Tom Fitzgerald(BOS) befördert auf seine eigene Art Shane Hnidy(ATL) aus dem Torraum.
Atlanta - Boston 2-3 (0-0/1-2/1-1) Die Boston Bruins konnten auf heimischen Eis gegen die Atlanta Thrashers, einen direkten Konkurrenten um einen Playoffplatz, zwei ganz wichtige Punkte einfahren. Dank eines glücklichen Powerplaytreffers 2 1/2 Minuten vor Spielende kamen die Bruins zu einem 3-2 Heimerfolg. Nach einem Schuss von Brian Leetch landete die Scheibe am Schlittschuh von Marco Sturm(58.pp) und prallte von dort durch die Schoner von Gästegoalie Kari Lehtonen ins Tor ab.
Für die Bruins endete damit eine kleine Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in Folge. Aufgrund der Spielanteile ging der Sieg der Hausherren durchaus in Ordnung. Schon im Mittelabschnitt waren die Bruins zwei Mal durch Treffer von Glen Murray(25.) und Tom Fitzgerald(29.) in Front gegangen. Die Thrashers steckten zwar nie auf hatten aber über weite Strecken der Partie Probleme mit den kompakt stehenden Abwehrkräften ihrer Gastgeber.
Hoffnungen auf zumindest einen Punktgewinn konnten sie sich nach den Ausgleichstreffern von Peter Bondra(27.pp) und Ilya Kovalchuk(48.) machen.
New Jersey - N.Y. Islanders 2-3 SO (0-0/1-2/1-0/0-0/0-1) Miroslav Satan, nur einige Stunden nachdem er bei der Geburt seines Sohnes dabei gewesen war, sowie Trent Hunter bezwangen Devils Schlussmann Martin Brodeur im Penaltyschießen und bescherten damit den New York Islanders einen 3-2 Achtungserfolg über ihre Lokalrivalen aus East Rutherford.
Schon während der regulären Spielzeit waren die Islanders das aktivere Team gewesen, kamen aber trotz zweimaliger Führung nach Toren von Brent Sopel(29.pp) sowie Jason Blake(33.pp) und insgesamt 40 Torschüssen nicht über ein 2-2 Remis hinaus.
Die Devils blieben, auch wenn sie zwischenzeitlich stark unter Druck gerieten, stets gefährlich. Sie untermauerten dies bei den Toren von Scott Gomez(30.) und Jay Pandolfo(49.). In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit rettete Brodeur mit einer glänzenden Reaktion seinem Team den Ehrenpunkt.
N.Y. Rangers - Philadelphia 6-1 (1-0/4-1/1-0) Das direkte Duell um die Tabellenführung der Atlantic Division zwischen den gastgebenden Philadelphia Flyers und den New York Rangers endete mit einem 1-6 Debakel für die Hausherren.
Angeführt von ihrem Topscorer Jaromir Jagr(24.pp/25.pp) konnten die Gäste aus Manhattan ihren siebten Sieg in Serie einfahren. Dabei war die Partie bereits in der ersten halben Stunde zu Gunsten der Rangers entschieden. Michael Nylander(18.pp) im ersten und Jagr, Blair Betts(26.) sowie Jason Ward(30.) innerhalb von sechs Minuten im zweiten Durchgang gaben Robert Esche und den für ihn eingewechselten Schlussmann Antero Niittymaki gleich fünf Mal das Nachsehen.
Die Flyers konnten darauf nur mit einem Powerplaytreffer von Freddy Meyer(30.pp) antworten. Den Schlusspunkt, in der aus Sicht der Rangers' Fans unterhaltsamen Partie, setzte Martin Rucinsky(59.pp) mit einem weiteren Überzahltor der Gäste.
Montreal - Florida 1-0 (0-0/0-0/1-0) Alexei Kovalev(55.) erzielte gut fünf Minuten vor Spielende das 'Goldene Tor' des Abends beim Gastauftritt der Montreal Canadiens im BankAtlantic Center der Florida Panthers.
Anschließend setzten die Panthers zwar noch einmal zusätzliche Kräfte frei und drückten auf den Ausgleich, doch Cristobal Huet im Tor der Frankokanadier erwies sich als Spielverderber.
Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene hatte Huet, der bei seinem dritten Shutout aus den letzten sieben Spielen 24 Rettungstaten verbuchen konnte, auch noch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Ein Handgelenksschuss von Jozef Stumpel landete nur am Torgestänge.
Die vier Aufeinandertreffen zwischen den Panthers und Canadiens endeten jeweils mit nur einem Tor Unterschied - wobei die Frankokanadier drei Mal die Oberhand behielten.
Washington - Ottawa 1-7 (0-2/0-4/1-1) Vor 24 Stunden in Pittsburgh war noch etwas Sand im Getriebe von Ottawas Tormaschinerie. Heute Nacht in der Heimpartie gegen die Washington Capitals lief dagegen die Torfabrik der Kanadier wie geschmiert, so dass einem Gästeschlussmann Olaf Kölzig richtig leid tat.
Von seinen Vorderleuten völlig im Stich gelassen musste sich der deutsche Nationaltorhüter bis zu seiner Auswechslung zur Mitte des zweiten Durchgangs gleich sechs Mal geschlagen geben. Mike Fisher(2.), Wade Redden(13.pp), Antoine Vermette(21.sh), Jason Spezza(24.pp), Peter Schaefer(28.sh) und Brian Pothier(32.pp) gaben Kölzig das Nachsehen und sorgten damit für eine schnelle Vorentscheidung in der einseitigen Partie.
Ob mit einem Mann mehr, einem weniger oder mit fünf gegen fünf auf dem Eis, die Senators waren ihren Gästen in allen Belangen überlegen. In der letzten halben Stunde konnten es die Hausherren angesichts der deutlichen Führung etwas ruhiger angehen lassen. Zum Glück von Brent Johnson, der sich nur noch einmal von Bryan Smolinski(46.) bezwingen lassen musste.
Das Ehrentor der Capitals schoss, wie sollte es anders sein, ihr russischer Jungstar Alexander Ovechkin(55.sh).
Vancouver - Nashville 1-3 (0-0/1-1/0-2) Die Nashville Predators konnten mit einem aufgrund der Spielanteile glücklichen 3-1 Erfolg über die Vancouver Canucks Wiedergutmachung für ihre 0-3 Niederlage in Chicago betreiben.
Den heutigen Sieg, dem ersten über die Westkanadier in dieser Saison, hatten die Predators vor allem ihrem Schlussmann Tomas Vokoun zu verdanken. Vokoun wehrte insgesamt 41 Torschüsse der Gäste ab und brachte diese schier zur Verzweiflung. Elf Mal standen die Canucks mit mindestens einem Mann mehr auf dem Eis konnten aber nur einmal, beim 1-0 ihres Teamkapitäns Markus Naslund(23.pp), von dieser nummerischen Überlegenheit profitieren.
Die mangelnde Chancenverwertung der Gäste sollte sich noch rächen. Yanic Perreault(38.pp) in Überzahl kurz vor der zweiten Pause und Greg Johnson(41.sh) mit einem 'Shorthander' drehten das Blatt zu Gunsten der Hausherren. Als dann gut fünf Minuten später auch noch Mike Sillinger(47.) Vancouvers Goalie Alex Auld überwand, war der Widerstand der Kanadier weitgehend gebrochen.
Columbus - Colorado 0-1 (0-0/0-1/0-0) Mit dem denkbar knappesten Ergebnis kamen die Colorado Avalanche zu einem Pflichtsieg im heimischen Pepsi Center über die Columbus Blue Jackets. Lange Zeit hatten die Hausherren ihre liebe Mühe mit den sehr defensiv stehenden Gästen. Erst ein Überzahlspiel fünf Minuten vor dem Ende des Mittelabschnitts, als Rick Nash auf der Strafbank saß, bescherte den Avalanche den gewünschten Erfolg.
Brett Clark(36.pp) gelang das einzige Tor des Abends gegen einen gut aufgelegten Gästeschlussmann Pascal Leclaire.
Wesentlich weniger Arbeit hatte mit 24 Rettungstaten Colorados Schweizer Schlussmann David Aebischer bei seinem dritten Saison-Shutout, dem 13. seiner NHL-Karriere. Seine größte Tat vollbrachte Aebischer 100 Sekunden vor Spielende als er bei einem Schuss von David Vyborny aus kurzer Distanz glänzend reagierte und gerade noch mit dem Schlittschuh die Scheibe abwehren konnte.
St. Louis - Calgary 1-3 (0-1/0-1/1-1) Dank ihres heutigen 3-1 Heimerfolges über die St. Louis Blues konnten die Calgary Flames wieder die Tabellenführung in der Northwest Division zurück erobern. Die im wahrsten Sinne des Wortes kampfstarken Blues blieben zum ersten Mal seit sieben Partien ohne Punktgewinn.
Die Westkanadier starteten sehr druckvoll in die Partie und erarbeiteten sich im ersten Durchgang mehrere hochkarätige Torchancen. Es reichte aber nur zu einer knappen 1-0 Führung, herausgeschossen durch Shean Donovan(4.).
Das zweite Drittel durften die Flames mit einem Mann mehr auf dem Eis beginnen und ihr Teamkapitän Jarome Iginla(21.pp) nutzte diese nummerische Überlegenheit um den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen.
Die folgenden Minuten gehörten den Blues. Diese konnten aber zwei aufeinanderfolgende Powerplaysituation nicht in ihrem Sinne verwerten. Nach zwei Boxeinlagen von Barret Jackman und Jarome Iginla, beide hatten sich schon Ende des Mittelabschnitts 'angefreundet', sowie von Matt Walker und Darren McCarty wurde die Partie immer turbulenter.
Als dann auch noch Lee Stempniak(54.) das Anschlusstor für die Blues gelang wurde es richtig spannend. Erst sechs Sekunden vor Spielende sorgte Jarome Iginla(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' für die Entscheidung.
Dallas - Phoenix 2-6 (0-2/1-2/1-2) Die Olympiapause scheint den Phoenix Coyotes sehr gut getan zu haben. Nach vier Niederlagen in Folge konnten die Coyotes in ihrer ersten Partie nach den Olympischen Spielen die hochfavorisierten Dallas Stars deutlich mit 2-6 Toren bezwingen.
Die Gäste aus Texas wirkten unkonzentriert, leisteten sich viel zu viele Fehler und fanden über die gesamten 60 Minuten nicht zu ihrem Spiel. Selbst nach den Anschlusstoren von Bill Guerin(35.) und Jason Arnott(45.), die den Rückstand jeweils auf zwei Tore verkürzen konnten, ging kein Ruck durch die lustlos wirkenden Texaner.
Zu allem Überfluss hatte auch Gästegoalie Johan Hedberg nicht gerade seinen besten Tag erwischt. Im ersten Durchgang musste sich der Schwede von Geoff Sanderson(19.pp) und Steve Reinprecht(20.) innerhalb von 59 Sekunden zwei Mal bezwingen lassen und im Mittelabschnitt gaben ihm Shane Doan(26.) und Paul Mara(36.) das Nachsehen.
Für die endgütige Entscheidung zu Gunsten der 'Wüstenfüchse' sorgten im Schlussdrittel mit ihrem jeweils zweiten Tor des Abends, diesmal gegen den eingewechselten Marty Turco, Geoff Sanderson(53.pp) und Shane Doan(58.pp).
Minnesota - Los Angeles 2-3 (1-1/0-1/1-1) Lubomir Visnovsky(58.) war der Held des Abends für die Los Angeles Kings bei ihrem Zittersieg vor heimischer Kulisse gegen die Minnesota Wild. 2 1/2 Minuten vor Spielende gelang dem offensivstärksten Verteidiger der Kalifornier das 3-2 Siegtor.
Schon in den ersten zwei Durchgägen hatten sich die Hausherren durch Tore von Michael Cammalleri(5.pp) und NHL-Veteran Luc Robitaille(29.) jeweils eine knappe Führung besorgen können.
Die Wild, welche ihre Hoffnung auf das Erreichen eines Playoffplatzes noch nicht begraben haben, blieben aber stets gefährlich. Vor allem ihr slowakischer Stürmer Marian Gaborik(7./56.) bewies mit zwei Treffern seine Vollstreckerqualitäten.
Am Ende war dies jedoch zu wenig um die Kings, die ihre letzten drei Partien jeweils gewinnen konnten, aus der Erfolgsspur zu schießen.