Petr Prucha(NYR) landet ohne Einwirkung von Mike Knuble(PHI) auf dem Hosenboden.
Philadelphia - N.Y. Rangers 3-2 OT (0-1/0-0/2-1/1-0) Gerade einmal 88 Sekunden waren in der Overtime gespielt als Joni Pitkanen(51./62.) mit seinem zweiten Tor an diesem Abend die Philadelphia Flyers zu einem 3-2 Auswärtserfolg im Madison Square Garden von New York führte.
Zweifelsfrei war hierbei auch etwas Glück mit im Spiel, denn Pitkanens Schuss wurde vom Schläger eines Ranger noch unhaltbar für Henrik Lundqvist abgefälscht. 50 Minuten lang hatte der Schwede im Tor der Hausherren seinen Kasten gegen die anstürmenden Flyers, die insgesamt 40 Mal auf sein Tor schossen, sauber halten können. Die Rangers hatten sich in diesem Zeitraum durch Tore von Jaromir Jagr(19.) und Martin Rucinsky(49.) eine 2-0 Führung herausschießen können und sahen zur Mitte des Schlussdrittels schon wie die sicheren Sieger aus.
Doch dann fanden die Gäste aus Philadelphia, die auf ihren verletzten Topstürmer Peter Forsberg verzichten mussten, doch noch mit Pitkanen und Mike Richards(59.), der 98 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit traf, Vollstrecker in ihren Reihen.
Toronto - Florida 4-2 (1-0/1-1/2-1) Nach acht Niederlagen in Folge und dem Verlust eines Playoffplatzes gab es für die Toronto Maple Leafs heute Nacht wieder einmal Grund zur Freude. Ausgerechnet bei den heimstarken Florida Panthers konnte das kanadische Traditionsteam zwei Punkte entführen. Die Panthers machten es durch viele Strafzeiten im Schlussdrittel den Leafs aber auch besonders leicht zu punkten. Beide Treffer von Darcy Tucker(43.pp) und Jeff O'Neill(52.pp) zur 4-1 Führung fielen jeweils aus einer 5 gegen 3 Überzahlsituation heraus.
So war das Anschlusstor von Joe Nieuwendyk(54.), der auch schon beim ersten Treffer der Hausherren durch Olli Jokinen(37.pp) mit einem Assist beteiligt war, nur noch eine Ergebniskosmetik.
Den Grundstein für die Niederlage der Panthers, die erstmals in ihren letzten elf Auftritten im BankAtlantic Center punktlos blieben, legten Chad Kilger(13.) und Kyle Wellwood(35.pp) mit der 2-0 Führung für die Leafs.
Leafs' arg in die Kritik geratener Schlussmann Ed Belfour wehrte in den ersten 40 Spielminuten 30 Torschüsse der Panthers ab.
Boston - Ottawa 5-0 (2-0/3-0/0-0) Für eine Riesenüberraschung konnten die Boston Bruins zu Besuch in der kanadischen Hauptstadt gegen die Ottawa Senators sorgen. Gegen das offensiv- und defensivstärkste Team der Liga schossen die Bruins gleich fünf Tore und hielten dabei ihren eigenen Kasten sauber.
Gästetorwart Tim Thomas wehrte insgesamt 44 Torschüsse der verzweifelt anstürmenden Senators ab und kam somit zu seinem ersten NHL-Shutout. Dabei hatten sich die Bruins in den ersten zwei Durchgängen keineswegs versteckt, viel mehr lieferten sie sich einen offenen Schlagabtausch mit dem Tabellenführer ihrer Division.
Zählbares kam dabei nur auf Seiten der Gäste heraus. Deren erste Sturmformation stahl jene der Senators die Show. Patrice Bergeron(16.), Brad Boyes(19.) und Marco Sturm(30.), der eine ganz starke Saison absolviert, sowie Nick Boynton(26.sh) bei Unterzahl und Sergei Samsonov(34.) konnten Ottawas Ersatzmann im Tor, Ray Emery, innerhalb einer guten halben Stunde gleich fünf Mal bezwingen.
Der torlose Schlussabschnitt gehörte zwar mit 1-16 Torschüssen den Kanadiern, in Thomas fanden sie aber ihren Meister.
Calgary - St. Louis 2-3 SO (0-0/2-2/0-0/0-0/0-1) Rookie Lee Stempniak(37.) wurde zum Matchwinner für die St. Louis Blues, die innerhalb der letzten 24 Stunden ihre beiden Topscorer Mike Sillinger nach Nashville und Doug Weight zu den Carolina Hurricanes geschickt hatten.
Stempniak erzielte nicht nur im Mitteldrittel das 2-2 Ausgleichstor für die Hausherren, sondern im gelang es auch im 'Shootout' den entscheidenden Penalty zu Gunsten der Blues zu verwandeln.
Den Calgary Flames blieb der Trost eines Auswärtspunktes in einer insgesamt sehr schwachen Partie. Nur im Mittelabschnitt konnten die Kontrahenten mit vier Toren für etwas mehr Unterhaltung sorgen. Dabei gingen die Westkanadier durch Daymond Langkow(22.) und Marcus Nilson(25.pp) innerhalb von drei Minuten mit 2-0 in Führung. Die Antwort der Blues ließ aber nicht lange auf sich warten. Weitere drei Minuten später gelang Jay McClement(28.) das Anschlusstor.
Detroit - Minnesota 5-4 (4-0/0-3/1-1) Ausgerechnet Verteidiger Andreas Lilja(52.), der in dieser Saison noch nicht getroffen hatte, konnte das 'Game Winning Goal' für die Detroit Red Wings bei ihrem Gastauftritt im Xcel Energy Center der Minnesota Wild erzielen.
So außergewöhnlich wie der Schütze des Siegtores war auch der Spielverlauf der unterhaltsamen Partie. Zur ersten Pause sahen die Gäste aus 'Hockeytown' schon wie die sicheren Sieger aus. Mit einem durch Steve Yzerman(5.pp), Robert Lang(6.), Mikael Samuelsson(10.) und Henrik Zetterberg(18.) herausgeschossenen beruhigenden 4-0 Vorsprung konnten sie in die Kabine gehen.
Auch über weite Strecken des zweiten Durchgangs hatten die Wings Puck und Gegner unter Kontrolle. Das Anschlusstor der Wild von Marian Gaborik(24.) konnten sie noch als Schönheitsfehler ablegen. Richtig brenzlig sollte es aber Ende des Spielabschnitts werden, als Todd White(37.) und Andrei Zyuzin(38.) mit dem erst dritten und vierten Torschuss der Hausherren in diesem Drittel erneut Chris Osgood das Nachsehen gaben.
Daraufhin wurde Osgood durch Manny Legace ersetzt und die eigentliche Nummer eins der Red Wings musste sich im Schlussdrittel nur einmal von Filip Kuba(55.) geschlagen geben. Am Ende stand mit 5-4 Toren ein zwar knapper aber durchaus verdienter Sieg der Red Wings.
San Jose - Dallas 2-3 OT (0-1/1-0/1-1/0-1) Jason Arnott(65.) sorgte 35 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung dafür, dass die Penaltyspezialisten der Dallas Stars doch nicht mehr zum Zuge kamen. Heute Nacht gegen die San Jose Sharks ergatterten sich die Texaner beide Punkte noch vor dem 'Shootout'.
Die sehr defensiv aufgestellten Sharks hätten sich aufgrund der Spielanteile auch nicht beschweren können, wenn sie ganz ohne Punkte die Heimreise hätten antreten müssen.
Zwischenzeitlich sah es sogar ganz gut aus für die Kalifornier. Alyn McCauley(25.pp) mit einem Powerplaytor zu Beginn des zweiten Durchgangs und Jonathan Cheechoo(49.) bei einem ihrer wenigen Offensivaktionen im Schlussabschnitt gelang die überraschende 2-1 F$uuml;hrung. Wohl auch ein Grund warum Dallas' Coach Dave Tippett anschließend nicht wirklich zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft war.
Sergei Zubov(56.) r6uuml;ckte aber 4 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.
Los Angeles - Anaheim 3-4 OT (1-0/1-2/1-1/0-1) Die Los Angeles Kings müssen sich mit kleineren Brötchen zufrieden geben. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, darunter eine ganz bittere 2-6 Heimpleite gegen ihre heutigen Gastgeber die Mighty Ducks of Anaheim, konnte die Mannschaft aus L.A. mit einem Punktgewinn zum Auftakt ihrer Auswärtstour zumindest einen Teilerfolg feiern.
Erst in der Verlängerung mussten sich die Kings durch ein Tor von Scott Niedermayer(62.) mit 4-3 geschlagen geben. Der Mann des Abends war aber Teemu Selanne(28.pp/49.), der nicht nur zwei Tore dem Sieg beisteuern sondern auch mit seinem 1000. NHL-Scorerpunkt einen persönlichen Meilenstein setzen konnte.
Von der ersten Spielminute an befreiten sich die Kontrahenten jeglicher taktischer Zwänge und boten den Besuchern im Pond of Anaheim einen offenen Schlagabtausch. Dabei gingen die Gäste zwei Mal durch Dustin Brown(20.) Sekunden vor der ersten Pause und Derek Armstrong(36.) in Führung.
Die Mighty Ducks konnten daraufhin noch einmal das Tempo verschärfen und noch mehr Druck auf das Gästegehäuse ausüben. Neben Selanne war noch Ryan Getzlaf(40.pp) im Abschluss erfolgreich.
Eine unnötige Strafe, der insgesamt sehr diszipliniert auftretenden Ducks bescherte den Kings, bei denen Joe Corvo(58.pp) das darauffolgende Powerplay erfolgreich abschloss, dann doch noch kurz vor Schluss den Ehrenpunkt.