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2006-01-20 

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SPIELTAG 20.01.2006

Axelsson, Jurcina, Stuart und Tom Fitzgerald schauen sich am Videowürfel noch einmal das Tor von Wayne Primeau an.

Boston - Philadelphia 5-2 (1-0/3-1/1-0)
Bei den Philadelphia Flyers, dem Tabellenführer der Atlantic Division, läuft zur Zeit nicht viel zusammen. Heute Nacht mussten sie sich auf heimischen Eis den Boston Bruins deutlich mit 5-2 geschlagen geben und damit ihre vierte Niederlage hintereinander hinnehmen.
Die Gäste aus 'Beantown' zeigten sich konsequent beim Ausnutzen ihrer Torchancen und profitierten auch davon, dass Flyers' Schlussmann Antero Niittymaki mit nur 13 Rettungstaten nicht gerade seinen besten Tag erwischt hatte.
Zwei Mal Travis Green(6./37.), Patrice Bergeron(22.pp), Marco Sturm(29.) und Wayne Primeau(54.) bezwangen den finnischen Torhüter im Kasten der ersatzgeschwächten Gastgeber.
Die Flyers waren zwar optisch überlegen, taten sich aber unheimlich schwer gegen die kompakt stehenden Gäste. Ohne ihren verletzten Topscorer Peter Forsberg wirkte ihr Angriffsspiel häufig Ideenlos. Bei insgesamt 37 Torschüssen brachten nur Sami Kapanen(25.) und Simon Gagne(46.pp) Zählbares zustande.

St. Louis - Washington 4-5 SO (2-2/1-0/1-2/0-0/0-1)
Wenn der Tabellenletzte des Westens beim Vorletzten der Eastern Conference gastiert, dann erwartet man nicht unbedingt eine klasse Partie. Das Aufeinandertreffen zwischen den St. Louis Blues und Washington Capitals belehrte einen aber eines Besseren. Die Kontrahenten lieferten sich im MCI Center von Washington einen offenen, bis hin zum Penaltyschießen spannenden Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für die Hausherren bei denen Steve Eminger den entscheidenden Penalty zum 5-4 Endstand verwandelte.
Für die Capitals bedeutete es den dritten doppelten Punktgewinn in Folge und das ausgerechnet gegen die Blues, jene Mannschaft gegen die sie seit 1997 zehn Spiele hintereinander nicht mehr gewinnen konnten.
Die zweimalige Führung der Hausherren durch Ben Clymer(5.) und Alexander Ovechkin(10.) konnten Scott Young(10.pp) sowie Dennis Wideman(19.pp) jeweils egalisieren. Gleich zu Beginn des Mitteldrittels brachte Mike Sillinger(23.pp) mit einem weiteren Powerplaytor die nun seit acht Spielen sieglosen Gäste erstmals in Front. Diesen Vorsprung konnten sie lange Zeit geschickt verteidigen, bis innerhalb von 2 1/2 Minuten im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit Chris Clark(42.) und Brian Willsie(44.pp) die Partie wieder zu Gunsten der Capitals drehten.
Dass es für die Blues zumindest zu einem Ehrenpunkt reichte war das Verdienst von Dean McAmmond(56.), dem der 4-4 Ausgleich gelang.

N.Y. Islanders - Carolina 3-4 (1-2/1-1/1-1)
Wenn man einmal ganz oben steht, dann hat man auch das Glück auf seiner Seite wenn es einmal nicht so gut läuft. Die Erfahrung machten heute Nacht auch die Carolina Hurricanes im Heimspiel gegen die New York Islanders, das sie knapp mit 4-3 Toren gewannen und dabei nicht besonders überzeugen konnten.
Am Ende hatten sie aber zum siebten Mal in Serie zwei Punkte eingefahren und wer frägt schon in ein paar Tagen noch danach wie diese zustande kamen. Andrew Ladd(6.pp), Matt Cullen(17.) und Mike Commodore(40.) fast zeitgleich mit dem Ertönen der Pausensirene schossen die Hausherren drei Mal in Front. Der letztendlich spielentscheidende Treffer gelang Carolinas Toptorjäger Eric Staal(53.) zur Mitte des Schlussabschnitts.
Die Gäste aus Long Island erwiesen sich als ein mehr als ebenbürdiger Gegner. Sie steckten nie auf und boten eine gute kämpferische Leistung. Arron Asham(7.) und Radek Martinek(30.) mit seinem ersten Saisontor konnten zwei Mal den Spielstand egalisieren. Auch nach dem 2-Tore Rückstand im Schlussabschnitt zeigten die Islanders viel Moral und spielten weiter nach vorne. Es sollte aber nur noch zum Anschlusstor von Mark Parrish(57.) reichen.

Anaheim - Ottawa 4-3 SO (0-2/3-0/0-1/0-0/1-0)
Als erster und einziger Schütze konnte Chris Kunitz seinen Penalty verwandeln und bescherte damit den Mighty Ducks of Anaheim bei ihrem Gastauftritt in der kanadischen Hauptstadt einen 4-3 Erfolg nach Penaltyschießen.
Vor allem aufgrund der Spielanteile in den ersten zwei Durchgängen der regulären Spielzeit war es kein unverdienter Sieg der Kalifornier. Sie ließen sich auch von einem frühen durch Bryan Smolinski(3.pp) und Patrick Eaves(16.) herausgeschossenen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiter engagiert nach vorne.
Die Belohnung hierfür bekamen sie im Mitteldurchgang als Chris Kunitz(21.), Teemu Selanne(29.pp) und Todd Marchant(31.) innerhalb von zehn Minuten gleich drei Mal Dominik Hasek im Tor der Senators bezwingen konnten.
Notgedrungen mussten die Hausherren im Schlussabschnitt etwas mehr für ihr Spiel nach vorne tun, doch ausgerechnet als sie mit einem Mann weniger auf dem Eis standen, sollte Dany Heatley(58.sh) das glückliche Ausgleichstor gelingen, das ihnen zumindest einen Punkt sicherte.

N.Y. Rangers - Pittsburgh 4-2 (1-0/0-0/3-2)
Innerhalb von 60 Sekunden zum Ende des Schlussdrittels hin, beendeten die New York Rangers durch Tore von Michal Rozsival(56.) und Michael Nylander(57.) die Träume der Pittsburgh Penguins von einem doppelten Punktgewinn nach sieben Niederlagen in Folge.
Die ersten zwei Tore der Gäste aus Manhattan hatte deren Rookie Petr Prucha(8./47.) erzielt. Für den jungen Tschechen in Diensten der Rangers waren es bereits die Saisontore 22 und 23. Er weist damit die gleiche Torausbeute vor wie Pittsburghs hochgelobter Jungstar Sidney Crosby(49.pp), dem heute Nacht der 2-2 Ausgleichstreffer gelang.
Das erste Tor der Hausherren, die sich vor allem im torlosen Mittelabschnitt einige gute Einschussmöglichkeiten erarbeitet hatten, schoss Dick Tarnstrom(41.) unmittelbar nach der zweiten Pause.

Martin Brodeur(NJD) wehrt den Penalty von Steve Sullivan(NAS) ab.

New Jersey - Nashville 4-3 SO (1-1/2-1/0-1/0-0/1-0)
Die New Jersey Devils konnten auch bei den heimstarken Nashville Predators ihren Höhenflug fortsetzen und blieben auch in ihrem achten Spiel in diesem Jahr ungeschlagen. Viktor Kozlov und Brian Gionta verwandelten ihre Penalties während bei den Gastgebern sowohl Steve Sullivan wie auch Paul Kariya bei ihren Versuchen scheiterten.
Während der regulären Spielzeit sorgten Patrik Elias(19.pp), Jamie Langenbrunner(32.) und Grant Marshall(34.pp) für eine zwischenzeitliche 3-1 Führung der Devils, nachdem Steve Sullivan(6.) die Gastgeber mit 1-0 in Front gebracht hatte.
Doch nicht nur bei den Devils konnte das Überzahlspiel überzeugen. In der von beiden Mannschaften sehr fair geführten Partie handelten sich die Gäste nur zwei Strafzeiten ein und beide wurden von den Predators gnadenlos ausgenutzt. Kimmo Timonen(38.pp) und Martin Erat(50.pp) ließen sich diese Chancen nicht nehmen und retteten ihr Team in die Overtime.

Colorado - Chicago 2-4 (1-1/1-3/0-0)
Dass auch die Colorado Avalanche mal wieder verlieren werden war klar, dass ihnen dieses Missgeschick aber ausgerechnet bei den Chicago Blackhawks, dem Drittletzten der Western Conference unterläuft, das war schon überraschend.
Nach acht Siegen in Folge scheiterten die Avalanche vor allem an einem Mann, an Nikolai Khabibulin. Der nach zehn Partien Pause wiedergenesene Stammtorhüter der Blackhawks brachte mit seinen Paraden die Stürmer der Gäste schier zur Verzweiflung. Richtig warmgeschossen wurde Khabibulin im ersten Durchgang als er 19 Torschüsse der 'Avs' parieren konnte. In den gesamten 60 Spielminuten wurden 41 Schüsse der Avalanche seine Beute. Nur Marek Svatos(7.pp) und Antti Laaksonen(30.) fanden ein Mittel Chicagos Goalie zu überwinden.
Konsequenter im Abschluss präsentierten sich da die Hausherren, bei denen Kyle Calder(1./38.), Jim Dowd(24.) und Mikhail Yakubov(28.) mit seinem ersten Saisontor David Aebischer im Kasten der Avalanche das Nachsehen gaben.
Für die Blackhawks bedeutete es den dritten doppelten Punktgewinn aus ihren letzten 16 Partien.

Montreal - Calgary 2-3 (1-2/0-1/1-0)
Nach einem knappen aber durchaus verdienten 3-2 Heimsieg über Montreal teilen sich die Flames weiterhin punktgleich die Tabellenführung der Northwest Division mit ihren kanadischen Nachbarn aus Vancouver, wobei die Colorado Avalanche lediglich zwei Punkte dahinter liegen.
Die Canadiens hingegen verlieren nach ihrem guten Saisonstart immer mehr an Boden und rangieren in der Eastern Conference nur noch auf dem zehnten Platz.
Das kanadische Duell begann erwartungsgemäß sehr intensiv mit zahlreichen Strafzeiten im ersten Drittel. Da selten zehn Feldspieler auf dem Eis waren, mussten vor allem die Unter- und Überzahlreihen ihr Können beweisen. Die Hausherren waren dabei in der Lage zwei Powerplaytore durch Jarome Iginla(6.pp/31.) und Daymond Langkow(16.pp) zu erzielen, während die Gastgeber durch Sheldon Souray(4.PP) nur ein Mal erfolgreich waren.
Die unfairen Aktionen nahmen dann ab dem Mittelabschnitt ab, so dass die Reihen meist komplett agieren konnten. Auch hier waren die Flames ihren Gegnern überlegen und erspielten sich mehr Möglichkeiten. Eine gute Chance verwertete Iginla, als er die gute Vorarbeit von Steve Reinprecht und Matthew Lombardi zu seinem 21. Saisontor nutzte.
Die Canadiens versuchten im weiteren Spielverlauf das Heft an sich zu reißen, konnten sich aber keine entscheidende Feldvorteile erarbeiten. Knapp vier Minuten vor dem Ende der spannenden Partie gelang es noch Alexei Kovalev(56.) den Rückstand zu verkürzen, eine Spielwende konnten die Frankokanadier aber nicht mehr herbeiführen.

Florida - Phoenix 3-6 (1-3/1-2/1-1)
Nicht nur damit, dass seine Mannschaft ihre Heimpartie gegen die Florida Panthers gewann, konnte Phoenixs Headcoach Wayne Gretzky hoch zufrieden sein. Vor allem das herausragende Überzahlspiel seiner Coyotes erfreute 'The Great One'.
Die Wüstenfüchse erzielten fünf ihrer sechs Tore aus einer nummerischen Überlegenheit heraus und zeigten damit ihren Gästen aus Florida deren Grenzen auf. Nur das 1-0 von Zbynek Michalek(7.) fiel als die Kontrahenten mit je fünf Mann auf dem Eis standen.
Die in ihren letzten Partien so überzeugend aufgetretenen Panthers fielen in alte Fehler zurück. Mit vielen undisziplinierten Aktionen brachten sie sich selbst um die Chance zu einem Punktgewinn. So waren die drei Treffer, je einer pro Drittel, von Martin Gelinas(8.pp), Jozef Stumpel(26.) und Joe Nieuwendyk(46.) nur eine Ergebniskosmetik, richtig in Gefahr konnten sie Phoenixs dritten Sieg aus deren letzten vier Spielen nicht bringen.
Die Powerplayquote der Coyotes verbesserten Shane Doan(17.pp/19.pp), Dave Scatchard(34.pp), Paul Mara(39.pp) und Geoff Sanderson(54.pp).

Buffalo - Vancouver 1-4 (0-0/1-1/0-3)
Die Vancouver Canucks untermauerten ihren Aufwärtstrend mit einem beeindruckenden 4-1 Arbeitssieg gegen die zuletzt so stark aufgetretenen Buffalo Sabres. Mit der Empfehlung von 13-2 Toren aus ihren letzten zwei Partien waren die Sabres im General Motors Place angetreten. Dort fanden sie aber mit den Canucks wieder einmal ihren Meister. Der letzte Sieg der Sabres in Vancouver datiert vom 28. Februar 1999.
50 Minuten lang konnten die Sabres das Spiel offen halten, dann machten Brendan Morrison(53.) und mit einem 'Empty Net Goal' Jarkko Ruutu(60.en) aus der ausgeglichenen Partie doch noch eine klare Angelegenheit für die Westkanadier.
Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt, in dem die Sabres in den letzten zehn Minuten drei Überzahlsituationen ungenutzt ließen, wurden die Gäste von Alexandre Burrows(32.sh) eiskalt erwischt. Vancouvers Rookie gelang bei Unterzahl der 1-0 Führungstreffer. Kurze Zeit später bügelte Jason Pominville(36.pp) diesen Fauxpas mit dem Tor zum 1-1 Remis aus.
Das 'Game Winning Goal' der Canucks erzielte Nolan Baumgartner(45.pp) ebenfalls aus einem Powerplay heraus.

Atlanta - Los Angeles 6-8 (2-3/3-1/1-4)
Es war ein Offensivspektakel mit 14 Treffern und 75 Torschüssen, das die Zuschauer im ausverkauften Staples Center sehen durften. Zudem blieb die Begegnung spannend bis vier Sekunden vor dem Ende, als Luc Robitaille(5./45./60.pp,en) mit seinem dritten Erfolgserlebnis des Abends endgültig für die Entscheidung sorgte.
In der sehr fairen Auseinandersetzung zwischen den Thrashers und den Kings, in der es bis zur zweiten Pause lediglich vier Strafzeiten gab, ging es bereits ab der fünften Minute Schlag auf Schlag. Zunächst brachten Robitaille und Dustin Brown(5.) innerhalb von 20 Sekunden die Heimmannschaft in Front, ehe Patrik Stefan(8.) und Slava Kozlov(10.) wenig später ausglichen.
Noch im ersten Drittel sorgte Jeff Giuluano(16./56.) mit seinem zweiten Saisontor allerdings für die erneute Führung der Hausherren. Diese machten die Thrasher Marian Hossa(25.), Ilya Kovalchuk(31.) und Eric Boulton(31.) im zweiten Abschnitt zunichte, so dass plötzlich die Gäste mit zwei Treffern Abstand die Nase vorne hatten. Tom Kostopoulos(36.) gelang jedoch der Anschluss noch im selben Durchgang.
Den 4-5 Zwischenstand aus Sicht der Kings egalisierte kurz nach der zweiten Pause Mattias Norstrom(42.sh), als er in Unterzahl einen Pass abfangen konnte und im Alleingang Goalie Mike Dunham bezwang. Robitaille markierte kurz darauf mit seinem zweiten Streich des Abends die abermalige Führung. Die Gäste wollten sich aber keineswegs damit begnügen und ließen nicht locker. Tatsächlich wurden sie in Person von Marian Hossa(52.) mit dem vierten Remis innerhalb des Spiels für ihre Anstrengungen belohnt.
Am Ende sollte es aber trotzdem nicht zu einem Punktgewinn reichen, denn Giuluano, der es erst in dieser Woche in den Kader der Kings schaffte, war in der Lage sein zweites Tor zu schießen, ehe Robitaille den Schlusspunkt setzte.

Edmonton - San Jose 3-2 SO (2-0/0-1/0-1/0-0/1-0)
Nach drei Niederlagen in Folge gab es für die Edmonton Oilers wieder einmal Grund zum Feiern. Die Westkanadier gewannen nach Penaltyschießen mit 3-2 Toren gegen die heimstarken San Jose Sharks, die bereits zum fünften Mal in dieser Saison im 'Shootout' den Kürzeren zogen.
Dennoch können die Kalifornier ganz zufrieden mit dem Punktgewinn sein, lagen sie doch nach gut zehn Spielminuten durch Gegentore von Shawn Horcoff(9.pp), der gleich die erste Überzahlsituation der Gäste nutzte und Steve Staios(11.) bereits mit 0-2 in Rückstand. Die Sharks behielten jedoch die Nerven, verfielen nicht in Panik und erarbeiteten sich ohne ihre Defensivarbeit zu vernachlässigen gute Einschussmöglichkeiten.
Belohnt wurden sie hierfür durch Joe Thornton(25.pp) und Milan Michalek(49.), die Gästeschlussmann Michael Morrison kaum eine Abwehrchance ließen. Die auch nach der Führung sich keineswegs versteckenden Oilers scheiterten bei ihren schnell vorgetragenen Kontern in den letzten zwei Durchgängen immer wieder an Nolan Schaefer, der erst zum achten Mal in dieser Saison von Beginn an den Kasten der Sharks hütete.

 

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