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2006-01-26 

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SPIELTAG 26.01.2006

Jan Bulis(MON) war mit vier Treffern der Mann des Abends.

Montreal - Philadelphia 5-3 (1-2/2-1/2-0)
Mit einer Energieleistung und Dank eines herausragenden Jan Bulis(9./27./37.pp/44.) kamen die Montreal Canadiens zu einem überaschenden 5-3 Auswärtserfolg bei den Philadelphia Flyers mit dem sie ihre Negativserie von sieben Niederlagen in der Fremde beendeten.
Zunächst hatte es gar nicht gut ausgesehen für die Frankokanadier. Gerade einmal sieben Minuten waren absolviert, als ihr Torhüter Cristobal Huet schon zwei Mal nach Schüssen von Simon Gagne(5.) und Freddy Meyer(8.) die schwarze Hartgummischeibe hinter sich aus dem Netz holen musste.
Eine Minute später begann die Show von Jan Bulis, der zum ersten Mal in seiner NHL-Karriere vier Tore in einer Partie erzielen konnte. "Ich bin überglücklich. Vor allem da mir am Morgen Bob (Gainey) noch mitgeteilt hat, dass ich heute Abend nicht aufgestellt sein werde. Erst am Nachmittag kam er dann wieder zu mir und meinte, dass ich mich für das Spiel fertig machen solle."
Der fünfte Torschütze der Canadiens, die insgesamt nur 15 Mal auf das Gehäuse ihrer Gastgeber schossen, erzielte Steve Begin(49.). Auf Seiten der optisch überlegenen Flyers war zur Mitte des zweiten Durchgangs R.J. Umberger(34.pp) zum 3-2 Zwischenstand erfolgreich.

Carolina - Florida 4-3 SO (2-2/0-1/1-0/0-0/1-0)
Erik Cole verwandelte als vierter Schütze der Carolina Hurricanes seinen Penalty und schoss damit den Tabellenführer der Southeast Division zu einem 4-3 Auswärtserfolg bei den Florida Panthers.
Dass die Hurricanes überhaupt die Gelegenheit bekamen sich im Penaltyschießen den Zusatzpunkt zu ergattern, war das Verdienst ihres Teamkapitäns Rod Brind'Amour(19.pp/59.pp), dem 64 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus einem Powerplay heraus das 3-3 Ausgleichstor gelang.
Im Mittelabschnitt hatte Nathan Horton(31.), die heimstarken Panthers zum zweiten Mal in dieser Partie in Front geschossen. Noch besser hatte es für die Hausherren zu Beginn der unterhaltsamen Partie ausgesehen, als Jozef Stumpel(1.) nach 47 Sekunden und Mike Van Ryn(13.) eine 2-0 Führung besorgt hatten.
Die Antwort auf den Rückstand kam von den Hurricanes postwendend. Nur 19 Sekunden nach Van Ryns Treffer verkürzte Matt Cullen(13.) auf 1-2 und gut fünf Minuten später sorgte Rod Brind'Amour dafür, dass es mit einem Remis in die erste Pause ging.
Die Hurricanes haben von ihren letzten zwölf Partien nur eine verloren und auch die Panthers konnten ihre erfolgreiche Heimserie, in der sie elfmal in den letzten 12 Spielen auf heimischen Eis punkten konnten, weiter ausbauen.

Washington - Pittsburgh 1-8 (0-1/1-2/0-5)
Ihren ganzen Frust von dem für sie so enttäuschenden Saisonverlauf schossen sich die Pittsburgh Penguins heute Nacht in der Mellon Arena von der Seele. Leidtragende dieser besonderen Form des Frustabbaus waren die Washington Capitals und insbesonders ihr Torwart Olaf Közig, der sich gleich acht Mal bezwingen lassen musste.
Mit einem 8-1 Kantersieg beendeten die Penguins eine Niederlagenserie von zehn Spielen in Folge. Dabei waren es vor allem die erfahrenen Recken in den Reihen der Hausherren, welche über ihren Schatten sprangen. Mark Recchi(29.pp/36.pp) und John LeClair(17./42.pp) steuerten Pittsburghs höchstem Saisonsieg je zwei Treffer zu einer 4-1 Führung bei.
im Anschluss trafen noch Tomas Surovy(50.), Sidney Crosby(53.), Eric Boguniecki(53.) und bei einem Strafschuss Ryan Malone(56.ps).
Das einzige Tor der Capitals gelang ihrem Jungstar Alexander Ovechkin(26.pp), der anschließend Leidtragender einer unschönen Aktion von Penguins Verteidiger Ryan Whitney wurde. Wegen eines Stockstichs in den Unterleib von Ovechkin, der danach minutenlang auf dem Eis lag, wurde Whitney mit einer Matchstrafe belegt.

St. Louis - Dallas 3-4 SO (1-1/0-1/2-1/0-0/0-1)
Zu einem nicht unbedingt zu erwartenden Punktgewinn kamen die St. Louis Blues als Tabellenschlusslicht der Western Conference im American Airlines Center von Dallas. Dabei fehlten den Gästen nur 47 Sekunden um sogar als Sieger das Eis zu verlassen. Das wäre aber aufgrund des sehr einseitigen Spielverlaufs doch zu viel des Guten gewesen. In der letzten Spielminuten der regulären Spielzeit gelang Philippe Boucher(60.) doch noch das hochverdiente Ausgleichstor der Stars zum 3-3.
Den sechsten 'Shootout-Sieg' der Texaner machten Sergei Zubov und Jussi Jokinen, die ihre Penalties verwandelten perfekt.
In den ersten 60 Minuten waren die Stars sowohl spielerisch als auch optisch ihren Gästen bei weitem überlegen, scheiterten im Abschluss aber viel zu oft an deren Schlussmann Curtis Sanford, der insgesamt 38 Torschüsse abwehren konnte. Nach dem frü,hen Führungstor der Blues durch Dennis Wideman(4.pp), der gelich das erste Überzahlspiel mit einem Treffer abschloss, ü,bernahmen die Stars das Kommando. Nachdem Brenden Morrow(18.) und Sergei Zubov(40.pp) doch noch einen Weg gefunden hatten Sanford zu bezwingen, schien alles nach Plan für die Hausherren zu laufen.
Diese hatten aber ihre Rechnung ohne Mike Sillinger(41.) und Kevin Dallman(54.pp) aufgemacht, die im Schlussabschnitt völlig überraschend noch einmal die Blues in Front schießen konnten.

Edmonton - Anaheim 6-3 (0-1/2-2/4-0)
Mit einem furiosen Auftritt im Schlussabschnitt kamen die Edmonton Oilers doch noch zu einem deutlichen 6-3 Auswärtserfolg im Pond of Anaheim. Nach Gegentoren von Chris Kunitz(10.pp) und Teemu Selanne(22.pp/27.) waren die Westkanadier mit einem 2-3 Rückstand in das letzte Drittel gestartet, in dem sie das Spiel noch zu ihren Gunsten wenden konnten und sich wieder etwas Luft gegenüber einen ihrer Verfolger auf den achten Playoffplatz verschaffen konnten.
Die Mighty Ducks waren in der ersten halben Stunde ihren Gästen in Bezug auf Spielstärke und Einsatz überlegen gewesen. Selbst durch das Anschlusstor von Marc-Andre Bergeron(26.) ließen sich die Ducks nicht beeindrucken. Das Blatt sollte sich aber wenden, nachdem fast zeitgleich mit dem Ertönen der Pausensirene Steve Staios(40.) das zweite Tor der Oilers gelang.
Nicht mehr wiederzuerkennen waren die Kalifornier im Schlussdrittel. Sie ließen sich in ihr eigenes Drittel drängen, gewannen kaum noch Zweikämpfe und handelten sich viele unnötige Strafzeiten ein. Die Quittung folgte auf dem Fuße: Ales Hemsky(44.) egalisierte erstmals den Spielstand, dann folgten zwei Powerplaytreffer von Chris Pronger(51.pp/52.pp) und Shawn Horcoff(60.sh,en) konnte bei Unterzahl noch ein 'Empty Net Goal' erzielen.

 

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