Alexander Frolov(LOS) verwandelt einen Strafschuss indem er Andrew Raycroft(BOS) tunnelt.
Los Angeles - Boston 6-0 (1-0/1-0/4-0) Ein 0-6 Heimdebakel mussten die Boston Bruins heute Nacht im TD Banknorth Garden gegen die Los Angeles Kings hinnehmen. Eigentlich waren sie der Meinung gewesen, sie hätten ihren Leistungstiefpunkt bereits zwei Tage zuvor bei der Partie gegen die San Jose Sharks erreicht. Dem war mitnichten so.
Die Gäste aus Kalifornien waren sowohl was den physischen Einsatz als auch die spielerische Qualität betrifft den Bruins bei Weitem überlegen. Ihr Mann des Abends war neben Schlussmann Mathieu Garon, der alle 30 Torschüsse der Hausherren, viele hiervon waren Verlegenheitsschüsse, abwehren konnte, vor allem Alexander Frolov(41./46.ps/51.), der mit drei Treffern, alle im Schlussabschnitt, seinen zweiten NHL-Hattrick feiern konnte.
In den ersten zwei Durchgängen hatten bereits Joe Corvo(19.) und Michael Cammalleri(33.pp) eine aufgrund der Spielanteile hochverdiente 2-0 Führung herausschießen können. Als vierter Torschütze der Kings zeichnete sich Dustin Brown(45.) aus.
Bruins' Headcoach Mike Sullivan war nach der bitteren Niederlage ratlos: "Ich weiß nicht was in den letzten drei Tagen passiert ist. Eigentlich waren wir auf einem guten Weg gewesen, doch diese Vorstellungen haben mich eines Besseren belehrt."
Phoenix - Buffalo 2-1 SO (0-1/0-0/1-0/0-0/1-0) Geoff Sanderson konnte als einziger von sechs Schützen seinen Penalty verwandeln und bescherte damit den Phoenix Coyotes einen nicht unbedingt zu erwartenden 2-1 Überraschungssieg in der HSBC Arena der Buffalo Sabres.
Nach vier Niederlagen in Folge und einem schnellen Gegentor durch Jason Pominville(13.pp) nach noch nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit war dies nicht unbedingt zu erwarten. Die Gäste aus Arizona erholten sich jedoch schnell von dem Rückschlag und erarbeiteten sich in der Folgezeit die besseren Torchancen. Belohnt wurden sie für ihren Einsatz unmittelbar nach der zweiten Pause durch Oleg Saprykin(42.).
In der 5-minütigen Overtime verhinderte Gästeschlussmann Brian Boucher mit zwei klasse Paraden gegen Thomas Vanek und Teppo Numminen ein vorzeitiges Spielende.
Calgary - N.Y. Islanders 2-3 (2-1/0-1/0-1) Nach den Misserfolgen der letzten Wochen und ihrem Abrutschen auf den 11. Platz der Eastern Conference entschieden sich gestern das Management der New York Islanders ihren Headcoach Steve Stirling zu beurlauben und Assistenzcoach Brad Shaw, dem ehemaligen Trainer ihres Farmteams, die sportliche Verantwortung bis zum Saisonende zu übergeben.
Das Debut des ehemaligen NHL-Verteidigers hinter der Bande verlief erfolgreich. Seine Islanders bezwangen auf heimischen Eis die Calgary Flames in einer sehr ausgeglichenen Partie mit 3-2 Toren.
Knapp acht Minuten vor Spielende gelang Mark Parrish(53.pp) aus einem Powerplay heraus das Siegtor für die Hausherren. Zwischenzeitlich waren diese nach Gegentoren von Darren McCarty(1.) und Gästekapitän Jarome Iginla(18.pp) mit 1-2 in Rückstand geraten.
Den 2-2 Ausgleich erzielte Miroslav Satan(40.) mit einem Handgelenksschuss zu einem psychologisch sehr günstigen Zeitpunkt, kurz vor dem zweiten Drittelende fast zeitgleich mit dem Ertönen der Pausensirene. Das erste Tor der Islanders hatte Trent Hunter(3.) erzielt.
Mark Messier hält seine Abschiedsrede. Im Hintergrund das Team mit dem er 1994 den Stanley Cup gewinnen konnte.
Edmonton - N.Y. Rangers 4-5 OT (0-1/3-2/1-1/0-1) Ein ganz große Show boten die New York Rangers zu Ehren ihres langjährigen Teamkapitäns Mark Messier den 18.200 Besuchern im bis auf den letzten Platz besetzten Madison Square Garden. 75 Minuten dauerte die Eröffnungszeremonie bei der zum Abschluss die Nummer 11 der NHL-Legende und vierfachen Stanley Cup Gewinners unter das Hallendach gehievt wurde.
Dieses Ereignis fand nicht zufällig heute statt, sondern wurde passend gewählt, da sich die Edmonton Oilers, jene Mannschaft für die Messier 12 Jahre lang die Schlittschuhe schnürte, die Ehre im Madison Square Garden gaben.
Auch der spannende Schlagabtausch auf dem Eis war Messiers Ehrentag würdig und hollywoodlike endete er in der Overtime durch ein Tor von Jaromir Jagr(61.) mit einem Happy End für die Hausherren.
In der ersten halben Stunde nach dem 0-1 durch Steve Rucchin(8.) waren die westkanadischen Gäste das bessere Team gewesen und durch drei Treffer von Michael Peca(23.pp), Ales Hemsky(29.sh) und Marc-Andre Bergeron(31.pp) innerhalb von 7 1/2 Minuten nicht unverdient mit 3-1 in Führung gegangen.
Die Rangers kamen aber profitierend von einem Überzahlspiel wieder zurück ins Spiel. Fedor Tyutin(37.pp) und Petr Sykora(39.) benötigten gerade einmal 64 Sekunden um die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten.
Im letzten weniger spektakulären Durchgang konnten Petr Prucha(43.) und Michael Peca(48.pp) noch einmal Tore austauschen.
St. Louis - Florida 1-3 (0-2/1-1/0-0) Bei den heimstarken Florida Panthers, die von ihren letzten neun Auftritten im BankAtlantic Center sieben gewannen, mussten die St. Louis Blues, das schlechteste Team der Liga ihre vierte Niederlage in Folge hinnehmen.
Trotz eines ganz starken Beginns, in dem sie sich eine Torchance nach der anderen herausspielen konnten, mussten sich die leidgeplagten Blues am Ende mit 3-1 geschlagen geben. Die wieder einmal mangelnde Chancenverwertung der Gäste wurde vor allem in den ersten zehn Minuten deutlich, als sie sich ein Torschussverhältnis von 9-1 herausspielten.
Nachdem der Anfangselan abgeflacht war, wurde ihnen von den Panthers eindrucksvoll vorgemacht wie man effektiv Eishockey spielt. Olli Jokinen(15.) und Joe Nieuwendyk(18.) sorgten für eine 2-0 Führung zur ersten Pause.
Im Mittelabschnitt konnten die Blues nach dem Anschlusstor von Kevin Dallman(31.pp), seinem ersten Saisontreffer, noch einmal Hoffnung schöpfen, doch nur fünf Minuten später machte diese Nathan Horton(37.) wieder zunichte.
San Jose - Ottawa 2-0 (0-0/1-0/1-0) Wenn man bei den Ottawa Senators, dem offensivstärksten Team der Liga, keinen Gegentreffer einfängt, dann ist dies ein besonderes Kunststück. Dieses gelang heute Nacht Evgeni Nabokov mit insgesamt 40 Paraden beim Gastauftritt seiner San Jose Sharks im Corel Centre der kanadischen Hauptstadt.
Die Sharks konnten durch eine eindrucksvolle Vorstellung mit 2-0 Toren ihren fünften doppelten Punktgewinn einfahren. Die Treffer, die zum Überraschungssieg führten schossen nach einem torlosen ersten Spielabschnitt Patrick Marleau(39.) und Nils Ekman(43.).
Ottawas Schlussmann Dominik Hasek fasste das momentane Problem der Senators, die vier ihrer letzten sechs Partien verloren, passend zusammen: "Wenn wir einmal nicht in der Lage sind sechs oder mehr Tore zu schießen, dann verlieren wir eben solche Spiele wie heute. Wir müssen bei engen Partien härter arbeiten, auch in Hinsicht auf die Playoffs."
Philadelphia - Detroit 3-6 (0-0/1-1/2-5) Am Ende ihrer elf Spiele beinhaltenden Auswärtstour mussten die Philadelphia Flyers bei den Detroit Red Wings antreten. In der Joe Louis Arena von 'Hockeytown' hatten die Flyers zuletzt vor über 17 Jahren, am 18. November 1988, beide Punkte entführen können und auch heute Nacht wurde es nichts mit einem Erfolgserlebnis der Gäste.
So richtig furios wurde es beim Spitzenspiel zwischen den beiden Tabellenführern ihrer Conference erst im Schlussabschnitt. Zwei Drittel lang hatten sie den Spielstand durch Tore von Pavel Datsyuk(34.pp) und Simon Gagne(37.pp) ausgeglichen gestalten können, dann erwischten die Red Wings einen Traumstart nach der zweiten Pause. Innerhalb von 47 Sekunden besorgten Chris Chelios(41.sh) bei Unterzahl und Pavel Datsyuk(41.) erstmals einen 2-Tore Vorsprung für die Hausherren. Die Flyers nahmen den offenen Schlagabtausch an: Zunächst Dennis Seidenberg(45.) mit seinem zweiten Saisontor und nachdem Henrik Zetterberg(49.) auf 4-2 erhöht hatte Simon Gagne(51.) eine passende Antwort parat.
Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Red Wings besorgten der zweifache Torschütze Henrik Zetterberg(52.) und Robert Lang(55.). Die Vorarbeit zum 6-3 Endstand leistete Steve Yzerman, der mit seinem 1050. Assist den in der NHL-Ewigkeitsliste auf Platz Sieben rangierenden Gordie Howe überholte.
Washington - Dallas 1-4 (0-3/1-0/0-1) Nur eine gute Viertelstunde benötigten die Dallas Stars um ihren Gästen aus der US-Hauptstadt klar zu machen, wer im American Airlines Center das Sagen hat. Jason Arnott(4.), Brenden Morrow(10.) und Jere Lehtinen(17.) beendeten mit einer 3-0 Führung schnell die Hoffnungen der Washington Capitals auf einen Überraschungscoup in Texas.
Die Capitals kamen zwar anschließend besser ins Spiel, man hatte aber nie den Eindruck, selbst nach dem Anschlusstreffer ihres jungen Ausnahmestürmers Alexander Ovechkin(24.), als würden die Stars noch etwas anbrennen lassen.
Dallas kontrolierte das Spielgeschehen und Jason Arnott(44.) setzte zu Beginn des Schlussabschnitts noch einen Treffer zum 4-1 Endstand darauf.
Für die Texaner war es der fünfte Sieg in Folge, während die Washington Capitals nun schon seit sechs Partien auf einen doppelten Punktgewinn warten.