Todd Fedoruk(ANA) befördert David Tanabe(BOS) in die Bande.
Anaheim - Boston 3-4 OT (0-2/1-0/2-1/0-1) Ihr letztes Heimspiel, bevor sie sich auf Auswärtstour begeben, hatten die Boston Bruins gegen die Mighty Ducks of Anaheim zu absolvieren. Nach drei Niederlagen in Folge, wobei zuletzt gegen die Dallas Stars schon ein Aufwärtstrend zu spüren war, konnten die Bruins wieder einmal einen doppelten Punktgewinn einfahren.
Patrice Bergeron(62.) erzielte in Zusammenarbeit mit den herausragenden Marco Sturm das 4-3 Siegtor in der Verlängerung.
Die Hausherren legten schon im Eröffnungsdrittel los wie die Feuerwehr. Bereits nach 30 Sekunden hatte Brad Isbister die erste Großchance zur Führung. Sechs Minuten lang sahen die kalifornischen Gäste kaum einen Puck. Selbst als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis standen konnten sie sich nicht im Drittel ihrer Gastgeber festsetzen.
Eine 2 gegen 1 Situation bescherte Boston sein erstes Erfolgserlebnis. Patrice Bergeron spielte dabei zentimetergenau Marco Sturm(11.) an und der Deutsche musste die Scheibe zur 1-0 Führung nur noch einschieben. Die Hausherren gaben sich damit aber noch lange nicht zufrieden. Kaum hatten sie ein weiteres Unterzahlspiel schadlos überstanden staubte Sergei Samsonov(16.) einen Rebound zum 2-0 ab.
Wesentlich besser lief es für die Kalifornier zu Beginn des Mittelabschnitts, indem Scott Niedermayer(22.pp) ein Powerplay zum Anschlusstor nutzte. Die Mighty Ducks nahmen jetzt auch physisch die Herausforderung an, so dass sich beide Mannschaften bis zur zweiten Pause mit optischen Vorteilen für die Gäste weitgehend neutralisierten. Dies stimmte die Fans auf ein spannendes Schlussdrittel ein.
Jene Besucher, welche die Entstehung des ersten Treffers versäumt hatten, bekamen diese noch einmal vorgeführt. Mit genau dem gleichen Spielzug stellten Bergeron und Marco Sturm(44.) zu Beginn des letzten Durchgangs den alten 2-Tore Vorsprung für die Bruins wieder her. Die Partie war damit aber noch lange nicht gelaufen. Zehn Minuten vor Spielende gelang Chris Kunitz(50.), als Folge eines Fehlpasses der Bruins' Abwehr, mit einem Schuss aus Höhe des Bullykreises das Anschlusstor.
Ganz brenzlig wurde es für die Hausherren eine Minute später als zunächst Bergeron auf der Strafbank Platz nehmen musste, die Mighty Ducks in die Trickkiste griffen und den, wie sich herausstellen sollte unkorrekten Schläger von Samsonov nachmessen ließen. Die Folge des 5 gegen 3 Überzahlspiels war das Ausgleichstor durch Ryan Getzlaf(51.pp). Turbulent ging es weiter, in dem sich Strafzeit an Strafzeit reihte und die Kontrahenten bis zum Ertönen der Schlusssirene den offenen Schlagabtausch suchten.
Die Entscheidung über den Sieger sollte aber erst in der Verlängerung durch Kooperation der besten Spieler der Partie fallen.
Washington - Phoenix 6-1 (1-1/4-0/1-0) Selbst Phoenixs Headcoach Wayne Gretzky war beeindruckt von der Vorstellung des russischen Wunderstürmers Alexander Ovechkin(15.pp/52.) in den Reihen der Washington Capitals. "Er ist ein phänomenaler Spieler. Es macht Spaß ihm zuzusehen, so gut wie er ist." Der 20-jährige Rookie steuerte dem 6-1 Auswärtserfolg seiner Capitals zwei Tore und einem Assist bei und konnte damit seine Ausbeute auf 14 Treffer in den letzten 13 Partien erhöhen.
Die Coyotes bekamen ihre Gäste nie in den Griff und konnten zur ersten Pause glücklich darüber sein, dass es, nachdem Shane Doan(18.) ebenfalls ein Überzahlspiel genutzt hatte, zu diesem Zeitpunkt noch Unentschieden stand.
Im Mittelabschnitt brachen die Hausherren aber völlig ein. Washington machte das Spiel und zeigte sich auch im Abschluss konsequent. Ben Clymer(21.), Dainius Zubrus(23.pp), Brian Sutherby(32.) und Matt Bradley(34.) sorgten mit vier Treffern innerhalb von gut 13 Minuten für die Vorentscheidung.
Mit dem schönsten Tor des Abends schloss Ovechkin im Schlussabschnitt den erfolgreichen Auftritt der Capitals ab.
N.Y. Rangers - Columbus 3-4 (2-3/0-0/1-1) 6 1/2 Minuten vor Spielende gelang Rick Nash(54.) aus einem Konter heraus das 4-3 Siegtor für die Columbus Blue Jackets bei ihrer Hausaufgabe gegen die New York Rangers. Es war der vierte doppelte Punktgewinn der Blue Jackets hintereinander auf eigenem Eis.
Aufgrund des Spielverlaufs, nachdem die Rangers vor allem in der letzten halben Stunde das Kommando übernommen hatten, war es auch ein glücklicher Erfolg des Vorletzten der Western Conference.
Auf das frühe Führungstor der Gäste durch Marcel Hossa(4.) antwortete Columbus innerhalb von fünf Minuten mit drei Toren von Jason Chimera(5.), David Vyborny(8.pp) und Jody Shelley(10.). In dem von beiden Teams furios geführten ersten Drittel hatten aber auch die 'Blueshirts' noch einmal nach dem Anschlusstreffer von Jason Ward(15.) Grund zur Freude.
Im Schlussabschnitt sah es danach aus als könnten die Rangers das Spiel noch zu ihren Gunsten wenden. Sie machten viel Druck auf das von Marc Denis gehütete Gehäse ihrer Gastgeber und Marcel Hossa(47.) einer ihrer auffälligsten Akteure an diesem Abend gelang das zwischenzeitliche 3-3 Remis.
Dallas - Montreal 2-4 (0-2/1-2/1-0) Jede noch so schöne Serie findet einmal ihr Ende. Heute Nacht war es die der Dallas Stars, die sich nach sechs Siegen in Folge im Bell Centre von Montreal den Canadiens mit 2-4 geschlagen geben mussten.
Ausschlaggebend hierfür war die Effektivität der Frankokanadier im Überzahlspiel. Gleich die ersten drei Powerplaysituationen nutzten Mike Ribeiro(2.pp/15.pp) und Alex Kovalev(23.pp) um eine 3-0 Führung für die Canadiens herauszuschießen.
Bei nummerischen Gleichgewicht auf dem Eis waren die Texaner ihren Hausherren bei weitem überlegen. Doch auch nach dem Anschlusstor von Niklas Hagman(25.) leisteten sich die Stars eine Unachtsamkeit, die postwendend von Michael Ryder(28.) mit dem Treffer zum 4-1 bestraft wurde.
In der letzten halben Stunde stürmte nur noch Dallas. Allein im Schlussdrittel lautete das Torschussverhältnis 16-2 zu Gunsten der Stars, doch nur noch Antti Miettinen(54.) war in der Lage den heute sehr sicher agierenden Jose Theodore im Tor der Hausherren zu bezwingen.
Vancouver - Pittsburgh 4-2 (1-1/2-1/1-0) In einer wilden Partie mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten verließen die Vancouver Canucks das Eis der Mellon Arena mit 4-2 Toren als Sieger. Für die Pittsburgh Penguins, denen man keineswegs mangelnde Einstellung vowerfen konnte, bedeutete es die siebte Niederlage in Folge.
Ein besonderes Augenmerk bei den Partien der 'Pens' fällt immer auf Sidney Crosby(8.pp). Der junge Stürmer erzielte zwar die 1-0 Führung der Hausherren, fiel aber im Anschluss auch wiederum mit dummen Strafen auf. Brendan Morrison(25.), Vancouvers Schütze zum 2-1 konnte sich auch einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: "Es schaut fast so aus, als wäre Crosby hinter jedem auf dem Eis her. Er sollte sich etwas mehr auf sein eigenes Spiel konzentrieren." Das Ausgleichstor der Westkanadier hatte Steve McCarthy(15.) bereits im ersten Spielabschnitt besorgt. Die entscheidenden Tore zum fünften Sieg der Canucks aus deren letzten sechs Partien entsprangen jeweils einem Überzahlspiel. Todd Bertuzzi(34.pp) erhöhte im Mitteldrittel den Vorsprung auf 3-1 und nachdem Mark Recchi(40.) die Penguins noch einmal hoffen gelassen hatte, nutzte Henrik Sedin(47.pp) ein weiteres Powerplay der Gäste zum 4-2 Endstand.
Ottawa - Minnesota 6-1 (2-1/3-0/1-0) Nicht den Hauch einer Chance ließen die Ottawa Senators ihren heutigen Gastgebern den Minnesota Wild. Mit 6-1 Toren fügten sie den Wild ihre vierte Niederlage aus den letzten fünf Heimpartien zu.
Dabei hatte es gar nicht schlecht für die Hausherren begonnen. Bereits nach knapp vier Minuten gelang Filip Kuba(4.) die 1-0 Führung. Damit war es aber auch schon mit der Herrlichkeit der Wild vorbei.
Die Senators kontrollierten fortan das Geschehen auf dem Eis des Xcel Energy Centers und stürmten druckvoll nach vorne. Patrick Eaves(13.) und Rookie Verteidiger Andrej Meszaros(20.pp) drehten noch vor der ersten Pause das Spiel zu Gunsten der Senators.
Es war auch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Kanadier ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten. Chris Kelly(22.), Dany Heatley(35.pp), erneut Patrick Eaves(37.) und Anton Volchenkov(56.) gelang dies mit ihren Toren gegen die völlig überforderten Hausherren, die in der gesamten Partie nur 16 Mal Gästegoalie Dominik Hasek auf die Probe stellen konnten.
Tampa Bay - San Jose 1-3 (0-1/0-1/1-1) Gegen Mannschaften aus der Eastern Conference fühlen sich die San Jose Sharks besonders wohl. Im zehnten Aufeinandertreffen mit einem Team aus dem Osten konnten sie heute Nacht im heimischen HP Pavillon ihren neunten Sieg einfahren. Milan Michalek(14.) erzielte nach einer knappen Viertelstunde das 1-0 und diese Führung ließen sich die Kalifornier nicht mehr nehmen.
Gegen die ideenlos und müde wirkenden Tampa Bay Lightning mussten die Sharks nicht an ihre Leistungsgrenze gehen. Kyle McLaren(33.) und Nils Ekman(59.) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass wirklich nichts mehr anbrennen konnte.
Das Anschlusstor der Gäste aus Florida erzielte Brad Richards(52.). Für Sharks Schlussmann Vesa Toskala war das späte Gegentor, das ihm seinen dritten Shutout verdarb, zwar ärgerlich, er konnte aber dennoch mit seiner Vorstellung und seinem fünften Sieg in Folge zufrieden sein.
Buffalo - Edmonton 3-1 (1-1/0-0/2-0) Die Binsenweisheit, dass man auf der Strafbank sitzend kein Eishockeyspiel gewinnen kann, bewahrheitete sich auch heute Morgen wieder einmal im Rexall Place der Edmonton Oilers. Die Westkanadier handelten sich gegen die beeindruckend mannschaftlich geschlossen aufspielenden Buffalo Sabres viel zu viele Strafen ein und wurden hierfür postwendend bestraft.
Tim Connolly(18.pp) und Maxim Afinogenov(43.pp) brachten die Sabres mit zwei Powerplaytreffern erstmals in Front, nachdem zuvor Ales Hemsky(4.) die frühe 1-0 Führung für die Hausherren besorgt hatte.
Den ersten Sieg der Sabres in Edmonton seit über sieben Jahren, der letzte datiert am 27. März 1998, besiegelte Derek Roy(54.) mit dem Treffer zum 3-1 Endstand. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte auch Buffalos Torhüter Ryan Miller, der vor allem im Schlussdrittel bei drei Überzahlsituationen der Hausherren glänzend gute Einschussmöglichkeiten vereitelte.