Justin Williams(CAR) versucht den Puck an Curtis Sanford und Dennis Wideman(STL) vorbei zu bringen.
St. Louis - Carolina 2-4 (2-0/0-2/0-2) Fast hätte es für das punktschlechteste Team der NHL gegen eine der derzeit besten Mannschaften zu einer Sensation gereicht. Wenn die Blues nur häufiger so entschlossen und erfolgreich spielen würden, wie heute im ersten Drittel, dann würden sie nicht weit abgeschlagen am letzten Platz in der Western Conference liegen. Die heimischen Hurricanes waren anscheinend ebenfalls überrascht vom Auftreten ihrer Gäste, die nach 20 Minuten nicht einmal unverdient nach Treffer von Petr Cajanek(2.pp) und Mike Sillinger(11.pp) mit 2-0 in Führung lagen. Konsequent hatten die Blues ihre beiden ersten Überzahlspiele der Partie genutzt.
So gut die Blues zuvor waren, so sehr bauten sie in den folgenden 20 Minuten ab und überließen den Hurricanes fast das komplette Spielgeschehen. Folgerichtig konnte Carolina jeweils bei einer Überzahl mit zwei Mann mehr auf dem Eis durch Ray Whitney(26.pp) verkürzen und noch vor Beendigung der Periode durch Eric Staal(37.pp) ausgleichen. Staal hatte Teile des ersten Drittels verpasst, weil er nach einem Stockfoul von Dennis Wideman im Gesicht genäht werden musste und sogar einen Zahn verloren hatte.
Nach dem zweiten Wechsel beteiligten sich die Gäste wieder aktiver am Geschehen, ein weiterer Treffer sollte ihnen jedoch nicht mehr gelingen. Dafür komplettierte Eric Staal(51./60.pp/en) seinen lupenreinen Hattrick - den zweiten seiner Karriere -, indem er zunächst fünf Sekunden nach Beeendigung eines Powerplays zum 3-2 traf und neun Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Blues Gehäuse den Arbeitssieg des Favoriten perfekt machte. Die Hurricanes feierten damit ihren siebten Sieg in Folge, sind derzeit das erfolgreichste Heimteam der NHL und führen nun auch nach Gesamtpunkten die Liga mehr als überraschend an.
New Jersey - Chicago 3-2 SO (1-1/0-0/1-1/0-0/1-0) Viktor Kozlov verwandelte den vierten, entscheidenden Penalty bei ihrem Gastspiel im United Center von Chicago und bescherte damit den New Jersey Devils ihren sechsten doppelten Punktgewinn in Folge.
Auch für Devils' Schlussmann Martin Brodeur war es ein besonderer Sieg, der 423. in seiner NHL-Karriere womit er in der NHL-Ewigkeitsliste die Marke von Chicagos Torwartlegende Tony Esposito auf Platz Fünf rangierend einstellte.
Die vier Treffer zum 2-2 Gleichstand nach 65 Minuten fielen alle in der ersten halben Stunde der von beiden Mannschaften nicht besonders berauschend geführten Partie. Zunächst gingen die Gäste aus East Rutherford durch Brian Gionta(5.) 1-0 in Front, dann bekamen die Hausherren durch Treffer von Tyler Arnason(9.) und Radim Vrbata(25.) wieder Oberwasser. Doch keine drei Minuten nach deren Führungstor war Colin White(28.pp) zur Stelle und nutzte ein Powerplay um den Spielstand zu egalisieren.
Am Ende waren beiden Mannschaften über das Erreichte zufrieden. Die Devils freuten sich über die zwei Punkte trotz einer schwachen Vorstellung und auch die Blackhawks konnten mit dem gewonnenen Zähler gegen die favorisierten Devils gut leben.
Pittsburgh - Nashville 4-5 (1-3/2-2/1-0) Nach zuletzt arg schwachen Vorstellungen und fünf Niederlagen in Folge verlangten die Pittsburgh Penguins ihren heutigen Gastgebern, den Nashville Predators alles ab, um dann doch wieder mit 4-5 Toren den Kürzeren zu ziehen.
Eine gute Viertelstunde nur unterbrochen von der Drittelpause genügte den Hausherren um mit fünf Toren durch Scott Walker(7./22.), Paul Kariya(10.pp), Martin Erat(18.) und Adam Hall(23.) den letztendlich spielentscheidenden Vorsprung herauszuschießen. Nach Walkers zweitem Tor wurde Gästeschlussmann Sebastien Caron durch Marc-Andre Fleury ersetzt.
Die Penguins, die durch Ryan Malone(5.pp) gleich ihr erstes Überzahlspiel zur Führung genutzt hatten, dominierten über weite Strecken in der letzten halben Stunde das Spielgeschehen und zeigten nach dem aussichtslosen 1-5 Rückstand viel Moral. Michael Ouellet(38.pp) und Josef Melichar(39.) gelang noch vor der zweiten Pause eine Ergebniskorrektur.
Im Schlussabschnitt erarbeiteten sich die Penguins weitere zahlreiche Torchancen. Trotz eines Torschussverhältnisses von 17-5 zu ihren Gunsten in den letzten 20 Minuten gelang es aber nur noch Colby Armstrong(50.) Nashvilles Torhüter Tomas Vokoun zu bezwingen und die Penguins standen zum sechsten Mal hintereinander mit leeren Händen da.