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2006-01-11 

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SPIELTAG 11.01.2006

Brad Isbister(BOS) landet auf Scott Hannan(SJ) - am Ende waren die Sharks obenauf.

San Jose - Boston 6-2 (2-1/3-0/1-1)
Mit den San Jose Sharks und den Boston Bruins trafen jene Mannschaften aufeinander, die für den bisher spektakulärsten Trade des Jahres verantwortlich waren. Für Joe Thornton dauerte die erste Begegnung mit seinen ehemaligen Teamkollegen nicht einmal sechs Minuten. Nach einem bösen Bandencheck gegen Todd Gill wurde der Ex-Center der Bruins mit einer Matchstrafe in die Kabine geschickt, doch auch ohne ihren Star konnten die Kalifornier auf der ganzen Linie überzeugen und entführten verdient mit 6-2 Toren beide Punkte aus 'Beantown'.
Josh Langfeld(4./14.sh) erzielte seine ersten zwei Saisontore im ersten Drittel und Scott Hannan(23.pp), Patrick Marleau(30.pp) und Jonathan Cheechoo(37.pp) sorgten im Mittelabschnitt mit drei Powerplaytreffern für die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste. Den sechsten Treffer der Sharks erzielte Nils Ekman(41.) unmittelbar nach der zweiten Pause.
Auf Seiten der Bruins, die zuletzt zwei Mal in Folge gewinnen konnten, gelang es nur Milan Jurcina(15.pp/59.) Gästeschlussmann Evgeni Nabokov zu bezwingen.

Calgary - N.Y. Rangers 2-4 (2-0/0-2/0-2)
Pudelwohl fühlte sich Petr Sykora(33.) bei seinem ersten Auftritt im Dress der New York Rangers. Der Ex-Duck leistete in seinem Debut gegen die Calgary Flames mit einem Tor und einem Assist seinen Anteil am 4-2 Erfolg der 'Blueshirts'.
"Es ist einfach großartig zu dieser Mannschaft zu gehören. Ich kenne so viele Spieler, dass ich gar nicht den Eindruck habe neu hier zu sein", freute sich Sykora über seinen neuen Arbeitgeber.
Dabei hatte es zunächst gar nicht nach einem erfolgreichen Einstand für Sykora ausgesehen. Nach einer Viertelstunde sorgten Dion Phaneuf(15.pp) und Rhett Warrener(16.) mit ihrem Doppelschlag innerhalb von 38 Sekunden für eine 2-0 Führung der Gäste aus dem Westen Canadas.
Die Rangers rissen sich aber nach der ersten Pause am Riemen und bewiesen, dass sie momentan mit zu den besten Mannschaften der Eastern Conference gehören. Neben Sykora waren es Martin Straka(26.), Jason Ward(46.) und mit einem 'Empty Netter' Dominic Moore(60.en), die das Spiel zu Gunsten der Hausherren wenden konnten.

Jaroslav Spacek und Tyler Arnason gratulieren Kyle Calder zu seinem Tor.

Chicago - Washington 4-3 OT (1-0/2-2/0-1/1-0)
Die Leider der Chicago Blackhawks fanden nach zehn Niederlagen in Folge heute Nacht im MCI Center von Washington ein Ende. Kyle Calder(63.) erzielte nach 121 Sekunden in der Verlängerung das erlösende 4-3 Siegtor für die Blackhawks.
Dabei hätten sich die Gäste aus Chicago fast noch um den Lohn ihrer Mühen gebracht, indem sie leichtfertig einen durch Matthew Barnaby(9.), Radim Vrbata(21.pp) und Jaroslav Spacek(23.) herausgeschossenen 3-Tore Vorsprung verspielten.
Die Capitals zeigten sich davon relativ unbeeindruckt und übernahmen fortan das Kommando. Noch vor der zweiten Pause gelang es Brendan Witt(32.) und Alexander Ovechkin(34.) den Rückstand auf 2-3 zu verkürzen und gleich zu Beginn des Schlussabschnitts war es mit dem Ausgleichstreffer Brian Sutherby(44.), der ihnen zumindest noch einen Ehrenpunkt bei der fünften Heimniederlage in Folge sichern konnte.
Im Tor der Chicago Blackhawks gab Adam Munro sein Saisondebut und er erwies sich trotz der drei Gegentreffer mit 34 Rettungstaten noch als sicherer Rückhalt.

Detroit - Carolina 2-3 (1-3/1-0/0-0)
Wer noch immer der Meinung war, dass die Carolina Hurricanes nur so gut in der Tabelle stehen, da sie in einer vermeintlich leichten Division spielen, der wurde heute eines Besseren belehrt. Auch gegen das punktbeste Team der Western Conference konnten die Carolina Hurricanes bestehen und mit 3-2 Toren ihren 18. Heimsieg, Ligabestwert, feiern.
Die Hausherren profitierten davon, dass die Detroit Red Wings die erste Viertelstunde völlig verschliefen. Matt Cullen(6.), Ray Whitney(10.pp) und Erik Cole(15.) gaben in der Eröffnungsphase der Partie gleich drei Mal Gästetorwart Manny Legace das Nachsehen.
Anschließend übernahmen zwar die Gäste aus Hockeytown das Kommando, erspielten sich ein optisches Übergewicht und erarbeiteten sich auch zahlreiche Torchancen. Teamkapitän Steve Yzerman(17.) und Henrik Zetterberg(24.) ließen mit ihren Anschlusstoren auch wieder Hoffnung bei den Red Wings aufkeimen.
In der letzten halben Stunde erwies sich aber Hurricanes' Schweizer Schlussmann Martin Gerber, der es auf insgesamt 36 Rettungstaten brachte, als großer Spielverderber für die Red Wings, die in der letzten Spielminute sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis anstürmen konnten aber immer wieder an ihm scheiterten und zum zweiten Mal in Folge verloren.

Phoenix - Ottawa 2-7 (1-2/0-3/1-2)
Die Ottawa Senators hatten in ihren letzten Auftritten viel von ihrem Glanz verloren, nachdem ihre Topreihe durch die Verletzungen von Jason Spezza und Daniel Alfredsson(42./53.pp) gesprengt war.
Heute Nacht gegen die Phoenix Coyotes konnte ihr schwedischer Teamkapitän wieder mitwirken und bewies auch gleich mit zwei Toren und zwei Assists wie wichtig er für das Offensivspiel der Kanadier ist.
Die Senators machten ihren Gästen aus Arizona von der ersten Minute an klar wer heute Nacht das Sagen hat. Dany Heatley(2.pp) und Zdeno Chara(12.pp) sorgten mit zwei Überzahltoren für eine 2-1 Führung der Hausherren zur ersten Pause.
Damit war aber der Torhunger der Senators keineswegs gestillt. Für die Vorentscheidung zu ihren Gunsten überwanden im Mittelabschnitt Mike Fisher(29.), Chris Neil(32.) und Patrick Eaves(37.) den bedauernswerten Schlussmann der Coyotes, Brian Boucher. Von seinen überforderten Vorderleuten völlig im Stich gelassen musste er sich trotz 32 Rettungstaten noch sieben Mal geschlagen geben.
Auf Seiten der seit vier Spielen sieglosen Coyotes konnten Zbynek Michalek(8.pp) und Jamie Lundmark(58.) etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Edmonton - Pittsburgh 3-1 (1-0/0-0/2-1)
Shawn Horcoff(17.sh/41./60.pp) war mit drei Toren, seinem ersten NHL-Hattrick, der Mann des Abends in der Mellon Arena von Pittsburgh beim hochverdienten 3-1 Auswärtserfolg der Edmonton Oilers gegen die Pittsburgh Penguins.
Die mit einer völlig indiskutablen Einstellung auftretenden Hausherren konnten sich letztendlich bei ihrem Schlussmann Marc-Andre Fleury bedanken, dass die Höhe der Niederlage so moderat ausfiel. Den einzigen Treffer der Penguins erzielte Ryan Malone(48.).
Verständlicherweise war Pittsburghs Headcoach Michel Therrien auf Grund der Vorstellung seines Teams außer sich vor Zorn: "Die halbe Mannschaft ist mit den Gedanken nicht auf dem Eis und sie tun ihr Bestes um die meisten Gegentore der Liga einzufangen. Diese Spieler sollten nur noch 50% Prozent ihres Gehalts bekommen, sie bringen ja auch nur 50% ihres Leistungsvermögens."
Für die Oilers war es heute Nacht der erste Sieg in Pittsburgh aus den letzten neun Auftritten seit dem 18. Februar 1993.

N.Y. Islanders - Nashville 1-2 (0-1/1-0/0-1)
Steve Sullivan(20./37.) erwies sich mit zwei Toren als Spielverderber für die New York Islanders bei ihrem Gastauftritt im Gaylord Entertainment Center von Nashville. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie fehlte den Gästen aus Long Island am Ende gut drei Minuten und das Quentchen Glück um zumindest einen Punkt entführen zu können.
Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste hatte Shawn Bates(22.) zu Beginn des Mitteldrittels erzielt. Ein Sonderlob für die Vorstellung der Islanders hatte auch Nashvilles Trainer Barry Trotz parat: "Das war ein wirklich gutes Spiel von den Islanders. Ich habe fast den Eindruck als könnten sie auswärts unbefreiter aufspielen als auf eigenem Eis. In solchen knappen Partien braucht man einen Mann der es entscheidet und den hatten wir mit Steve in unseren Reihen."

Toronto - Vancouver 3-4 (2-1/0-2/1-1)
Ohne ihren verletzten Verteidiger Bryan McCabe, dem besten Blueliner der Liga, mussten die Toronto Maple Leafs heute Morgen im General Motors Place von Vancouver antreten und das Spiel wäre angesichts von sieben Überzahlsituationen, die sich ihnen boten vielleicht anders ausgegangen hätte McCabe mitwirken können. So nutzten die Gäste aus Toronto vor einer engagierten Kulisse, unter der sich auch viele Leafs Fans befanden, nur ein Powerplay durch Alexander Steen(51.pp) und mussten sich am Ende auf Grund der Spielanteile unglücklich mit 3-4 Toren ihren westkanadischen Gastgebern geschlagen geben.
Zwei Mal gingen die Maple Leafs im ersten Spielabschnitt durch Tore von Chad Kilger(5.sh) und Alexander Khavanov(18.) in Führung und auch in den folgenden Spielabschnitten waren sie das aktivere Team.
Die Canucks konzentrierten sich dagegen hauptsächlich auf ihre Defensivarbeit sowie auf schnell vorgetragene Konter. Der Erfolg heiligt jedoch die Mittel. Ausgerechnet die vierte Sturmformation der Canucks sorgte durch Treffer von Matt Cooke(31.) und Alexandre Burrows(37.), für ihn war es das erste NHL-Tor, im Mitteldrittel für die Spielwende. Burrows hatte bereits beim 1-1 Ausgleich von Jarkko Ruutu(13.) assistiert.
Das 'Game Winning Goal' der Canucks schoss Anson Carter(49.pp) aus einem Überzahlspiel heraus. Übermangelnde Arbeit konnte sich auch Vancouvers' gut aufgelegter Schlussmann Alex Auld nicht beklagen, der sich insgesamt 38 Torschüssen, davon 17 in den letzten 20 Spielminuten, ausgesetzt sah.

 

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