominville(12.pp) und der Österreicher Thomas Vanek(32.pp) waren jeweils im Powerplay für die seit drei Partien ungeschlagenen Sabres erfolgreich gewesen.
Die Führungstore der Gäste aus 'Beantown' hatten Patrice Bergeron(9.) und Milan Jurcina(24.pp) erzielt. Anschließend war von den Bruins aber nicht mehr viel zu sehen und sie gaben das Spiel völlig aus der Hand.

New Jersey - N.Y. Islanders 1-2 SO (0-0/1-0/0-1/0-0/0-1)
Nach einem leistungsgerechten Remis zum Ende der regulären Spielzeit und der Verlängerung musste die Entscheidung über den Sieger im Lokalderby zwischen den New Jersey Devils und den New York Islanders im Penaltyschießen fallen. Im 'Shootout' verwandelte Trent Hunter als dritter Schütze seines Teams den entscheidenden Penalty gegen Martin Brodeur und sicherte damit den Islanders den Zusatzpunkt.
Die Islanders hatten auch den besseren Start in die Partie erwischt. Doch nach einer Viertelstunde, in der sie das Spiel überlegen gestalten konnten, handelten sie sich immer wieder dumme Strafzeiten ein und ihre Gäste bestimmten nun das Geschehen auf dem Eis. Die Folge war das 1-0 Führungstor der Devils durch Jamie Langenbrunner(27.pp).
Im Schlussdrittel der regulären Spielzeit wurde die Begegnung richtig ansehnlich und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während die Devils bei diesem immer wieder an Islanders Schlussmann Roberto Luongo scheiterten konnte Mark Parrish(45.) das 1-1 Ausgleichstor markieren.

Chicago - Columbus 3-1 (0-0/1-1/2-0)
Mit nur acht Siegen in fremden Arenen waren die Chicago Blackhawks als auswärtsschwächstes Team nach Columbus angereist und bewiesen, dass sie zu mehr in der Lage sind, als ihr vorletzter Tabellenplatz in der Western Conference vermuten lässt.
Die Blackhawks absolvierten eines ihrer besten Auswärtsspiele und gewannen letztendlich hochverdient mit 3-1 Toren. Nachdem sie Radim Vrbata(38.) und Patrick Sharp(47.) in Front geschossen hatten, war es Matthew Barnaby(59.en), der mit einem 'Empty Net Goal' den Sieg unter Dach und Fach brachte.
Die Blue Jackets konnten nur im ersten Durchgang spielerisch mit ihren Gästen mithalten. Selbst das glückliche 1-0 von Manny Malhotra(30.), es war sein erster Treffer seit dem 26. November vergangenen Jahres, fiel zu einem Zeitpunkt als die Hausherren optisch das Spiel schon längst aus der Hand gegeben hatten.
Columbus' Stürmer Rick Nash hatte eine andere, für den neutralen Betrachter nicht ganz nachvollziebare Sichtweise: "Wir hatten tausende von Torchancen und konnten diese nicht verwerten."

Andrei Markov(MON) muss zusehen wie sich Mats Sundin mit Teamkollegen über ein Tor der Leafs freut.

Montreal - Toronto 3-5 (1-1/1-2/1-2)
Für die Toronto Maple Leafs war nach fünf Niederlagen hintereinander ein Heimsieg gegen die Erzrivalen aus Montreal fast schon Pflicht. Die Leafs kamen mit diesem auf ihnen lastenden Druck sehr gut zurecht und sicherten sich mit 5-3 Toren beide Punkte.
Dabei hatte es zunächst gar nicht gut für die Hausherren ausgesehen. Nach fünf Spielminuten brachte Richard Zednik(6.) die Frankokanadier in Front. Die Antwort der Leafs folgte aber durch ein Tor von Tomas Kaberle(7.) auf dem Fuß. Der Tscheche in Diensten der Leafs war auch noch an drei der folgenden vier Powerplaytreffer seines Teams beteiligt.
Zwei Mal Teamkapitän Mats Sundin(22.pp/48.pp), Kyle Wellwood(37.pp) und Jason Allison(47.pp) schlossen vier von elf Überzahlsituationen der Hausherren mit einem Torerfolg ab.
Die Canadiens konnten dem zwar auch zwei Überzahltore von Andrei Markov(40.pp) und Christopher Higgins(52.pp) entgegensetzen, wirkten aber insgesamt, nach vier Auswärtspartien in sechs Tagen, etwas ausgebrannt.

Tampa Bay - Pittsburgh 5-4 SO (1-0/2-1/1-3/0-0/1-0)
Der 5-4 Erfolg nach Penaltschießen darf die Tampa bay Lightning nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie momentan weit von ihrer Bestform entfernt sind und mit dieser heute Nacht in der Mellon Arena von Pittsburgh gezeigten Performance noch um das Verfehlen der Playoffs fürchten müssen.
Nachdem die Gäste aus Florida durch Tore von Dan Boyle(4./41.pp), Dmitry Afanasenkov(28.) sowie Fredrik Modin(28.) und einem Gegentreffer von Ryan Malone(27.pp) zu Beginn des Schlussabschnitts bereits mit 4-1 in Front gelegen waren, machte sich Leichtsinn in den Reihen der Lightning breit und sie gaben das Spiel noch einmal aus der Hand.
Die engagiert auftretenden Hausherren mobilisierten in der letzten Viertelstunde alle Kräfte und setzten zu einer erfolgreichen Aufholjagd an. Sidney Crosby(46.pp), Josef Melichar(51.) sowie Ryan Whitney(60.) konnten noch drei Mal Gästegoalie John Grahame bezwingen und retteten dem Tabellenschlusslicht der Eastern Conference zumindest noch einen Zähler.

Phoenix - Detroit 5-2 (3-1/0-1/2-0)
Für eine Riesenüberraschung konnte das Team von Wayne Gretzky, die Phoenix Coyotes bei ihrem Gastauftritt in der Joe Louis Arena von Detroit sorgen. Mit 5-2 Toren gaben die Coyotes dem punktbesten Team der Western Conference das nachsehen.
Den Grundstein für den Überraschungscoup der 'Wüstenfüchse' legten Mike Comrie(7.), Boyd Devereaux(10.) und Dave Scatchard(15.) mit drei Treffern in der ersten Viertelstunde der Partie.
Die Red Wings konnten zwar anschließend durch Tore von Pavel Datsyuk(17.pp) und Brendan Shanahan(23.) noch einmal den Rückstand verkürzen, in der letzten halben Stunde fehlte ihnen aber auch bei einigen Pfostenschüssen das Quentchen Glück oder sie scheiterten wie Mark Mowers mit seinem Penalty an Gästeschlussmann Curtis Joseph.
Zwei Powerplaytreffer von Mike Comrie(50.pp) und Shane Doan(56.pp) machten schließlich den beeindruckenden Auftritt der Coyotes, die zuvor von ihren letzten sechs Spielen nur eines gewinnen konnten, perfekt.

Colorado - St. Louis 2-1 SO (0-0/0-0/1-1/0-0/1-0)
Milan Hejduk konnte als einziger seinen Penalty im 'Shootout' verwandeln und bewahrte damit die Colorado Avalanche vor einer Blamage im Savvis Center von St. Louis. Die Blues bewiesen als Tabellenschlusslicht im Westen erneut, dass sie sich in einer aufsteigenden Form befinden und verlangten den favorisierten Avalanche alles ab.
Um jeden Zentimeter wurde auf dem Eis gerannt, um jeden Puckgewinn gekämpft. Richtig gute Torszenen, geschweige Torchancen konnte man zwei Drittel lang an einer Hand abzählen. Erst nachdem Christian Backman(45.pp) die Hausherren im Powerplay in Front geschossen hatte, boten sich auch den Avalanche in der letzten Viertelstunde sehr gute Einschussmöglichkeiten. Eine hiervon nutzte Mannschaftskapitän Joe Sakic(55.) zum erlösenden Ausgleich für die 'Avs', die ihren Rückstand auf die Tabellenführung in der Northwest Division wieder auf einen Zähler verkürzen konnten.

Los Angeles - Minnesota 3-2 OT (0-0/0-1/2-1/1-0)
Noch keinen Monat ist es her, dass die Los Angeles Kings nach einer Niederlagenserie tief in der Krise steckten und sogar eine Playoffteilnahme stark in Gefahr geraten war. Heute Nacht im Xcel Energy Center von St. Paul bewiesen die Kalifornier zum fünften Mal in Folge, dass sie wahrlich noch am Leben sind. Lubomir Visnovsky(62.) sicherte ihnen nach 81 Sekunden in der Verlängerung mit dem 3-2 Siegtor zwei weitere Zähler.
Nach einer torlosen ersten halben Stunde, in der sich beide Teams weitgehend auf dem Eis neutralisierten, war es ein Doppelschlag von Wes Walz(33./43.), der die Minnesota Wild schon wie die sicheren Sieger aussehen ließ. Jedoch währte die Freude über die 2-0 Führung nur knapp fünf Minuten. Jeremy Roenick(48.) und Tom Kostopoulos(50.) meldeten die Gäste aus L.A. mit zwei Toren wieder zurück ins Spiel.
In den letzten zehn Minuten bis zum Ertönen der Schlusssirene hatten beide Mannschaften noch zahlreiche Chancen die Partie vorzeitig für sich zu entscheiden, was den Kings aber erst in der Verlängerung gelingen sollte.

Nashville - Calgary 3-2 (1-0/2-1/0-1)
Zwei Treffer von David Legwand(16./23.) und ein Unterzahltor von Greg Johnson(29.sh) zur Mitte des zweiten Spielabschnitts reichten den Nashville Predators um aus dem Saddledome von Calgary beide Punkte zu entführen.
Geschickt verteidigten die Predators ihre Führung über die Zeit. Bei fünf gegen fünf machten sie ihren Gastgebern die Räume eng, so dass Schlussmann Tomas Vokoun vor allem in den ersten zwei Durchgängen nur selten sein ganzes Können aufbieten musste.
Nur im Powerplay blieben die Flames stets gefährlich und nutzten ihre Chancen. Beide Treffer der Westkanadier von Dion Phaneuf(21.pp) und Kristian Huselius(45.pp) resultierten aus einem Überzahlspiel.
In den letzten fünf Spielminuten, als die Flames noch einmal mit aller Gewalt auf den Ausgleich drängten, hatte auch noch Vokoun Gelegenheit mehrfach zu glänzen.

Dallas - Edmonton 4-3 SO (1-0/2-1/0-2/0-0/1-0)
Die Spezialisten im Penaltyschießen, die Dallas Stars, konnten heute morgen auch in Edmonton wieder zuschlagen. Zum neunten Mal in dieser Saison mussten die Texaner im 'Shootout' antreten und zum neunten Mal sicherten sie sich den Zusatzpunkt. Wieder einmal waren es Sergei Zubov und Jossi Jokinen, er hatte auch schon während der regulären Spielzeit einen Strafschuss gegen Ty Conklin sicher verwandelt, die dafür sorgten, dass ihr dritter Schütze erst gar nicht mehr antreten musste.
Die Edmonton Oilers konnten aber auch mit dem einen, ihnen verbliebenen Zähler ganz gut leben. Zur zweiten Pause hatte es danach gar nicht ausgesehen. Die Stars dominierten in den ersten zwei Dritteln das Geschehen auf dem Eis und lagen auch vollauf verdient nach Toren von Philippe Boucher(18.), Antti Miettinen(31.) und Jussi Jokinen(35.ps) mit 3-1 in Front. Den zwischenzeitlichen 1-1 Ausgleich hatte Dick Tarnstrom(27.) für die Oilers erzielt.
Im Schlussdrittel wendete sich das Blatt zu Gunsten der Hausherren. Sie machten jetzt richtig Druck auf das Gehäuse von Marty Turco und wurden noch für ihre Mühen durch die Treffer von Ryan Smyth(44.) und Shawn Horcoff(51.) belohnt.

San Jose - Anaheim 4-5 OT (0-1/2-2/2-1/0-1)
Ob aus Sicht eines mitfiebernden Fans oder als neutraler Betrachter, das innerkalifornische Derby zwischen den San Jose Sharks und Mighty Ducks of Anaheim zog aufgrund seines spannenden und torreichen Verlaufs jeden in den Bann.
Nach insgesamt acht Toren und einem 4-4 Gleichstand in der regulären Spielzeit sollte erst in der Verlängerung der Sieger gefunden werden. 58 Sekunden dauerte der 'Zuschlag' bis Anaheims Verteidiger Sandis Ozolinsh(61.) mit seinem dritten Saisontor die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren herbeiführte.
Für die San Jose Sharks, die zwischenzeitlich sogar einmal in Front gelegen waren und vor allem im Schlussabschnitt das Spielgeschehen bestimmt hatten, war es ein ganz bitterer Punktverlust im Kampf um ihre Playoffteilnahme.
Insgesamt 48(!) Mal, hiervon allein 18 Mal in den letzten 20 Spielminuten, prüften die Sharks Jean-Sebastien Giguere im Tor der Mighty Ducks. Überwinden konnten ihn Joe Thornton(21.), Jonathan Cheechoo(28.pp), Christian Ehrhoff(43.) und Steve Bernier(54.).
Auf Seiten der sehr abgeklärt aufspielenden Hausherren waren in den ersten 60 Minuten Joffrey Lupul(11.), Andy McDonald(36.pp/38.) und Corey Perry(53.pp) im Abschluss erfolgreich.

 

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