Jon Sim(FLO) nimmt nach seinem dritten Tor die Gratulationen von Teamkollegen entgegen.
Florida - Washington 5-0 (0-0/3-0/2-0) Jon Sim(25.pp/27./53.) war der Mann des Abends beim 5-0 Auswärtserfolg der Florida Panthers im MCI Center von Washington. Floridas Neuzugang aus Philadelphia kam mit drei Toren zu seinem ersten NHL-Hattrick und assistierte auch noch zu einem weiteren Treffer von Juraj Kolnik(40.) zum 3-0 Zwischenstand zur zweiten Pause. Als dritter Torschütze der Gäste in einer sehr unterhaltsamen Partie zeichnete sich Joe Nieuwendyk(51.) aus.
Einen maßgeblichen Anteil an dem Sieg der Panthers hatte ebenso ihr Schlussmann Roberto Luongo der insgesamt 44 Torschüsse, hiervon allein 18 im ersten Durchgang, abwehrte und somit seinen vierten Saison-Shutout feiern konnte.
Die Capitals, die seit über 120 Spielminuten nicht mehr getroffen hatten, zeigten sich durchaus bemüht ihre Torflaute zu beenden, ihnen fehlte aber im Abschluss auch das Quentchen Glück.
Atlanta - Toronto 1-4 (0-0/0-2/1-2) Zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um einen Playoffplatz sicherten sich die Toronto Maple Leafs auf heimischen Eis gegen einen direkten Konkurrenten. Durch diesen 4-1 Heimsieg konnten sich die Kanadier mit nun fünf Punkten Vorsprung gegenüber ihren heutigen Gästen, den Atlanta Thrashers, etwas Luft verschaffen.
Mit nun sieben Siegen in Folge über die Thrashers erweist sich das Team aus dem Südosten als Lieblingsgegner der Leafs. So eindeutig wie der Endstand vermuten lässt, waren die Hausherren den Thrashers aber keineswegs überlegen. Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt hatten es die Leafs zu Beginn des zweiten Durchgangs hauptsächlich ihrem Schlussmann Ed Belfour zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten.
Ein Doppelschlag von Alexei Ponikarovsky(34.) und von Darcy Tucker(37.pp), in einer Phase als die Gäste disziplinlos agierten und zu viele Strafzeiten hinnehmen mussten, brachte die Leafs mit 2-0 in Front.
Noch einmal in Gefahr geriet der doppelte Punktgewinn als kurz nach der zweiten Pause Marian Hossa(41.pp) ebenfalls ein Überzahlspiel ausnutzen konnte. Doch nur drei Minuten danach stellte Kyle Wellwood(44.) den alten 2-Tore Vorsprung wieder her. Den Treffer zum 4-1 Endstand erzielte Torontos Topverteidiger Bryan McCabe(58.).
Buffalo - Montreal 3-2 OT (0-0/2-1/0-1/1-0) Die Chance mit zwei Mann mehr in der Overtime agieren zu d¨rfen ließen sich die Buffalo Sabres bei ihrem Gastauftritt in Montreal nicht nehmen. Erst 30 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt als Maxim Afinogenov(61.pp) mit einem Schuss aus spitzem Winkel der 3-2 Siegtreffer für die Gäste gelang.
Aber auch die Canadiens konnten mit dem Punktgewinn gegen ein Team das sechs Spiele hintereinander gewinnen konnte durchaus zufrieden sein. Die Tendenz der Canadiens zeigt weiter nach oben.
Während der regulären Spielzeit gelang es Christopher Higgins(31.sh) als die Hausherren zur Mitte des zweiten Durchgangs in Unterzahl auf dem Eis standen, und Alexei Kovalev(56.) 4 1/2 Minuten vor dem vermeintlichen Spielende zwei Mal einen Rückstand zu egalisieren.
Maxim Afinogenov(26.pp) hatte Montreals Schlussmann Cristobal Huet, der zuletzt zwei Shutouts verbuchen konnte, als erster bezwingen können. Das zweite Tor der Sabres erzielte sechs Sekunden vor dem Ertönen der Pausensirene Derek Roy(40.).
Huet, der über 171 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war, zeigte sich nach der Partie nicht sehr zufrieden: "Ich bin nicht besonders glücklich über nur einen Punkt, aber wir nehmen ihn halt mit."
Tampa Bay - New Jersey 4-7 (1-3/0-3/3-1) Die New Jersey Devils sind zuhause in der Continental Airlines Arena wieder eine Macht. Heute Nacht bezwangen sie die nun punktgleichen Tampa Bay Lightning mit 7-4 Toren und konnten damit ihre Heimserie auf acht Siege in Folge ausbauen.
Die Hausherren erwischten einen Traumstart. Gerade einmal acht Minuten waren absolviert, als Patrik Elias(3.), John Madden(4.) und Scott Gomez(9.) schon eine 3-0 Führung für die Devils herausgeschossen hatten. Die Lightning taten sich auch in den Minuten danach unwahrscheinlich schwer gegen die kompakt stehenden Hausherren, nutzten aber durch Evgeny Artyukhin(20.pp) gleich ihre erste Überzahlsituation zum Anschlusstreffer.
Zur Mitte der Partie brachten sich die Gäste aus Florida durch viele dumme Strafzeiten, darunter u.a. wegen zuviel Mann auf dem Eis, selbst um eine Siegchance. New Jersey nutzte seine Powerplays konsequent aus. Jamie Langenbrunner(33.pp/55.pp) und Paul Martin(38.pp) gelangen bei insgesamt acht Überzahlsituationen drei Treffer für die Devils. Das Tor zur vorentscheidenden 5-1 Führung hatte Colin White(36.) erzielt.
Eine kollektive Auszeit angesichts des deutlichen Vorsprungs nahmen die Hausherren zu Beginn des Schlussabschnitts, als Darryl Sydor(43.), bei seinem Schuss machte Martin Brodeur im Tor der Devils keine besonders gute Figur, und Vincent Lecavalier(46.pp/54.sh) die Lightning wieder bis auf 4-6 heranbrachten.
Los Angeles - Minnesota 1-5 (0-0/0-3/1-2) Die Talfahrt der Los Angeles Kings setzte sich auch im Xcel Energy Center von St. Paul fort. Mit 1-5 Toren verloren heute Nacht die Kalifornier ihre sechste Partie hintereinander und müssen, sollte sich bald nichts ändern stark um eine Playoffteilnahme zittern.
Des einen Leid, des anderen Freud. Hochzufrieden war Minnesotas Coach Jacques Lemaire über die Heimvorstellung seiner Wild und besonders angetan von seinem slowakischen Stürmer Marian Gaborik(34.pp/56.pp), der zwei Treffer erzielte und ein weiteres Tor vorbereitete: "Ich weiß nicht was ihn zur Zeit so anstachelt, aber er spielt genau so wie ich es mir wünsche. Marian ist in einer ausgezeichneten Form." Neben Gaborik profitierten auch der zweifache Torschütze Pascal Dupuis(31.pp/54.pp) und Brian Rolston(26.pp) bei ihren Treffern von Überzahlsituationen der Wild. Es schien fast so als wäre die Binsenweisheit, dass man auf der Strafbank sitzend keine Spiele gewinnen kann, noch nicht bis in den Süden Kaliforniens vorgedrungen. Kings' Coach Andy Murray fasste den Spielverlauf kurz und bündig folgendermaßen zusammen: "Wir haben uns viele dumme Strafen eingehandelt, unser Unterzahlspiel war miserabel und sie (Minnesota) haben gut im Powerplay gespielt." Als Spielverderber für Minnesotas Schlussmann Manny Fernandez erwies sich Eric Belanger(47.pp) mit dem Ehrentreffer für die Gäste.
Edmonton - Colorado 2-5 (0-0/1-3/1-2) Nach zwei Niederlagen in Folge haben die Colorado Avalanche in ihrer Heimpartie gegen die Edmonton Oilers wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Mit 5-2 Toren bezwangen die 'Avs' auch aufgrund der Spielanteile vollauf verdient ihre Gäste aus dem nördlichen Alberta.
Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt legten im zweiten Durchgang Milan Hejduk(23.pp), Alex Tanguay(32.) und Rob Blake(40.) mit ihren Toren zur 3-1 Führung den Grundstein für den doppelten Punktgewinn der Hausherren. Den bis dahin einzigen Treffer der Kanadier hatte Jarret Stoll(25.pp) aus einer Überzahlsituation heraus erzielt.
Auch von dem zweiten Powerplaytor der Oilers durch Radek Dvorak(45.pp) zu Beginn des letzten Spielabschnitts ließen sich die Avalanche nicht aus der Ruhe bringen. Die Antwort folgte auf dem Fuß: Andrew Brunette(46.) nur 26 Sekunden danach und Brett McLean(48.pp) sorgten dafür, dass wirklich nichts mehr anbrennen konnte.
Chicago - Phoenix 3-1 (0-1/2-0/1-0) Eine enttäuschende Vorstellung lieferten die Phoenix Coyotes auf eigenem Eis in der Glendale Arena gegen die Chicago Blackhawks ab. Mit 1-3 Toren unterlagen sie dem Vorletzten der Western Conference und entfernten sich damit wieder um ein weiteres Stück von einem Playoffplatz.
Dabei hatte es gar nicht schlecht für die Hausherren begonnen. Gleich das erste Überzahlspiel nutzte Geoff Sanderson(10.pp) zur 1-0 Führung für die Coyotes. Anstatt aber nachzusetzen ließ das Team von Wayne Gretzky die Blackhawks immer besser ins Spiel kommen. Innerhalb von 84 Sekunden wendeten Radim Vrbata(41.) und Martin Lapointe(42.) die Partie zu Gunsten der Gäste.
Mark Bell(51.pp) machte schließlich mit einem Powerplaytor zur Mitte des Schlussabschnitts den erst achten Auswärtssieg der Blackhawks perfekt.
Tagesgespräch waren die Gerüchte um Phoenixs Assistenztrainer Rick Tocchet, der in Verdacht steht einen Wettring zu führen, zu finanzieren und dabei auch Wetten von NHL-Spielern angenommen haben soll. Es soll aber nicht auf den Ausgang von NHL-Partien gewettet worden sein. Tocchet war beim heutigen Spiel der Coyotes nicht anwesend, da er sich auf einem Flug nach New York befand, wo er NHL-Commissioner Gary Bettmann Auskunft über die brisante Angelegenheit geben soll.