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2006-01-29 

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SPIELTAG 29.01.2006

Marty Turco(DAL) kann mit Unterstützung von Stephane Robidas(DAL) vor Kris Draper(DET) klären.

Detroit - Dallas 1-2 SO (0-0/0-0/1-1/0-0/0-1)
Das Spitzenspiel der Western Conference zwischen dem Ersten aus Detroit und dem Zweiten aus Dallas blieb bis zur letzten Sekunde umkämpft und spannend. Die Stars feierten schon den Sieg im Penalty schießen, doch der letzte Schütze der Red Wings, Henrik Zetterberg, bekam ein Tor anerkannt, obwohl er vorbei schoss, nachdem Marty Turco seinen Stock geworfen hatte. Aber auf Mike Modano war dieses Mal verlass, denn er verwandelte schließlich doch den entscheidenden Penalty zum doppelten Punktgewinn. Am Vortag hatte er noch die spezielle Situation des Alleinganges trainiert, weil er zuletzt mit siner Ausbeute dabei etwas unzufrieden war. Dallas hat somit auch sein achtes Shootout in dieser Saison gewonnen.
Die Red Wings erwischten den etwas besseren Start, während sich die Stars zunächst stark auf die Defensive konzentrierten. Überhaupt blieb die Partie lange Zeit einiges schuldig, denn beide Mannschaften neutralisierten sich häufig bereits in der neutralen Zone. So hatten die beiden Torhüter Manny Legace bei den Gästen und Turco auf der Gegenseite keine Mühe die Null auf der Anzeigetafel festzuhalten. Auch vom besten Powerplay der Liga, verkörpert durch die Red Wings, war wenig zu sehen, denn bis zur zweiten Pause hatte Detroit fünf Situationen ungenutzt gelassen.
Dies änderte sich im Schlussabschnitt, als Turco eine Strafzeit wegen eines Stockschlages bekam und Tomas Holmstrom(43.pp) diese Gelegenheit eiskalt nutzte. Die Angriffe der Hausherren blieben auch danach häufig zu kompliziert, aber alle Bemühungen wurden schließlich doch noch belohnt, indem Jere Lehtinen(55.) knapp fünf Minuten vor dem Ende der viel umjubelte Ausgleich gelang. In der Overtime war Detroit, auch bedingt durch eine verhängte Strafzeit gegen Jason Arnott näher am Sieg, die Stars konnten sich jedoch in ihr so erfolgreiches und daher natürlich beliebtes Penalty schießen retten.

Tampa Bay - Philadelphia 6-0 (2-0/1-0/3-0)
Auch gegen Angstgegner Tampa Bay gab es für die derzeit in einer Formkrise befindlichen Flyers nichts zu erben. In der regulären Saison zum siebten Mal in Folge verlor Philadelphia heute gegen das Team aus dem Bundesstaat Florida. Die 19.789 Zuschauer hatten eigentlich darauf gehofft, dass sich ihre Mannschaft an diesem Nachmittag im Wachovia Center wieder verbessert zeigt, doch heraus kam eine blamable Niederlage.
Dabei waren die Offensivbemühungen der Hausherren gar nicht einmal das Übel. Sean Burke im Tor der Gäste wurde insgesamt 38 Mal geprüft und hielt sich dabei schadlos, so dass er sich seinen ersten Shutout der Saison redlich verdiente. Auf der Gegenseite bei Antero Niittymaki schlug es aber gleich reihenweise ein, obwohl hier nur 30 Torschüsse zu verzeichnen waren. Die Führung durch Dan Boyle(15.) baute Fredrik Modin(17.pp/32.pp/48.) bis zur Mitte des Schlussabschnittes mit einem Hattrick auf 4-0 aus. Vaclav Prospal(53.pp) und Rookie Ryan Craig(53.) toppten das Ergebnis noch mit einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden. Die enttäuschten Flyers Fans verließen darauf hin in Scharen die Arena.

Pittsburgh - N.Y. Rangers 1-7 (1-1/0-2/0-4)
Ihre bereits 12. Niederlage aus den letzten 13 Spielen kassierten die inzwischen fast schon bemittleidenswert auftretenden Pittsburgh Penguins am Nachmittag im Madison Square Garden zu Manhattan bei den gastgebenden New York Rangers. Viel bitterer als das ohnehin mit 1-7 schon heftig ausgefallene Ergebnis sollte die Penguins jedoch die Tatsache belasten, dass sie mit 14 zu 51 Torschüssen am Ende ein in jeder Beziehung desaströses Schussverhältnis aufzuweisen hatten.
Im ersten Spielabschnitt ließ sich das Debakel für die Gelb-Schwarzen noch vermeiden. Die 1-0 Führung der Rangers durch Jason Ward(9.) konnte "Wunderkind" Sidney Crosby(16.pp) wieder ausgleichen. Doch spätestens ab dem Mittelabschnitt nahm das Desaster dann seinen Lauf. Martin Rucinsky(32.), Michal Rozival(34.), Jaromir Jagr(47./51.pp), Petr Prucha(49.) und Jason Strudwick(58.) schraubten das Ergebnis in die Höhe, ohne dabei erwähnenswerten Wiederstand der Gäste aus der Arbeiterstadt brechen zu müssen.
Die negative Schussbilanz der Pinguine im 2. Drittel, fiel mit 2 zu 16 Versuchen dabei besonders bitter für die Gäste aus. In der Form dürfte es für die Truppe von Miteigentümer Mario Lemieux schwer werden, das Tabellenende in dieser Spielzeit noch einmal zu verlassen. Rangers-Stürmer Jaromir Jagr hat zur Zeit mit 75 Punkten die Tabellenspitze der NHL-Scorer inne.

Anaheim - Los Angeles 6-2 (3-1/3-0/0-1)
Das südkalifornische Duell zwischen den Mighty Ducks und den Kings entpuppte sich am vergangenen Abend im Staples Center zu einem Derby mit idealem Unterhaltungswert. Es fielen acht Tore und die Spieler agierten äußerst körperbetont, was sich von Drittel zu Drittel auch noch stetig steigerte. Die Schiedsrichter mussten insgesamt 29 Mal einen Spieler verwarnen, wobei die Mannschaften je acht Unterzahlsituationen zu meistern hatten. Die bessere Quote erreichten dabei die Gäste, indem sie nur zwei Powerplaytore kassierten, die Hausherren hingegen vier.
Bereits die erste Strafzeit im Spiel konnten die Kings durch Mike Cammaleri(3.pp/45.pp) verwerten, mussten aber keine 60 Sekunden später schon den Ausgleich hinnehmen. Kurioserweise war Joffrey Lupul(4.pp), der beim Gegentreffer wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß, der erfolgreiche Schütze.
Im weiteren Spielverlauf dominierten die Ducks und setzten ihre Überlegenheit in fünf weitere Tore um. Nachdem Corey Perry(9./25.pp) und Ryan Getzlaf(12.pp) noch im ersten Durchgang getroffen hatten, schraubten Chris Kunitz(21.) und Scott Niedermayer(28.pp), sowie Perrys zweiter Streich des Abends, das Ergebnis auf das vorentscheidende 6-1. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die Hälfte der Spielzeit absolviert war, schalteten die Gäste einen Gang zurück, um ihre Kräfte zu schonen. Selbst jetzt bekamen die Hausherren kaum Oberwasser, waren aber immerhin noch in der Lage durch Cammalleri das Ergebnis optisch zu verbessern.

N.Y. Islanders - Boston 4-3 (0-0/1-1/3-2)
Wie schon in den zwei Saisonspielen zuvor, konnten die Islanders die Bruins besiegen und bereiteten Bostons guter Serie von fünf Siegen und zwei Overtimeniederlagen ein Ende. Es war letztendlich Goalie Rick DiPietro zu verdanken, denn in der Schlussphase waren die Hausherren trotz einer Fünf-gegen-Drei-Feldüberlegenheit und zahlreicher guter Möglichkeiten nicht in der Lage auszugleichen. Beide Torsteher waren in dieser Auseinandersetzung sowieso ständig unter Beschuss, wurden sie doch insgesamt 95 Mal geprüft.
Nach nur 59 Sekunden im zweiten Drittel eröffnete Mike York(21.) den Torreigen, ehe Patrice Bergeron(27.) das zwischenzeitliche Remis herstellte. Im letzten Durchgang gingen in der ersten Minute erneut die Gäste in Front, als Trent Hunter(41.) die gute Vorarbeit von Chris Campoli und York erfolgreich verwertete. Der Spieß drehte sich im weiteren Spielverlauf zunächst wieder zu Gunsten der Hausherren, als P.J. Axelsson(45.pp) und wenig später Brad Boyes(47.) trafen. Ein Doppelschlag von Alexei Zhitnik(49.) und Mark Parrish(50.) innerhalb von 20 Sekunden besiegelte allerdings doch noch die zehnte Heimniederlage der Bruins.

Montreal - Toronto 4-3 OT (0-1/1-1/2-1/1-0)
Eine weitere Niederlage brachten die Montreal Canadiens ihren Rivalen, den Toronto Maple Leafs, im 672. Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Geschichte der NHL bei. Für die Leafs war es die Achte in Folge. Saku Koivu(62.pp) sorgte mit einem Treffer in Überzahl während der Verlängerung für das ernüchternde Ergebnis.
Die Partie begann relativ verhalten. Abtasten war zunächst angesagt, denn die beiden Kontrahenten um einen der letzten Playoff-Plätze beschnupperten sich erstmal. Während die Canadiens die erste Strafzeit gegen Tie Domi nicht nutzen konnten, machten es die Hausherren besser. Kurz vor Ablauf der Strafe gegen Saku Koivu, sorgte Darcy Tucker(12.pp) für das 1-0.
Zu Beginn des zweiten Drittels schaffte Alex Kovalev(22.) mit seinem 11. Saisontreffer zwar den Ausgleich, doch in den folgenden Minuten verschafften sich die Leafs zunehmend ein spielerisches Übergewicht. Dies zahlte sich erst kurz vor der zweiten Pause aus, indem Alexander Khavanov(40.) für die erneute Führung von Toronto sorgte.
Jetzt waren die Gäste wieder gefragt und sie antworteten. Innerhalb von 35 Sekunden drehten Saku Koivu(51.) und Jan Bulis(52.) das Ergebnis zu Gunsten der Canadiens. Toronto, das sich zuvor stark auf die Defensive konzentriert hatte, war wieder gefordert, kam durch Ken Klee(56.) noch zum Ausgleich und rettete so wenigstens einen vielleicht am Ende wichtigen Punkt.

Atlanta - Carolina 1-4 (0-2/0-1/1-1)
Die Carolina Hurricanes schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle. Zum neunten Mal in Folge gewannen sie ein Heimspiel und 13 ihrer letzten 14 Partien entschieden sie zu ihren Gunsten. Da änderte es wenig, dass die Begegnung heute eine besondere Motivation bot. Vorher wurde der langjährige Kapitän Ron Francis geehrt, indem seine Nummer 10 unter das Hallendach gezogen wurde. "Wir wollten uns besonders anstrengen. Wir wollten das Spiel für ihn gewinnen. Wir haben darüber gesprochen, sind raus gegangen und spielten genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten", betonte Verteidiger Bret Hedican.
In der Tat begannen die Hausherren äußerst druckvoll und die Dominanz, die sie an den Tag legten, zahlte sich relativ schnell aus. Justin Williams(4.) und Erik Cole(10.) sorgten für eine beruhigende 2-0 Führung der Hurricanes. Auch im weiteren Verlauf blieben die Thrashers eher harmlos, so dass Carolina nicht übermäßig viel zu tun hatte. Der erst unter der Woche verpflichtete Neuzugang Anton Babchuk(28.pp) erhöhte schließlich im Powerplay auf 3-0.
Marc Savard(41.pp) hauchte den Gästen mit dem 1-3 nur 19 Sekunden nach dem Beginn des Schlussabschnittes wieder etwas Leben ein, doch vieles im Spielaufbau blieb Stückwerk, so dass der Schweizer Torhüter Martin Gerber mit insgesamt 17 Saves einen relativ geruhsamen Abend erlebte. Den Schlusspunkt zum verdienten Erfolg setzte Kevyn Adams(60.en) in der letzten Minute, als Thrashers Keeper Kari Lehtonen sein Tor in einem letzten Versuch für einen weiteren Feldspieler bereits verlassen hatte.

Nashville - Columbus 3-4 (1-2/2-1/0-1)
Die Columbus Blue Jackets befinden sich weiter im Aufwind. Durch einen Erfolg gegen die starken Nashville Predators erhöhten sie ihre Erfolgsserie auf acht Siege aus den letzten elf Partien. Dabei hatten sie in der heutigen Begegnung einige brenzlige Situationen zu meistern, so waren sie zum Beispiel insgesamt neun Mal in Unterzahl. Die Predators nutzten diese Möglichkeiten soweit es ging auch aus und erzielten am Stück drei Powerplaytreffer durch Scott Hartnell(16.pp), Adam Hall(26.pp) und Yanic Perreault(32.pp) zu einer 3-2 Führung für Nashville. Zuvor hatten David Vyborny(9.) und Rick Nash(14.pp) die Hausherren mit 2-0 in Front gebracht. Trotz weiterer Überzahlsituationen der Gäste konnten sie kein weiteres Tor mehr erzielen und kassierten das 3-3 sogar bei einem Mann mehr auf dem Eis. Duvie Westcott(38.sh) sorgte für den siebten Unterzahltreffer der Blue Jackets in dieser Saison, kurioserweise fielen fünf davon gegen Nashville.
Im Schlussabschnitt hätten beide Mannschaften das Spiel für sich entscheiden können, doch David Vyborny(59.) war es 83 Sekunden vor dem Ende mit seinem zweiten Tor des Abends vorbehalten, die Fans in Columbus glücklich zu machen.

San Jose - Phoenix 2-6 (0-0/0-3/2-3)
Nachdem die Sharks in dieser Saison bereits drei Niederlagen gegen die Coyotes einsteckten, zogen sie in der vergangenen Nacht erneut den Kürzeren. Diesmal hielten sie aber immerhin 22 Minuten gut mit, brachen dann aber im zweiten Drittel ein, ehe sie im letzten Durchgang wieder zeitweise ebenbürtig agierten.
Das erste Tor des Abends gelang Mike Comrie(23./54.), der die letzten zwei Tage noch an Kniebeschwerden laborierte. Ihm folgte 48 Sekunden später Fredrik Sjostrom(24.) mit seinem dritten Saisontreffer. Auf 3-0 erhöhte Mike Johnson(32.sh) in Unterzahl, als gerade sein Kollege Paul Mara wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß.
Zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Durchgangs vergrößerte Keith Ballard(51.) den Vorsprung sogar noch auf 4-0, bis San Joses Nils Ekman(53.) für das erste Erfolgserlebnis der Sharks sorgte. Ein Doppelschlag durch Mike Ricci(53.pp) und Comrie zerstörte jedoch endgültig die aufkeimenden Hoffnungen doch noch das Blatt wenden zu können. Jonathan Cheechoo(58.) konnte zwar noch ein Mal für die Kalifornier einnetzen, was aber mit dem Ausgang des Spieles nichts mehr zu tun hatte.

Vancouver - Colorado 4-3 SO (1-1/1-0/1-2/0-0/1-0)
Ein besonderes Spiel war einmal wieder das Aufeinandertreffen der Vancouver Canucks mit den Colorado Avalanche. Nicht nur auf dem Eis mit Boxeinlagen und einem umkämpften Spielverlauf war etwas geboten, sondern auch auf den Zuschauerrängen. So mussten im dritten Drittel ein paar Zuschauer aus dem Pepsi Center entfernt werden, weil sie Todd Bertuzzi mit Gegenständen bewarfen.
Aber auch sportlich ging es zu und so sahen die 18.007 Zuschauer (manche nicht bis zum Schluss) in Denver eine packende Partie. Im ersten Spielabschnitt war nach Treffern von Andrew Brunette(17.pp) und Matthias Ohlund(18.sh) nicht nur die Torausbeute ausgeglichen, sondern der komplette Spielverlauf war sehr homogen.
Nach dem Wechsel konnten sich die heimischen Avs jedoch ein Übergewicht an Chancen erarbeiten, doch während der glänzend aufgelegte Alex Auld im Gehäuse der Gäste sich zunächst schadlos hielt, musste David Aebischer erneut hinter sich greifen. Jarkko Ruutu(39.) sorgte für das 2-1 der Canucks. Trotz anhaltender Überlegenheit der Hausherren fand Vancouver besser den Weg zum Tor und erhöhte durch Ryan Kesler(50.) sogar auf 3-1. Die Fanausschreitungen mit Bertuzzi scheinen der Avalanche noch einmal Leben eingehaucht zu haben, denn danach kamen sie überraschend zurück ins Spiel, obwohl sie zuvor mit Vancouvers Defensive ernsthafte Probleme hatten. Rookie Marek Svatos(54.) mit seinem schon 30. Saisontreffer und Brad Richardson(56.) mit seinem ersten NHL-Treffer konnten die Begegnung wieder ausgleichen und retteten Colorado so wenigstens einen Punkt.
In der Verlängerung hatten beide Teams bedingt durch je eine Strafzeit auf beiden Seiten, die Möglichkeit sich den Zusatzpunkt zu sichern, doch das schaffte erst Canuck Ruutu, der als Einziger im Penalty schießen traf, während alle anderen Schützen vergaben.

 

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