Michael Nylander(NYR) verteidigt die Scheibe gegen Andy Wozniewski(TOR).
Toronto - N.Y. Rangers 2-4 (1-0/1-4/0-0) Die New York Rangers haben einen Lauf, der selbst auf ihre Fans schon fast beängstigend wirkt. Heute Nacht gewannen sie im heimischen Madison Square Garden ihr fünftes Spiel in Folge. Mit 4-2 Toren bezwangen sie mit den Toronto Maple Leafs, eine Mannschaft gegen die sie in den Jahren zuvor fast schon traditionell eine schlechte Figur gemacht haben.
Auch beim heutigen Aufeinandertreffen sah es zunächst gar nicht so toll für die 'Blueshirts' aus. Chad Kilger(9.) hatte mit dem einzigen Tor im Eröffnungsdrittel die Kanadier mit 1-0 in Front gebracht. Doch im Mittelabschnitt sollte sich innerhalb von zehn Minuten angeführt von Jaromir Jagr(22.pp/25.pp) das Blatt zu Gunsten der Hausherren wenden. Hierbei profitierten die Rangers auch von einer undisziplinierten Spielweise ihrer kanadischen Gäste.
Der tschechische Ausnahmestürmer erzielte in dieser Zeitspanne selbst zwei Tore und assistierte auch noch beim 4-2 von Petr Sykora(32.pp). Das dritte Tor der Rangers markierte Tom Poti(28.).
Zwischenzeitlich hatte Darcy Tucker(23.) noch einmal für die Maple Leafs getroffen, die aber im torlosen Schlussdrittel kaum noch etwas zulegen konnten.
Washington - Philadelphia 4-5 (2-1/1-4/1-0) Eine im wahrsten Sinne des Wortes 'wilde' Partie lieferten sich die Philadelphia Flyers und Washington Capitals im Wachovia Center von Philadelphia. Am Ende nach insgesamt 27(!) Strafzeiten und elf Toren hatten die Hausherren gegen das drittschlechteste Team der Eastern Conference doch noch knapp die Nase vorn.
Den letztendlich entscheidenden Vorsprung verschafften sich die Flyers im Mitteldrittel, in dem Donald Brashear(22.), Sami Kapanen(26.pp) und Brian Savage(31.pp/33.pp) gleich vier Mal in Folge ohne Antwort der Capitals trafen. Drei Mal standen die Flyers dabei mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Die Gäste aus der US-Hauptstadt waren mit Ausnahme des Mitteldrittels ein durchaus ebenbürdiger Gegner. Den 0-1 Rückstand durch Simon Gagne(6.)s 36. Saisontreffer steckten sie schnell weg und ein Doppelschlag von Brian Sutherby(10.) und Brian Willsie(11.pp) bescherte ihnen sogar bis zur ersten Pause eine 2-1 Führung.
Nach der kollektiven Auszeit im zweiten Durchgang kamen die Capitals noch einmal zurück ins Spiel. Ihr russisches 'Wunderkind' Alexander Ovechkin(36.pp) noch vor der Pause und Dainius Zubrus(53.pp) sorgten für eine spannende Schlussphase, in der Flyers Schlussmann Robert Esche im Mittelpunkt des Geschehens stand.
Pittsburgh - Carolina 4-3 (1-1/2-1/1-1) Für eine Riesenüberraschung konnten die Pittsburgh Penguins, das Tabellenschlusslicht des Ostens zu Besuch beim Tabellenführer, den Carolina Hurricanes, sorgen.
Mit einem 4-3 Auswärtserfolg beendeten die 'Pens' eine Negativserie von sieben Niederlagen in Folge. Ihr letztes Erfolgserlebnis in einem fremden Stadion lag bereits über einem Monat zurück.
Eric Boguniecki(8.), Mark Recchi(21.) sowie John LeClair(40.) brachten die Gäste drei Mal in Front und ihr Rookie Sidney Crosby(42.pp) gelang es kurz nach der zweiten Pause mit einem Powerplaytreffer den Vorsprung entscheidend auszubauen.
Geschickt verteidigten die Penguins ihren Vorsprung in der noch verbleibenden Zeit, so dass sie nur noch das Anschlusstor von Eric Staal(20./58.pp), der bereits im ersten Drittel Sebastien Caron bezwingen konnte, hinnehmen. Auch das zweite Tor der Hurricanes von Cory Stillman(26.) zum 2-2 Gleichstand war aus einer Überzahlsituation heraus entstanden.
Colorado - Columbus 4-1 (1-1/0-0/3-0) Zwei Drittel lang hatten die favorisierten Colorado Avalanche ihre liebe Mühe mit ihren heutigen Gastgebern, den Columbus Blue Jackets, doch im letzten Spielabschnitt verschafften sie sich vor allem Dank ihres jungen slowakischen Stürmers und Topscorer Marek Svatos(42.pp/44.) und einem 'Empty Net Goal' von Brad Richardson(60.pp,en) doch noch einen relativ deutlichen 4-1 Auswärtserfolg.
Für die Columbus Blue Jackets endete damit eine beeindruckende Heimserie von fünf Siegen in Folge. Das schnellste Tor in der Franchisegeschichte der Avalanche erzielte nach nur acht(!) Sekunden Antti Laaksonen(1.). Nach dem Eröffnungsbully landete der Puck hinter dem Tor von Marc Denis. Columbus' Schlussmann Marc Denis verließ seinen Kasten, dabei kam es zu einem Missverständnis mit Adam Foote und der lachende Dritte war Laaksonen, der sich die Scheibe schnappte und keine Probleme hatte sie im leeren Tor unterzubringen.
Das Ehrentor der Hausherren erzielte Jan Hrdina(11.).
St. Louis - Calgary 2-3 OT (1-1/0-1/1-0/0-1) Der beste Verteidiger unter den NHL-Neulingen, Dion Phaneuf(5./63.pp) avancierte zum Matchwinner für die Calgary Flames in ihrer Heimpartie gegen die St. Louis Blues. Nach 160 Sekunden in der Verlängerung gelang Phaneuf, der bereits im ersten Durchgang zum 1-1 ausgeglichen, das 'Game Winning Goal' für die Westkanadier, die ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Northwest Division auf drei Punkte ausbauen konnten. Das zweite Tor der Flames erzielte Andrew Ference(36.) zum Ende des Mitteldrittels hin.
Letztendlich war es ein verdienter doppelter Punktgewinn für die Hausherren, die weitgehend das Spielgeschehen bestimmt hatten. Doch die Blues erwiesen sich als unangenehmer Gegner. Sehr defensiv eingestellt machten sie den Flames das Leben schwer. Dennis Wideman(4.) brachte den Tabellenletzten des Westens sogar mit 1-0 in Front. Die Führung währte aber nur 77 Sekunden. In der folgenden halben Stunde verlegten sich die Blues hauptsächlich darauf Schaden von ihrem Tor abzuwenden. Doch als sich ihre Gastgeber wegen zuviel Mann auf dem Eis eine dumme Strafzeit einfingen, nutzte St. Louis im darauffolgenden Überzahlspiel die Chance zum 2-2 Ausgleich. Mike Glumac(41.pp) fälschte dabei einen Schuss von Dennis Wideman an Brian Boucher vorbei ab.
Minnesota - Edmonton 6-3 (3-0/2-2/1-1) Eine beeindruckende Vorstellung lieferten die Minnesota Wild im Rexall Place der Edmonton Oilers ab. Dabei erwischten die Gäste aus St. Paul einen Traumstart. Nach gut acht Minuten brachte sie Marc Chouinard(9.) mit 1-0 in Front und kurz vor der ersten Pause konnte Pierre-Marc Bouchard(19.pp/20.) mit zwei Toren innerhalb von 16 Sekunden den letztendlich entscheidenden 3-Tore Vorsprung herausschießen.
Auch in den noch folgenden zwei Durchgängen versteckten sich die Wild keineswegs. Vor allem im Überzahlspiel, wozu sie reichlich Gelegenheit hatten, zeigten sie sich immer torgefährlich. Nachdem Raffi Torres(24.) und Radek Dvorak(28.) für die sich zu keinem Zeitpunkt aufgebenden Oilers den Rückstand verkürzt hatten, waren es Pascal Dupuis(32.) und Andrei Zyuzin(40.pp), die Minnesota wieder einen 3-Tore Vorteil verschafften.
Im trotz des eindeutigen Spielstands ebenfalls sehr emotional geführten Schlussabschnitt konnten Todd Harvey(49.) für die Westkanadier und Wes Walz(59.en) noch je einmal treffen.
Anaheim - Vancouver 3-1 (3-1/0-0/0-0) Die Vancouver Canucks stecken zweifelsfrei in einem Formtief und dürften die Olympiapause herbeisehnen. Heute Morgen wurden sie nach der 1-3 Heimpleite von den 18.600 Zuschauern mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Es war die dritte Niederlage der Westkanadier aus ihren letzten vier Partien und alle drei gegen Teams die hinter ihnen platziert sind. Columbus, St. Louis und heute die Mighty Ducks of Anaheim fanden jeweils ein Mittel um den Canucks ihre Grenzen aufzuzeigen.
Den Kaliforniern genügten 18 Minuten um sich durch Tore von Joe DiPenta(6.), Andy McDonald(12.) und Joffrey Lupul(18.pp) die spielentscheidende 3-0 Führung herauszuschießen. Für Canucks' Stammtorhüter Alex Auld war damit der Arbeitstag vorzeitig beendet. Er wurde durch Maxime Ouellet ersetzt.
So leblos und ohne Engagement wie sich die Hausherren selbst nach dem Anschlusstor ihres Teamkapitäns Markus Naslund(20.) präsentierten, hätte ihr Coach fast die gesamte Mannschaft mit Ausnahme von Trevor Linden austauschen können. Bezeichnend dass ausgerechnet, der schon in die Jahre gekommene NHL-Veteran als einziger mit seiner kämpferischen Einstellung versuchte ein Vorbild zu sein und das Team aus der Krise zu führen.
Dass ihm das nicht gelang durfte den Kaliforniern ganz recht gewesen sein. Sie verkürzten durch den Auswärtserfolg ihren Rückstand auf den achten und letzten Playoffplatz im Westen auf zwei Punkte.
Dallas - San Jose 3-6 (1-1/0-4/2-1) Nach der heutigen Heimvorstellung und in der Art und Weise wie sie die Dallas Stars mit 6-3 bezwungen haben, muss den San Jose Sharks nicht Bange um eine Playoffplatzierung sein. Die Kalifornier ließen sich auch von einem frühen Gegentor durch Mike Modano(7.) nicht beeindrucken und boten anschließend gegen den Tabellenführer der Pacific Division eine ihrer besten Saisonvorstellungen.
Noch vor der ersten Pause gelang es Joe Thornton(16.pp) den Spielstand zu egalisieren und auch bei den folgenden zwei Treffern von Jonathan Cheechoo(26./30.pp) war Tornton mit einem Assist beteiligt.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren besorgten Milan Michalek(35./59.en) und Alyn McCauley(37.), die innerhalb von 89 Sekunden weitere zwei Mal Gästeschlussmann Marty Turco das Nachsehen gaben.
Somit konnten die Sharks im Schlussabschnitt auch die beiden Gegentore der Texaner von Niklas Hagman(47.) und Stu Barnes(47.) einfach als Schönheitsfehler ablegen. So richtig in Gefahr geriet ihr Heimerfolg dadurch nicht mehr.